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Dokumentenidentifikation DE3842324A1 02.11.1989
Titel Straßentransportfahrzeug mit Traggestellaufnahme für stehende Tafeln, vorzugsweise Glasscheiben und bordeigener Abstützung
Anmelder Fahrzeugbau Langendorf GmbH & Co KG, 4355 Waltrop, DE
Vertreter Herrmann-Trentepohl, W., Dipl.-Ing., 4690 Herne; Bockhorni, J., Dipl.-Ing., 8000 München; Betzler, E., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8919 Utting
DE-Anmeldedatum 16.12.1988
DE-Aktenzeichen 3842324
Offenlegungstag 02.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.11.1989
IPC-Hauptklasse B60P 7/10
Zusammenfassung Bei einem Straßentransportfahrzeug mit Traggestellaufnahme für großflächige Tafeln, vorzugsweise Glasscheiben und bordeigener Transportsicherung durch Abstützung gegenüberliegender Längsflächen des auf einem Traggestell stehenden und schräg nach innen geneigten Transportgutes mit Hilfe mehrerer den Außenseiten des Transportgutes durch Zustellen anlegbarer und durch Aufstellen die Traggestellaufnahme freigebender Stützen ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß einander gegenüberliegende Stützen in mehreren, einzelnen Elementen zusammengefaßt sind, die durch eine Hebevorrichtung wahlweise in angehobener Stellung mit dem Aufbau des Fahrzeuges oder in abgesenkter Stellung mit einem im Traggestell angeordneten Gestellträger verbunden sind, wobei die Stützen das Traggestell mit den Tafeln oder Scheiben verspannen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Straßentransportfahrzeug gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Obwohl die Erfindung auf den Straßentransport von Großtafeln, z.B. für den Fertigbau anwendbar ist, wird sie im folgenden anhand ihres bevorzugten Anwendungsgebietes näher erläutert. Dabei handelt es sich um den Transport von Float-Glasscheiben mit erheblichen Flächenabmessungen und entsprechenden Gewichten, die solche Scheiben elastisch bis zum Bruch verformen können, wenn die Scheiben nicht dagegen ausreichend abgestützt werden. Außerdem sind solche Scheiben häufig mit einer gegen mechanische Einwirkungen empfindlichen Oberfläche, z.B. mit aufgedampften Metallschichten oder -vergütungen versehen. Der Straßentransport solcher Tafeln oder Scheiben erfolgt über große Entfernungen zwischen der Glashütte und dem Händler oder dem Verbraucher. Die Wirtschaftlichkeit erfordert ein aus einer Vielzahl von Scheiben bestehendes Transportgut mit einem Gesamtgewicht einschließlich der Transportsicherung durch das Transportgestell, welches dem Ladegewicht von Aufliegern mit maximalen Abmessungen und Gewichten entspricht. Beim Float-Glastransport faßt man daher eine Vielzahl von Scheiben zu Scheibenpaketen zusammen, welche ihrerseits auf einem zur Zusammenfassung der Scheibenpakete dienenden Transportgestell transportiert werden.

Solche Transportgestelle sind bewegliche Traggerüste, welche in ihrer Längsmitte einen A-förmigen Aufbau aufweisen, an dessen beiden großen Seiten die Glasscheibenpakete angelehnt werden, welche auf einem den A-förmigen Aufbau unterstützenden Unterbau des Transportgestelles abgesetzt sind. Dieser Unterbau weist außerdem Längsträger auf, welche mit Leisten an der Innenseite der Schenkel des U-förmigen Chassis des Straßentransportfahrzeuges während der Fahrt unterstützt sind. In der Regel handelt es sich bei dem erfindungsgemäßen Straßentransportfahrzeug um einen als Auflieger auf einer Zugmaschine ausgebildeten Anhänger, dessen Hinterräder an der Außenseite der U-Schenkel des Chassis auf Schwingen von Luftfedern befestigt sind. Während der Fahrt werden die U-Schenkel des Chassis durch eine hintere Türe zusammengehalten, welche zusammen mit einer Planenabdeckung einen verschließbaren Laderaum im Aufbau des Fahrzeuges ergibt, so daß das Ladegut vor Verschmutzungen und Beschädigungen von außen geschützt ist. Diese der Erfindung bevorzugt zugrundeliegenden Straßentransportfahrzeuge haben den Vorteil, daß sie ohne Einsatz von Hilfsmitteln Transportgestelle auf- und abladen können, indem sie bei geöffneter Türe und weitgehend entleerten Luftfedern mit ihren Längsleisten unter die vorliegenden Längsträger der Basis eines Transportgestelles verfahrbar sind und durch Füllen oder Entleeren der Luftfedern das Transportgestell aufnehmen bzw. auf der Standfläche des Fahrzeuges absetzen können.

Während des Transportes ergibt sich die eingangs erläuterte Bruchgefahr der Scheiben aus der Kurvenbeschleunigung. Die hierbei auftretenden Horizontalkräfte verformen die Scheiben nach außen, wenn sie hiergegen nicht gesichert sind. Deswegen setzt die Erfindung ein Straßentransportfahrzeug als bekannt voraus, bei dem mit den Stützen eine derartige Verformung der Glasscheiben ausgeschlossen werden soll.

Bei dem vorbekannten Straßentransportfahrzeug sind allerdings die Stützen an dem Chassis, nämlich an jedem der beiden U-Schenkel angebracht. Dadurch ergibt sich eine Verspannung der Scheiben mit dem Fahrzeug und dem Transportgestell. Das hat den entscheidenden Vorteil, daß die Scheiben auf dem Transportgestell allenfalls noch z.B. mit Hilfe von Gurten vorläufig gesichert zu werden brauchen, während der Fahrt aber am Fahrzeug abgestützt sind. Das ist wesentlich wirtschaftlicher als die Verspannung der Glasscheiben mit dem Transportgestell durch Hilfsmittel. Hierfür ist es nämlich mindestens erforderlich, mehrere schräg geneigte, von oben nach unten verlaufende Schienen über der Fläche jeder außenliegenden Scheibe zu verteilen und in Längsrichtung quer zu den Schienen verlaufende Sicherungsträger mit zwischen diese und die Schienen eingetriebenen Keilen und Klötzen zu befestigen. Das ist ebenso arbeitsaufwendig wie gefährlich, weil in unmittelbarer Nähe der scharfen Scheibenkanten gearbeitet werden muß.

Das vorbekannte und das erfindungsgemäße Straßentransportfahrzeug vermeidet solche Nachteile durch den Einbau der Stützen in das Fahrzeug. Bei aufgestellten Stützen kann der eingangs beschriebene Be- und Entladevorgang durchgeführt werden, während die Stützen bei aufgeladenem Transportgestell den Scheibenpaketen von außen durch Zustellen angelegt werden. Das geschieht bei dem vorbekannten Straßentransportfahrzeug mit Hilfe von Lenkern, welche die Stützen über einen Kreisbogen in beiden Stellrichtungen führen. Als Antrieb dienen in der Regel hydraulische Arbeitszylinder, welche von der bordeigenen Hydraulikanlage gesteuert werden.

Der Nachteil dieser fortgeschrittenen Transportsicherung liegt allerdings darin, daß bei der Kurvenfahrt das unvermeidliche Spiel in der Anbringung der Stützen und in ihrem Antrieb durch das beschriebene Lenkergetriebe die mit den Fliehkräften von den Scheiben belasteten Stützen nachgeben, wobei sie in Anlage an die äußere Scheiben des Scheibenpaketes über einen Kreisbogen von den belasteten Scheiben zurückgeführt werden. Das ergibt eine Relativbewegung der Scheiben im Scheibenpaket, die man zwar durch Pudern vor reibenden Beanspruchungen zu schützen versucht, die aber dennoch jedenfalls die äußeren Scheiben verkratzen oder mit Riefen beschädigt am Zielort ankommen lassen. Solche Transportschäden verursachen erhebliche wirtschaftliche Verluste.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Straßentransportfahrzeug mit der wirtschaftlichen, bordeigenen auf- und zustellbaren Scheibenabstützung so auszubilden, daß die bisher nach dem Transport beobachteten Transportschäden nicht mehr auftreten können.

Diese Aufgabe löst die Erfindung mit den Merkmalen des Anspruches 1. Zweckmäßige Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Erfindungsgemäß führt die Zusammenfassung mehrerer, über dem aufgeladenen Transportgestell vereinzelter Elemente dazu, daß unabhängig von der Flächenausdehnung der Tafeln oder Scheiben eine ausreichende Anzahl von Abstützungen auf ihren Flächen verteilt werden kann und daß von den Stützen ausgehende Reaktionskräfte in dem Element ausgeglichen werden. Die Hebevorrichtung der Elemente ermöglicht es, den Innenraum für das Be- und Entladen mit dem Transportgut freizugeben, die Transportsicherung aber vor Antritt der Fahrt herzustellen. Beim Float-Glasscheibentransport kann daher das eingangs beschriebene Be- und Entladeverfahren ohne Behinderung durch die Stützen durchgeführt werden. Die Hebevorrichtung dient jedoch nicht nur dazu, die Elemente zur Freigabe des Innenraumes im Innenraum des Aufbaus zu verstauen bzw. sie mit den Tafeln oder Scheiben zusammenzubringen. Die Hubvorrichtung ermöglicht es auch, die Elemente in eine Stellung zum Transportgestell zu verbringen, in der sie mit dem Transportgestell versperrt sind. Die Hubvorrichtung überträgt dabei keine Kräfte auf den Aufbau des Fahrzeuges, sondern nur noch auf das Traggestell, so daß bei Belastung der Scheiben oder Tafeln diese sämtlich auf dem Unterbau des Traggestelles stehenbleiben und Relativbewegungen auch der außenliegenden Scheiben oder Tafeln ausgeschlossen sind. Infolgedessen treten die bisher beobachteten Transportschäden bei der Erfindung nicht mehr auf.

Mit den Merkmalen des Patentanspruches 2 faßt man mindestens je eine jeder Seite des Traggestelles zugeordnete Stütze zu einem Element zusammen, in dem sich die Reaktionskräfte beider Stützen gegeneinander aufheben, soweit im übrigen die Voraussetzungen hierfür gegeben sind. Die Verriegelung ist deswegen weitgehend von den Stützkräften entlastet und kann dementsprechend einfach und zweckmäßig ausgebildet werden.

Zweckmäßig führt man die Hebevorrichtung nach den Merkmalen des Anspruches 3 aus. Seile haben nämlich den Vorteil, daß sie keinerlei Scherkräfte auf den Aufbau bzw. vom Aufbau auf die Elemente übertragen, so daß sich die Traggestelle und der Fahrzeugaufbau während des Transportes unabhängig voneinander bewegen können. Sie erlauben auch die Aufstellung der Seilwinden im Fahrzeug und grundsätzlich in beliebiger Entfernung von den Stützen bzw. den Elementen, sind also raumsparend im Innenraum des Straßentransportfahrzeuges unterzubringen.

Mit den Merkmalen des Anspruches 4 läßt sich erreichen, daß die Verspannung der Glasscheiben mit den Traggestellen für den innerbetrieblichen Transport erhalten bleibt, weil die Elemente von den ihnen zugeordneten Hebevorrichtungen lösbar sind, die im Fahrzeug verbleiben. Das ist insbesondere für Betriebe vorgesehen, welche über keine ausreichenden Kranbahnen verfügen, mit denen die Transportgestelle von der Float-Glasanlage bis zur Verladestelle bzw. von der Entladestelle bis zum Glaslager transportiert werden können.

Die Verriegelung der Traversen führt zu einer formschlüssigen Verbindung mit dem Traggestell, wobei die Riegelbetätigung auch mit einem Druckmittel herbeigeführt, d. h. hydraulisch oder pneumatisch betätigt werden kann.

Es ist ferner möglich, mit den Merkmalen des Patentanspruches 5 die Stützen motorisch auf- und zuzustellen, was zweckmäßig ebenfalls mit Hilfe eines Druckmittels hydraulisch oder pneumatisch erfolgt.

Mit der Ausführungsform nach dem Anspruch 6 lassen sich die Stützen in vertikaler Richtung verstellen und einstellen. Dadurch ist es möglich, unterschiedlichen Abmessungen der Glasscheibenpakete in der Querrichtung und unterschiedlichen Flächenbemessungen der zu transportierenden Scheiben oder Tafeln Rechnung zu tragen.

Nach dem Patentanspruch 8 bilden die zum Auf- und Zustellen der Stützen dienenden Kolbenzylindereinheiten und die von ihnen betätigten Stützenarme ein Lenkergetriebe, welches auf einfache Weise das Auf- und Zustellen der Stützen ermöglicht und außerdem eine zusammengeklappte Stellung ermöglicht, in der die verstauten Stützen im Innenraum des Aufbaus nur einen geringen Raum einnehmen.

Der Patentanspruch 9 ermöglicht die Zusammenfassung mehrerer Stützenpaare in einer Einheit, was für Transportaufgaben zweckmäßig ist, die mit konstanten Abmessungen der Stützenabstände rechnen können.

Der Anspruch 10 bezeichnet eine Ausführungsform der Erfindung, welches ermöglicht, die Stützen neben dem von dem Transportgestell eingenommenen Laderaum unterzubringen. Auch hierdurch ist es möglich, eine raumsparende Anordnung der Stützen im Innenraum des Fahrzeuges herbeizuführen, die eine maximale Ausnutzung für den Stückguttransport ermöglicht.

In der Ausführungsform nach dem Anspruch 11 lassen sich die Stützen in Längsrichtung des Fahrzeuges zusammenschieben. Da die üblichen Auflieger unter ihrer Sattelkupplung einen in der Regel nicht nutzbaren vorderen Raum aufweisen, läßt sich dieser für das Verstauen der Elemente ausnutzen, so daß der gesamte Laderaum des Fahrzeuges für das Transportgestell für anderes Ladegut freigegeben werden kann.

Die Einzelheiten, weiteren Merkmale und andere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsformen anhand der Figuren in der Zeichnung; es zeigt

Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Erfindung und der Darstellung eines Straßentransportfahrzeuges im Querschnitt und im fahrbereiten Zustand,

Fig. 2 den Gegenstand der Fig. 1, wobei die Transportsicherung für das Be- und Entladen verstaut ist,

Fig. 3 ein Transportfahrzeug für die Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 in Seitenansicht,

Fig. 4 eine abgeänderte Ausführungsform für das Transportfahrzeug nach Fig. 3 in der Fig. 1 entsprechender Darstellung,

Fig. 5 die Ausführungsform nach Fig. 4 in der Fig. 2 entsprechender Darstellung und

Fig. 6 eine abgeänderte Ausführungsform des Transportfahrzeuges nach Fig. 3,

Fig. 7 schematisch, in Seitenansicht und in abgebrochener Darstellung Elemente für den Gegenstand der Fig. 3 und

Fig. 8 eine Seitenansicht des Gegenstandes der Fig. 7 in unterbrochener Darstellung.

Das Straßentransportfahrzeug gemäß den Darstellungen in den Zeichnungen ist mit einer Belademöglichkeit für ein stehende Glasscheiben aufweisendes Transportgestell versehen und mit (1) bezeichnet. Das Fahrzeug besteht aus einer Zugmaschine und einem als Auflieger ausgebildeten Anhänger mit Tiefbett. Das Tiefbett wird von dem Chassis (1a) und dessen Seitenwänden (2) gebildet. An deren Innenseiten sind Leisten (3) befestigt, die eine Aufnahme für das Transportgut bilden. Oberhalb des Chassis hat das Fahrzeug einen Aufbau (4) mit Seitenwänden (5) und einer Dachkonstruktion (6).

Die Dachkonstruktion weist einen Längsträger (7) in ihrer Längsmitte auf, der unterhalb der Decke (8) angebracht ist. Unter der Decke (8) sind außerdem jeweils zwei mit (9) bezeichneten Seile einer von mehreren Hebevorrichtungen geführt, die über Umlenkrollen (10) laufen und an ihren Enden mit Haken (12) sowie einer gemeinsamen Seilwinde (13) zusammenwirken, welche auf dem Chassis des Fahrzeuges befestigt ist.

Im beladenen Zustand liegt ein Traggestell (14) mit Glasscheibenpaketen (15, 16, 17) auf den Leisten (3) des Transportfahrzeuges (1) auf. Dabei stehen die Glasscheibenpakete (15, 16, 17) auf nachgiebigen Klötzen, die ihrerseits auf der Unterkonstruktion (18) des Traggestells (14) angeordnet sind. Die geneigten Stützflächen des Traggestellaufbaus dienen zum Anlehnen der Glasscheibenpakete (15, 16), wobei der Aufbau einzelne Streben (19) aufweist, die mit A-förmigen Stielen (20) verbunden sind (Fig. 3). Die Unterkonstruktion (18) des Transportgestells (14) weist auf Längsträgern an ihren Längsseiten Auflageflächen (21) auf, mit denen das Transportgestell im Transportfahrzeug auf den Leisten (3) ruht. An der Oberseite des Aufbaus des Traggestelles (14) sind in den dort angeordneten Gestellträgern Riegelöffnungen (22) und nicht dargestellte Aufhängeösen angeordnet. Diese Aufhängeösen ermöglichen es, das Traggestell (14) von der Abnahmestelle des Float- Glases mit Hilfe eines Hallenkrans bis zur Beladestelle des Straßentransportfahrzeuges zu verbringen.

Gemäß der in den Fig. 1 bis 3 wiedergegebenen Ausführungsform der Erfindung ist die von einer Abstützung gebildete Transportsicherung auf einzelne Elemente (23) aufgeteilt. An diesen sind je zwei auf gegenüberliegende Seiten der Glasscheibenpakete (15, 16, 17) wirkende Stützen (24) angebracht. Diese Stützen (24) sind verstellbar. Die Stützen (24) sind nämlich an längsverschieblichen Armen (26) mit einer fest einstellbaren Doppelgelenkverbindung (27) angebracht, so daß neben der Veränderbarkeit der wirksamen Länge der Stützen (24) auch eine unterschiedliche Paketdicke des Transportgutes erfaßbar ist.

Die Elemente (23) bestehen im wesentlichen aus einer Quertraverse (28), an welcher über Gelenke (29) die Stützen (24) sowie an den Enden der Traverse Kolbenzylindereinheiten über Gelenke (30) als Antriebe der Stützen angeordnet sind. Diese Antriebe werden über Gelenke (32) mit den Stützen (24) verbunden. An der Oberseite der Traverse (28) sind Halteösen (33) zum Anhängen des Elementes an die mit (9) bezeichnete Hebevorrichtung des Transportfahrzeuges (1) vorgesehen. In der Traversenmitte ist ein Riegel (34) angeordnet, der in eine seine Form entsprechende Aussparung eines Längsträgers (7) eingreifen kann, der an der Dachkonstruktion (6) des Transportfahrzeuges (1) befestigt ist. Diesem Riegel (34) entspricht einen an der Unterseite der Traverse (28) angeordneter Riegel (35), welcher in die beschriebene Öffnung (22) des Traggestelles (14) einrasten kann, so daß die Traverse formschlüssig mit dem Traggestell verbunden ist.

Die Fig. 1 und 3 zeigen das Straßentransportfahrzeug (1) im fahrbereiten Zustand, bei dem die Stützen mit dem Traggestell (14) über die Traverse verbunden und der den Glasscheibenpaketen (15, 16, 17) angelegt sind. Dazu werden vorher die Elemente (23) aus der in Fig. 2 dargestellten Ausgangsposition mit Hilfe der Seilwinden (13) auf das Traggestell (14) abgesetzt, so daß der Riegel (35) mit der Aussparung (22) des Transportgestelles (14) formschlüssig wird. Durch Ausstellen der Stützen (24 und 31) sowie nach Einstellen der Arme (26) über die Doppelgelenkverbindung (27) werden die wirksamen Stützflächen (25) der Stützen (24) auf die Außenflächen der Glasscheibenpakete (15, 16, 17) zur Anlage gebracht. Durch Betätigen der Kolbenzylindereinheit der Stützen (31) werden die wirksamen Flächen (25) den Glasscheibenpaketen (15, 16, 17) aufgelegt, so daß diese mit dem Traggestell (14) verspannt sind. Die Druckmittelbetätigung der Kolbenzylinder- Einheiten erfolgt mit der bordeigenen Druckerzeugungsanlage über flexiblere Druckmittelleitungen, welche vom Druckbehälter (36) in Fig. 3 ausgehen.

Am Ziel werden die Glasscheibenpakete (15-17) vom Transportfahrzeug (1) entladen. Dazu werden die Elemente (23) der Abstützung gemäß der Darstellung der Fig. 2 abgenommen, nachdem die Stützen von den Glasscheibenpaketen (15-17) gelöst worden sind. Das geschieht durch Einfahren der Kolbenstangen in die Zylinder. Anschließend werden die Elemente (23) mit Hilfe ihrer Seilwinden (13) angehoben und unter der Fahrzeugdecke durch Einrasten des Riegels (34) in die ihm entsprechende Ausnehmung des Längsträgers (7) der Dachkonstruktion (6) verankert. Dann erfolgt das Absetzen des Traggestelles (14) durch Entlasten der pneumatischen Federung des Fahrzeuges oder das Aufladen eines anderen Glasgestells mit anschließendem Aufpumpen der pneumatischen Fahrzeugfedern für die Transportfahrt.

Die Anzahl der Elemente ist selbstverständlich von der maximalen Länge der Glasscheibenpakete (15, 16) abhängig, die auf dem Traggestell untergebracht werden können.

Die Ausführungsform nach den Fig. 4 bis 6 hat Elemente (37) mit einer Traverse (38), welche Halteösen (39) sowie einen Riegel (40) an der Oberseite und einen Riegel (41) an der Unterseite aufweisen. Die Traverse (38) ist in ihrer Längserstreckung teleskopierbar, wobei die Innenteleskope mit Kolbenzylindereinheiten angetrieben sind. Über Konsolen sind vertikale Träger (42) winkelsteif an den Innenteleskopen befestigt. An den unteren Enden dieser Träger (42) sind über Gelenke (43) die Stützen (44) angelenkt, deren wirksame Flächen mit (45) bezeichnet sind.

Im fahrbereiten Zustand (Fig. 4) ist die Traverse (38) mit Hilfe der Hebevorrichtung (9) auf das Traggestell (14) abgesetzt und mittels des in die Aussparung (22) des Traggestells (14) eingerasteten Riegels (41) mit dem Traggestell (14) formschlüssig. Durch Zustellen der vertikalen Träger (42) mit Hilfe der eingebauten Kolbenzylindereinheiten der Traverse (38) werden die Stützen (44) außen den Glasscheibenpaketen (15, 16) angelegt, wobei die Druckflächen (45) die Glasscheibenpakete (15, 16) mit dem Traggestell (14) verspannen.

Der in Fig. 5 dargestellte Zustand vor dem Entladen bzw. Beladen des Fahrzeuges zeigt die Elemente (37) in ihrer mit der Hebevorrichtung (9) unter die Decke (8) der Dachkonstruktion (6) des Transportfahrzeuges (1) gezogenen Stellung. Dabei sind die vertikalen Träger (42) mit Hilfe der eingebauten Kolbenzylindereinheiten der Traverse (38) so weit ausgefahren, daß die Stützen (44) an den Seitenwänden (5) des Transportfahrzeuges anliegen. Auch bei dieser Ausführungsform ist vorgesehen, daß über die Länge eines Traggestells (14) mehrere dieser Traversen angeordnet sind.

In der Ausführungsform nach den Fig. 6 bis 8 läßt sich das Tiefbett bzw. der Fahrzeugraum oberhalb des Tiefbettes nach Schließen der Öffnung zwischen den Leisten (3) für den Stückguttransport verwenden, wenn das Fahrzeug nicht für den Glasscheibentransport eingesetzt ist. Der in Fig. 6 wiedergegebene Zustand zeigt, daß die Elemente (37) an dem Längsträger (7) des Fahrzeuges in dessen Längsrichtung verfahrbar angeordnet sind, so daß alle Elemente, wenigstens aber die für die spezielle Glastransportfahrt nicht benötigten Elemente (37) im vorderen Teil des Fahrzeuges verstaut sind. In dem verstauten Zustand aller Elemente (37) ist der über dem Tiefbett liegende Laderaum für anderes Transportgut vollständig freigemacht.

Der Längsträger (7) ist bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ein unten offenes Kastenprofil (46) mit parallelen Unterflanschen (47, 48), deren Innenseiten Laufbahnen für Laufkatzen (49, 50) bilden, von denen jeweils eine einem Element (37) zugeordnet ist. In dem Rollenträger (51) der Laufkatzen (47, 48) ist bei (52) mit einer Öse der Kolbenstange ein hydraulischer Zylinder (53) aufgehängt. Sein gegabeltes Ende (54) nimmt einen Riegelbolzen (55) auf. Dieser läßt sich wahlweise mit dem Riegel (41) der Traverse (38) bzw. von der Gabel (54) lösen und in der Riegelöffnung (22) des Gestellträgers mit dem Traggestell (14) versperren.

Im Ausführungsbeispiel sind die Laufkatzen (49, 50) an einen Seiltrieb (56) bei (57 und 58) mit ihren Rollenträgern (51) angeschlossen, lassen sich aber auch von diesen lösen, wenn sie im vorderen Teil des Fahrzeuges gemäß der Darstellung der Fig. 6 zusammengeschoben werden. Die Elemente (37) lassen sich von den Laufkatzen (45, 50) lösen. Geschieht das während der Transportfahrt, so kann das Fahrzeug keine Kräfte auf das Transportgestell übertragen, was u. a. die Verschiebung der Glasscheiben ausschließt. In diesem Zustand können die Elemente (37) zusammen mit dem Transportgestell (14) entladen werden, wenn sie als innerbetriebliche Transportsicherung Verwendung finden sollen. Ihre hydraulischen Anschlüsse sind dann mit Schnellkupplungen versehen, die sich an die Fahrzeughydraulik oder eine innerbetriebliche Hydraulik anschließen lassen. Andererseits können die Riegelbolzen vor dem Entladen gelöst und mit den Gabelköpfen (54) gekuppelt werden. Dann verbleiben die Elemente (37) im Fahrzeug und die Glasscheiben sind im Transportgestell (14) lediglich angelehnt oder mit diesem durch eine leichte Transportsicherung für den innerbetrieblichen Transport gesichert.

Die beschriebene Ausführungsform in der Fig. 6 hat außerdem den Vorteil, daß die Anzahl der mit einem Traggestell zusammenzuverwenden Elemente (37) den jeweiligen Beladungen des Traggestelles (14) angepaßt werden kann, die von der Größe und der Menge der jeweils zu transportierenden Scheiben abhängig sind. Die nicht benötigten Elemente (37) lassen sich wie in Fig. 6 dargestellt zusammenschieben und verstauen.


Anspruch[de]
  1. 1. Straßentransportfahrzeug mit Traggestellaufnahme für großflächige Tafeln, vorzugsweise Glasscheiben, und bordeigener Transportsicherung durch Abstützung gegenüberliegender Längsflächen des auf einem Traggestell stehenden und schräg nach innen geneigten Transportgutes mit Hilfe mehrerer den Außenseiten des Transportgutes durch Zustellen anlegbarer und durch Aufstellen die Traggestellaufnahme freigebender Stützen, dadurch gekennzeichnet, daß einander gegenüberliegende Stützen (24) in mehreren, einzelnen Elementen (23, 37) zusammengefaßt sind, die durch eine Hebevorrichtung (9, 53) wahlweise in angehobener Stellung mit dem Aufbau (4) oder in abgesenkter Stellung mit einem im Traggestell (14) angeordneten Gestellträger verbunden sind, wobei die Stützen (24) das Traggestell mit den Tafeln oder Scheiben (15-17) verspannen.
  2. 2. Straßentransportfahrzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (23) eine Traverse (28) aufweisen, welche für eine Ausnehmung (22) in einem in der Längsmitte des Traggestelles (14) angeordneten Gestellträger und für eine Ausnehmung in der Hebevorrichtung einen Riegel (41) aufweist, der zwischen an den Traversenenden angeordneten Auf- und Zustellmitteln der Stützen (24) angeordnet ist.
  3. 3. Straßentransportfahrzeug nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtungen (9) stationär in das Fahrzeug eingebaut und als Seilwinden ausgebildet sind, deren Seile an ihren Enden einzeln mit der Traverse (28) gekuppelt sind.
  4. 4. Straßentransportfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Traversen (28) von den Hebevorrichtungen (9, 53) lösbar sind.
  5. 5. Straßentransportfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (24) mit druckmittelbetätigten Kolben-Zylindereinheiten (31) auf- und zustellbar sind, die an der Traverse (28) angeordnet sind.
  6. 6. Straßentransportfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (24) mit längenveränderlichen Armen (26) verbunden sind, welche mit mehreren Gelenken (27) unterteilt und mit den Kolben-Zylindereinheiten verbunden sind.
  7. 7. Straßentransportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Auf- und Zustellung der Stützen (24) dienenden Kolben-Zylindereinheiten an den Traversenenden (28) als druckmittelbetätigte Stützen (31) dienen und jeweils über ein Gelenk (32) mit der Stütze (24) verbunden sind, die jeweils zwischen dem Riegel und dem Traversenende an der Traverse angelenkt sind.
  8. 8. Straßentransportfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Traverse (38) an jedem Ende ein auf- und zustellbares Teleskop aufweist, welches winkelsteif mit einem vertikalen Träger (42) verbunden ist, an den die betreffende Stütze (44) angelenkt ist.
  9. 9. Straßentransportfahrzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an der Traverse (28) mehrere Stützen (24) hintereinander angeordnet sind.
  10. 10. Straßentransportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (23) bis an die Seitenwände (5) des Transportfahrzeuges aufstellbar sind.
  11. 11. Straßentransportfahrzeug nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Elemente (37) in einer Längsführung (46) einzeln zusammen mit ihrer Hebevorrichtung (53) im Fahrgestell (1) beweglich sind, in dem sie eine zusammengefaßte Ausgangsstellung einnehmen, welche in dem Aufbau eine Ladefläche über dessen Transportgestellaufnahme freigibt.
  12. 12. Straßentransportfahrzeug nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebevorrichtung (53) an Laufkatzen (49, 50) der Längsführung (46) aufgehängt sind.
  13. 13. Straßentransportfahrzeug nach den Ansprüchen 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufkatzen (49, 50) an einen Seiltrieb (57, 58) anschließbar sind.






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