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Dokumentenidentifikation DE3730334C2 02.11.1989
Titel Stabilisator für Kraftfahrzeuge
Anmelder Daimler-Benz Aktiengesellschaft, 7000 Stuttgart, DE;
Fa. Muhr und Bender, 5952 Attendorn, DE;
Wehr, Jürgen, Ing.(grad.), 7000 Stuttgart, DE
Erfinder Beutin, Ulrich, Dipl.-Ing. (FH), 7056 Weinstadt, DE;
Korte, Richard, 5952 Attendorn, DE;
Wehr, Jürgen, Ing.(grad.), 7000 Stuttgart, DE
DE-Anmeldedatum 10.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730334
Offenlegungstag 23.03.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1989
IPC-Hauptklasse B60G 21/04
Zusammenfassung Ein durch einen Torsionsstab und an diesem endseitig angeordnete Stabschenkel gebildeter Stabilisator ist so ausgelegt, daß für eine üblicherweise nur mittelbar zu bewerkstelligende Anlenkung der Stabschenkel an einem Fahrzeugteil auf die Verwendung entsprechender Verbindungsgestänge verzichtet werden kann. Zu diesem Zweck sind die Stabschenkel jeweils mit einem elastisch nachgiebig abgebogenen und an dem entsprechenden Fahrzeugteil beweglich befestigbaren Schenkelendstück ausgestattet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Stabilisator für Kraftfahrzeuge, mit den Merkmalen des Oberbegriffes von Patentanspruch 1.

Das freie Ende von Stabilisatorschenkeln von Drehstabstabilisatoren kann, je nach den gegebenen Einbaumöglichkeiten, unmittel (DE-PS 9 28 813) oder mittelbar mit einem entsprechenden Fahrzeugteil, beispielsweise einem solchen der Radaufhängung, beweglich verbunden sein.

In letzterem Falle sind die Stabilisatorschenkel jeweils über ein Verbindungsglied in Form eines Gestänges mit dem ihnen zugeordneten Fahrzeugteil verbunden (J. Reimpell, Fahrwerktechnik, 4. Auflage, Seite 377, DE-OS 27 45 262).

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Stabilisator der im Oberbegriff des Patentanspruches 1 erläuterten Art so zu verbessern, daß für eine üblicherweise nur mittelbar zu bewerkstelligende Anlenkung der Stabilisatorschenkel an einem Fahrzeugteil auf die Verwendung entsprechender Verbindungsglieder verzichtet werden kann.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.

Beim erfindungsgemäß ausgebildeten Stabilisator ersetzen somit die einstückigen, elastisch nachgiebig abgewinkelten Endstücke der Stabilisatorschenkel die Verbindungsglieder. Dabei werden die Stabilisatorschenkel kostengünstig schon bei ihrer Herstellung auf die zur direkten Anbindung am Fahrzeugteil bei der Montage erforderliche Kontur gebracht. Die Erfindung ermöglicht es damit, den technischen Aufwand erheblich zu verringern, wobei sich die für den Einbau des Stabilisators erforderliche Montagearbeit wesentlich einfacher und schneller bewerkstelligen läßt.

Die Erfindung bietet des weiteren die Möglichkeit, den Stabilisator als Formteil aus einem Stück herzustellen, sofern dies die notwendigen Materialquerschnitte erlauben. Je nach den zu erwartenden Beanspruchungen von Torsionsstab und Stabilisatorschenkeln kann es sich jedoch als zweckmäßig erweisen, die Konstruktion nach Patentanspruch 2 zu gestalten. In diesem Falle lassen sich für Torsionsstab und Stabilisatorschenkel unterschiedliche, den Anforderungen entsprechend kostengünstige Materialqualitäten paaren.

In fertigungstechnischer Hinsicht bietet diese Konstruktion den besonderen Vorteil, daß sich die mit entsprechenden Querschnitten herzustellenden Stabilisatorschenkel mittels geeigneter Werkzeuge schnell und exakt in die erforderliche Form bringen lassen.

Die Stabilisatorschenkel können dabei aus Flach-, Rund- oder Vierkantmaterial, aus Rohr oder durch Formteile aus Kunststoff hergestellt sein. Dabei können diese, insbesondere, wenn sie aus Rundmaterial gefertigt sind, über ihre Länge mit den zu erwartenden Belastungen angepaßten unterschiedlichen Querschnitten ausgestattet sein.

Die Anbindung des abgebogenen Endstückes der Stabilisatorschenkel an das entsprechende Fahrzeugteil kann verschiedenartig, beispielsweise durch Anschrauben, bewerkstelligt werden. Bevorzugt ist hierzu die Konstruktion nach Patentanspruch 3 getroffen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Stabilisators dargestellt.

10 bezeichnet einen beispielsweise massiv ausgebildeten zylindrischen Torsionsstab, an dessen Stabenden jeweils ein Stabilisatorschenkel 12 drehfest angebracht ist. Der Torsionsstab 10 kann selbstverständlich auch ein von der zylindrischen Form abweichendes Querschnittsprofil aufweisen oder rohrförmig ausgebildet sein. In letzterem Falle kann es sich um ein nahtlos gezogenes oder geschweißtes Rohr handeln, mit dem Vorteil, daß das Rohr eine einwandfreie Riß- oder Oberflächenprüfung auch am Rohrinnenumfang ermöglicht.

Der Einfachheit halber ist nur einer der Stabilisatorschenkel 12 gezeigt. Dieser ist als Formteil aus Stahlblech gebildet, an dessen mit dem Torsionsstab 10 zu verbindenden Schenkelende ein halsartiger, zylindrischer Ansatz 14 vorgesehen ist, der an der dem betreffenden Stabende zugekehrten Schenkelseite durchgestellt ist.

Zur gegenseitigen Verbindung des Torsionsstabes 10 und des den halsartigen Ansaz 14 aufweisenden Hinterendes des Stabilisatorschenkels 12 dient beispielsweise ein zwischen beiden Teilen vorgesehenes Verbindungsstück 16, dessen eines Endteil 18 als massiver, zylindrischer Ansatz mit planer Stirnfläche und dessen anderes Endteil 20 hohlzylindrisch ausgebildet ist. Der Innendurchmesser des hohlzylindrischen Endteils 20 ist dem Außendurchmesser des halsartigen Ansatzes 14 zwecks im wesentlichen spielfreien Eingriffes des letzteren in das Endteil 20 entsprechend angepaßt.

Zur Befestigung des Verbindungsstückes 16 an der Torsionsstange 10 bieten sich mehrere Möglichkeiten. Dasselbe kann mit seiner planen Stirnfläche mit einer gleichfalls planen Stirnfläche des Torsionsstabes 10 z. B. durch Reib- oder Wirbelstromschweißen verbunden sein. Der halsartige Ansatz 14 des Stabilisatorschenkels 12 kann in der Öffnung 22 des Endteils 20 des Verbindungsstückes 16 beispielsweise durch Verpressen, Verschrumpfen, Verkleben oder gegebenenfalls durch Schweißen drehfest verbunden sein.

Zur Erzielung der notwendigen Biegesteifigkeit können die Stabilisatorschenkel 12, wie dies beispielsweise der Querschnitt ihres Hinterendes zeigt, in geeigneter Weise profiliert, z. B. über ein Teilstück ihrer Länge mit Randsicken 24 und 26 ausgestattet sein.

Die Stabilisatorschenkel 12 können darüber hinaus auch quer zu ihrer Längsrichtung verformt sein, wie dies der Schenkelabschnitt 28 veranschaulicht, um in deren Bereich installierte Fahrzeugteile, beispielsweise Fahrwerksteile, zu umgehen. Die Verformung kann beispielsweise in einer Abwinklung, Biegung und/oder Verkröpfung bestehen.

Der erläuterte Stabilisator ist für Einsätze geeignet, bei denen üblicherweise zwischen den Stabilisatorschenkeln und den mit ihnen zu verbindenden Fahrzeugteilen Verbindungsglieder in Form eines entsprechenden Gestänges vorzusehen wären.

Um auf die Anordnung solcher spezieller Verbindungsglieder verzichten zu können, ist an deren Stelle jeweils ein elastisch nachgiebig abgebogenes, selbst zug- und drucksteifes Schenkelendstück 30 vorgesehen, das mit seinem freien Ende an dem entsprechenden Fahrzeugteil beispielsweise schwenkbeweglich befestigbar ist. Zu diesem Zweck ist am freien Ende des Schenkelendstückes 30 beispielsweise ein Lagerauge 32 angeformt, das z. B. entsprechend aufzubohren und ggf. mit Innengewinde auszustatten ist. Ebensogut kann als Lagerelement ein Zapfen oder dgl. vorgesehen sein.

Die elastisch nachgiebige Verbindung des steifen Schenkelendstückes 30 mit dem übrigen Teil 34 des Stabilisatorschenkels 12 ist durch einen z. B. etwa bogenförmigen Übergangsabschnitt 36 geschaffen, dessen Querschnitt in etwa demjenigen des sich an diesen anschließenden Schenkelteilstückes, im vorliegenden Falle des Schenkelabschnittes 28, entspricht. Dieser Übergangsabschnitt 36 ist dem Schenkelabschnitt 28 derart zugeordnet, daß sein Widerstandsmoment gegenüber demjenigen des übrigen Schenkelteils 28, 34 um ein Vielfaches geringer ist. Hierzu ist der Übergangsabschnitt 36 relativ zum benachbarten Schenkelabschnitt 28, dessen vorzugsweise rechteckförmiger Querschnitt in der Bewegungsebene des Stabilisatorschenkels 12 seine größte Abmessung aufweist, beispielsweise so tordiert, daß die größte Abmessung seines gleichfalls beispielsweise rechteckförmigen Querschnitts der größten Querschnittabmessung des Schenkelabschnittes 28 ungefähr in einer Lage von 90° zugeordnet ist.

Die Schenkelendstücke 30 des Stabilisators können entweder jeweils mit einem beweglichen Radaufhängungsteil einer Fahrzeugachse verbunden sein, wobei in diesem Falle der Torsionsstab 10 am Fahrzeugaufbau drehbar gelagert ist, oder die Schenkelendstücke 30 können am Fahrzeugaufbau gelagert und der Torsionsstab 10 an der beweglichen Fahrzeugachse befestigt sein, wie dies bei Starrachsen üblicherweise der Fall ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Stabilisator für Kraftfahrzeuge, mit einem sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckenden Torsionsstab, der endseitig je einen sich etwa in Fahrzeuglängsrichtung erstreckenden Stabilisatorschenkel aufweist, die jeweils über ein im Bereich ihres freien Schenkelendes nachgiebig gehaltenes Verbindungsglied an einem zum Stabilisatorschenkel in der Höhe versetzten, Federungsbewegungen ausführenden Fahrzeugteil beweglich angeschlossen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungsglieder jeweils mit den Stabilisatorschenkeln (12) einstückig verbunden und durch das von diesen in Richtung auf das entsprechende Fahrzeugteil elastisch nachgiebig abgebogene, zug- und drucksteif ausgebildete Schenkelendstück (30) gebildet sind.
  2. 2. Stabilisator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stabilisatorschenkel (12) durch auf den Torsionsstab (10) drehfest aufgebrachte Formteile gebildet sind.
  3. 3. Stabilisator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß am abgebogenen Schenkelendstück (30) der Stabilisatorschenkel (12) jeweils ein Lagerelement (32), ggf. mit Gewinde angeformt ist.






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