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Dokumentenidentifikation DE3815746A1 23.11.1989
Titel Gerät zum Anspitzen eines Bleistiftes
Anmelder Eberlein, Wolfgang, 8871 Bubesheim, DE
Erfinder Eberlein, Wolfgang, 8871 Bubesheim, DE
DE-Anmeldedatum 09.05.1988
DE-Aktenzeichen 3815746
Offenlegungstag 23.11.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.11.1989
IPC-Hauptklasse B43L 23/00
IPC-Nebenklasse G10K 9/10   
Zusammenfassung Ein Gerät (1) zum Anspitzen eines Bleistiftes oder dergleichen weist eine Anspitzvorrichtung (20) auf, die mit einer im Gerät (1) angeordneten Schallerzeugungseinrichtung (15) in Wirkverbindung steht. Sobald ein Bleistift in der Anspitzvorrichtung (20) zum Zwecke des Anspitzens gedreht wird, erklingen Töne.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Gerät zum Anspitzen eines Bleiftiftes oder dergleichen, bestehend aus einer Anspitzvorrichtung und aus einem an die Anspitzvorrichtung anfügbaren Behälter zur Aufnahme der Späne.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Gerät der eingangs genannten Art so weiterzuentwickeln, daß es beim Anspitzvorgang eines Bleistiftes besonders auf Kinder erheiternd wirkt.

Die Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Anspitzvorrichtung mit einer Schallerzeugungseinrichtung in Wirkverbindung steht.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist die Wirkverbindung zwischen der Anspitzvorrichtung und der Schallerzeugungseinrichtung derart gestaltet, daß beim Anspitzen des Bleistiftes ein an der Anspitzvorrichtung befindliches Zahnrad ein weiteres Zahnrad antreibt, das mit der Walze einer Klangstäbe aufweisenden Schallerzeugungseinrichtung verbunden ist.

Bei einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das den Bleistift aufnehmende Teil als Hohlwalze ausgebildet, die direkt mit der Schallerzeugungseinrichtung in Wirkverbindung steht.

Die Erfindung wird anhand zweier Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in Vorderansicht und in Schnittdarstellung ein Gerät zum Anspitzen eines Bleistiftes;

Fig. 2 das gleiche Gerät in einer Draufsicht sowie

Fig. 3 eine Variante mit reduziertem Bauteileaufwand.

Das in den Fig. 1 und 2 gezeigte Gerät 1 zum Anspitzen eines Bleistiftes oder dergleichen weist drei aus Kunftstoff gefertigte Gehäuseteile 2, 3 und 12 auf. An ein unteres Gehäuseteil 2, das einen Behälter zur Aufnahme der anfallenden Späne bildet, schließt nach oben ein mittleres Gehäuseteil 3 an, das zur Aufnahme der nachfolgend aufgeführten Funktionsteile vorgesehen ist. Auf dem mittleren Gehäuseteil 3 sitzt ein oberes Gehäuseteil 12 auf, das ebenfalls der Aufnahme der Funktionsteile des Gerätes 1 dient. Die Gehäuseteile 2, 3 und 12 sind in bekannter Weise entsprechend den bei Kunststoffteilen üblichen Schnappverschlußverbindungen lösbar miteinander verbunden. Das mittlere Gehäuseteil 3 weist einen senkrechten nutförmigen Führungsabschnitt 4 auf, in den beispielsweise eine einstückige Klangstableiste 15&min;, wie sie in der deutschen Patentschrift DE-9 58 897 beschrieben ist, formschlüssig eingefügt und beispielsweise durch Kleben gegen Lösen gesichert ist. Im unteren Abschnitt 5 des mittleren Gehäuseteiles 3 ist eine zylindrische Öffnung 6 vorgesehen, die der Aufnahme eines zylindrischen Ansatzes 17 einer mit Stiften ausgestatteten Walze 16, wie sie z.B. ebenfalls in der deutschen Patentschrift DE-9 58 897 beschrieben ist. dient. Die Klangstableiste 15&min; und die Walze 16 bilden zusammen eine Schallerzeugungseinrichtung 15. An dem in der Zeichnung rechts dargestellten Abschnitt 7 des mittleren Gehäuseteiles 3 ist in einem weiteren senkrechten, durch einen Anschlag 9 nach unten teilweise verschlossenen Führungsabschnitt 10 ein metallischer Bleistiftspitzer 20&min; der üblichen Art, der eine kegelförmige Aufnahmeöffnung und eine Messerklinge aufweist, so eingefügt, daß er auf dem Anschlag 9 aufsitzt. Geeignete Vorsprünge bzw. Hinterschneidungen am Bleistiftspitzer 20&min; und am Führungsabschnitt 10 sorgen dafür, daß der Bleistiftspitzer 20&min; im Führungsabschnitt 10 arretiert bleibt. Auch hier kann durch Kleben eine zusätzliche Sicherung des Bleistiftspitzers 20&min; am Führungsabschnitt 10 erzielt werden. Der Bleistiftspitzer 20&min; wird von unten her und anschließend in der Zeichnung nach rechts bewegend in den Führungsabschnitt 10 eingesetzt. Oberhalb des metallischen Bleistiftspitzers 20&min; ist im mittleren Gehäuseteil 3 ebenfalls eine zylindrische Öffnung 11 vorgesehen, die zur Aufnahme des unteren zylindrischen Ansatzes 24 eines Zahnradringes 21 gehört, der zentrisch einen Durchbruch 22 aufweist, der von oben betrachtet einen sechseckigen Querschnitt zur formschlüssigen Aufnahme eines Bleistiftes aufweist. Der Zahnradring 21 und der Bleistiftspitzer 20&min; bilden eine Anspitzvorrichtung 20. Der Zahnradring 21 weist einen außenliegenden Zahnkranz 23 auf, an den sich nach oben hin ein weiterer zylindrischer Ansatz 25 anschließt, der in einer entsprechend zylindrisch geformten Öffnung 13 im oberen Gehäuseteil 12 gelagert ist. Der Zahnkranz 23 des Zahnringes 21 greift in einen Zahnkranz 19 der Walze 16 ein, die ebenfalls einen oberhalb des Zahnkranzes 19 angeordneten zylindrischen Ansatz 18 aufweist, der gleichfalls in einer zylindrisch geformten Öffnung 14 im oberen Gehäuseteil 12 gelagert ist. Die Einzelteile des Gerätes 1 sind so gestaltet und angeordnet, daß die Montage des Gerätes 1, von unten her aufbauend nach oben hin fortgesetzt werden kann und durch Aufsetzen des oberen Gehäuseteiles 12 abgeschlossen ist.

Steckt man nun einen Bleistift oder dergleichen in den Durchbruch 22 des Zahnradringes 21 bis zum Bleistiftspitzer 20&min; hinein und beginnt durch Drehen des Bleistiftes mit dem Anspitzvorgang, so wird durch die formschlüssige Aufnahme des Bleistiftes im Durchbruch 22 der Zahnradring 21 gedreht. Dadurch, daß der Zahnradring 21 in Wirkverbindung mit dem Zahnkranz 19 der Walze 16 steht, beginnt auch diese sich zu drehen. Die an der Walze 16 befindlichen Stifte schlagen nun in bekannter Weise an den an der Klangstableiste 15&min; befindlichen Klangstäben an und bringen diese zum Klingen. Bei jeder Drehung des Bleistiftes werden somit automatisch Klänge erzeugt.

Die Art der lösbaren Verbindung zwischen dem oberen und dem mittleren Gehäuseteil 12 und 3 einerseits und zwischen dem mittleren und dem unteren Gehäuseteil 3 und 2 andererseits ist mittels für den Fachmann bekannter Mittel so gewählt, daß sich das untere Gehäuseteil 2 vom mittleren Gehäuseteil 3 leichter lösen läßt, als das mittlere Gehäuseteil 3 vom oberen Gehäuseteil 12. Dies erleichtert das Leeren des mit Spänen angefüllten unteren Gehäuseteiles 2. Anhand der Zeichnung ist auch ersichtlich, daß aufgrund der zweckmäßigen Gestaltung des mittleren Gehäuseteiles 3, das lediglich zwei Öffnungen 6 und 11 aufweist, die durch die zylindrischen Ansätze 17 und 24 der Walze 16 und des Zahnradringes 21 ausgefüllt sind, keine Späne zur Walze 16 und zur Klangstableiste 15 gelangen können.

Es ist auch möglich, zwischen dem Zahnradring 21 und dem Zahnkranz 23 der Walze 16 ein weiteres, nicht näher dargestelltes Zahnrad, das im oberen und mittleren Gehäuseteil 3, 12 ebenfalls auf einer senkrechten Achse drehbar gelagert ist, vorzusehen. Je nach Größe dieses Zahnrades läßt sich dann die Walze 16 beim Anspitzvorgang eines Bleistiftes schneller oder langsamer bewegen.

Das in Fig. 3 gezeigte Aufführungsbeispiel kommt mit einem geringeren Bauteileaufwand aus. Anstelle einer separaten Walze 16 und eines Zahnradringes 21 ist eine Hohlwalze 26 vorgesehen, die anstelle des Zahnradringes 21 in den Öffnungen 11 und 13 des mittleren und oberen Gehäuseteiles 3 und 12 um eine senkrechte Achse drehbar gelagert ist. Die Hohlwalze 26 weist den gleichen Durchbruch 22 auf, wie der vorab beschriebene Zahnradring 21. Bei diesem Ausführungsbeispiel bilden die Hohlwalze 26 und der Bleistiftspitzer 20&min; die Anspitzvorrichtung 20. An ihrer zylindrischen Mantelfläche ist die Hohlwalze 26 mit Stiften versehen, welche beim Drehen der Hohlwalze 26 mittels eines in den Durchbruch 22 eingeführten Bleistiftes an den Klangstäben der im oberen Gehäuseteil 12 ortsfest angeordneten Klangstableiste 15&min; der Schallerzeugungseinrichtung 15 anschlagen. Das mittlere Gehäuseteil 3 reduziert sich bei diesem Ausführungsbeispiel zu einer im wesentlichen ebenen Platte, die mit dem unteren Rand des oberen Gehäuseteiles 12 schwer lösbar verbunden ist und die nach unten hin randseitig mit Vorsprüngen oder Hinterschneidungen so ausgestattet ist, daß sich das untere Gehäuseteil 2, das im Beispiel den Bleistiftspitzer 20&min; trägt, von Hand relativ leicht zum Zwecke des Entleerens lösen und wieder aufsetzen läßt.

Es bleibt anzumerken, daß je nach Ausführungsbeispiel, sowohl die Klangstableiste 15&min;, als auch der Bleistiftspitzer 20&min; beim Spritzvorgang des mittleren Gehäuseteiles 3 in zweckmäßiger und kostensparender Weise in dieses unlösbar mit eingespritzt werden können. Ebenso ist es möglich, gemäß Fig. 3 den Bleistiftspitzer 20 in das untere Gehäuseteil 2 mit einzuspritzen.


Anspruch[de]
  1. 1. Gerät zum Anspitzen eines Bleistiftes oder dergleichen, bestehend aus einer Anspitzvorrichtung und aus einem an die Anspitzvorrichtung anfügbaren Behälter zur Aufnahme der Späne, dadurch gekennzeichnet, daß die Anspitzvorrichtung (20) mit einer Schallerzeugungseinrichtung (15) in Wirkverbindung steht.
  2. 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkverbindung zwischen der Anspitzvorrichtung (20) und der Schallerzeugungseinrichtung (15) durch eine den anzuspitzenden Gegenstand aufnehmenden drehbaren Hohlwalze (26) gebildet ist, die direkt an der Schallerzeugungseinrichtung (15) anschlägt.
  3. 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wirkverbindung zwischen der Anspitzvorrichtung (20) und der Schallerzeugungseinrichtung (15) durch einen den anzuspitzenden Gegenstand aufnehmenden Zahnradring (21) gebildet ist, der mit dem Zahnkranz (23) einer die Schallerzeugungseinrichtung (15) erregenden Walze (16) verbunden ist.
  4. 4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schallerzeugungseinrichtung (15) ortsfest entweder mit dem oberen Gehäuse (12) oder ortsfest mit dem mittleren Gehäuse (3) verbunden ist.
  5. 5. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Anspitzvorrichtung (20) angeordnete Bleistiftspitzer (20&min;) ortsfest entweder mit dem mittleren Gehäuse (3) oder ortsfest mit dem unteren Gehäuse (2) verbunden ist.
  6. 6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Zahnradring (21) und dem Zahnkranz (23) ein weiteres Zahnrad vorgesehen ist, das mit dem Zahnradring (21) und dem Zahnkranz (23) in Eingriff steht.
  7. 7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchbruch 22 der Hohlwalze (26) oder des Zahnradringes (21) einen sechseckigen Querschnitt aufweist.
  8. 8. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Gehäuseteile (2, 3 und 12) lösbar miteinander verbunden sind.
  9. 9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bls 8, dadurch gekennzeichnet, daß die lösbare Verbindungsart zwischen dem unteren und dem mittleren Gehäuseteil (2, 3) so gewählt ist, daß sich das untere Gehäuseteil (2) vom mittleren Gehäuseteil (3) leichter lösen läßt, als das obere Gehäuseteil (12) vom mittleren Gehäuseteil (3).






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