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Dokumentenidentifikation DE3543307C2 16.11.1989
Titel Drehspulmeßwerk zum Einbau in Sucher photographischer Kameras
Anmelder VEB Pentacon Dresden Kamera- und Kinowerke, DDR 8021 Dresden, DD
Erfinder Reimann, Hubertus, Dr., DDR 8020 Dresden, DD;
Geißler, Erich, DDR 8054 Dresden, DD
DE-Anmeldedatum 07.12.1985
DE-Aktenzeichen 3543307
Offenlegungstag 07.08.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.1989
IPC-Hauptklasse G01R 1/02
IPC-Nebenklasse G01R 5/02   G03B 17/20   C09D 5/24   
Zusammenfassung Bei einem Drehspulinstrument, insbesondere zum Einbau in Sucher photographischer Kameras sind die der Drehspule (4) zugewandten sowie die eine Durchtrittsöffnung (6) für den mit der Drehspule (4) verbundenen Zeiger (5) bildenden Flächen des Rückschlußringes (2) und der gegebenenfalls weiteren die Drehspule (4) kapselartig abdeckenden Hüllteile (1; 3) mit einem dauerhaft adhäsiven Überzug (7) versehen, der geeignet ist, Staub- oder Materialpartikel zu binden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einem Drehspulmeßwerk gemäß DE-AS 23 03 652, welches bei fotografischen Aufnahmegeräten zur Anzeige von Belichtungsinformationen im Suchersystem eingesetzt wird (DE-OS 26 50 561) und eignet sich für Drehspulmeßgeräte, die in Sucher fotografischer Kameras eingebaut werden.

Die Belichtungs-Anzeige wird hierbei zugleich mit der Bildinformation betrachtet. Für das Suchersystem bestehen hohe Anforderungen an Sauberkeit, insbesondere Partikelfreiheit, weil das Sucherbild den Qualitätsmaßstab für die gesamte Kamera maßgebend mitbestimmt. Trotz hoher Aufwendungen in bezug auf die partikelfreie Herstellung der Meßwerke gelangt ein erheblicher Teil der doch noch in den Meßwerken befindlichen Partikel während der Montage oder der Kalibrierung der Kameras in das Suchersystem und wird dort störend sichtbar. Zur Beseitigung der Partikel ist dann eine Demontage der Kamera erforderlich, die mit erheblichem Zeit- und Kostenaufwand verbunden ist.

Als Textilhilfsmittel sind hochmolekulare langkettige Verbindungen in flüssigem Zustand bekannt, die zur antistatischen Präparation von Fasern und textilen Flächengebilden aus synthetischen und natürlichen Materialien oder Mischungen daraus eingesetzt werden. Diese Textilhilfsmittel werden in allen Bereichen der Textilherstellung und -bearbeitung wie Chemiefaserherstellung, Spinnerei, Weberei, Veredelung, chemische Reinigung und zur antistatischen Behandlung von Erzeugnissen oder Teilen aus Kunststoffen verwendet. Im letzteren Fall wird dabei die elektrostatische Aufladung der Kunststoffoberflächen und somit die Anziehung von Staub verhindert (Datenblatt über Volturin P hochkonz., Antielektrostatikum des VEB Fettchemie Karl-Marx- Stadt, Deutsche Demokratische Republik, T 2166, 1977; Exporteur: AHB-Chemie, Chemie-Export-Import DDR - 1055 Berlin, Storkower Straße 133). Solche Antielektrostatika bilden nach dem Verdunsten des zur besseren Verarbeitbarkeit beigefügten Wassers einen Überzug, der keine elektrostatische Aufladung zustande kommen läßt. Bei höherer Konzentration der Behandlungslösung entsteht eine Schicht, die durch ihren adhäsiven Charakter in der Lage ist, Partikel zu binden.

Zum aufwandsparenden Sauberhalten des Sucherbildes ist es Aufgabe der Erfindung, eine einfache partikelabsorbierende Maßnahme zu schaffen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den im Anspruch 1 angegebenen Mitteln gelöst.

Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Die Erfindung ist an Hand eines schematisch dargestellten und beschriebenen Ausführungsbeispiels erläutert.

Im ringförmigen Rückschlußring 2 ist die Drehspule 4 um die Achse 8 und einen nicht mit dargestellten Kernmagneten drehbar gelagert. Unterhalb und oberhalb des Rückschlußringes 2 ist die Drehspule 4 durch die Hüllen 1 und 3 abgedeckt. Zwischen dem Rückschlußring 2 und der unteren Hülle 1 befindet sich die Durchtrittsöffnung 6 für den Zeiger 5, der mit der Drehspule 4 verbunden ist. Die der Drehspule 4 zugewandten Flächen des Rückschlußringes 2 sowie der Hüllen 1 und 3 sind ebenso wie die einander zugewandten Flächen der Durchtrittsöffnung 6 mit einem dauerhaft adhäsiven Überzug 7 versehen. Dieser Überzug 7 besteht aus einem zur Gruppe der Fettkörper gehörenden Stoff, der eine hochmolekulare, langkettige Verbindung besitzt und in einer Seitenkette Ionen aufweist.

Diese technische Maßnahme hat die Wirkung, daß Staub- oder Materialpartikel die als Folge vorausgegangener Bearbeitungsverfahren noch vorhanden sind, beim Abfallen vom adhäsiven Überzug 7 aufgefangen und dort dauerhaft gebunden werden. Diese Partikel können dann nicht mehr durch die Durchtrittsöffnung 6 für den Zeiger 5 nach außen gelangen und das Sucherbild störend beeinflussen.


Anspruch[de]
  1. 1. Drehspulmeßwerk zum Einbau in Sucher photographischer Kameras, gekennzeichnet dadurch, daß die der Drehspule (4) zugewandten sowie die eine Durchtrittsöffnung (6) für den mit der Drehspule (4) verbundenen Zeiger (5) bildenden Flächen des Rückschlußringes (2) und die Innenflächen der sich an den Rückschlußring (2) anschließenden Gehäuseteile (1; 3) mit einem dauerhaft adhäsiven Überzug (7) versehen sind.
  2. 2. Drehspulmeßwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug (7) aus einem Stoff besteht, der eine hochmolekulare, langkettige Verbindung besitzt und in einer Seitenkette Ionen aufweist.
  3. 3. Drehspulmeßwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff eine quaternisierte Alkylimiddazolinverbindung ist.
  4. 4. Drehspulmeßwerk nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoff das Triäthanolaminsalz eines Alkylphosphates ist.






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