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Dokumentenidentifikation DE3908635A1 16.11.1989
Titel Schleiftisch für Hochleistungsinnenrundschleifmaschinen
Anmelder VEB Werkzeugmaschinenkombinat "7. Oktober" Berlin, DDR 1120 Berlin, DD
Erfinder Gromilovich, Alfred, Dipl.-Ing., DDR 1195 Berlin, DD;
Guethling, Claus, Dipl.-Ing., DDR 1298 Werneuchen, DD
DE-Anmeldedatum 16.03.1989
DE-Aktenzeichen 3908635
Offenlegungstag 16.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.11.1989
IPC-Hauptklasse B24B 41/06
IPC-Nebenklasse B24B 5/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Schleiftisch für Hochleistungsinnenrundschleifmaschinen. Mit dieser Lösung soll eine Verformung der Aufspannfläche durch Vorspannkräfte bei der Montage vermieden werden. Hierzu wird die Doppelprismenwälzschmalführung dicht unter der Schleifspindelachse angeordnet und gewährleistet so eine sehr hohe Steife sowie Führungsgenauigkeit.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft einen Schleiftisch für Hochleistungsinnenrundschleifmaschinen.

Charakteristik des bekannten Standes der Technik

Schleiftische auch von Innenrundschleifmaschinen sind im allgemeinen relativ lange Gebilde, zum einen, um ein gutes Führungsverhältnis zu erreichen, zum anderen, um die Führung vor Verschmutzung zu schützen.

In den letzten Jahren ist man besonders bei Hochleistungsmaschinen für die Bearbeitung kurzer rotationssymmetrischer Teile zu kürzeren Schleiftischen mit vorgepannten Wälzführungen übergegangen. Wenn diese Schleiftische wahlweise Hochleistungs-Elektroschleifspindeln oder riemengetriebene Hochleistungsspindeln mit dem entsprechenden Antrieb aufnehmen sollen, müssen sie eine verhältnismäßig breite und ebene Aufspannfläche besitzen. Die Forderung nach kurzen, breiten Schleiftischen ist aber mit der bekannten Geradführungstechnik nur begrenzt realisierbar. Ein weiterer Nachteil der bisher üblichen vorgespannten Wälzführungen an langen wie kurzen Schleiftischen ist die Verformung der Schleiftischaufspannfläche durch die Vorspannkräfte bei der Montage. Das erfordert von Fall zu Fall ein Nachschleifen der Aufspannflächen im montierten Zustand.

Ziel der Erfindung

Ziel der Erfindung ist es, einen Schleiftisch mit einer kurzen, breiten Aufspannfläche zu schaffen.

Darlegung des Wesens der Erfindung

Ausgehend vom dargelegten Stand der Technik mit seinen Mängeln ist es Aufgabe der Erfindung, eine Lösung zu schaffen, bei der eine Verformung der Aufspannfläche durch Vorspannkräfte bei der Montage vermieden wird. Diese Aufgabenstellung wird erfindungsgemäß folgendermaßen gelöst.

Die Wälzführung für den Schleiftisch besteht aus einer vorgespannten Doppelprismenwälzschmalführung mit einem Führungsverhältnis der Länge L des Käfigs 4 zum Abstand b der Doppelprismenwälzschmalführungen (2) untereinander von 4 : 1 und aus einer vorgespannten Wälzflachführung. Die Doppelprismenwälzschmalführung ist dicht unter der Schleifspindelachse angeordnet und gewährleistet so eine sehr hohe Steife sowie Führungsgenauigkeit. Die Wälzflachführung fängt die einseitige Massenverteilung zur Doppelprismenwälzschmalführung auf, die sich durch den breiten Schleiftisch für die Schleifspindel und den daneben angeordneten Antriebsmotor für riemengetriebene Schleifspindeln ergibt. Die Anordnung des Antriebes für den Schleiftisch in Flucht mit dem Gesamtschwerpunkt unterstützt die hohe Führungsgenauigkeit der Schleiftischführung im dynamischen Verhalten.

Ausführungsbeispiel

Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. Die Zeichnungen nach

Fig. 1 einen Schnitt durch die Schleifschlittenführung,

Fig. 2 eine Draufsicht mit der Anordnung einer riemengetriebenen Schleifspindel und einem Antriebsmotor nebeneinander,

Fig. 3 eine Seitenansicht einr Schlitteneinheit,

Fig. 4 eine Ansicht von vorn auf den Schleifkörper mit der Anordnung der Schwerpunkte.

Nach Fig. 1 ist der Schleiftisch 1 mit einer Doppelprismenwälzschmalführung 2 und einer vorgespannten Wälzflachführung 3 ausgestattet, die parallel zur Schleifspindelachse nebeneinander angeordnet sind. Das Führungsverhältnis der Länge L des Käfigs 4 zum Abstand b der Prismenführungen der Doppelprismenwälzschmalführung 2 beträgt 4 : 1. Die Doppelprismenwälzschmalführung 2 ist dicht unter der Schleifspindeldrehachse 5 angeordnet. Sie gewährleistet somit eine hohe Steife und Genauigkeit der Führung.

Die Wälzflachführung 3 fängt die einseitige Massenverteilung zur Doppelprismenwälzschmalführung 2 auf, die sich bei riemengetriebenen Schleifspindeln ergibt, wenn neben der Schleifspindel 6 der Antriebsmotor 7 ebenfalls parallel zur Schleifachse angeordnet ist.

Nach Fig. 4 ist zu ersehen, daß der Schleiftisch 1 mit der Anordnung des Schleiftischantriebes so gestaltet ist, daß der Gesamtmasseschwerpunkt Sges des Schleiftisches 1 mit Schleifspindel 6 und Antriebsmotor 7 mit der Mitte des Schleiftisch-Antriebes in Führungsrichtung in einer senkrechten Ebene liegen.

Vorteile gegenüber dem bekannten Stand der Technik

Dieses Führungssystem ermöglicht, gegenüber der herkömmlichen Bauweise, den Bau extrem kurzer, breiter Schleiftische mit höherer Führungsgenauigkeit, höherer statischer und dynamischer Steife. Eine Verformung der Schleiftischaufspannfläche durch die Vorspannkräfte tritt nicht auf.


Anspruch[de]
  1. 1. Schleiftisch für Hochleistungsschleifmaschinen, gekennzeichnet dadurch, daß an einen Schleiftisch (1) neben einer vorgespannten Doppelprismenwälzschmalführung mit einem Führungsverhältnis der Länge (L) des Nadelkäfigs (4) zum Abstand (b) der Doppelprismenwälzschmalführung (2) untereinander von 4 : 1 eine Wälzflachführung (3) angeordnet ist.
  2. 2. Schleiftisch nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß der Angriffspunkt des Schleiftischantriebes (8) in Flucht mit dem Gesamtschwerpunkt (S) angeordnet ist.






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