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Dokumentenidentifikation DE3423718C2 04.01.1990
Titel Elektronische Bandwaage für Bandförderer mit Rollengestellen
Anmelder S.E.G. Resistor AB, Vällingby, SE
Erfinder Söderholm, Arne, Stockholm, SE
Vertreter Weickmann, H., Dipl.-Ing.; Fincke, K., Dipl.-Phys. Dr.; Weickmann, F., Dipl.-Ing.; Huber, B., Dipl.-Chem.; Liska, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Prechtel, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 27.06.1984
DE-Aktenzeichen 3423718
Offenlegungstag 31.01.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.01.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.01.1990
IPC-Hauptklasse G01G 11/02
Zusammenfassung Wiegevorrichtung für Bandförderer mit einzeln verstellbaren Rollen für universelle Anpassung an verschiedene Förderer. Die Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Wiegerollen in umschließenden Rahmen (8, 9 und 10, 11, 12) angeordnet sind, und die Rahmen der Seitenrollen an den inneren Enden zum Rahmen der Mittenrolle befestigt (15) sind, so daß sie für verschiedene Trogformungswinkel der Förderbänder verstellbar sind. Das Einstellen des Drehwinkels erfolgt dadurch, daß die Rahmen der Seitenrollen einwärts zur Mitte der Wiegevorrichtung verlängert (17) sind, und an den Enden eine Stellschraubenvorrichtung (18) angeordnet ist. Die Lastmeßeinrichtung besteht aus Parallelfedern zum Tragen und Führen des Wiegerollengestelles, und die Meßlast wird von einem Lastmeßgeber elektromechanischen Typs aufgenommen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektronische Bandwaage für Bandförderer mit Rollengestellen gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der Firmenschrift "Sieverts Elektronische Bandwaagen" ist eine elektronische Bandwaage für Bandförderer der eingangs genannten Art bekannt. Die Rollengestelle haben jeweils drei quer zur Förderrichtung in Längsrichtung desselben angeordnete Transportrollen. Die Transportrollen sind jeweils in einem umschließenden Rahmen angeordnet. Der Rahmen der mittleren Transportrolle ist an einer Lastmeßeinrichtung befestigt und die Rahmen der seitlichen Transportrollen sind zur Verbindung mit dem Rahmen der mittleren Transportrolle mit Befestigungsvorrichtungen versehen. Hierbei ist keine der seitlichen Transportrollen verstellbar, da diese mit Hilfe von Befestigungsschrauben fest angebracht ist. Somit läßt sich der Winkel bei dieser bekannten elektronischen Bandwaage zwischen den seitlichen Transportrollen und der mittleren Transportrolle nicht verstellen.

Aus DE-OS 20 37 465 und DE-OS 28 06 105 sind Bandwaagen bekannt, die derart ausgelegt sind, daß man eine jeweils individuelle Auslegung für die einzelnen Bandförderarten, insbesondere im Hinblick auf die Rollengestelle, vorsehen muß. Daher sind diese bekannten Bandwaagen für eine Serienfertigung ungeeignet.

Aus US-PS 24 27 590 und 32 94 218 sind Bandförderer bekannt, welche Transportrollen haben, die in veränderbaren Trogbildungswinkeln anordenbar sind. Diese Transportrollen werden bei einem Bandförderer mit einem im Querschnitt trogförmigen Band verwendet, um das an sich ebene Band an den Enden des Förderers zu einem Trog bzw. einer Mulde zu formen, wobei die zur Trogbildung maßgebenden Transportrollen im Mittelteil des Bandes angeordnet sind. Diese Transportrollen sind auf die jeweils anderen Transportrollen des Bandförderers angepaßt, und es lassen sich nur die Winkel der seitlichen Transportrollen verstellen, während eine individuelle vertikale Verstellung der Transportrollen nicht möglich ist. Daher sind derartige Transportrollen für die elektronische Bandwaage für Bandförderer nach der erfindungsgemäßen Auslegung ungeeignet.

Zum Wiegen des mit Hilfe des Bandförderers geförderten Materials wird sowohl die Wiegelast an einem oder mehreren Rollengestellen des Bandförderers als auch die Bandgeschwindigkeit erfaßt. Das Produkt aus diesen beiden erfaßten Größen dient als Maß für den Materialfluß. Durch Integration dieses Materialflusses erhält man die Materialmenge, die mit Hilfe des Bandförderers befördert worden ist.

Zur genauen Gewichtsbestimmung ist es erforderlich, daß die Anlageebene der Transportrollen am Förderband jener der umschließenden Rollengestelle genau angepaßt ist, und daß die Rollengestelle mechanisch starr sind, um Verformungen unter Belastungen zu vermeiden. Wenn dies nicht erreicht werden kann, beeinflußt die in Längsrichtung wirkende Einspannkraft des Förderbandes die Gewichtsmessung. Die Toleranzen im Bereich der Anlageebene dürfen höchstens in der Größenordnung von 1/10 mm liegen.

In SE-PS 4 14 756 sind spezielle Ausführungsformen für Rollengestelle einer Bandwaage gezeigt und beschrieben. Diese Rollengestelle lassen sich mit einer Lastmeßeinrichtung zu einer elektronischen Bandwaageeinrichtung vereinen, welche sich an entsprechender Stelle an dem Bandförderer anordnen läßt. Zur Feineinstellung können die Transportrollen derart angeordnet sein, daß sie innerhalb der Toleranzgrenzen einzeln verstellbar sind.

Die Ausführungsformen der Förderer und Rollengestelle weichen jedoch stark voneinander ab, und sie sind insbesondere vom Fördergut, von dem Aufnahmevermögen u.dgl. abhängig. Die mechanischen Eigenschaften der Förderbänder sind ebenfalls verschieden, so daß sich Trogbildungswinkel und Bandbreiten innerhalb großer Bereiche ändern können. Daher müssen die Rollengestelle für eine Bandwaage auf die jeweiligen Ausbildungsformen des Bandförderers und der Rollengestelle derselben individuell angepaßt werden. Hierdurch wird eine Serienherstellung aus vorgefertigten Teilen, d.h. eine Standardisierung einer solchen Bandwaage, zur Senkung der Herstellungskosten, ausgeschlossen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine elektronische Bandwaage der gattungsgemäßen Art bereitzustellen, die derart ausgelegt ist, daß eine Serienfertigung ermöglicht wird und dann das elektronische Bandwaagenglied universell in die jeweilige Bandförderanlage eingefügt werden kann.

Nach der Erfindung wird diese Aufgabe mit der elektronischen Bandwaage für Bandförderer mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Die erfindungsgemäße elektronische Bandwaage für Bandförderer ermöglicht eine im wesentlichen gleichbleibende Grundauslegungsform im Hinblick auf das Rollengestell, so daß die elektronische Bandwaage mit dem Rollengestell universell auch bei unterschiedlichen Ausbildungsformen von Bandförderern oder Bandförderanlagen eingesetzt werden kann. Die Bandwaage mit dem Rollengestell kann sogar von einem zu einem anderen Förderer gebracht werden und dann auf einfache Weise an den Trogbildungswinkel des jeweiligen Förderers angepaßt werden. Insbesondere sind die äußeren Befestigungen und Lagerungen für die seitlichen Transportrollen nicht mit vertikal verlaufenden Teilen versehen, so daß sich ohne Schwierigkeiten die Schräglage der seitlichen Transportrollen verändern läßt, ohne daß das Grundgestell des Förderers verändert zu werden braucht. Die seitlichen Transportrollen sind mit dem Gestell der mittleren Transportrolle über vorstehende Arme verbunden, so daß der Neigungswinkel zur Mittelachse des Bandförderers innerhalb großer Grenzen wenigstens von horizontal bis zur maximal möglichen Neigung hierzu variierbar ist. Zur Aussteifung der Gestelle mit den zugeordneten seitlichen Transportrollen in ihrer jeweils eingestellten Schräglage sind ferner Abstandsglieder vorgesehen, die sich auf der Unterseite des Gestells der mittleren Transportrolle abstützen. Diese Abstandsglieder sind daher so vorgesehen, daß sie sich auf dem in der Lage unverändert bleibenden Gestell der mittleren Transportrolle abstützen können und aufgrund ihrer Längenverstellbarkeit wird eine derartige Abstützung ermöglicht, daß die Verlängerungsarme an den Gestellen der seitlichen Transportrollen sicher und fest in der jeweiligen gewünschten Schräglage abgestützt sind. Somit kann der Neigungswinkel wenigstens einer der seitlichen Transportrollen, vorzugsweise beider seitlicher Transportrollen, in weitem Maße bei übereinstimmender Ausbildung des Rollengestells der elektronischen Bandwaage verändert werden, so daß sich die elektronische Bandwaage nach der Erfindung als Serienprodukt mit gleichbleibenden Teilen herstellen läßt und sich hierdurch die Herstellungskosten für eine derartige elektronische Bandwaage senken lassen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Ansprüchen 2 bis 7 wiedergegeben.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert. Darin zeigt:

Fig. 1 eine schematische Ansicht einer elektronischen Bandwaage für Bandförderer,

Fig. 2 eine Schnittansicht längs der Linie 19-19 in Fig. 1,

Fig. 3 eine Schnittansicht längs der Linie 54-54 in Fig. 1,

Fig. 4 eine Schnittansicht längs der Linie 59-59 in Fig. 1, und

Fig. 5 eine Schnittansicht längs der Linie 64-64 in Fig. 1.

Fig. 1 und 2 zeigen einen Förderrahmen, der aus in Längsrichtung sich erstreckenden Rohren 1 und Querstreben 2 besteht, zwischen denen Balken 3 und 4 angeordnet sind, auf denen die elektronische Bandwaage ruht. Die Balken 3 und 4 sind in der Höhe so angeordnet, daß die Transportrollen 5-7 der Bandwaage etwa den Niveaus der übrigen Rollengestelle in dieser Richtung angepaßt werden können. Die mittlere Transportrolle 5 sitzt in einem umschließenden Rahmen, dessen eine Langseite 8 sichtbar ist. Eine Kurzseite 9 ist gestrichelt dargestellt. Die seitlichen Transportrollen 6, 7 sitzen ebenfalls in umschließenden Rahmen. Die Transportrolle 6 ist in ihrem Rahmen mit der Langseite 10 und den beiden Kurzseiten 11 und 12 gezeigt. Die zweite seitliche Transportrolle 7 ist nur gestrichelt dargestellt, und ihr Rahmen ist bezüglich des vorerwähnten spiegelbildlich ausgelegt und daher nicht dargestellt.

Der Rahmen der mittleren Transportrolle 5 ist in jeder Ecke mit einer Befestigungsvorrichtung 13 in Form eines Ständers zur Bildung einer Gelenklagerung der seitlichen Transportrollen 6 und 7 versehen. Die seitlichen Transportrollen 6, 7 haben entsprechende Befestigungsvorrichtung 14 (Halteösen 14) an den Langseiten 10 der Rahmen in der Nähe der Kurzseite 11 des Rahmens. Die Befestigungsvorrichtungen sind mit Schrauben angebracht, von denen die durch den Drehmittelpunkt 15 gehende in der Figur gezeigt ist. Die Drehmittelpunkte 15 der Gelenke liegen so nahe wie möglich an Schnittpunkten 16 der oberen Mantellinie der seitlichen Transportrollen 6, 7 und der oberen Mantellinie der mittleren Transportrolle 5, wenn die Vertikalabstände der seitlichen Transportrollen 6, 7 minimal sind, d.h. die unter Bezugnahme auf Fig. 3 beschriebenen Rolleneinstelleinrichtungen 56-58 in ihrer niedrigsten Lage sind. Zum Verstellen der Drehwinkel der seitlichen Transportrollen 6, 7 um den Drehmittelpunkt 15 sind die Langseiten 10 der Rahmen der seitlichen Transportrollen 6, 7 einwärts zur Mitte der Bandwaage um die Arme 17 verlängert, an deren Enden eine kombinierte Rollenwinkeleinstell- und -verriegelungseinrichtung 60-63 (längenverstellbare Abstandsglieder 60-63) mit den Schraubenhalterungen 18 angedeutet ist, von denen eine in Fig. 4 gezeigt ist. Diese Einrichtung 60 bis 63 wird nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 4 beschrieben.

Das Rollengestell der mittleren Transportrolle 5 wird nachstehend unter Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben.

Fig. 2 ist eine Schnittansicht längs der Linie 19-19 in Fig. 1 und zeigt eine Seitenansicht des Rollengestells und der Bandwaage. Das Rollengestell ist auf einer Rollengestellkonsole 20 angeordnet, die an einer Strebe 21 befestigt ist. Diese Strebe 21 ist ein Teil einer Parallelogrammanordnung, die aus zwei parallelen Bändern 22 und 23 besteht, deren Enden einerseits an der Strebe 21 und andererseits an der Strebe 24 befestigt sind. Die Strebe 24 ist am Ständerteil der Bandwaage befestigt, der an den Balken 3 und 4 befestigt ist. Die Strebe 21 wird dadurch die parallelen Bänder 22, 23 in allen Richtungen, außer der vertikalen in der Figur geführt. Über die Konsole 25 werden vertikale Lasten an der Strebe 21 aufgenommen und mit der Zugstange 27 zum elektronischen Lastaufnehmer 26 übertragen. Das Rollengestell ist an der Rollengestellkonsole 20 mit Schrauben 28 befestigt, von denen eine sichtbar ist. Die Außenseite 8a des Rahmens 8 der mittleren Transportrolle 5 ist auch mit zwei Winkeln 29 und Schrauben 29a an der Oberseite der Strebe 21 befestigt. Die Lage der Winkel 29 längs der Außenseite 8a ist aus Fig. 1 ersichtlich. Die Streben 21 und 24 sind an den Bändern 22, 23 mittels Stirnplatten 30-33 befestigt, deren Ebenen hinsichtlich des Abstandes der Oberflächen genau ausgeführt sind, d.h. die Streben haben gleiche Länge, und die Ebenen sind parallel, so daß die Bänder 22 und 23 genau parallel sind. Dies ist eine Voraussetzung, daß vertikale Lasten eindeutig zum elektronischen Lastaufnehmer 26 übertragen werden. Die Bänder 22, 23 sind an den Stirnplatten 30-33 mit Platten 34 und Schrauben 35 befestigt. Die Stirnplatte 30 ist quer zur Längsrichtung des Bandes 22 verlängert, so daß die Plattenenden Halteteile für die Winkel 29 bilden, und das Rollengestell starr an der Strebe 21 befestigt ist. Das Ständerteil der Bandwaage besteht aus zwei Winkelprofilen 36, die an einem Ende mit dem Querstück 37 und am anderen Ende mit dem Winkelbalken 38 verbunden sind. Die untere Endplatte 33 der Strebe 24 (wie auch die Stirnplatte 30) ist verlängert, und ihre Enden sind an den Innenseiten der Ständerbalken 36 befestigt. Die Strebe 24 ist auch am Ständer über die Konsole 39 befestigt, die starr an der Strebe 24 befestigt und mit den Balken 36 über die Platten 40 verbunden ist, von denen eine in Fig. 1 und die zweite in Fig. 2 gezeigt ist. Die Platten 40 erstrecken sich in Horizontalrichtung in der Figur von der Außenkante der Konsole 39 an der Strebe 24 vorbei zum Winkelbalken 38, wo sie ebenfalls am Winkelbalken 38 befestigt sind.

Das Ständerteil der Bandwaage ist an den Balken 3 und 4 mit Schrauben 41 und Muttern 42-44 befestigt, von denen die Mutter 43 in Fig. 1 sichtbar ist. Diese drei Haltepunkte geben der Bandwaage eine stabile Befestigung, und die Muttern 42-44 bilden Stelleinrichtungen für die Höhenlage der mittleren Transportrolle 5.

Die Konsole 39 ist auch Halterung für den stabförmigen, elektronischen Lastaufnehmer 26, der die Last auf bekannte Weise z.B. mittels Dehnungsmeßstreifen erfaßt und ein elektrisches Signal nur für Lasten in der Richtung quer zur Längsachse des Lastaufnehmers 26 in Vertikalrichtung in der Figur abgibt. Sein lastaufnehmendes Teil liegt zwischen dem Befestigungsloch 45 für die Zugstange 27 und dem rechten Befestigungsteil, wo der Lastaufnehmer 26 mit den Schrauben 46 an der Konsole 39 befestigt ist. Die Zugstange 27 überträgt die Last über die Stellmutter 47, mit der die Strebe 21 höhenmäßig so eingestellt wird, daß die Bänder 22 und 23 gerade sind. Die untere Halterung für die Zugstange 27 ist ein Überlastschutz für die Bandwaage. Die Konsole 25 hat die Form eines horizontalen Bügels mit einer mittigen Ausnehmung, so daß die Zugstange 27 bei der Montage von rechts zur Konsole 25 eingeschoben werden kann. Die Zugstange 27 ist mit einem Ansatzring 48 versehen, der sich gegen die Platte 49 abstützt, die gegen die Konsole 25 anliegt und mit (in der Figur nicht gezeigten) Schraubenverbindungen befestigt ist. Gegen die Unterseite der Platte 49 liegt eine Spiralfeder 50 an, durch die sich auch die Zugstange 27 erstreckt. Das untere Ende der Zugstange 27 hat ein Gewinde, und mit der Mutter 51 wird die Feder 50 mit einer Kraft zur Erzeugung einer Vorspannung zusammengedrückt, die der maximal meßbaren Wiegelast entspricht, die mittels des Lastaufnehmers 26 erfaßbar ist. Bei Überschreitung dieser Wiegelast wird die Feder 50 weiter zusammengedrückt, und die Teile 48 und 49 werden voneinander getrennt, d.h. die Strebe 21 mit dem Rollengestell bewegt sich entsprechend der Federzusammendrückung nach unten, bis die Unterkante der Rollengestellkonsole 20 gegen die Anschlagschraube 52 anliegt. Diese Schraube 52 hat ein Spiel 53, wenn die Wiegelast niedriger als die für den Lastaufnehmer 26 zulässige ist. Die Feder 50 kann in entsprechender Weise zusammengedrückt werden, bevor die Überlastteile 48-51 und die Zugstange 27 in der Bandwaage montiert werden, und wird danach eingesetzt, indem sie durch das Loch 45 des Lastaufnehmers 26 gezogen wird und gegen die Konsole 25 anliegt.

Fig. 3 ist eine Schnittansicht längs der Linie 54-54 in Fig. 1 und zeigt, wie die Höheneinstellung der seitlichen Transportrolle 6 ausgelegt ist. Die seitliche Transportrolle 6 kann auf der Achse rotieren und hat abgefaste Achszapfen 55, die durch Löcher im Querstück 56 gehen. Das Querstück 56 liegt zwischen vier Platten 57, die an der Rahmenkurzseite 12 so befestigt sind, daß sie Bügel mit parallelen Seiten bilden, die das Querstück 56 führen. Die Platten 57 sind in entsprechendem Abstand zwischen den Bügelpaaren angeordnet, so daß diese auch gegen die Abfasungen der Achszapfen 55 anliegen und dadurch eine Verdrehung der Achse der seitlichen Transportrolle 6 verhindern. Das Querstück 56 ist mit Stellschrauben 58 versehen, mit denen der Achszapfen 55 in der Höhe eingestellt wird. Dadurch, daß das Loch für den Achszapfen 55 nicht mittig im Querstück 56 liegt, ist eine gesonderte Verstellung des Achsenniveaus möglich, indem das Querstück 56 so gewendet wird, daß das Loch oberhalb der Mittellinie des Querstückes 56 zu liegen kommt.

Fig. 4 ist eine Schnittansicht längs der Linie 59-59 in Fig. 1 und zeigt die Einstelleinrichtung für den Rollenwinkel. Die Einstelleinrichtung weist eine Stange 60 auf, die an den Armen 17 und 17a befestigt ist. In der Mitte der Stange 60 geht eine Stellschraube 61 durch ein Loch in der Stange 60. Die Stellschraube 61 erstreckt sich zur Ecke zwischen den Außenseiten 8a der Rahmen 8, 9 und der Oberseite der Rollengestellkonsole 20. Am Ende der Stellschraube 61 ist ein Querstück 62 mit abgefasten Kurzseiten angeordnet, so daß diese einwärts geführt und sich gegen die genannte Ecke abstützen können. Der Winkel des Rollengestelles wird dadurch eingestellt, daß das wirksame Teil der Stellschraube 61 geändert und mit den Muttern 63 an der Stange 60 befestigt wird. Da die Stange 60 etwas kürzer als der Abstand zwischen den Armen 17, 17a ist, werden diese bei Anziehen der Schrauben 18 gegen die Außenseiten 8a des Rahmens für die mittlere Transportrolle 5 gepreßt.

Fig. 5 ist eine Schnittansicht längs der Linie 64-64 in Fig. 1 und zeigt die Lage der mittleren Transportrolle 5 im Rahmen 8, 9. Die mittlere Transportrolle 5 ist auf der Achse 65 gelagert, die an den Enden abgefast ist. Die Achse 65 liegt an der Kurzseite 9 an und ist geführt, so daß sie sich nicht zum Bügel dreht, der zwischen den zwei Stücken 66 gebildet wird, die an dem Rahmenteil 9 befestigt sind. Die mittlere Transportrolle 5 ist nicht mit Höheneinstelleinrichtungen versehen, da sie mit Hilfe der Stellschrauben 42-44 eingepaßt werden kann.

In Fig. 1 sind an der seitlichen Transportrolle 6 gestrichelte Linien 67-69 gezeigt, die verstellbare Lagen für die obere Mantellinie der Transportrolle andeuten. Die Linie 67 zeigt die Winkeleinstellung 0°, die Linie 68 zeigt die Lage bei einem größeren Trogformungswinkel mit beibehaltener Lage des Querstückes 56, und die Linie 69 zeigt die Lage mit dem Querstück 56 in seiner obersten Lage.

Da die seitlichen Transportrollen 6, 7 mit Hilfe des zugeordneten Rollengestells sowohl von 0° bis zum für den Bandförderer höchstvorkommenden Winkel geändert und außerdem in der Höhe verschoben werden können, kann die Anpassung des Rollengestelles auch in einem Intervall verschiedener Förderbandbreiten geschehen. Mit wenigen entsprechend gewählten genormten Grössen des Rollengestelles lassen sich dadurch die meisten vorkommenden Rollengestellgeometrien abdecken. Die Bandwaage und die Rollengestelle sind in ihrer seitlichen Ausbreitung zur Mitte des Förderers konzentriert. Hierdurch werden zusätzliche Einrichtungen zur Aufnahme am Förderrahmen 1, 2 des Bandförderers vermieden, welche den Einbau bedeutend verteuern und den Förderrahmen schwächen würden.

Da ein Lastaufnehmer 26 genormten Typs vorgesehen wird, der für verschiedene Nennwiegelasten gleiche Abmessungen zur Befestigung hat und außerdem der Überlastschutz 48-51 vor der Montage in der Bandwaage eingestellt werden kann, läßt sich die Bandwaage günstig in Serienfertigung herstellen, so daß eine verteuernde, individuelle Anpassung an verschiedene Fördererarten entfallen kann.

Für lange Bandförderer mit hohen Bandspannungen kann eine längere Wiegestrecke erforderlich sein, als mit einem einzigen Wiegerollengestell erfaßbar ist. Ein zweites Wiegerollengestell gemäß den Figuren kann dann auf einem von der Rollengestellkonsole 20 sich erstreckenden Fundament angeordnet werden, das sich nach rechts in Fig. 2 so weit erstreckt, daß dieses zweite Rollengestell rechts von der Strebe 24 liegt. Hierdurch wird eine Vergrößerung der Wiegestrecke erhalten, die Einstellfehler der Rollen zusätzlich vermindert.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektronische Bandwaage für Bandförderer mit Rollengestellen, die jeweils drei quer zur Förderrichtung in derselben Längsrichtung angeordnete Transportrollen haben, wobei die Transportrollen in je einem umschließenden Rahmen angeordnet sind, wenigstens eine der äußeren Transportrollen verstellbar ist, der Rahmen der mittleren Transportrolle an einer Lastmeßeinrichtung befestigt ist, und die Rahmen der seitlichen Transportrollen mit Befestigungsvorrichtungen zur Verbindung mit dem Rahmen der mittleren Transportrolle versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Befestigungsvorrichtungen (13, 14) derart ausgelegt sind, daß die seitlichen Transportrollen (6, 7) um zur Förderrichtung parallele Achsen drehbar sind und die Drehmittelpunkte (15) nahe oder in den Schnittpunkten (16) der oberen Mantellinie der seitlichen Transportrollen (6, 7) und der oberen Mantellinie der mittleren Transportrolle (5) liegen, daß die Rahmen (10, 10a) der seitlichen Transportrollen (6, 7) mit als Verlängerung dienenden und in Längsrichtung des Rahmens (10, 10a) verlaufenden Armen (17, 17a) versehen sind, die im wesentlichen nach innen zur Mitte des Rollengestells weisen, und daß an den Enden der Arme (17, 17a) längenverstellbare Abstandsglieder (60 bis 63) angeordnet sind, die sich auf der Unterseite des Rahmens (8, 9) der mittleren Transportrolle (5) abstützen.
  2. 2. Elektronische Bandwaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens die Achszapfen (55) der seitlichen Transportrollen (6, 7) in Ausnehmungen in Querstücken (56) liegen, die verstellbar quer zu den Achsen in vertikaler Richtung festlegbar sind, oder daß die Achszapfen (55) sich auf vertikalen Stellschrauben abstützen.
  3. 3. Elektronische Bandwaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (17, 17a) der Rahmen (10, 10a) der seitlichen Transportrollen (6, 7) sich an Außenseiten des Rahmens (8, 9) der mittleren Transportrolle (5) anschließen.
  4. 4. Elektronische Bandwaage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastmeßeinrichtung aus parallelen Bändern (22, 23) besteht, welche das Rollengestell in horizontaler Richtung führen, und daß die Wiegelast zu einem elektronischen Lastaufnehmer (26) übertragen und gemessen wird.
  5. 5. Elektronische Bandwaage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung der Wiegelast zum Lastaufnehmer (26) eine Zugstange (27) vorgesehen ist, die am gegenüberliegenden Ende eine vorgespannte Feder (48 bis 51) aufweist, deren Vorspannung der maximal meßbaren Wiegelast angepaßt ist.
  6. 6. Elektronische Bandwaage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Lastmeßeinrichtung mit Stellschrauben (42 bis 44) an einem Förderrahmen (1 bis 4) befestigt ist.
  7. 7. Elektronische Bandwaage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein zweites Rollengestell umfaßt, das in einer Rollengestellkonsole (20) befestigt ist, wobei das zweite Rollengestell in Förderrichtung gesehen hinter dem ersten Rollengestell angeordnet ist.






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