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Dokumentenidentifikation DE3152044C2 16.11.1989
Titel Zusammengesetztes LC-Bauteil
Anmelder Matsushita Electric Industrial Co., Ltd., Kadoma, Osaka, JP
Erfinder Tamura, Toshiaki, Neyagawa, Osaka, JP;
Otani, Yoshiaki, Hirakata, Osaka, JP;
Otake, Hiroshi, Katano, Osaka, JP;
Yamamura, Masami, Kadoma, Osaka, JP
Vertreter Eisenführ, G., Dipl.-Ing.; Speiser, D., Dipl.-Ing.; Rabus, W., Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 2800 Bremen
DE-Anmeldedatum 29.05.1981
DE-Aktenzeichen 3152044
WO-Anmeldetag 29.05.1981
PCT-Aktenzeichen JP8100119
WO-Veröffentlichungsnummer 8103576
WO-Veröffentlichungsdatum 10.12.1981
Date of publication of WO application in German translation 12.08.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.1989
IPC-Hauptklasse H03H 1/00
IPC-Nebenklasse H01G 4/40   H01F 5/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein zusammengesetztes LC-Bauteil mit einem koaxialen Spulenkörper, der mehrere durch Flansche voneinander getrennte Wickelkammern aufweist, sowie mit in die Wickelkammern gewickelten Spulen und jeweils mindestens einem mit den Spulen verbundenen Kondensator.

Üblicherweise wird in zusammengesetzten LC -Bauteilen, wie z. B. einer Verzögerungsleitung, einem LC-Filter o. dgl., eine Spule um einen koaxialen Spulenkörper gewickelt. Der Zuleitungsdraht des dazugehörigen Kondensators wird um einen Anschlußstift gewickelt, der auf dem Flansch des koaxialen Spulenkörpers montiert ist und beide Teile werden durch Löten miteinander verbunden.

Bei solchen zusammengesetzten LC-Bauteilen reicht die Stärke der Befestigung häufig nicht aus, da die Befestigung des Kondensators von der Stärke bzw. Festigkeit des Zuleitungsdrahtes mit dem Anschlußstift abhängt. Darüber hinaus ist es bei der bekannten Bauweise zur Verbindung und Befestigung des Kondensators erforderlich, daß der Zuleitungsdraht des Kondensators um den Anschlußstift gewickelt und mit diesem verlötet wird. Die Einbeziehung des Kondensators zu einer geschlossenen Baueinheit nimmt daher erhebliche Arbeit in Anspruch und verringert somit die Rentabilität des in dieser Weise hergestellten Bauteiles.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Nachteile der bekannten zusammengesetzten LC- Bauteile zu vermeiden und eine stabile Halterung der Kondensatoren in dem Spulenkörper zu gewährleisten.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Flansche des koaxialen Spulenkörpers Hohlabschnitte aufweisen, in die Anschlußstifte eingesteckt sind und jeweils ein Kondensator ohne Anschlußdrähte eingelegt ist, und daß die Spulen und die Kondensatorelektroden mittels der Anschlußstifte miteinander verbunden sind.

Anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen soll der der Erfindung zugrundeliegende Gedanke näher erläutert werden. Es zeigt

Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene perspektivische Darstellung eines zusammengesetzten LC-Bauteils in einem ersten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiel,

Fig. 2 einen vergrößerten Querschnitt durch einen wesentlichen Teil des in Fig. 1 dargestellten zusammengesetzten LC- Bauteils,

Fig. 3 einen vergrößerten Querschnitt durch einen wesentlichen Teil eines zusammengesetzten LC-Bauteils eines anderen Ausführungsbeispiels,

Fig. 4 eine ebene Draufsicht auf einen wesentlichen Teil des in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiels und

Fig. 5 und 6 vergrößerte ebene Draufsichten auf die wesentlichen Teile weiterer Ausführungsbeispiele.

Bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung

Das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt mit der Bezugsziffer 1 ein aus einem synthetischen Harz hergestellten koaxialen Spulenkörper, der mehrere in gleichen Abständen angebrachte Flansche 2 und mehrere zwischen den Flanschen 2 ausgebildete Wickelkammern 3 aufweist, in die Spulen 4 gewickelt sind. Auf der Oberseite des Flansches 2 ist ein Hohlabschnitt zusätzlich vorgesehen. In den Hohlabschnitt des Flansches sind Anschlußdrähte 6 so eingesetzt, daß sie aus den beiden Endbereichen des Hohlabschnitts 5 nach oben herausragen. Zusätzlich ist in den mit den eingesetzten Anschlußdrähten 6 versehenen Hohlabschnitt 5 ein reckeckförmiger Kondensator 7 ohne Zuleitungsdrähte, wie beispielsweise ein Keramikkondensator mit an seinen beiden Enden vorgesehenen Elektroden 7a, untergebracht. Der Kondensator 7 ist durch elektrische und mechanische Verbindung der Elektroden 7a an den Anschlußdrähten 6 mittels Löten o. dgl. befestigt. Die Spule 4 und der koaxiale Spulenkörper 1 mit dem Kondensator 7 werden in ein aus Metall o. dgl. hergestelltes Gehäuse 8 eingebaut. Auf den Innenwänden zu beiden Seiten des Gehäuses 8 vorgesehene Eingriffsvorsprünge 9 stoßen an die Oberflächen der an beiden Enden des koaxialen Spulenkörpers 1 vorgesehenen Flansche 2, so daß durch gegenseitige Lagefixierung verhindert wird, daß die Deckfläche des Gehäuses 8 in Berührung mit den Anschlußdrähten 6 kommt. An der Vorder- und Rückfläche des Gehäuses 8 vorgesehene und nach innen gerichtete Eingriffsvorsprünge 11 greifen in sich in horizontaler Richtung erstreckende Nuten 10 ein, die in der Vorder- und Rückfläche mehrerer Flansche 2 vorgesehen sind, so daß auf diese Weise der koaxiale Spulenkörper 1 mit dem Gehäuse 8 verbunden wird.

Nicht näher dargestellt ist, daß der Spulendraht der Spule 4 um den notwendigen Anschlußstift 6 gewunden und daran festgelötet ist, so daß die Spule 4 und der Kondensator 7 miteinander verbunden werden können.

Während die Tiefe des Hohlabschnittes 5 in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 so ausgestaltet wurde, daß sie genauso tief wie die Höhe des Kondensators 7 ist, ist die Tief des Hohlabschnittes 5 in dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 so ausgerichtet, daß der Kondensator 7 nach oben ungefähr ein Drittel der Kondensatorhöhe herausragt, wodurch bewirkt wird, daß ein Teil der Verbindungsstelle zwischen der Elektrode 7a des Kondensators 7 und dem Anschlußstift 6 nach außen aus dem Hohlabschnitt 5 herausragt, so daß, wenn die Elektrode 7a des Kondensators 7 mit dem Anschlußstift 6 verlötet wird, das Lötmetall leicht und ohne weiteres an die Elektroden 7a des Kondensators 7 und den Anschlußstift 6 gebracht werden kann, wodurch die Qualität und die Durchführung des Lötvorganges wesentlich verbessert wird. Da darüber hinaus durch die Verbesserung des Lötvorganges die auf den koaxialen Spulenkörper 1 während des Lötvorganges einwirkende Wärme geringer gehalten werden kann, wird vermieden, daß der aus synthetischem Harz hergestellte koaxiale Spulenkörper 1 verformt wird.

Zusätzlich sind gemäß der Darstellung der Fig. 3 und 4 in dem Hohlabschnitt 5 einige Rippen oder Stege 12 vorgesehen, die den Kondensator 7 in der Lage fixieren und stützen, wodurch der Kondensator 7 unter Druck eingefügt und kraftschlüssig gesichert wird.

Zwischen dem Anschlußstück 6 und dem Kondensator 7 ist ein 0,2 mm oder weniger betragender schmaler Spalt G vorgesehen, so daß der Lötvorgang mit ausreichender Sicherheit des Eindringens von Lot durchgeführt werden kann.

Wie dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel zu entnehmen ist, ist die auf der Seite der Anschlußdrähte 6 angebrachte Rippe 12a größer als die auf der Seite des Kondensators 7 angebrachten Rippen 12b. Die Spitze der Rippen 12a ragt dabei über die Anschlußstifte 6 zur Seite des Kondensators 7 hinaus, so daß der Kondensator 7 die Anschlußstifte 6 nicht unmittelbar berührt. Durch diese Art der Befestigung des Kondensators 7 ist die notwendige Elastizität gewährleistet und eventuelle Größenveränderungen des Kondensators können in ausreichender Weise Berücksichtigung finden.

Gemäß einem weiteren in den Fig. 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispiel kann der Kondensator 7 beim Zusammenbau unter Druck zwischen die beiden Anschlußdrähte 6 eingefügt werden. Dabei besteht die in Fig. 6 dargestellte Möglichkeit, daß der größte Teil des Anschlußdrahtes 6 in dem koaxialen Spulenkörper 1 versenkt werden kann. Der Anschlußstift 6 wird dabei so in den Spulenkörper 1 eingesetzt, daß nur ein Teil des Anschlußstiftes 6 in den Hohlabschnitt 5 hineinragt.

Bei Anwendung der oben beschriebenen erfindungsgemäßen Lösung können die äußeren Abmessungen eines zusammengesetzten LC-Bauteils wegen des im Hohlabschnitt des Flansches des koaxialen Spulenkörpers untergebrachten, mit Endelektroden versehenen Kondensators erheblich kleiner gehalten werden. Darüber hinaus wird die Befestigung des Kondensators erheblich stabiler und stärker, da die Elektroden des Kondensators direkt auf den Anschlußstift gelötet werden können, was eine wesentliche Verbesserung der Qualität des zusammengesetzten LC-Bauteils, ein leichteres Zusammenfügen der Einzelteile des LC- Bauteils mit sich bringt, so daß der Zusammenbau und die Befestigung der einzelnen Bauteile von einem Automaten durchgeführt werden können.


Anspruch[de]
  1. 1. Zusammengesetztes LC-Bauteil mit einem koaxialen Spulenkörper, der mehrere durch Flansche voneinander getrennte Wickelkammern aufweist, mit in die Wickelkammern gewickelten Spulen und jeweils mindestens einen mit den Spulen verbundenen Kondensator, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Flansche (2) des koaxialen Spulenkörpers (1) Hohlabschnitte (5) aufweisen, in die Anschlußstifte (6) eingesteckt sind und jeweils ein Kondensator (7) ohne Anschlußdrähte eingelegt ist, und

    daß die Spulen (4) und die Kondensatorelektroden (7a) mittels der Anschlußstifte (6) miteinander verbunden sind.
  2. 2. Zusammengesetztes LC-Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der bzw. die Kondensatoren (7) teilweise aus dem Hohlabschnitt (5) herausragen.
  3. 3. Zusammengesetztes LC-Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Hohlabschnitt (5) des Flansches (2) des koaxialen Spulenkörpers (1) Stege (12, 12a, 12b) zur elastischen Halterung des oder der Kondensatoren vorgesehen sind.






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