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Dokumentenidentifikation DE3821546A1 28.12.1989
Titel Druckmeßeinrichtung
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Schulz, Winfried, Dr.-Ing., 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 23.06.1988
DE-Aktenzeichen 3821546
Offenlegungstag 28.12.1989
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.12.1989
IPC-Hauptklasse G01L 9/14
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmeßeinrichtung mit einem in einem Hohlraum (6) eines Gehäuses (7) untergebrachten induktiven Abgriffsystem (60). Das induktive Abgriffsystem (60) erfaßt über die axiale Verschiebung eines mit einer Meßmembran (78) verbundenen Magnetkerns (76) die Auslenkung der Meßmembran (78). Ausdehnungen bzw. Kontraktionen des Gehäuses (7) können sich auf das induktive Abgriffsystem (60) auswirken. Um diesen Effekt zu vermeiden, ist das induktive Abgriffsystem (60) von einer Haltefeder (1) umfaßt, die sich über längs einer Umfangslinie angeordnete Erhebungen (4a, 4b, 4c) gegen das Gehäuse (7) abstützt. Zur Vermeidung von Relativbewegungen bei Temperaturänderungen zwischen der Haltefeder (1) und dem induktiven Abgriffsystem (60) ist ferner vorgesehen, für die Bauteile des induktiven Abgriffsystems (60) einen Werkstoff zu verwenden, dessen Ausdehnungskoeffizient dem Ausdehnungskoeffizienten des für die Haltefeder (1) verwendeten Werkstoffs entspricht. Druck- und Differenzdruckmessungen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckmeßeinrichtung mit einem Gehäuse, mit einem mit einer Meßmembran verbundenen Magnetkern und mit einem induktiven Abgriffsystem, das in einen Hohlraum des Gehäuses eingebracht ist.

Eine derartige Druckmeßeinrichtung ist aus dem Prospekt "Baureihe 6000/Elektronische Druck- und Differenzdruck-Meßumformer" der Fa. SEREG CONTROL INDUSTRIEL bekannt. Bei dieser bekannten Druckmeßeinrichtung ist ein Magnetkern mechanisch über ein Verbindungsteil mit einer Meßmembran verbunden, die gemäß der Differenz der beidseitig auf sie einwirkenden Drücke ausgelenkt werden kann. Die infolge einer Auslenkung der Meßmembran auftretende axiale Verschiebung des Magnetkerns wird von zwei nebeneinanderliegenden, konzentrisch um den Magnetkern angeordneten Meßspulen eines induktiven Abgriffsystems erfaßt. Die Meßspulen sind dabei in einem entsprechenden Hohlraum des Gehäuses untergebracht. Bei Temperaturänderungen ist gemäß dem Ausdehnungskoeffizienten des für das Gehäuse verwendeten Werkstoffs mit einer Ausdehnung bzw. Kontraktion des Gehäuses zu rechnen. Damit besteht die Gefahr, daß es zu einer Relativbewegung zwischen den an dem Gehäuse befestigten Meßspulen und dem Magnetkern kommt, ohne daß sich die auf die Meßmembran wirkenden Drücke geändert haben.

Erfindungsgemäß ist bei einer Druckmeßeinrichtung der eingangs angegebenen Art vorgesehen, daß das induktive Abgriffsystem von einer Haltefeder umfaßt ist und daß die Haltefeder auf ihrer dem induktiven Abgriffsystem abgewandten Seite mit auf einer Umfangslinie angeordneten Erhebungen versehen ist, mit denen sie sich gegen das Gehäuse abstützt.

Der Hohlraum des Gehäuses und die Haltefeder sind so dimensioniert, daß ein fester, kraftschlüssiger punkt- oder linienförmiger Kontakt zwischen Haltefeder und Gehäuse nur an Stellen existiert, die auf einer Umfangslinie der Haltefeder liegen. Die erfindungsgemäße Druckmeßeinrichtung hat dadurch den Vorteil, daß das induktive Abgriffsystem von Ausdehnungen bzw. Kontraktionen des Gehäuses weitgehend unbeeinflußt bleibt;, Veränderungen der Gehäusegeometrie rufen keine die Messung beeinträchtigenden mechanischen Spannungen zwischen dem induktiven Abgriffsystem und dem Gehäuse infolge relativer Längenänderungen von Abgriffsystem und Gehäuse hervor. Das induktive Abgriffsystem behält seine Lage bezüglich des Magnetkerns bei Ausdehnung bzw. Kontraktion des Gehäuses infolge von Temperaturänderungen bei, sofern das die Meßmembran mit dem Magnetkern verbindende Verbindungsteil aus einem Werkstoff besteht, dessen Ausdehnungskoeffizient dem Ausdehnungskoeffizienten des für das Gehäuse verwendeten Werkstoffs entspricht. Damit werden die durch Temperaturänderungen hervorgerufenen Meßfehler erheblich reduziert.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Druckmeßeinrichtung besteht darin, daß die das induktive Abgriffsystem in dem Hohlraum des Gehäuses fixierenden Kräfte senkrecht zur Verschieberichtung des Magnetkerns und damit senkrecht zur Meßrichtung wirken. Durch das relativ geringe Eigengewicht des induktiven Abgriffsystems ist auch bei äußeren Krafteinwirkungen, beispielsweise infolge von Stoßeinwirkungen, eine sichere Fixierung des induktiven Abgriffsystems in dem Hohlraum des Gehäuses gewährleistet.

Eine in herstellungstechnischer Hinsicht vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Druckmeßeinrichtung sieht vor, daß die von Ausformungen der Haltefeder gebildeten Erhebungen als Warzen ausgebildet sind und daß mindestens drei Warzen gleichmäßig auf der Umfangslinie verteilt sind. Wird die Haltefeder beispielsweise aus einem Blech gestanzt, so können die Warzen gleichzeitig mit dem Stanzvorgang hergestellt werden. Werden die als Warzen ausgebildeten Ausformungen erst nach dem Ausstanzen der Haltefeder erzeugt, so ist dies mit einfachem Werkzeug möglich. Durch die gleichmäßige Verteilung der drei Warzen auf der Umfangslinie ist ein zuverlässiges Abstützen der Haltefeder in dem Hohlraum des Gehäuses bei nur drei Kontaktpunkten von Haltefeder und Gehäuse möglich. Dies gewährleistet eine sehr hohe relative Bewegungsfreiheit zwischen Gehäuse und Haltefeder.

Eine weitere vorteilhafte Fortbildung der erfindungsgemäßen Druckmeßeinrichtung besteht darin, daß die Haltefeder an mindestens einem an einem Stirnbereich des induktiven Abgriffsystems liegenden Bereich nach außen gebogene, federnde Elemente aufweist, mit denen sie sich zusätzlich in dem Hohlraum des Gehäuses abstützt. Dadurch werden Kipp- und Taumelbewegungen der Haltefeder und damit des induktiven Abgriffsystems in dem Hohlraum vermieden; insbesondere lassen sich damit Fertigungstoleranzen vorteilhaft ausgleichen. Der Kraftschluß der federnden Elemente ist klein im Vergleich zu dem von den Erhebungen der Haltefeder ausgeübten Kraftschluß, so daß eine Beeinflussung des in der Haltefeder gehaltenen induktiven Abgriffsystems durch Veränderungen der Gehäusegeometrie trotz zusätzlicher Kontaktstellen zwischen Haltefeder und Gehäuse nicht besteht.

Eine für den Abgleich der Druckmeßeinrichtung besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß die Haltefeder an ihrem der Meßmembran abgewandten Bereich mindestens eine sich nach außen erstreckende Fahne aufweist, die als Ansatz für ein Werkzeug ausgebildet ist. In die mindestens eine Fahne kann mit einem Werkzeug oder einer Vorrichtung eingegriffen werden, um das induktive Abgriffsystem relativ zu dem mit der Meßmembran verbundenen Magnetkern zu positionieren. Dabei kann die das induktive Abgriffsystem tragende Haltefeder zunächst gegen einen Anschlag in den Hohlraum des Gehäuses eingeschoben werden und anschließend soweit herausgezogen werden, bis die Sollposition des induktiven Abgriffsystems erreicht ist. Die zu dem Verschieben der Haltefeder notwendigen, in axialer Richtung aufzubringenden Kräfte sind dabei um ein Vielfaches höher als die beispielsweise durch Stoßeinwirkungen auftretenden und auf das induktive Abgriffsystem einwirkenden Beschleunigungskräfte.

Eine weitere vorteilhafte Fortbildung der erfindungsgemäßen Druckmeßeinrichtung sieht vor, daß der für die weichmagnetischen Einzelteile des induktiven Abgriffsystems verwendete Werkstoff hinsichtlich seines Ausdehnungskoeffizienten dem für die Haltefeder verwendeten Werkstoff entspricht. Die gewählte Kombination der Werkstoffe wirkt sich besonders vorteilhaft auf die Unempfindlichkeit der Druckmeßeinrichtung gegen Temperaturänderungen aus, da Relativbewegungen zwischen dem induktiven Abgriffsystem und der Haltefeder aufgrund des gleichen Ausdehnungskoeffizienten nicht auftreten. Dies ermöglicht eine auch nach vielen Temperaturwechselspielen zuverlässige Fixierung des induktiven Abgriffsystems in der Haltefeder. Für die Haltefeder und die Einzelteile des induktiven Abgriffsystems können verschiedene Werkstoffe gewählt werden, sofern sie denselben thermischen Ausdehnungskoeffizienten haben.

Als besonders vorteilhaft wird es angesehen, wenn die weichmagnetischen Einzelteile des induktiven Abgriffsystems aus einem auf preßtechnischem Wege aus weichmagnetischen Pulvern aus Eisen-, Nickeleisen- oder Siliziumeisen-Legierungen und Bindemitteln hergestellten Pulververbundwerkstoff bestehen. Ein besonders geeigneter Werkstoff dieser Art ist beispielsweise der in einem Prospekt M 052 "COROVAC-weichmagnetische Pulververbundwerkstoffe für Kerne und Formteile", Ausgabe 3/1987 der Fa. VACUUMSCHMELZE beschriebene Werkstoff. Bei diesem Werkstoff ist ein genaues Pressen und damit eine hohe Maßhaltigkeit ohne aufwendige Nachbehandlungen möglich.

Die Wärmenachbehandlung erfolgt bei relativ niedrige Temperaturen, so daß nahezu kein Schwund durch Schrumpfen auftritt. Damit lassen sich besonders gut enge Toleranzen in den Abmessungen des induktiven Abgriffsystems und damit ein fester Sitz in der Haltefeder erzielen.

Die Haltefeder kann das Abgriffsystem als ein Rahmen umfassen, der sowohl die Längsseite als auch die Stirnbereiche des Abgriffsystems umgibt und im Bereich der Längsseiten die Erhebungen aufweist.

Aus Kostengründen wird es als besonders vorteilhaft angesehen, wenn die Haltefeder hohlzylinderförmig ausgebildet ist und an ihren Stirnbereichen auf dem Umfang verteilte, sich in axialer Richtung erstreckende, federnde Zungen aufweist und die Zungen zur Längsachse der Haltefeder hingebogen sind und das induktive Abgriffsystem in der Haltefeder fixieren. Um eine punkt- bzw. linienförmige Anlage der Zungenenden an den dafür vorgesehenen Flächen des induktiven Abgriffsystems zu gewährleisten, können die Zungen an ihren Endbereichen annähernd rechtwinklig zur Längsachse der Haltefeder abgebogen sein. Damit bestehen die das induktive Abgriffsystem in der Haltefeder fixierenden Kontakte ausschließlich in den Stirnbereichen des induktiven Abgriffsystems.

Die Erfindung wird anhand der Zeichnung im folgenden näher erläutert. Es zeigen

Fig. 1 eine Haltefeder eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Druckmeßeinrichtung in perspektivischer Darstellung,

Fig. 2 einen Ausschnitt aus einem Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Druckmeßeinrichtung mit einem von einer Haltefeder getragenen und umfaßten induktiven Abgriffsystem und Fig. 3 die in der Fig. 2 mit A-A bezeichnete Ansicht.

In Fig. 1 ist eine Haltefeder 1 dargestellt, die im wesentlichen eine hohlzylindrische Gestalt hat. In ihrem mittleren Bereich weist die Haltefeder 1 drei in gleichem Abstand auf einer Umfangslinie 2 verteilte, warzenförmig ausgebildete Ausformungen 4a, 4b und 4c auf. Mit diesen Ausformungen 4a, 4b und 4c stützt sich die Haltefeder 1 in dem in Fig. 1 nicht gezeigten Gehäuse der Druckmeßeinrichtung ab. Ein Stirnbereich 5 der Haltefeder 1 weist drei in gleichem Abstand auf dem Umfang verteilte federnde Zungen 8a, 8b und 8c auf. Die Endbereiche der federnden Zungen 8a, 8b und 8c sind annähernd rechtwinklig zur Längsachse der Haltefeder 1 hin abgebogen. Zwischen den federnden Zungen 8a und 8c befindet sich ein Bereich 10, der mit an seinen Eckpunkten 10a und 10b beginnenden und schräg von dem Stirnbereich 5 wegweisenden Einschnitten 12a und 12b versehen ist. Dadurch werden federnde Elemente in Form von spitz zulaufenden Zähnen 14a und 14b gebildet, deren Spitzen die Eckpunkte 10a und 10b sind. Diese Zähne 14a und 14b sind radial leicht nach außen gebogen, so daß die Eckpunkte 10a und 10b außerhalb der von dem Mantel der Haltefeder 1 definierten Ebene liegen. Ein zwischen den federnden Zungen 8a und 8b gelegener Bereich 16 weist einen an seinem einen Eckpunkt 16a beginnenden und schräg von dem Stirnbereich 5 wegweisenden Einschnitt 18 auf. In gleicher Weise wie zuvor beschrieben wird durch den Einschnitt 18 ein federndes Element in Form eines spitz zulaufenden Zahnes 19 gebildet, dessen Spitze der Eckpunkt 16a ist. Auch dieser Zahn ist leicht radial nach außen gebogen. Der andere Stirnbereich 30 der Haltefeder 1 weist wie der Stirnbereich 5 drei gleichmäßig auf dem Umfang verteilte federnde Zungen 32a, 32b und 32c auf, von denen in Fig. 1 nur zwei Zungen 32b und 32c sichtbar sind. Die Endbereiche der federnden Zungen 32a, 32b und 32c sind annähernd rechtwinklig zur Längsachse der Haltefeder 1 hin abgebogen. Ein neben der Zunge 32c gelegener Bereich 33 weist eine Fahne 34 auf, die wie eine ihr gegenüberliegende weitere Fahne 35 so ausgebildet ist, daß ein in Fig. 1 nicht dargestelltes Werkzeug oder eine Vorrichtung an ihr angreifen kann. Auf der anderen Seite neben der Zunge 32c befindet sich ein federndes Endstück 36 der Haltefeder 1, das über einen verhältnismäßig schmalen Steg 38 mit dem die Zungen 8c und 32c tragenden Bereich verbunden ist. Dem federnden Endstück 36 liegt unter Bildung eines Spaltes 39 ein weiteres federndes Endstück 40 gegenüber, das über einen schmalen Steg 41 mit dem die federnden Zungen 8b und 32b tragenden Bereich der Haltefeder 1 verbunden ist. Beide Endstücke weisen warzenförmig ausgebildete Ausformungen 42 und 43 auf, die sich gegen ein in Fig. 1 nicht dargestelltes Gehäuse der Druckmeßeinrichtung abstützen. Dadurch, daß die federnden Endstücke 36 und 40 durch relativ schmale Stege 38 und 41 mit dem übrigen Bereich der Haltefeder 1 verbunden sind, ist die Kraftwirkung der Ausformungen 42 und 43 gering. Die Abstützung der Haltefeder in dem in Fig. 1 nicht dargestellten Gehäuse erfolgt also punktförmig und nahezu ausschließlich durch die auf dem Umfang verteilten warzenförmigen Ausformungen 4a, 4b und 4c.

Fig. 2 zeigt die Haltefeder 1, die sich mit den Ausformungen 4a, 4b und 4c, von denen nur eine Ausformung 4a sichtbar ist, in einem Hohlraum 6 eines Gehäuses 7 einer Druckmeßeinrichtung abstützt. Von den drei am Umfang verteilten, in radialer Richtung aus der Mantelebene der Haltefeder 1 herausgebogenen Zähnen 14a, 14b und 19 erkennt man den Zahn 14b, der mit seiner Spitze 10b in punktförmigem Kontakt mit dem Gehäuse 7 steht. An dem Stirnbereich 30 ist außerdem die Fahne 34 erkennbar. Die Haltefeder 1 umfaßt und trägt ein induktives Abgriffsystem 60. Das induktive Abgriffsystem 60 besteht aus zwei elektromagnetischen Spulen 62 und 63, die von Spulenkörpern 64 und 65 getragen werden. Die Spulenkörper 64 und 65 sind spiegelsymmetrisch ausgebildet und weisen an ihrer einen Seite jeweils Radialflansche 64a und 65a auf, die mit Fasen 64b bzw. 65b versehen sind. An diesen Fasen 64b und 65b liegen die in den Stirnbereichen 5 und 30 der Haltefeder 1 ausgebildeten Endbereiche der federnden Zungen 8a, 8b und 8c bzw. 32a, 32b und 32c an, von denen in Fig. 2 jeweils nur eine federnde Zunge 8a bzw. 32a sichtbar ist. Dadurch wird das induktive Abgriffsystem 60 in der Haltefeder 1 fixiert. Die Kontaktstellen der Haltefeder 1 mit dem induktiven Abgriffsystem 60 und dem Gehäuse 7 liegen also in drei zur Längsachse der Haltefeder 1 senkrechten Ebenen. Zwei dieser Ebenen sind durch die Kontaktstellen zwischen den Endbereichen der federnden Zungen 8a, 8b und 8c mit der Fase 64b bzw. den Endbereichen der federnden Zungen 32a, 32b und 32c mit der Fase 65b bestimmt; in der dritten Ebene liegen die Kontaktstellen der Ausformungen 4a, 4b und 4c mit dem Gehäuse 7. Die anderen Seiten 64c und 65c der Spulenkörper 64 und 65 weisen zur Mitte des induktiven Abgriffsystems 60 und bilden die seitlichen Begrenzungen eines in der Mitte des Abgriffsystems 60 befindlichen Hohlraums 70. Zur Verbesserung des magnetischen Flusses der elektromagnetischen Spulen 62 und 63 sind diese von einem Ring 72 umgeben. In dem Hohlraum 70 befindet sich ein von einem Verbindungsteil 74 getragener Magnetkern 76. Das Verbindungsteil 74 stellt die mechanische Verbindung zwischen dem Magnetkern 76 und einer nur andeutungsweise dargestellten Meßmembran 78 her. Eine Auslenkung der Meßmembran 78 bewirkt über das Verbindungsteil 74 eine axiale Verschiebung des Magnetkerns 76 bezüglich der elektromagnetischen Spulen 62 und 63, die von diesen erfaßt und in ein entsprechendes Ausgangssignal umgeformt wird.

Der Magnetkern 76, die Spulenkörper 64 und 65 und der Ring 72 als Bestandteile des induktiven Abgriffsystems 60 sind aus dem oben näher bezeichneten Pulververbundwerkstoff hergestellt, dessen Ausdehnungskoeffizient dem Ausdehnungskoeffizienten des für die Haltefeder 1 verwendeten Werkstoffs entspricht. Dadurch ergeben sich bei Temperaturänderungen keine das Meßergebnis beeinträchtigenden relativen Längenänderungen der Bauteile. Die von den federnden Zungen 8a, 8b und 8c bzw. 32a, 32b und 32c aufgebrachten Federkräfte sind damit von der Temperatur nahezu unabhängig.

Zum Abgleich der Druckmeßeinrichtung wird die Haltefeder 1 und damit das von ihr getragene induktive Abgriffsystem 60 in axialer Richtung in dem Hohlraum 6 des Gehäuses 7 verschoben, bis die gewünschte Sollposition des Magnetkerns 76 bezüglich der elektromagnetischen Spulen 62 und 63 erreicht ist. Dazu wird mit einem Werkzeug oder einer entsprechenden Vorrichtung an den Fahnen 34 und 35 (Fig. 1) der Haltefeder 1 angegriffen und die Haltefeder 1 mit dem induktiven Abgriffsystem 60 bis an einen definierten Anschlag geschoben. Anschließend wird die Haltefeder 1 und damit das induktive Abgriffsystem 60 soweit zurückgezogen, bis die gewünschte Position erreicht ist. Um die kraftschlüssige Verbindung zwischen den Ausformungen 4a, 4b und 4c und dem Gehäuse 7 zu überwinden, müssen um einige Größenordnungen höhere Kräfte als die während des Betriebes - beispielsweise infolge von äußeren Stoßeinwirkungen - auf das induktive Abgriffsystem 60 und die Haltefeder 1 wirkenden Kräfte aufgewendet werden.

In Fig. 3 ist die in Fig. 2 mit A-A bezeichnete Ansicht dargestellt, womit die Anordnung der federnden Zungen 32a, 32b und 32c sowie der spitz zulaufenden Zähne 14a, 14b und 19 auf dem Umfang der Haltefeder 1 verdeutlicht werden soll. Außerdem sind die Ausformungen 4a, 4b und 4c erkennbar, die ebenfalls gleichmäßig auf dem Umfang verteilt sind. Die Endbereiche der federnden Zungen 32a, 32b und 32c liegen auf der Fase 64b des Radialflansches 64a des Spulenkörpers 64 auf. Ferner sind die Fahnen 34 und 35 erkennbar, an die mit einem entsprechenden Werkzeug zur axialen Verschiebung der Haltefeder 1 zu Zwecken des Abgleichs des induktiven Abgriffsystems 60 angegriffen werden kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Druckmeßeinrichtung mit einem Gehäuse (7), mit einem mit einer Meßmembran (78) verbundenen Magnetkern (76) und mit einem induktiven Abgriffsystem (60), das in einen Hohlraum (6) des Gehäuses (7) eingebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß das induktive Abgriffsystem (60) von einer Haltefeder (1) umfaßt ist und daß die Haltefeder (1) auf ihrer dem induktiven Abgriffsystem (60) abgewandten Seite mit auf einer Umfangslinie angeordneten Erhebungen (4a, 4b, 4c) versehen ist, mit denen sie sich gegen das Gehäuse (7) abstützt. (Fig. 2; Fig. 3).
  2. 2. Druckmeßeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die von Ausformungen der Haltefeder (1) gebildeten Erhebungen als Warzen (4a, 4b, 4c) ausgebildet sind und daß mindestens drei Warzen (4a, 4b, 4c) gleichmäßig auf der Umfangslinie (2) verteilt sind. (Fig. 1)
  3. 3. Druckmeßeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltefeder (1) an mindestens einem an einem Stirnbereich des induktiven Abgriffsystems liegenden Bereich (5) nach außen gebogene, federnde Elemente (14a, 14b, 19) aufweist, mit denen sie sich zusätzlich in dem Hohlraum (6) des Gehäuses (7) abstützt. (Fig. 1; Fig. 2)
  4. 4. Druckmeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltefeder (1) an ihrem der Meßmembran (78) abgewandten Bereich (30) mindestens eine sich nach außen erstreckende Fahne (34) aufweist, die als Ansatz für ein Werkzeug ausgebildet ist. (Fig. 2)
  5. 5. Druckmeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der für die weichmagnetischen Einzelteile (64, 65, 72, 76) des induktiven Abgriffsystems (60) verwendete Werkstoff hinsichtlich seines Ausdehnungskoeffizienten dem für die Haltefeder (1) verwendeten Werkstoff entspricht. (Fig. 2)
  6. 6. Druckmeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die weichmagnetischen Einzelteile (64, 65, 72, 76) des induktiven Abgriffsystems (60) aus einem auf preßtechnischem Wege aus weichmagnetischen Pulvern aus Eisen-, Nickeleisenoder Siliziumeisen-Legierungen und Bindemitteln hergestellten Pulververbundwerkstoff bestehen. (Fig. 2)
  7. 7. Druckmeßeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltefeder (1) hohlzylinderförmig ausgebildet ist und an ihren Stirnbereichen (5, 30) auf dem Umfang verteilte, sich in axialer Richtung erstreckende, federnde Zungen (8a, 8b, 8c; 32a, 32b, 32c) aufweist und daß die Zungen (8a, 8b, 8c; 32a, 32b, 32c) zur Längsachse der Haltefeder (1) hingebogen sind und das induktive Abgriffsystem (60) in der Haltefeder (1) fixieren. (Fig. 2)






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