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Dokumentenidentifikation DE3820371A1 21.12.1989
Titel Feinmineneinsatz für Zirkelschenkel
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Stefan, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 15.06.1988
DE-Aktenzeichen 3820371
Offenlegungstag 21.12.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.12.1989
IPC-Hauptklasse B43L 9/24
IPC-Nebenklasse B43K 21/00   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Feinmineneinsatz für Zirkelschenkel, der ein Gehäuse zur Aufnahme der Minenmechanik aufweist, das mit einem seitlich vorstehenden Ansatz versehen ist, auf dem sich ein Einsteckzapfen befindet. Durch die Erfindung soll ein solcher Feinmineneinsatz auch für das mit gleichbleibender Strichbreite erfolgende Zeichnen kleiner Kreise geeignet gemacht werden, wobei keinerlei Behinderungen des Einsatzes durch Führungsstangen, Feineinstellspindeln oder sonstige Teile des Zirkels vorkommen dürfen. Das wird dadurch erreicht, daß der Ansatz eine Bohrung aufweist, in welcher der ein selbständiges Bauteil bildende Einsteckzapfen um seine Längsachse drehbar gehalten ist; zusätzlich kann die Bohrung noch in der ihre eigene und die Längsachse des Gehäuses aufnehmenden Ebene verschwenkbar sein.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Feinmineneinsatz für Zirkelschenkel, der ein Gehäuse zur Aufnahme der Minenmechanik aufweist, das mit einem seitlich vorstehenden Ansatz versehen ist, auf dem sich ein Einsteckzapfen befindet.

Ein solcher bekannter Feinmineneinsatz liegt im eingebauten Zustand in der Zirkelebene, d. i. die durch die Zirkelschenkel gebildete Ebene; eine Änderung dieser Stellung ist nicht möglich, weil der die Einsteck-Ausnehmung des Zirkelschenkels und den in diese eingeführten geschlitzten Einsteckzapfen durchdringende Gewindebolzen der Spannschraube den Zapfen blockiert. Dieser Umstand wirkt sich in der Praxis jedoch in mehrfacher Hinsicht nachteilig aus.

Vor allem beim Zeichnen kleiner Kreise steht die Längsachse des Feinmineneinsatzes und damit auch die Längsachse der Mine winklig zur Zeichenfläche. Dadurch bildet sich am unteren Minenende eine ovale Grundfläche aus, deren lange Achse größer als der Minendurchmesser ist und quer zur Minenlaufrichtung liegt. Das bedeutet, daß die Strichbreite im Zuge der Minenabnutzung zunimmt; sie wird schließlich größer als der Minendurchmesser, was gerade bei kleinen Kreisen ungünstig ist.

Bei Stangenzirkeln liegt die Führungsstange wie der Feinmineneinsatz in der Zirkelebene, so daß es zu Behinderungen des Einsatzes durch die Führungsstange kommt. Das gilt auch für Feineinstellzirkel, und zwar vor allem für kleine Zirkel dieser Gattung, bei denen die Verstellspindel den Feinmineneinsatz behindert. Schließlich führt der in der Zirkelebene liegende Feinmineneinsatz bei Fallnullenzirkeln zu Beeinträchtigungen bei der Handhabung der Feineinstellschraube.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Feinmineneinsatz zu schaffen, mit dem sich die vorgenannten Nachteile vermeiden lassen. Das wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß der Ansatz eine Bohrung aufweist, in welcher der ein selbständiges Bauteil bildende Einsteckzapfen um seine Längsachse drehbar gehalten ist.

Aufgrund dieser Ausgestaltung kann der Feinmineneinsatz aus der Zirkelebene herausgeschwenkt werden, und zwar um beliebige Winkel. Verschwenkt man den Einsatz um etwa 90°, so liegt die lange Achse der ovalen Grundfläche am unteren Ende der Mine in deren Laufrichtung, so daß die Strichbreite stets gleichbleibt bzw. nie größer als der Minendurchmesser ist. Außerdem kann der Einsatz nach erfolgtem Verschwenken aus der Zirkelebene an der Führungsstange von Stangenzirkeln bzw. an der Verstellspindel von Feineinstellzirkeln ohne weiteres vorbeibewegt werden; auch der ungehinderte Zugang zur Feineinstellschraube von Fallnullenzirkeln kann durch ein solches Verschwenken frei gemacht werden.

Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, wenn gemäß weiteren Merkmalen der Erfindung die Längsachsen der Bohrung und des Gehäuses in einer Ebene liegen und einen spitzen Winkel zwischen sich einschließen, wobei der Einsteckzapfen mittels einer Spannschraube in der Bohrung arretiert ist. Auf diese Weise ist vor allem eine gute Handhabbarkeit des Feinmineneinsatzes gewährleistet.

In weiterer besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung weist die Bohrung einen Durchmesser auf, der auf einen Einsteckzapfen kleineren Querschnitts, z.B. auf einen Einsteckzapfen von 3.0 mm Durchmesser, abgestimmt ist. Dadurch ist es möglich, auch Einsteckzapfen größeren Querschnitts in derselben Bohrung zu verwenden, wenn gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Einsteckzapfen mit einem Durchmesser > 3.0 mm einen unteren, auf einen Durchmesser von 3.0 mm reduzierten Bereich aufweisen.

Eine Alternative zu dieser Ausführungsform besteht erfindungsgemäß darin, daß das Gehäuse mit einem zweiten Ansatz versehen ist, der in Umfangsrichtung in bezug auf den ersten Ansatz winkelversetzt angeordnet ist und eine Bohrung aufweist, deren Durchmesser von dem der Bohrung des ersten Ansatzes verschieden ist, wobei es sich empfiehlt, die beiden Ansätze am Gehäuse diametral gegenüberliegend und den Ansatz zur Aufnahme des größerquerschnittigen Einsteckzapfens am Gehäuse höher als den anderen Ansatz anzuordnen, um so der unterschiedlichen Normlänge der verschiedenen Einsätze Rechnung zu tragen.

In weiterer Fortführung des Erfindungsgedankens ist die Bohrung in der ihre eigene und die Längsachse des Gehäuses aufnehmenden Ebene verschwenkbar. Es kann also der Winkel zwischen den Längsachsen des Gehäuses und des Einsteckzapfens verändert werden; dadurch ist es möglich, in allen Stellungen des Feinmineneinsatzes die Minenspitze auf die Einstichnadel des Zirkels zu richten. Das ist vor allem dann von Bedeutung, wenn die Zirkelschenkel starr sind, d.h. also keine Abknickmöglichkeit aufweisen.

In besonders eleganter konstruktiver Ausgestaltung der Erfindung besteht das Schwenklager der Bohrung aus einem am Gehäuse angebrachten Ring mit einem horizontalen Durchgang für einen Schraubenbolzen, dessen Kopf eine Bestandteil der Bohrung bildende Ausnehmung aufweist, während der Ring auf seiner dem Kopf des Schraubenbolzens zugewandten Seite mit einer ebenfalls Bestandteil der Bohrung bildenden Ausnehmung versehen ist, wobei der Schraubenbolzen mittels einer Spannmutter, die gegen die von seinem Kopf abgewandte Seite des Rings abgestützt ist, fixiert ist.

In der Zeichnung sind mehrere bevorzugte Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Feinmineneinsatzes dargestellt.

Es zeigen

Fig. 1 eine erste Ausführungsform mit einem Ansatz,

Fig. 2 dieselbe Ausführungsform mit zwei Ansätzen,

Fig. 3 die Minenmechanik,

Fig. 4 eine zweite Ausführungsform mit einem Ansatz,

Fig. 5 dieselbe Ausführungsform mit zwei Ansätzen und

Fig. 6 die Ausführungsform gemäß Fig. 4 in einer um 90° gedrehten Position in Explosionsdarstellung.

Den in der Zeichnung dargestellten Feinmineneinsätzen gemeinsam ist ein bevorzugt aus Kunststoff bestehendes Gehäuse 1, in dem die in Fig. 3 veranschaulichte Minenmechanik 2 untergebracht ist, die eine Mine 3, eine Schraubendruckfeder 4 und ein Kupplungsteil 5 zur Verbindung der Minenmechanik 2 mit dem Gehäuse 1 erkennen läßt. Mit 6 ist ein am oberen Ende aller Feinmineneinsätze angeordneter Druckknopf zur Vorschubbetätigung der Mine 3 bezeichnet.

In Fig. 1 ist das Gehäuse 1 in seinem unteren Bereich mit einem seitlich vorstehenden Ansatz 7 versehen, der eine Bohrung 8 aufweist, deren Längsachse in derselben Ebene wie die Längsachse des Gehäuses 1 liegt und mit dieser einen spitzen Winkel bildet. In der Bohrung 8 ist ein Einsteckzapfen 9 von 3.0 mm Durchmesser herausnehmbar und um seine Längsachse drehbar gehalten; zu seiner Fixierung ist eine Spannschraube 10 vorgesehen. - Der Einsteckzapfen 9a von 3.5 mm Durchmesser weist an seinem unteren Ende einen auf einen Durchmesser von 3.0 mm reduzierten Bereich auf, so daß auch er anstelle des Einsteckzapfens 9 in die Bohrung 8 eingesetzt werden kann.

Beim Feinmineneinsatz der Fig. 2 ist auf der dem Ansatz 7 gegenüberliegenden Seite des Gehäuses 1, jedoch höher als dieser, ein weiterer Ansatz 7a vorgesehen. Auch dieser Ansatz 7a weist eine Bohrung 8a auf, die einen größeren Durchmesser als die Bohrung 8 besitzt und einen Einsteckzapfen 9a&min; von 3.0 mm Durchmesser herausnehmbar und um seine Längsachse drehbar aufnimmt, der mittels einer Spannschraube 10a arretiert ist.

Die Fig. 4 hat eine selbständige Erweiterung des Feinmineneinsatzes der Fig. 1 zum Gegenstand; der in ihr dargestellte Feinmineneinsatz weist anstelle des Ansatzes 7 ein Schwenklager 12 auf, das die Bohrung 8 enthält. Fig. 5 ist eine Entsprechung zu Fig. 2 insofern, als zwei Schwenklager 12, 12a (dort zwei Ansätze 7, 7a) mit Bohrungen 8, 8a unterschiedlichen Durchmessers vorgesehen sind.

Einzelheiten des Schwenklagers 12 läßt Fig. 6 erkennen. Am Gehäuse 1 sitzt ein Ring 13 mit einem horizontalen Durchgang 14 für einen Schraubenbolzen 15 an, dessen Kopf 16 eine Bestandteil der Bohrung 8 bildende Ausnehmung 17 aufweist; der Ring 13 ist auf seiner dem Kopf 16 des Schraubenbolzens 15 zugewandten Seite ebenfalls mit einer Bestandteil der Bohrung 8 bildenden, absatzartigen Ausnehmung 18 versehen. Auf der dem Kopf 16 des Schraubenbolzens 15 abgewandten Seite des Rings 13 befindet sich eine Spannmutter 19 mit Beilagscheibe 20, die zwecks Fixierung der Einsteckzapfen 9, 9a bzw. 9a&min; auf den Gewindebereich des Schraubenbolzens 15 aufschraubbar ist.

Bezugszeichenliste

1 Gehäuse

2 Minenmechanik

3 Mine

4 Schraubendruckfeder

5 Kupplungsteil

6 Druckknopf

7 Ansatz

7a Ansatz

8 Bohrung

8a Bohrung

9 Einsteckzapfen

9a Einsteckzapfen

9a&min; Einsteckzapfen

10 Spannschraube

10a Spannschraube

11 reduzierter Bereich

12 Schwenklager

13 Ring

14 horizontaler Durchgang

15 Schraubenbolzen

16 Kopf

17 Ausnehmung

18 Ausnehmung

19 Spannmutter

20 Beilagscheibe


Anspruch[de]
  1. 1. Feinmineneinsatz für Zirkelschenkel, der ein Gehäuse zur Aufnahme der Minenmechanik aufweist, das mit einem seitlich vorstehenden Ansatz versehen ist, auf dem sich ein Einsteckzapfen befindet, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (7) eine Bohrung (8) aufweist, in welcher der ein selbständiges Bauteil bildende Einsteckzapfen (9) um seine Längsachse drehbar gehalten ist.
  2. 2. Einsatz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachsen der Bohrung (8) und des Gehäuses (1) in einer Ebene liegen.
  3. 3. Einsatz nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Längsachsen der Bohrung (8) und des Gehäuses (1) einen spitzen Winkel zwischen sich einschließen.
  4. 4. Einsatz nach den Ansprüchen 1-3 , dadurch gekennzeichnet, daß der Einsteckzapfen (9) mittels einer Spannschraube (10) in der Bohrung (8) arretiert ist.
  5. 5. Einsatz nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (8) einen Durchmesser aufweist, der auf einen Einsteckzapfen (9) kleineren Querschnitts, z.B. auf einen Einsteckzapfen (9) von 3.0 mm Durchmesser, abgestimmt ist.
  6. 6. Einsatz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einsteckzapfen (9a) mit einem Durchmesser > 3.0 mm einen unteren, auf einen Durchmesser von 3.0 mm reduzierten Bereich (11) aufweisen.
  7. 7. Einsatz nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) mit einem zweiten Ansatz (7a) versehen ist, der in Umfangsrichtung inbezug auf den ersten Ansatz (7) winkelversetzt angeordnet ist und eine Bohrung (8a) aufweist, deren Durchmesser von dem der Bohrung (8) des ersten Ansatzes (7) verschieden ist.
  8. 8. Einsatz nach Anspruch 7 dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ansätze (7, 7a) am Gehäuse (1) diametral gegenüberliegend angeordnet sind.
  9. 9. Einsatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Ansatz (7a) zur Aufnahme des größerquerschnittigen Einsteckzapfens (9a&min;) am Gehäuse (1) höher als der andere Ansatz (7) angeordnet ist.
  10. 10. Einsatz, insbesondere nach den Ansprüchen 1 und 2 sowie mindestens einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (8) in der ihre eigene und die Längsachse des Gehäuses (1) aufnehmenden Ebene verschwenkbar ist.
  11. 11. Einsatz nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das Schwenklager (12) der Bohrung (8) aus einem am Gehäuse (1) angebrachten Ring (13) mit einem horizontalen Durchgang (14) für einen Schraubenbolzen (15) besteht, dessen Kopf (16) eine Bestandteil der Bohrung (8) bildende Ausnehmung (17) aufweist.
  12. 12. Einsatz nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (13) auf seiner dem Kopf (16) des Schraubenbolzens (15) zugewandten Seite mit einer Bestandteil der Bohrung (8) bildenden Ausnehmung (18) versehen ist.
  13. 13. Einsatz nach den Ansprüchen 11 und 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Schraubenbolzen (15) mittels einer Spannmutter (19), die gegen die von seinem Kopf (16) abgewandte Seite des Rings (13) abgestützt ist, fixiert ist.






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