Die Erfindung betrifft eine Behälterverschlußanordnung
nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Behälterverschlußanordnung zu schaffen, mit der sich ein Behälter
stets zuverlässig dicht verschließen läßt.
Diese Aufgabe wird ausgehend vom gattungsgemäßen Stand
der Technik mit den im Kennzeichen des Anspruchs 1
angegebenen Merkmalen gelöst, die in den Ansprüchen 2
und 3 vorteilhaft weitergebildet sind.
Das elastische Element und die axial bewegliche
Dichtungsscheibe in der Verschlußkappe bewirken, daß die
Dichtungsscheibe bereits vor Erreichen der vorgesehenen Endstellung
der Verschlußkappe an der Behälteröffnung anliegt, wobei
beim weiteren Bewegen der Verschlußkappe in die
Endstellung die mit einer axialen Bewegung der Verschlußkappe
auf dem Behälter verbunden ist, die Dichtungsscheibe
gegen das elastische Element und dieses somit
zusammengedrückt wird, so daß innerhalb eines bestimmten Bereiches
an Vertikalpositionen des Deckels immer eine sichere
Abdichtung erhalten wird.
Durch die Anordnung nach Anspruch 2 wird erreicht, daß
die Verschlußkappe praktisch nicht über die vorgesehene
Endstellung hinaus bewegt werden kann, da der zweite
Vorsprung einer solchen Weiterbewegung einen erhöhten
Widerstand entgegensetzt, der um vieles größer ist als
der mit der Überwindung des ersten Vorsprungs verbundene
Widerstand. Diese Anordnung ist daher besonders für
solche Behälter und Verschlußkappen geeignet, die keinen
kreisförmigen, sondern z.B. einen quadratischen Querschnitt
haben.
Anspruch 3 beinhaltet eine besonders einfach zu
realisierende Ausgestaltung des elastischen Elements.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand von
Zeichnunen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in einem Schnitt längs der Linie A-A von Fig.
3 einen Teil einer Behälterverschlußanordnung,
Fig. 2 in einem Schnitt längs der Linie B-B von Fig.
3 einen Teil der Behälterverschlußanordnung,
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Verschlußkappe mit
einem Teil der Behälterverschlußanordnung und
Fig. 4 einen Querschnitt durch die Verschlußkappe in
einer einen dritten Vorsprung zeigenden Ebene.
Die Behälterverschlußanordnung weist eine Flasche 1
als Behälter und eine Verschlußkappe 8 auf, die eine
mit Innengewinde versehene Innenkappe 10 mit einer daran
angebrachten Dichtungsanordnung 18 sowie eine Außenkappe
9 umfaßt.
Die Flasche 1 hat als oberen Endabschnitt einen Hals
2, der mit einem Außengewinde 3 und einer Schulter 4
versehen ist, die zwischen dem Hauptkörper der Flasche
1 und der Basis des Halses 2 angeordnet ist, um den
Gewindeeingriff oder die Aufschraubstellung der
Verschlußkappe 8 bezüglich der Flasche 1 zu begrenzen.
Aus den nachstehend erläuterten Gründen hat der
Außenumfang der Schulter 4 einen radialen und sich nach außen
erstreckenden ersten Vorsprung 6 sowie einen zweiten
radialen und sich nach außen erstreckenden Vorsprung
5, der in Drehrichtung des Aufschraubens der
Verschlußkappe 8 auf den Hals 2 auf dieser im Abstand zum ersten
Vorsprung 6 angeordnet ist. Der zweite Vorsprung 5
erstreckt sich radial weiter nach außen als der Vorsprung
6, wie dies aus Fig. 4 zu ersehen ist. Zwischen den
Vorsprüngen 5 und 6 befindet sich eine Ausnehmung 7.
Die Außenkappe 9, die hauptsächlich für ein angenehmes
Aussehen der Verschlußkappe 8 vorgesehen ist, hat eine
geschlossene Oberseite und eine, wie dies aus den Fig.
3 und 4 zu ersehen ist, abgeschrägte quadratische Form.
Die Innenkappe 10, die fest in die Außenkappe 9
eingepaßt ist, ist einteilig ausgebildet. Sie hat einen
Innenzylinder 12 mit einer geschlossenen Oberseite 11 und
einem Innengewinde 13 sowie einen Außenzylinder 14,
der an seinem unteren Ende mit dem unteren Ende des
Innenzylinders 12 einteilig verbunden ist. Der
Außenzylinder 14 hat einen einteilig mit ihm ausgebildeten
Ringschenkel 15, der von dem unteren Ende des
Außenzylinders 14 nach unten vorsteht und der Schulter 4
gegenüberliegt.
Die innere Umfangsfläche des nach unten hängenden
Ringschenkels 15 ist mit einem dritten Vorsprung 16 versehen,
der in die in der äußeren Umfangsfläche der Schulter
4 ausgebildete Ausnehmung 7 eingreift, wenn die
Verschlußkappe 8 auf den Hals 2 in eine vorher festgelegte
maximale Zuschraubstellung geschraubt ist. Der dritte
Vorsprung 16 springt so weit nach außen vor, daß er
das äußerste Ende des ersten Vorsprungs 6 gerade einfängt,
der die Ausnehmung 7 zusammenwirkend mit dem zweiten
Vorsprung 5 bildet. Wenn der dritte Vorsprung 16 am
zweiten Vorsprung 5 angreift, wird ein weiteres Drehen
der Verschlußkappe 8 verhindert. Gleichzeitig leistet
der erste Vorsprung 6 der Verschlußkappe 8 bezüglich
einer Drehung in der entgegengesetzten Öffnungsrichtung
Widerstand. Der Innenumfang des Innenzylinders 12 ist
angrenzend an das obere Ende mit einem Ringvorsprung
17 versehen, der an der Dichtungsanordnung 18 im
zusammengefügten Zustand bezüglich der Innenkappe 10 angreift
und diese hält, beispielsweise arretiert.
Die Dichtungsanordnung 18, die an der Innenkappe 10
angebracht wird, hat eine Basis 19 in Form einer
horizontalen Scheibe und ein Paar von im Abstand
angeordneten parallelen ringförmigen Vorsprüngen 20, 20a, die
sich von der Basis 19 aus nach oben erstrecken und eine
Aussparung 22 für die Aufnahme eines O-Rings 23 bilden.
Die Dichtungsanordnung 18 wird in dem zusammengefügten
Zustand durch einen äußeren ringförmigen Vorsprung 21
am Vorsprung 20 und durch den Ringvorsprung 17
bezüglich der Innenkappe 10 gehalten. Insbesondere greift
der Vorsprung 21 am Ringvorsprung 17 so an, daß die
gesamte Dichtungsanordnung 18 daran gehindert wird,
sich von der Innenkappe 10 zu trennen, wenn die gesamte
Verschlußkappe von der Flasche 1 entfernt wird. Da
gleichzeitig der äußere ringförmige Vorsprung 21 über dem
Ringvorsprung 17 positioniert ist, kann sich die
Dichtungsanordnung 18 vertikal um die Entfernung zwischen
den Vorsprüngen 17 und 21 verschieben, wenn sich die
Verschlußkappe 8 in ihrer vorher festgelegten
Zuschraubstellung befindet, wie dies in den Fig. 1 und 2 gezeigt
ist.
Der O-Ring 23 ist so dimensioniert, daß er die Unterseite
der geschlossenen Oberseite 11 des Innenzylinders 12
etwas berührt, wenn die beiden Vorsprünge 17 und 21
aneinander angreifen. Wenn die Verschlußkappe 8 jedoch
tiefer und tiefer auf den Hals 2 der Flasche 1 geschraubt
wird, wird der O-Ring, der einen Teil der
Dichtungsanordnung 18 bildet, elastisch gegen die Oberseite des
Halses 2 der Flasche 1 zusammengedrückt, wodurch er
aufgrund der Kompression zwischen der Basis 19 der
Dichtungsanordnung 18 und der Oberseite 11 zu einer ovalen
Gestalt verformt wird. Dadurch wird der Vorsprung 21
im Abstand zum Ringvorsprung 17 gehalten, wodurch die
Basis 19 der Dichtungsanordnung 18 unter der Federwirkung
des O-Rings 23 gegen die Oberseite des Halses 2 gedrückt
wird. Die Dichtungsanordnung 18 wird mit einer Kraft
gegen die Oberseite des Halses 2 gedrückt, die durch
die elastische Verformung des O-Rings 23 in der vertikalen
Richtung festgelegt ist, wodurch die Öffnung im Hals
2 der Flasche 1 abgedichtet wird. Die durch den O-Ring
23 erreichte Abdichtung der Halsöffnung wird auch dann
nicht beeinträchtigt, wenn sich die Zuschraubstellung
der Verschlußkappe 8 auf der Flasche 1 oder die Höhe
der Verschlußkappe 8 bezüglich der Flasche 1 etwas,
also in einem begrenzten Ausmaß, ändern.
Da die Hauptaufgabe der Außenkappe 9 darin besteht,
der Verschußkappe 8 ein gefälliges Aussehen zu geben,
wird die Außenkappe 9 vorzugsweise aus einem eine
hervorragende dekorative Wirkung aufweisenden Metall
hergestellt. Da die Innenkappe 10 zusätzlich ausgezeichnete
Eigenschaften hinsichtlich Formung und dem
"Auf-der-Flasche-Halten" erfordert, d.h. Haltefähigkeiten bezüglich
der Flasche 1 haben muß, wird die Innenkappe 10
vorzugsweise aus einem weichen Kunstharz hergestellt. Die
Dichtungsanordnung 18 besteht vorzugsweise aus einem weichen
Kunstharz mit hoher Dichtungswirkung. Da die
Dichtungsanordnung 18 so an der Innenkappe 10 angebracht werden
muß, daß sie sich vertikal verschieben kann, ohne sich
aus der Innenkappe 10 zu lösen, wäre es mechanisch
nachteilig, die Dichtungsanordnung 18 in einem Stück aus
weichem Kunstharz herzustellen. Deshalb wird, wie dies
bei der gezeigten Ausführungsform der Fall ist, der
Hauptkörper der Dichtungsanordnung 18 bevorzugt mit
der Basis 19 und den ringförmigen Vorsprüngen 20, 20aaus einem relativ harten Kunstharz hergestellt. An der
Unterseite der Basis 19 ist eine Dichtungsscheibe 24 aus
einem relativ weichen Kunstharz ausgebildet.
Bei der beschriebenen Konstruktion und Anordnung der
Bauelemente der Behälterverschlußanordnung wird die
maximale Zuschraubgrenze der Verschlußkappe 8 auf der
Flasche 1 auf eine vorher festgelegte Position durch
den Eingriff des dritten Vorsprungs 16 mit dem zweiten
Vorsprung 5 begrenzt, d.h. wenn der dritte Vorsprung
16 in die Ausnehmung 7 eintritt. Auf diese Weise werden
die Flasche 1 und die Verschlußkappe 8 immer in einer
vorher festgelegten Drehposition gehalten, wenn sich
die Flasche 1 im abgedichteten Zustand befindet, um
dadurch eine stabile und ausgezeichnete Ausrichtung
zu erzielen. Auch wenn sich die vertikale Stellung der
Dichtungsanordnung 18 beim Eingreifen des dritten
Vorsprungs 16 in die Ausnehmung 7 aufgrund einer
Verformung durch einen Fehler bei der Herstellung der
Bauelemente und durch Ermüdung der Materialien der Baustelle
etwas ändert, wird die Dichtungswirkung der
Dichtungsanordnung 18 bezüglich der Flasche 1 in keiner Weise
beeinträchtigt, wenn eine solche Änderung innerhalb
der elastischen Verformungsfähigkeit des O-Rings 23
liegt. Trotz solcher Änderungen der Lage der
Dichtungsanordnung 18 in vertikaler Richtung kann somit eine
gute Abdichtung der Flasche 1 aufrechterhalten werden.
Die Höhe oder die Auswärtserstreckung des dritten
Vorsprungs 16 ist so ausgelegt, daß er etwas an dem ersten
Vorsprung 6 angreift, wenn er in der Ausnehmung 7 sitzt.
Dadurch kann sich die Verschlußkappe 8 nicht zufällig
auf der Flasche 1 in Abschraubrichtung drehen.
Damit der dritte Vorsprung 16 seine Funktion erfüllen
kann, wird er vorzugsweise an einer Stelle des
Innenumfangs des nach unten ragenden Ringschenkels 15 in
relativ großem Abstand von der Außenkappe 9 ausgebildet.
Diese Positionierung des dritten Vorsprungs 16 ermöglicht
eine Ausnutzung der Elastizität des nach unten ragenden
Ringschenkels 15 für die Aufrechterhaltung des Eingriffs
des dritten Vorsprungs 16 in der Ausnehmung 7.