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Dokumentenidentifikation DE3535340C2 16.11.1989
Titel Verteilerstück
Anmelder Vießmann, Hans, Dr.h.c., 3559 Battenberg, DE
Erfinder Vießmann, Hans, Dr.h.c., 3559 Battenberg, DE
Vertreter Amthor, R., Dipl.-Ing.; Wolf, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 6450 Hanau
DE-Anmeldedatum 03.10.1985
DE-Aktenzeichen 3535340
Offenlegungstag 16.04.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.1989
IPC-Hauptklasse F28F 9/22
IPC-Nebenklasse F24D 3/10   
Zusammenfassung Das Verteilerstück ist für die Verbindung der Vor- und Rücklaufanschlüsse eines Heizkreises mit mehreren Heizungskreisen bestimmt und besteht aus einem Gehäuse mit Anschlüssen, in dem die Leitungsverknüpfungen zusammengefaßt angeordnet sind. Um ein Verteilerstück zu schaffen, bei dem die notwendigen Verknüpfungen auf engsten Raum konzentriert und an dem die Leitungen an die betreffenden Anschlußstellen herangeführt und problemlos angeschlossen werden können, wobei das Verteilerstück als einfache, druckstabile Schweißkonstruktion ausgebildet sein soll, ist dieses derart gestaltet, daß das Gehäuse in Form eines quaderförmigen Kastens (1) ausgebildet ist. Im sich über die gesamte Kastenlänge erstreckenden Rücklaufinnenraum (2) ist eine Vorlaufverteilerkammer (3) mittels einer Trennwand (3') abgeteilt angeordnet. Die Anschlußöffnungen (6, 7) für den Rücklaufinnenraum (2) und die Vorlaufverteilerkammer (3) sind in den ebenflächigen Wandungen (5) des Kastens (1) angeordnet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verteilerstück für die Verbindung der Vor- und Rücklaufanschlüsse eines Heizkreises mit mehreren Heizungskreisen gemäß Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Ein Verteilerstück der genannten Art ist nach der DE-AS 23 49 605 bekannt, das aus einem zweiteiligen, flach quaderförmigen Gehäuse besteht, dessen beider Kastenteile einfach aufeinander oder aneinander liegend zugeordnet sind, wobei einerseits von einem Kastenteil sämtliche Heizungskreisvorläufe und vom anderen sämtliche Heizungskreisrückläufe seitlich abgehen. Der Heizungskreisvorlaufkasten weist dabei einen Vorlauf- und der Heizungskreisrücklaufkasten einen Rücklaufanschluß auf, von welchen Anschlüssen Leitungen zum Heizungskreisvorlauf- bzw. -rücklaufanschluß des Heizkessels führen. Dieses Verteilerstück dient bei Einbaumöglichkeit im Fußboden dazu, sämtliche Heizkörper einer Wohnung an dieses Verteilerstück anzuschließen, das dann selbst an die Steigstränge der Heizungsanlage eines Gebäudes angeschlossen wird, so daß die Steigstränge nicht einzeln zu jedem Heizkörper geführt werden müssen, d. h., bei diesen vorbekannten Verteilerstücken handelt es sich um Verteiler innerhalb eines Heizungskreises, und an der Anschlußverteilung unmittelbar am Kessel ändert sich damit nichts.

Heizungsanlagen mit Heizkessel und Heizungskreisen müssen nämlich in verschiedener Hinsicht mit diversen Anschlüssen durch entsprechende Leitungen miteinander verknüpft werden, um sie betreiben zu können. Bisher geschieht dies in der Regel durch Anordnung von Leitungssystemen am Heizungskessel, die anlagespezifisch aus einer mehr oder weniger große Anzahl von bspw. Rohrstücken, Abzweigungen, Krümmern od. dgl. durch Anflanschen, Verschrauben oder Verschweißen dem Heizkessel zugeordnet werden, wobei auch der Einbau von Pumpen und Ventilen zu berücksichtigen ist. Für die Anbringung von Temperaturfühlern müssen ferner am Heizkessel selbst oder in den Leitungen entsprechende Anschlußmöglichkeiten vorgesehen werden. Mit dieser heute in der Regel noch praktizierten Art der Verbindung von Heizkreisen und Heizungskreisen ist insbesondere ein beträchtlicher Montage- und Anschlußaufwand verbunden, da alle Einzelleitungen, soweit sie miteinander unmittelbar verknüpft werden müssen, an den betreffenden Stellen durch Verschweißen bzw. Fittingverbindungen verbunden werden.

Neben dieser bekannten Anschlußart ist bereits ein sogen. Installationsblock nach der DE-AS 27 34 553 bekannt, der aus zwei Schalen gebildet ist, wobei jede Schale spiegelbildlich entsprechende kanalbildende Prägungen aufweist, die beim flüssigkeitsdichten Zusammenfügen der beiden Schalen die Strömungskanäle bilden.

Im Grund stellt dieser vorbekannte Installationsblock letztlich nichts anderes dar als die nahezu identische Übertragung der Leitungsführung und -verknüpfung, wie sie unmittelbar am Heizkessel vorliegt, in ein flächenmäßig etwa entsprechend großes, zweischaliges und gewissermaßen kissenartiges Blechgebilde, in dem die Leitungsführungen und -verknüpfungen mit identischem Verlauf und identischer Verknüpfung wiederholt sind.

Ausgehend vom Verteilerstück nach der DAS 23 49 605 liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Verteilerstück für die unmittelbare Anordnung am Heizkessel zu schaffen, bei dem die notwendigen Verknüpfungen auf engstem Raum konzentriert sind und die Leitungen an die betreffenden Anschlußstellen herangeführt und problemlos angeschlossen werden können, wobei das Verteilerstück als einfache und druckstabile Schweißkonstruktion ausgebildet sein soll, ohne daß dafür die Verwendung von teuren Preßformwerkzeugen erforderlich ist.

Diese Aufgabe wird mit einem Verteilerstück gelöst, welches die Merkmale des Patentanspruchs 1 aufweist.

Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich nach den Unteransprüchen.

Durch diese erfindungsgemäße Ausbildung des Verteilerstückes ergibt sich eine räumlich außerordentlich konzentrierte Zusammenfassung sowohl des Vorlauf- als auch des Rücklaufbereiches unmittelbar hinter dem Heizkessel, wobei Leitungsanschlüsse einfach senkrecht in die ebenflächigen Wandungen des Kastens einlaufen, der sowohl den Vor- als auch den Rücklaufbereich enthält. Die Innenräume stellen dabei nicht etwa fortgeführte Leitungsteile dar, wie das beim Installationsblock nach der vorerwähnten DAS der Fall ist, sondern Anschlußräume, an die problemlos verschiedene Heizungskreise angeschlossen werden können. Trotz der räumlichen Konzentration besteht dabei, was noch näher erläutert wird, ausreichend Platz, notwendige Ventile vorteilhaft ebenfalls mit in den Kasten integrieren zu können, so daß deren Anordnung im Zuge der an den Kasten angeschlossenen Leitungen entfallen kann.

Beim Anschluß von bspw. Heizungskreisen, denen aber ohne weiteres noch ein weiterer Heizungskreis hinzugefügt werden könnte, hat der ganze Kasten außerordentlich geringe Abmessungen von bspw. nur ca. 400 mm Länge, 120 mm Breite und 60 mm Höhe. Dabei besteht noch ausreichend Platz, um Manometer, sogen. Schwerkraftbremsen für die Rückläufe, Sicherheitsventile und Absperrventile anzuordnen. Dies ist nur dadurch ermöglicht, daß im sich über die gesamte Länge des Kastens erstreckenden Rücklaufinnenraum eine Vorlaufverteilerkammer integriert ist, die durch einen in den Kasten eingesetzten Blechstreifen abgeteilt wird, der längs seiner Ränder mit einerseits der Bodenwand und andererseits den beiden Längswänden des Kastens verschweißt ist. Das ganze Unterteil wird dabei durch einen entsprechend zugeschnittenen Blechzuschnitt gebildet, der zum kastenförmigen Unterteil aufgefaltet wird, in den die Trennwand und ggf. kleine Gehäuse zum Einbau der Schwerkraftbremsen eingeschweißt werden, wonach das Ganze mit einem Deckelteil abgeschlossen wird, das ebenfalls entsprechend präpariert, entsprechende Anschlußöffnungen aufweist.

Das erfindungsgemäße Verteilerstück wird nachfolgend anhand der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigt schematisch

Fig. 1 einen Längsschnitt durch das Verteilerstück;

Fig. 2 eine Draufsicht auf das Verteilerstück;

Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des Verteilerstückes mit dem aufzusetzenden Deckelteil;

Fig. 4 die Zuordnung des Verteilerstückes im Rahmen eines Schaltschemas von insgesamt drei Heizungskreisen und

Fig. 5 den Kastenblechzuschnitt.

Wie aus den Fig. 1 bis 3 erkennbar, ist das Gehäuse in Form eines quaderförmigen Kastens 1 ausgebildet, wobei im sich über die gesamte Kastenlänge erstreckenden Rücklaufinnenraum 2 eine Vorlaufverteilerkammer 3(grob kreuzschraffiert) angeordnet ist. Sämtliche Anschlußöffnungen 6, 7 für den Rücklaufinnenraum 2 und die Vorlaufverteilerkammer 3 sind in den ebenflächigen Wandungen 5 des Kastens 1 angeordnet.

Wie am deutlichsten aus Fig. 3 erkennbar, besteht der Kasten 1 aus einem Unterteil 5&min;, das aus einem Blechzuschnitt gemäß Fig. 3A gebildet wird, von dem die Längswände 4&min; und Stirnwände 4&min;&min; einfach im Sinne der Fig. 3 hochgekantet und miteinander verschweißt werden. In dieses schon kastenförmige Unterteil 5&min; ist der Blechstreifen 3&min; eingesetzt und längs seiner Ränder mit der Bodenwand 4 und den Längswänden 4&min; verschweißt. In gleicher Weise sind im Innenraum 2 des Kastens 1 zuströmseitig hinter den Anschlußöffnungen 6 zum Innenraum 2 hin verschließbare Rücklaufkammern 8 angeordnet, die durch entsprechend eingesetzte kleine Bleche 8&min; gebildet werden. Innerhalb der Vorlaufverteilerkammer 3 ist des weiteren eine kleine verschließbare Vorlaufkammer 9 vorgesehen, in die der Heizkesselvorlauf 20 einmündet. Sämtliche Öffnungen sind dabei am Blechzuschnitt gemäß Fig. 3A bereits beim Ausstanzen des Blechzuschnittes mit angebracht und zwar in Form von einfach ausgestanzten Öffnungen oder in Form von ausgehalsten Öffnungsanschlüssen. Das Gleiche gilt für das Deckelteil 5&min;&min;, mit dem das ganze Unterteil 5&min; flüssigkeitsdicht verschlossen wird.

Der vom nicht dargestellten Heizkessel kommende Heizkesselvorlauf 20 tritt durch die ausgehalste Anschlußöffnung 7 in die Vorlaufverteilerkammer 3 ein und gelangt durch Anschlußöffnungen 23&min;, 25&min; in die Vorlaufleitung 23 des Heizungskreises I, dem ein Mischventil 11 im gezeigten Beispiel vorgeschaltet ist, und durch die Vorlaufleitung 25 in den ungeregelten Heizungskreis II (siehe Fig. 4). Die Rückläufe dieser beiden Heizungskreise I, II sind mit 22 und 24 bezeichnet.

Ferner ist am Kasten 1, wie in Fig. 4 verdeutlicht, ein weiterer Heizungskreis III angeschlossen, der einen Brauchwasserkreis mit in dessen Vorlaufleitung 26 eingeschalteter Speicherpumpe 12 darstellt. Diese Vorlaufleitung 26 mündet nun nicht unmittelbar in die Vorlaufverteilerkammer 3, sondern in einer separaten kleinen Vorlaufkammer 9, in deren Trennwand 9&min; eine Ventilsitzzuströmöffnung 28&min; angeordnet ist, die mit einer ausgehalsten Öffnung 28 im Boden 4 des Kastens 1 fluchtet. In dieser Öffnung 28 ist ein Absperrventil geeigneter Art angeordnet (nicht dargestellt), dessen Ventilverschlußkörper mit der Öffnung 28&min; zusammenwirkt. Bei gewünschter Beaufschlagung des Heizungskreises III wird dieses Ventil geöffnet. Der Rücklauf dieses Heizungskreises III ist mit 27 bezeichnet. Trotz der Anordnung der Vorlaufverteilerkammer 3 im sich über die gesamte Länge des Kastens 1 erstreckenden Rücklaufinnenraum 2 bietet dieser noch soviel Platz, daß in diesem, wie dargestellt, noch kleine verschließbare Rücklaufkammern 8 angeordnet werden können, die mittels sogen. Schwerkraftbremsen (unter Federkraft stehende Ventile / nicht dargestellt) verschlossen sind, sich aber bei entsprechendem Rücklaufdruck selbsttätig öffnen. Diese Ventile sitzen in entsprechend ausgehalsten Öffnungen 29 und 30 des Deckelteiles 5&min;&min; und wirken mit den Ausströmöffnungen in den die Rücklaufkammern 8 vom Rücklaufinnenraum 2 abtrennenden Blechen 8&min; zusammen. In die gemäß Fig. 1 obere Rücklaufkammer 8 mündet der Rücklauf 24 des Heizungskreises II ein, während der Rücklauf 22&min;, vom Mischventil 11 kommend, und der Rücklauf des Heizungskreises III in die untere Rücklaufkammer 8 einmünden, die ggf. durch ein kleines Blech 8&min;&min; (siehe Fig. 2) in zwei Kammern geteilt sein kann. Sämtliche aus den Kammern 8 in den Rücklaufinnenraum 2 eintretenden Rücklaufströme verlassen den Rücklaufinnenraum 2 durch eine gemeinsame Anschlußöffnung 6, an der die zum Heizkessel führende Rücklaufleitung 21 angeschlossen ist.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist trotz der Anordnung der Kammern 3, 8, 9 und der zugehörigen Anschlußöffnungen 6, 7 im Kasten 1 immer noch ausreichend Platz vorhanden, eine kleine Öffnung 10 für den Anschluß 13 eines Manometers vorzusehen und des weiteren im Deckelteil eine Anschlußöffnung 10&min; für den Anschluß 14 eines Sicherheitsventiles.


Anspruch[de]
  1. 1. Verteilerstück für die Verbindung der Vor- und Rücklaufanschlüsse eines Heizkreises mit mehreren Heizungskreisen, bestehend aus einem quaderförmigen Kasten mit Vorlauf-, Rücklauf- und Heizkreisverteileranschlüssen in den Kastenwandungen, dadurch gekennzeichnet, daß im sich über die gesamte Länge des Kastens (1) erstreckenden Rücklaufinnenraum (2) mittels eines rechteckigen Blechstreifens (3&min;) eine Vorlaufverteilerkammer (3) abgeteilt wird, wobei der Blechstreifen (3&min;) U-förmig ausgebildet ist und an den Schenkelenden mit der Bodenwand (4) und an den verbleibenden Seitenkanten mit den Längswänden (4&min;) des Kastens (1) verschweißt ist.
  2. 2. Verteilerstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kasten (1) aus einem den Innenraum (2) und die Vorlaufverteilerkammer (3) enthaltenden Unterteil (5&min;) gebildet und dieser mit einem Deckelteil (5&min;&min;) abgeschlossen ist.
  3. 3. Verteilerstück nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Innenraum der Vorlaufverteilerkammer (3) mindestens eine verschließbare Vorlaufkammer (9) angeordnet ist.






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