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Dokumentenidentifikation DE3630662C2 21.12.1989
Titel Wandtafel-Reinigungsgerät
Anmelder Chen, Jin-Sheng, Tsao-Tuen Nantou Hsien, TW
Erfinder Chen, Jin-Sheng, Tsao-Tuen Nantou Hsien, TW
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8183 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 8500 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 8130 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 09.09.1986
DE-Aktenzeichen 3630662
Offenlegungstag 17.03.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.12.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.1989
IPC-Hauptklasse B43L 21/02
Zusammenfassung Ein Wandtafelputzer, der Kreidestaub automatisch putzen kann, enthält ein Gehäuse. Darin gibt es einige Bürsten und Rollen. Diese Rollen sind aus einem geeigneten Kreidenputzwerkstoff hergestellt. Auf ihrer Bodenseite berühren sie Bürsten. Deshalb können die Bürsten den auf den Rollen befindlichen Kreidestaub in die Kreideschachtel putzen, um ein Fliegen des Kreidestaubs in der Luft zu vermeiden. Zahnräder sind auf beiden Seiten der Rollen montiert. Die Zahnräder und leerlaufende Zahnräder bestimmen ein Zahnradsystem. Mittels ungleicher Anzahl von Zähnen läßt sich die Rotationszahl der Rollen verschieden machen, um Reibungskraft zu erzeugen und bessere Putzergebnisse auf der Wandtafel zu erzielen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Wandtafel-Reinigungsgerät nach dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs 1.

Ein derartiges Reinigungsgerät ist aus der US-PS 44 62 134 bekannt. Bei diesem Wandtafel-Reinigungsgerät kommen zwei Radierwalzen zur Anwendung, die für den Reinigungsvorgang, d.h. zum Abnehmen von Kreide von der Wandtafel, über einen kleinen, durch eine Sperre bestimmten Winkelbereich hin- und herbewegt werden, wenn der Vorrichtung eine Auf- und Abbewegung vermittelt wird. Die Tafel kann also nur über eine begrenzte Strecke gereinigt werden, dann muß die Vorrichtung neu angesetzt werden. Die Walzen werden erst dann frei drehbar, wenn die Sperre mit Hilfe einer Taste freigegeben wird, so daß mit Kreidestaub belegte Aufrauhungen an den Radierwalzen zu Abstreifern gelangen, die den Kreidestaub von den Walzen abnehmen und in eine Staubsammelkammer überführen.

Die US-PS 40 80 683 offenbart ein Wandtafel-Reinigungsgerät mit nur einer Walze, die einen harten Kern sowie einen diesen umschließenden elastischen Zylinder, der ein Radiermaterial für Kreide, wie beispielsweise Filz, trägt, aufweist. An den Stirnseiten der Walze sind Hartgummischeiben mit einem gegenüber dem harten Kern größeren Durchmesser angebracht, die auf der Tafelfläche abrollen und ein Abflachen des elastischen Zylinders durch einen Andruck gegen die Tafelfläche verhindern. Zwischen die Hartgummischeiben und den harten Kern der Walze ist ein von einer der Hartgummischeiben getriebenes Untersetzungsgetriebe geschaltet, so daß die Radierwalze bei einer Bewegung des Reinigungsgeräts langsamer dreht als die Hartgummischeiben, um die notwendige Schleifbewegung zwischen dem Radiermaterial an der Walze und der Wandtafelfläche zu erzeugen, da davon ausgegangen wird, daß die Hartgummischeibe mit geringerer Wahrscheinlichkeit an der Tafelfläche rutscht als das Radiermaterial.

Aus der GB-21 32 946-A ist ein Wandtafel-Reinigungsgerät mit einem Gehäuse und mehreren in diesem aufgenommenen Radierwalzen, deren Außenfläche von wollenem Material für ein Radieren gebildet wird, bekannt. Mit jeder Radierwalzen- Außenfläche sind die aus Schwamm-Material bestehenden Außenflächen von jeweils zwei Hilfswalzen in Anlage, die so geregelt werden, daß sie in jeder Richtung nur eine halbe Umdrehung ausführen können. Durch eine Schaltvorrichtung wird bewirkt, daß bei einer Bewegung des Reinigungsgeräts in der einen Richtung nur eine der beiden Hilfswalzen dreht, während bei einer Bewegung in der anderen Richtung die andere der beiden Hilfswalzen dreht, so daß auf die Radierwalzen eine doppelte Bürstwirkung ausgeübt wird.

Dem Stand der Technik haftet der Nachteil an, daß die Radierwalzen lediglich durch Andruck an die Wandtafel alle mit nur einer vorgegebenen gleichen Geschwindigkeit gedreht werden und die Reibungskraft gegenüber der an der Tafel haftenden Kreide gering ist.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Wandtafel-Reinigungsgerät derart weiterzubilden, daß es über größere Wegstrecken hin- und herbewegbar ist sowie auf Grund eines Drehzahlunterschieds zwischen den Radierwalzen eine verstärkte Reibungskraft und damit eine verbesserte Reinigung der Wandtafel erreichen läßt.

Diese Aufgabe wird bei einem gattungsgemäßen Wandtafel-Reinigungsgerät durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 herausgestellten Merkmale gelöst, wobei der Anspruch 2 eine vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Geräts zum Gegenstand hat.

Durch die größere Umlaufgeschwindigkeit einer zwischen zwei angrenzenden Radierwalzen befindlichen weiteren Radierwalze wird die erhöhte Reibungskraft erreicht, so daß die Reinigungswirkung verstärkt wird. Da die Radierwalzen ungeachtet der Reinigungsrichtung alle in gleicher Drehrichtung und ohne eine Sperre drehen, kann ein großer Bereich der Tafel gereinigt werden, ohne die Vorrichtung immer wieder neu ansetzen zu müssen.

Der Erfindungsgegenstand wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Perspektivdarstellung eines erfindungsgemäßen Wandtafel-Reinigungsgeräts im zerlegten Zustand;

Fig. 2 eine Perspektivdarstellung des Geräts im zusammengebauten Zustand;

Fig. 3 die Bewegungsübertragung mit Hilfe des Zahnradsystems in dem Reinigungsgerät und

Fig. 4 die Anordnung der Radierwalzen und von Bürsten im Reinigungsgerät.

Das erfindungsgemäße Wandtafel-Reinigungsgerät umfaßt ein Gehäuse mit einer Bodenplatte 30, mit zwei querliegenden Stirnplatten 21 und 22, in denen jeweils die einander entgegengesetzten Achswellenzapfen von mehreren Radierwalzen 10, 11 sowie 12 gelagert sind, und mit einem Deckel 20. Die Oberflächen der Radierwalzen bestehen jeweils aus einer rauhen Schwammschicht, wobei ein Teil des Außenumfangs der Radierwalzen 10, 11 sowie 12 durch die Öffnung im Deckel 20 nach außen ragt. Im Gehäuse sind Platten 51, 52 und 53 angeordnet, in denen Borsten befestigt sind, deren freie Enden auf dem Umfang der Radierwalzen entsprechenden Kreisbogen liegen und die als Abstreifer für an den Radierwalzen haftenden Kreidestaub dienen.

Auf jedem der Achswellenzapfen der Radierwalzen 10, 11 und 12 ist ein Zahnrad 101, 102 bzw. 111, 112 bzw. 121, 122 befestigt, und zwischen diesen Zahnrädern sind leerlaufende Zahnräder 41 bzw. 42 angeordnet. Die Zähnezahl der Zahnräder 111 und 121 an der zwischen den beiden Radierwalzen 10 und 12 befindlichen Radierwalze 11 ist geringer als die Zähnezahl der Zahnräder 101, 102 und 121, 122 der die eine Walze 11 einschließenden Radierwalzen 10 und 12.

Wie die Fig. 3 zeigt, drehen sich das Zahnrad 121 im Uhrzeigersinn und das erste leerlaufende Zahnrad 41 in der umgekehrten Richtung, wenn die Walzen während des Reinigens in Pfeilrichtung rollen. Gleicherweise drehen sich das zweite leerlaufende Zahnrad 42 im Gegenuhrzeigersinn und das Zahnrad 101 im Uhrzeigersinn. Deshalb drehen alle Zahnräder 101, 111 und 121 in gleicher Richtung ungeachtet der Bewegungsrichtung des Geräts beim Reinigen. Da die Zähnezahl des inneren Zahnrades 111 geringer als diejenige der äußeren Zahnräder 101 und 121 ist, dreht sich das innere Zahnrad 111 schneller. Dadurch wird ein Drehzahlunterschied zwischen den Radierwalzen 10, 11 und 12 erzeugt, wodurch die Reibungskraft zwischen der Wandtafel und den Radierwalzen verstärkt wirkt. Deshalb kann die Wandtafel wirksam gereinigt werden.

Durch die Anlage der von den Platten 51, 52 und 53 getragenen Bürsten am Außenumfang der Radierwalzen 10, 11 und 12 werden diese Walzen von Kreidestaub befreit.


Anspruch[de]
  1. 1. Wandtafel-Reinigungsgerät mit einem Gehäuse, das eine Bodenplatte (30), zwei querliegende Stirnplatten (21, 22), in denen jeweils die einander entgegengesetzten Achswellenzapfen von mehreren Radierwalzen (10, 11, 12), deren Oberfläche aus einer rauhen Schwammschicht besteht, gelagert sind, und einen Deckel (20) mit einer Öffnung, durch die ein Teil des Außenumfangs der Radierwalzen herausragt, umfaßt, und in dem mit der Oberfläche einer jeden der Radierwalzen in Berührung befindliche Abstreifer für Kreidestaub angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß auf jedem der Achswellenzapfen der Radierwalzen (10, 11, 12) ein Zahnrad (101, 102, 111, 112, 121, 122) gehalten ist und zwischen diesen Zahnrädern leerlaufende Zahnräder (41, 42) angeordnet sind, wobei die Zähnezahl der Zahnräder (111, 112) einer zwischen zwei angrenzenden Walzen (10, 12) befindlichen Walze (11) geringer ist als die Zähnezahl der Zahnräder (101, 102, 121, 122) der die Walze (11) einschließenden Walzen (10, 12).
  2. 2. Wandtafel-Reinigungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstreifer auf im Gehäuse befestigten Platten (51, 52, 53) angeordnete Bürsten sind, deren freie Spitzen auf dem Umfang der Radierwalzen (10, 11, 12) entsprechenden Kreisbogen liegen.






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