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Radialinjektor als Vorrichtung zum Ansaugen von Gasen - Dokument DE3007068C2
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3007068C2 09.11.1989
Titel Radialinjektor als Vorrichtung zum Ansaugen von Gasen
Anmelder Schaffer & Moser AG Maschinenbau, Nottwil, CH
Erfinder Schürch, Ernst, Luzern, CH
Vertreter Schmitt, H., Dipl.-Ing.; Maucher, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7800 Freiburg
DE-Anmeldedatum 26.02.1980
DE-Aktenzeichen 3007068
Offenlegungstag 23.10.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 09.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 09.11.1989
IPC-Hauptklasse F04F 5/00
IPC-Nebenklasse B01F 5/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Radialinjektor als Vorrichtung zum Ansaugen von Gasen, insbesondere zum Begasen von Flüssigkeiten z. B. mit Luft, wobei eine rotierende Förderscheibe vorgesehen ist, die von einer Seite mit der Flüssigkeit und von der anderen Seite mit dem vorzugsweise durch einen Ansaugstutzen oder dergleichen mitgerissenen, angesaugten Gas beaufschlagt ist, wobei am Außenrand der ungelochten Förderscheibe auf der von dem Gas beaufschlagten Seite zwischen der Förderscheibe und einem Gehäuseteil oder dergleichen ein Ringspalt oder Ringkanal vorgesehen ist.

Aus der US-PS 10 67 883 ist bereits ein Radialinjektor als Vorrichtung zum Ansaugen von Gasen bekannt, bei dem eine rotierende Förderscheibe vorgesehen ist, die von einer Seite mit Flüssigkeit und von der anderen Seite mit dem durch einen Ansaugstutzen mitgerissenen angesaugten Gas beaufschlagt wird, wobei am Außenrand der ungelochten Förderscheibe auf der von dem Gas beaufschlagten Seite zwischen der Förderscheibe und einem Gehäuseteil ein Ringspalt oder Ringkanal vorgesehen ist. Dabei ist diese vorbekannte Vorrichtung in dem Sinne doppelt wirkend aufgebaut, daß zwei unmittelbar einander benachbarte, einen Abstand zwischen sich aufweisende Förderscheiben jeweils von entgegengesetzten Seiten mit dem Gas beaufschlagt werden. Dabei stehen diese Förderscheiben in einer im wesentlichen vertikalen Ebene und die Flüssigkeit wird durch Stutzen und Kanäle zwischen diese Förderscheiben geführt und kann zwischen ihnen radial austreten. Durch parallele, im Bereich der Förderscheiben konzentrisch außerhalb angeordnete Zuführungen wird das Gas, im speziellen Fall Dampf zugeführt. Es handelt sich nämlich bei dem Gegenstand dieser Vorveröffentlichung um eine Vorrichtung zur Dampfkondensation.

Aus der DE-AS 15 57 138 ist eine Vorrichtung zum Begasen von Flüssigkeiten bekannt, bei welcher die Förderscheibe mit Schaufeln besetzt ist, welche dafür sorgen, daß innerhalb der zu begasenden Flüssigkeit ein Wirbel erzeugt wird. Gasansauglochungen in der Scheibe sollen dann den Durchtritt des Gases von der anderen Seite der Scheibe in die Flüssigkeit ermöglichen. Dabei kann die Saugwirkung auf das Gas nur relativ gering sein und ist außerdem durch die Lochungsquerschnitte beschränkt, so daß vor allem bei größeren Eintauchtiefen dieser bekannten Vorrichtung die Gefahr besteht, daß das Gas nicht gut genug angesaugt werden kann.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs erwähnten Art zu schaffen, bei welcher die Saugwirkung und Saughöhe bzw. die Eintauchtiefe und damit im Falle des Begasens von Flüssigkeiten die Mischwirkung erhöht ist. Insbesondere soll möglichst schon innerhalb der Vorrichtung die Vermischung von Gas und Flüssigkeit beginnen.

Die Lösung dieser Aufgabe besteht darin, daß im äußeren Durchmesserbereich der Förderscheibe über die gesamte Förderscheibendicke durchbrochene radial verlaufende Rillen vorgesehen sind, so daß am Außenrand der Förderscheibe Zähne gebildet sind.

Dadurch wird erreicht, daß die rotierende Förderscheibe nicht nur Flüssigkeit nach außen schleudert und im Bereich des Ringspaltes eine große Saugwirkung ausübt und entsprechend viel Gas mitreißen kann, sondern daß in den Lücken zwischen den am Außenrand der Förderscheibe befindlichen Zähnen die Flüssigkeit und das Gas bereits zusammengeführt und zusätzlich vermischt werden. Darüber hinaus können die radial verlaufenden Rillen die Saugwirkung erhöhen, weil die Förderscheibe mehr Flüssigkeit beschleunigen und nach außen schleudern kann.

Befindet sich zunächst nach dem Eintauchen der Vorrichtung in eine Flüssigkeit auch auf der Saugseite der Förderscheibe Flüssigkeit, wird zunächst diese Flüssigkeit mitgerissen und nach außen geschleudert, bis das Gas nachströmen kann. Praktisch bildet bei einem derartigen Radialinjektor die Pumpe und der Injektor eine unzertrennliche Einheit. Das Treibmittel, nämlich die Flüssigkeit, wird im Grenzschichtbereich der rotierenden Förderscheibe beschleunigt, was durch die Rillen noch gefördert ist, um nach Erreichen der Höchstgeschwindigkeit an der Förderscheibenperipherie das Saugmittel mitzureißen. Dieses Saugmittel, das Gas, strömt aus dem mit einem Ansaugstutzen versehenen Saugmittelgehäuse durch den Ringspalt, wo es schon in dem Zahnbereich des Randes der Förderscheibe mit der als Treibmittel dienenden Flüssigkeit zusammentrifft und sich mit dieser vermischen kann. Eine derartige Anordnung ist einfach und kann dennoch mit großer Wirksamkeit arbeiten und für eine intensive Begasung einer Flüssigkeit sorgen. Darüber hinaus kann eine solche Vorrichtung als Saugpumpe beispielsweise bei der Erzeugung eines Vakuums dienen, weil praktisch jeder Punkt des Randes der rotierenden Förderscheibe wie eine Art Wasserstrahlpumpe wirkt.

Eine mögliche Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß die von der Flüssigkeit beaufschlagte Seite der Förderscheibe eine glatte Oberfläche aufweist. Es ist aber auch möglich, daß die von der Flüssigkeit beaufschlagte Seite der Förderscheibe in Fortsetzung der äußeren Zähne radial nach innen verlaufende Kanäle, Rillen od. dgl. aufweist. Vor allem bei der Anordnung solcher Rillen kann die Saugwirkung erhöht werden, weil die Förderscheibe mehr Flüssigkeit beschleunigen und nach außen schleudern kann.

Der die Zähne aufweisende äußere Durchmesserbereich der Förderscheibe kann den inneren Durchmesserbereich eines Saugmittelgehäuseflansches unter Bildung des Ringkanales überlappen. Im Normalfall wird die Antriebswelle der Förderscheibe vertikal und die Oberfläche der Scheibe selbst etwa horizontal stehen. Bei einer derartigen Anordnung befindet sich das Saugmittelgehäuse oberhalb der Scheibe und den unteren Abschluß bildet der erwähnte, nach außen überstehende Flansch, unter welchem mit dem Abstand des erwähnten Ringspaltes der äußere gezahnte Rand der Förderscheibe umläuft.

Die Zähne od. dgl. können auch einzeln oder gruppenweise rotationssymmetrisch verteilt vorzeitig am Durchmesser insbesondere mit den Enden der Rillen bündig enden und es können dabei nur einzelne Zähne od. dgl. stehenbleiben. Dadurch wird im Bereich des Ringkanales der Durchtrittsquerschnitt vergrößert, während die stehenbleibenden Zähne dennoch für die gewünschte zusätzliche Beschleunigung und Mischung an der Scheibenperipherie sorgen.

Die Strömungsverhältnisse insbesondere auf der Saugseite können weiter verbessert werden, wenn der Saugmittelgehäuseflansch migen Abdeckscheibe einen nach außen offenen Misch- und Diffusorraum bilden, der in der radialen Fortsetzung der Förderscheibe angeordnet ist, wobei sich der Abstand zwischen Saugmittelgehäuseflansch und Abdeckscheibe aus der Dicke der Förderscheibe an deren Rand und dem beidseitigen Spiel der Förderscheibe gegenüber dem Saugmittelgehäuseflansch und der Abdeckscheibe ergibt.

Die Abdeckscheibe kann an ihrem inneren Rand eine gegen die Scheibenoberfläche gerichtete, im Querschnitt keilförmige, vorzugsweise spitzwinklige Abweiskante aufweisen. Dadurch können Schmutzteile aus der Flüssigkeit, die begast werden soll, von dem Misch- und Diffusorraum abgehalten werden. Dies ist insbesondere dann zweckmäßig, wenn Jauche, Klärflüssigkeit od. dgl. stark verunreinigte Flüssigkeit als Treibmittel vorgesehen ist und insbesondere begast werden soll.

Die Abweiskante kann an ihrem Umfang mit Abstand zueinander oder einander unmittelbar benachbarte bogenförmige Ausnehmungen in Form eines Wellenschliffes aufweisen. Dadurch kann die Ableitung von Schmutzteilen auf der Flüssigkeitsseite vom Rand der Förderscheibe verbessert und begünstigt werden.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung zur Schmutzabweisung kann darin bestehen, daß im Abstand von etwa 5 bis 15% des Förderscheibendurchmessers an der Förderscheibe eine vorzugsweise kreisrunde, insbesondere glatte Abweisscheibe angeordnet ist, deren Außendurchmesser etwa dem Innendurchmesser der Abdeckscheibe entspricht und die koaxial mit der Förderscheibe angetrieben und vorzugsweise auf derselben Welle wie diese angeordnet ist. Durch diese zusätzliche rotierende Abweisscheibe können Schmutzteile zur Seite geschleudert werden, bevor sie in den Bereich der Förderscheibe gelangen. Die Förderscheibe wird somit mit wenigstens grob gereinigter Flüssigkeit beaufschlagt, so daß die Gefahr von Störungen im Bereich des Ringspaltes und des Misch- und Diffusorraumes praktisch ausgeschlossen ist.

Es sei noch erwähnt, daß die Grenzschichtdicke der vom Treibmittel beaufschlagten Seite der Förderscheibe, abgesehen vom Strömungsumschlag von laminarer zu turbulenter Strömung, weitgehend unabhängig vom Förderscheibendurchmesser ist, so daß sich sowohl die Injektionsfläche als auch die beschleunigte Masse weitgehend proportional zum Förderscheibendurchmesser verhält. Bei linearer Zunahme der aktiven Injektionsfläche nimmt also die Antriebsleistung bei dem erfindungsgemäßen Radialinjektor ebenfalls linear zu, während sie bei herkömmlichen koaxialen Injektoren oder Wasserstrahlpumpen quadratisch zunimmt. Die Steigerung der Saugleistung der erfindungsgemäßen Vorrichtung erfordert also in vorteilhafter Weise keine überproportionale Steigerung der Antriebsleistung. Zwar nimmt die beschleunigte Masse bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit zunehmendem Förderscheibendurchmesser durch die ebenfalls zunehmende Radialgeschwindigkeit etwas mehr als proportional zu, was jedoch der Förderhöhe und Fördermenge zugute kommt. Gegenüber Wasserstrahlpumpen hat die erfindungsgemäße Vorrichtung außerdem den Vorteil, daß das Treibmittel an der Grenzfläche, wo es mit dem Saugmittel zusammentrifft, die höchste Geschwindigkeit aufweist, nachdem die Treibmittelmasseteilchen dieser Grenzfläche der Förderscheibe am nächsten sind und daher am stärksten beschleunigt wurden. Die erwähnten Rillen verstärken die Impulsgröße.

Ein weiterer Vorteil der erwähnten Zähne am Außenrand der Förderscheibe besteht darin, daß in diesem Bereich Schwingungen erzeugt werden können, die im Ultraschallbereich liegen können. Dadurch kommt es zu Mikroblasenbildung, was vor allem bei der Verwendung des Radialinjektors für Mischzwecke vorteilhaft ist.

Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden Einzelheiten anhand der Zeichnung in mehreren Ausführungsbeispielen noch näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 einen Längsschnitt durch den gesamten Radialinjektor mit Antrieb und Ansaugstutzen, wobei eine glatte Förderscheibe vorgesehen ist,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch den unteren Bereich einer abgewandelten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei die Förderscheibe auf ihrer Flüssigkeitsseite Rillen aufweist,

Fig. 3 eine Ansicht der Förderscheibe von unten, die teilweise durch eine Abdeckscheibe abgedeckt ist, wobei die Förderscheibe auf der Flüssigkeitsseite mit Rillen und vorstehenden Rippen versehen ist gemäß Fig. 2,

Fig. 4 einen Längsschnitt durch den Bereich der Förderscheibe und

Fig. 5 die Draufsicht der Unterseite dieser Förderscheibe, wobei am äußeren Rand nur mit Abstand vorstehende Zähne vorgesehen sind,

Fig. 6 einen Längsschnitt und

Fig. 7 die Draufsicht der Flüssigkeitsseite einer Förderscheibe mit einer Abdeckscheibe, deren Innenseite mit bogenförmigen, wellenschliffartigen Ausnehmungen versehen ist,

Fig. 8 einen Querschnitt einer Ausführungsform mit einer parallel zur Förderscheibe angeordneten Abweisscheibe und

Fig. 9 eine Unterseitenansicht der in Fig. 8 gezeigten Ausführungsform.

Ein im ganzen in allen Ausführungsbeispielen mit 100 bezeichneter Radialinjektor stellt eine Vorrichtung zum Ansaugen von Gas insbesondere zum Begasen von Flüssigkeiten z. B. mit Luft dar. Dabei ist eine rotierende Förderscheibe 1 vorgesehen, die durch einen im ganzen mit 2 bezeichneten Motor in Rotation versetzt werden kann. Die Förderscheibe 1 sitzt dabei auf der Welle 2a des im Ausführungsbeispiel als Elektromotor ausgebildeten Motors 2. Dieser Motor 2 sitzt in einem Gehäuse 6 und die Welle 2a ist wie dieses Gehäuse vertikal angeordnet, während die Förderscheibe 1 in den dargestellten Ausführungsbeispielen etwa horizontal liegen soll. Am unteren Rand des Gehäuses 6 ist ein Saugmittelgehäuseflansch 3 vorgesehen, unter welchem mit Abstand eine später noch zu beschreibende Deckscheibe 4 angeordnet ist. Oberhalb des Saugmittelgehäuseflansches 3 befindet sich ein Ansaugstutzen 5, welcher eine Leitung 5a für das Gas oder die Luft trägt. Auf diese Weise ist es möglich, den gesamten Radialinjektor 100 beispielsweise unter den Spiegel einer Flüssigkeit zu tauchen und Luft anzusaugen, die oberhalb des Flüssigkeitsspiegels ist.

Wird die Förderscheibe 1 in Rotation versetzt, wird nämlich gemäß den in Fig. 1 angedeuteten Pfeilen Pf Flüssigkeit nach außen geschleudert und übt so am Rand 3b der Förderscheibe 1 eine entsprechende Saugwirkung aus. Dies wird vor allem dadurch erreicht, daß am Außenrand 3b der durchgehenden, also ungelochter Förderscheibe 1 auf der von dem Gas beaufschlagten Seite, die im Ausführungsbeispiel dem Antriebsmotor 2 zugewandt ist, zwischen der Förderscheibe 1 und einem Gehäuseteil, nämlich dem Flansch 3 ein Ringspalt oder Ringkanal 3a vorgesehen ist. Die nach außen geschleuderte Flüssigkeit bewirkt in diesem Ringspalt oder Ringkanal 3a einen Sog, der zunächst dort befindliche Flüssigkeit mitreißt, bis von der Flüssigkeitsoberfläche Luft oder Gas angesaugt wird. Praktisch bildet die Vorrichtung 100 mit dem Außenrand 3b der Förderscheibe 1, dem Ringspalt 3a und dem Flansch 3 eine Art radialer Wasserstrahlpumpe, die aufgrund einer möglichen hohen Rotationsgeschwindigkeit und des Wirkens am gesamten Umfang der Scheibe eine große Saugwirkung ausüben kann. Entsprechend tief kann der gesamte Radialinjektor 100 auch in eine Flüssigkeit eintauchen.

Die vorbeschriebenen Merkmale sind bei allen Ausführungsbeispielen vorhanden. Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist die Förderscheibe 1 auch auf der von der Flüssigkeit beaufschlagten Seite mit einer glatten Oberfläche versehen. Durch die Drehung der Förderscheibe wird dennoch die angrenzende Flüssigkeitsschicht nach außen beschleunigt und kann die vorbeschriebene Saugwirkung ausüben.

In den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 2 bis 8 ist die von der Flüssigkeit beaufschlagte Seite der Förderscheibe mit radial verlaufenden Kanälen, Rillen 8 od. dgl. versehen, die die auswärts beschleunigte Flüssigkeitsmenge vergrößern.

Beim Ausführungsbeispiel nach den Fig. 2 und 3 bzw. 6 und 7 erkennt man vor allem, daß die radial verlaufenden Rillen 8 im äußeren Durchmesserbereich der Förderscheibe 1 über die gesamte Förderscheibendicke durchbrochen sein können und am Außenrand 3b der Förderscheibe 1 Zähne 9 zwischen sich bilden. Im Ausführungsbeispiel nach den Fig. 4 und 5 ist vorgesehen, daß die Zähne 9 od. dgl. einzeln oder gruppenweise rotationssymmetrisch verteilt vorzeitig am Durchmesser insbesondere mit den Enden der Rillen 8 bündig enden und nur einzelne Zähne 9 stehenbleiben. Vor allem in den Zwischenräumen zwischen den Zähnen kann eine gute Vermischung zwischen der Flüssigkeit und dem angesaugten Gas erfolgen, was vor allem beim Begasen der Flüssigkeit von Vorteil ist.

Bei allen Ausführungsbeispielen ist vorgesehen, daß der Saugmittelgehäuseflansch 3 auf seiner der Förderscheibe 1 zugekehrten Seite im Überlappungsbereich eine sich radial nach außen verjüngende Abschrägung 10 od. dgl. aufweist, die mit dem Außenrand 3b der Förderscheibe 1 einen Einlaufkonus bildet, der eine zusätzliche Beschleunigung des Gases bewirkt. Die Tiefe der Rillen 8 gegenüber der Oberfläche der Förderscheibe 1 kann je nach gewünschter Leistung etwa 1 bis 2 mm betragen.

In den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 2 bis 5 ist vorgesehen, daß auf der der Flüssigkeit zugewandten Oberfläche der Förderscheibe jeweils drei über die Scheibenoberfläche vorstehende radiale, gleichmäßig über die Scheibe 1 verteilte Lamellen oder Rippen 11 angeordnet sind, die einige Millimeter über die Scheibenoberfläche vorstehen und vorzugsweise bis zur Nabe 12 der Förderscheibe 1 laufen, während die Rillen 8 erst etwa im Abstand des halben Radius von der Nabe beginnen. Diese zusätzlichen Rippen 11 erhöhen die Beschleunigung und Förderleistung der Flüssigkeit und wirken außerdem in noch zu beschreibender Weise mit der schon erwähnten Abdeckscheibe 4 zusammen.

Auf der der Flüssigkeit zugewandten Seite der Förderscheibe 1 ist die schon erwähnte, im Durchmesser über den Scheibendurchmesser hinausragende kreisringförmige Abdeckscheibe 4 vorgesehen, deren Innendurchmesser kleiner als der Außendurchmesser der Förderscheibe 1 ist und die den Bereich der radial abströmenden Flüssigkeit gegen den äußeren statischen Flüssigkeitsdruck abschirmt, so daß der Mischbereich von Flüssigkeit und Gas durch diesen statischen Druck kaum oder nicht beeinträchtigt wird. Darüber hinaus wirkt diese Abdeckscheibe mit den schon erwähnten Lamellen vor allem dann zusammen, wenn Verunreinigungsteilchen der Flüssigkeit abgewiesen und zurückgehalten werden sollen. Man erkennt in den Fig. 2 und 4 deutlich, daß die Rippen 11 von der Oberseite der Abdeckscheibe 4 einen ganz geringen Abstand haben.

Der Saugmittelgehäuseflansch 3 bildet mit der kreisringförmigen Abdeckscheibe 4 einen nach außen offenen Misch- und Diffusorraum, der in der radialen Fortsetzung der Förderscheibe 1 angeordnet ist, wobei sich der lichte Abstand zwischen dem Saugmittelgehäuseflansch 3 und dieser Abdeckscheibe 4 aus der Dicke der Förderscheibe 1 an deren äußeren Rand 3b und dem beidseitigen Spiel der Förderscheibe 1 gegenüber dem Saugmittelgehäuseflansch 3 und der Abdeckscheibe 4 ergibt. Dieser Misch- und Diffusorraum, welcher den Auswirkungen eines hydrostatischen Druckes kaum unterworfen ist, erlaubt in günstiger Weise eine gute Vermischung von Flüssigkeit und Gas und auch ein gutes radiales Abschleudern der Flüssigkeit mit der gewünschten starken Saugwirkung an dem Ringspalt 3a.

Die vorbeschriebene Wirkung, Schmutzteile von diesem Misch- und Diffusorraum abhalten zu können, wird in den Ausführungsbeispielen dadurch verstärkt, daß die Abdeckscheibe 4 an ihrem inneren Rand eine gegen die Oberfläche der Förderscheibe 1 gerichtete, im Querschnitt keilförmige und spitzwinklige Abweiskante 13 aufweist. Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 6 und 7 kann diese Abweiskante 13 an ihrem Umfang mit Abstand zueinander benachbarte bogenförmige Ausnehmungen 14 in Form eines Wellenschliffes aufweisen. Gegebenenfalls könnten diese Ausnehmungen 14 auch einander jeweils unmittelbar benachbart sein. Dadurch wird der innere Kreisring der Abweiskante 13 immer etwas unterbrochen, so daß ein ständiges Umlaufen einer Ansammlung von Schmutzteilen aufgrund der Rotation der Förderscheibe weitgehend vermieden werden kann.

Eine weitere Verbesserung der Reinhaltung des Injektorbereiches am Außenrand der Förderscheibe kann durch die Ausbildung gemäß Fig. 8 u. 9 erreicht werden. Dort erkennt man im Abstand von etwa 5 bis 15% des Förderscheibendurchmessers von der Förderscheibe 1 eine im Ausführungsbeispiel kreisrunde und glatte Abweisscheibe 15, deren Außendurchmesser etwa dem Innendurchmesser der Abdeckscheibe 4 entspricht und die koaxial mit der Förderscheibe 1 angetrieben ist und auf derselben Welle 2a wie diese angeordnet sein kann oder mit der Förderscheibe und insbesondere deren Nabe 12 gekuppelt sein kann. Diese Abweisscheibe sorgt aufgrund ihrer Rotation und der daraus entstehenden Strömungsverhältnisse in der Flüssigkeit unterhalb der Förderscheibe dafür, daß feste Bestandteile, die die Flüssigkeit verunreinigen, wenigstens zu einem großen Teil vor dem Zutritt zu der eigentlichen Förderscheibe 1 abgewiesen und abgehalten werden. Eine teilweise Verstopfung im Spaltbereich am Außenrand 3b der Förderscheibe 1 wird dadurch noch besser vermieden, so daß die Saugwirkung in diesem Bereich auch dann nicht oder kaum geschmälert wird, wenn die Vorrichtung 100 in einer verschmutzten Flüssigkeit wie Jauche, Klärflüssigkeit od. dgl. eingesetzt wird.

Alle in der Beschreibung, den Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale und Konstruktionsdetails können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander wesentliche Bedeutung haben.


Anspruch[de]
  1. 1. Radialinjektor als Vorrichtung zum Ansaugen von Gasen, insbesondere zum Begasen von Flüssigkeiten, z. B. mit Luft, wobei eine rotierende Förderscheibe vorgesehen ist, die von einer Seite mit der Flüssigkeit und von der anderen Seite mit dem vorzugsweise durch einen Ansaugstutzen oder dergleichen mitgerissenen, angesaugten Gas beaufschlagt ist, wobei am Aussenrand der ungelochten Förderscheibe auf der von dem Gas beaufschlagten Seite zwischen der Förderscheibe und einem Gehäuseteil oder dergleichen ein Ringspalt oder Ringkanal vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren Durchmesserbereich der Förderscheibe (1) über die gesamte Förderscheibendicke durchbrochene radial verlaufende Rillen (8) vorgesehen sind, so daß am Außenrand der Förderscheibe (1) Zähne (9) gebildet sind.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Flüssigkeit beaufschlagte Seite der Förderscheibe (1) eine glatte Oberfläche aufweist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Flüssigkeit beaufschlagte Seite der Förderscheibe (1) in Fortsetzung der äußeren Zähne (9) radial nach innen verlaufende Kanäle, Rillen (8) oder dergleichen aufweist.
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der die Zähne (9) aufweisende äußere Durchmesserbereich (3b) der Förderscheibe (1) den inneren Durchmesserbereich eines Saugmittelgehäuseflansches (3) unter Bildung des Ringkanales (3a) überlappt.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zähne (9) od. dgl. einzeln oder gruppenweise rotationssymmetrisch verteilt vorzeitig am Durchmesser insbesondere mit den Enden der Rillen (8) bündig enden und daß einzelne Zähne (9) od. dgl. stehenbleiben.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugmittelgehäuseflansch (3) auf seiner der Förderscheibe (1) zugekehrten Seite im Überlappungsbereich eine sich nach außen verjüngende Abschrägung (10) od. dgl. aufweist, die mit dem Außenrand (3b) der Förderscheibe (1) einen Einlaufkonus bildet.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tiefe der Rillen (8) gegenüber der Oberfläche der Förderscheibe (1) je nach Leistung etwa 1 bis 2 mm beträgt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Flüssigkeit zugewandten Oberfläche der Förderscheibe (1) wenigstens zwei über die Scheibenoberfläche vorstehende radiale, insbesondere gleichmäßig über die Scheibe verteilte Lamellen oder Rippen (11) vorgesehen sind, die einige Millimeter über die Scheibenoberfläche vorstehen und vorzugsweise bis zur Nabe (12) der Förderscheibe (1) laufen.
  9. 9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß auf der der Flüssigkeit zugewandten Seite der Förderscheibe (1) eine im Durchmesser über den Scheibendurchmesser hinausragende kreisringförmige Abdeckscheibe (4) vorgesehen ist, deren Innendurchmesser kleiner ist als der Außendurchmesser der Förderscheibe (1) und die den Bereich der radial abströmenden Flüssigkeit gegen den äußeren statischen Flüssigkeitsdruck abschirmt.
  10. 10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Saugmittelgehäuseflansch (3) mit der kreisringförmigen Abdeckscheibe (4) einen nach außen offenen Misch- und Diffusorraum bildet, der in der radialen Fortsetzung der Förderscheibe (1) angeordnet ist, wobei sich der Abstand zwischen Saugmittelgehäuseflansch (3) und Abdeckscheibe (4) aus der Dicke der Förderscheibe (1) an deren Rand (3b) und dem beidseitigen Spiel der Förderscheibe gegenüber dem Saugmittelgehäuseflansch (3) und der Abdeckscheibe (4) ergibt.
  11. 11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckscheibe (4) an ihrem inneren Rand eine gegen die Scheibenoberfläche gerichtete, im Querschnitt keilförmige Abweiskante (13) aufweist.
  12. 12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Abweiskante (13 an ihrem Umfang mit Abstand zueinander oder einander unmittelbar benachbarte bogenförmige Ausnehmungen (14) in Form eines Wellenschliffes aufweist.
  13. 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand von etwa 5 bis 15% des Förderscheibendurchmessers von der Förderscheibe (1) eine vorzugsweise kreisrunde insbesondere glatte Abweisscheibe (15) angeordnet ist, deren Außendurchmesser etwa dem Innendurchmesser der Abdeckscheibe (4) entspricht und die koaxial mit der Förderscheibe (1) angetrieben und vorzugsweise auf derselben Welle wie diese angeordnet ist.






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