| Dokumentenidentifikation |
DE3024697C2 18.01.1990 |
| Titel |
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung legierter oder unlegierter reaktiver Metalle |
| Anmelder |
Cockerill, Seraing, BE |
| Erfinder |
Winand, René, Prof., Rixensart, BE |
| Vertreter |
Stellrecht, W., Dipl.-Ing. M.Sc.; Grießbach, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Haecker, W., Dipl.-Phys.; Böhme, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart |
| DE-Anmeldedatum |
30.06.1980 |
| DE-Aktenzeichen |
3024697 |
| Offenlegungstag |
29.01.1981 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
18.01.1990 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.01.1990 |
| IPC-Hauptklasse |
C22B 5/04
|
| IPC-Nebenklasse |
C22B 34/00
|
| Beschreibung[de] |
|
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung legierter
oder unlegierter reaktiver Metalle durch Reaktion ihrer
Halogenide, insbesondere ihrer Chloride, mit einem Reduktionsmittel
bei einer Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des
herzustellenden Metalls, wobei man das entstehende Metall
verfestigt, während man dabei in der Reaktionszone, in der die
Reduktion stattfindet, eine Schicht des Metalls im flüssigen
Zustand hält, und wobei man die anderen Reaktionsprodukte
kontinuierlich abzieht.
Weiterhin betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zur
Herstellung eines reaktiven Metalls durch Reduktion seiner Halogenide,
insbesondere zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Unter reaktiven Metallen versteht man im Rahmen der
vorliegenden Erfindung Titan, Zirkon , Hafnium, Tantal, Niob, Molybdän,
Wolfram, Vanadium, Aluminium, Silizium, Kobalt, Nickel,
Magnesium, Thorium, Uran, Beryllium und Chrom.
Die bekannten Verfahren zur Herstellung dieser Metalle weisen
normalerweise den Nachteil auf, daß sie entweder nicht
kontinuierlich durchführbar sind oder daß sie ein Aufschmelzen des
Metalles notwendig machen oder daß sie sehr energieaufwendig
sind oder daß sie nur sehr geringe metallurgische Ausbeuten
aufweisen.
Das eingangs beschriebene Verfahren ist zum Beispiel aus der
DE-AS 15 83 920 bekannt. Bei diesem bekannten Verfahren wird
das gewonnene Metall insgesamt schmelzflüssig gehalten und erst
später aus dem Reaktor abgelassen und in Barrenform zum
Erkalten gegossen. Desweiteren arbeitet dieses bekannte
Verfahren in der Reaktionszone mit einer Temperatur, bei der die
Reaktionsprodukte in Form einer Schmelze abgezogen werden.
Reaktionsprodukte müssen dabei aus der Reaktionszone durch das
flüssige Metall bis zum Schmelzenspiegel in die darüberliegende
flüssige Schlackenschicht wandern. Dadurch, daß der Druck im
Reaktionsgefäß so hochgehalten werden muß, daß die
Reaktionsprodukte in flüssiger Form vorliegen, erhöht sich die
Löslichkeit der Reaktionsprodukte auch in dem herzustellenden Metall,
so daß in dem nach dem Stand der Technik erhaltenen Metall
immer noch Reste der Reaktionsprodukte enthalten sein werden.
Aus der DE-AS 11 11 835 ist ein Verfahren zur kontinuierlichen
Herstellung reaktiver Metalle in einem Wirbelschichtreaktor
bekannt. Hierbei ist es notwendig, Metallteilchen aus dem zu
gewinnenden Metall als Schüttung des Wirbelbettes vorzugeben,
auf denen sich der bei der Reduktion gebildete Metalldampf
niederschlägt.
Nachteilig ist bei diesem Verfahren insbesondere, daß das
Metall als Granulat erhalten wird, welches nach dem Austragen
aus der Reaktionszone zu Barren umgeschmolzen werden muß.
Demgegenüber stellt sich die Erfindung die Aufgabe, ein
Verfahren mit einer vereinfachten Verfahrensführung und eine
konstruktive Lösung für die hierfür benötigte Vorrichtung
vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird ausgehend von dem Verfahren gemäß der DE-AS
15 83 920 erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man die
Temperatur des flüssigen Metalls auf einem Wert hält, der oberhalb der
Siede- oder Sublimationstemperatur der anderen
Reaktionsprodukte beim Reaktionsdruck liegt, daß man die Reaktionspartner in
einem Wirbelstrom in die Reaktionszone einführt, so daß sich die
flüssigen Tröpfchen des Metalls in dem Strom zusammenlagern und
sie darin einer Zentrifugalkraft unterworfen werden, und daß
man die anderen Reaktionsprodukte im gasförmigen Zustand
abzieht.
Die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren erzielten Vorteile sind
insbesondere folgende:
Die Metalle bilden sich unmittelbar und kontinuierlich im
flüssigen Zustand. Die zum Aufschmelzen einiger Metalle notwendige
Wärme oder zumindest ein Teil derselben wird durch exotherme
Reaktionen geliefert, so daß man einen wesentlichen Teil der
Energie einsparen kann. Das Metall wird in einer festen Form
erhalten, vorzugsweise in einer Kokille aus gekühltem Kupfer.
Vorteilhafterweise hält man die Schicht des hergestellten
Materials oberhalb des erstarrten Metalls flüssig, wobei das
erstarrte Metall die Form eines Barrens hat, den man entsprechend
der Produktion des Metalls im wesentlichen kontinuierlich
abzieht.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, daß man die von den Halogeniden und dem
Reduktionsmittel gebildeten Reaktionspartner gasförmig in die Reaktionszone
einführt.
Der Erfindung liegt weiterhin die Aufgabe zugrunde, eine
Vorrichtung zur Herstellung reaktiver Metalle und insbesondere zur
Durchführung des beschriebenen Verfahrens vorzuschlagen.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung der eingangs
beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sie eine
Einrichtung zur Zufuhr der gasförmigen Reaktionspartner in den oberen
Teil einer gekühlten Kokille und eine Einrichtung zur
kontinuierlichen Entfernung der bei der Reaktion entstehenden Gase
enthält, daß die Einrichtung zur Einführung der gasförmigen
Reaktionspartner in den oberen Teil der Kokille für jeden
Reaktionspartner zumindest eine Zuführleitung aufweist, die in
einer gegenüber der Senkrechten geneigten Richtung in den
Oberteil oder oberhalb des Oberteils der Kokille derart endet, daß
in diesem Teil ein Wirbelstrom der Reaktionspartner ausgebildet
wird, der durch die darin entstehenden Zentrifugalkräfte die
Tröpfchen des hergestellten Metalls aus dem Wirbelstrom
herausschleudert, und daß eine Einrichtung einer im wesentlichen
inerten Atmosphäre im oberen Teil der Kokille vorgesehen ist.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der
Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren
Erläuterung. Es zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Vorrichtung
zur Durchführung des erfindungsgemäßen
Verfahrens;
Fig. 2 eine Darstellung ähnlich Fig. 1 eines
abgewandelten Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Vorrichtung;
Fig. 3 eine Teilschnittansicht eines Teils der
erfindungsgemäßen Vorrichtung in einem abgewandelten
Ausführungsbeispiel und
Fig. 4 eine Schnittansicht längs Linie IV-IV in Fig. 3.
In den verschiedenen Figuren bezeichnen dieselben Bezugszeichen
gleiche oder entsprechende Teile.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren reduziert man das Halogenid
eines herzustellenden Metalls, insbesondere das Chlorid
desselben, bei einer Temperatur, die oberhalb des Schmelzpunktes des
hergestellten Metalls liegt.
Insbesondere wird die Temperatur der Reaktion auch oberhalb der
Siede- oder Sublimationstemperatur aller außer dem Metall in
der Reaktionszone anwesenden Substanzen gehalten, welche dem Druck
entspricht, bei dem die Reduktion durchgeführt wird. Diese
Substanzen verlassen daher die Reaktionszone im gasförmigen
Zustand spontan.
Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht insbesondere, die
Kosten der Titanherstellung erheblich zu senken, wodurch dieses
für eine Vielzahl von Anwendungen in der gesamten Industrie
verwendbar wird. Das Verfahren betrifft auch die kontinuierliche
Herstellung von Zirkon, Hafnium, Tantal, Niob, Molybdän, Wolfram,
Aluminium, Silizium, Kobalt, Nickel, Magnesium, Thorium, Uran,
Beryllium und Chrom.
Die Erfindung betrifft - wie bereits erwähnt - auch eine
Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung dieser reaktiven
Metalle durch Reduktion ihrer Halogenide, insbesondere zur
Durchführung des beschriebenen Verfahrens.
Diese Vorrichtung stellt eine Anlage dar, mit der eine
Herstellung dieser Metalle im industriellen Maßstabe und mit sehr hoher
Produktivität möglich ist.
Anhand der beiliegenden Figuren lassen sich einige
Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Verfahrens und der
erfindungsgemäßen Vorrichtung zur Herstellung reaktiver Metalle durch
Reduktion ihrer Halogenide näher erläutern.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform umfaßt eine geschlossene
Kammer 1, die sich im oberen Teil einer gekühlten Kokille 2
befindet, wobei die Kühlung insbesondere durch einen in der
Zeichnung nicht dargestellten Wasserstrom erzeugt wird. Weiterhin
umfaßt die Vorrichtung eine Einrichtung 3 zur Zufuhr der
Reaktionspartner der Reduktion in den oberen Teil 2&min; der Kokille 2 sowie
eine Einrichtung 4 zur kontinuierlichen Entfernung der bei der
Reduktion entstehenden Gase.
Die Einrichtung 3 zur Zufuhr der Reaktionspartner in das obere
Teil 2&min; der Kokille umfaßt für das Halogenid des
herzustellenden Metalls eine erste Kammer 5, die in einem Ofen 6 angeordnet
ist. Die Kammer 5 ist über eine volumetrische Pumpe 7 mit einer
zweiten Kammer 8 in einem weiteren Ofen 9 verbunden. Die zweite
Kammer steht über eine Zufuhrleitung 10 mit dem oberen Teil 2&min;
in Verbindung.
Eine ebenfalls mit einem Ofen 12 versehene Kammer 11 ist zur
Aufnahme des Reduktionsmetalles bestimmt und über eine
volumetrische Pumpe 13 mit einer weiteren Kammer 14 des Ofens 9 verbunden.
Diese Kammer 14 ist ihrerseits mit der verschlossenen Kammer 1
über eine Zufuhrleitung 15 verbunden.
Die in Fig. 1 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist besonders für die Reduktion von
Metallhalogeniden geeignet, die bei einem Druck im Bereich des
atmosphärischen Druckes über einen ausreichend großen Temperaturbereich
flüssig sind. In diesem Falle wird das Halogenid in der Kammer 5
mittels einer eventuellen Aufheizung durch den Ofen 6 flüssig
gehalten und mittels der Pumpe 7 in die Kammer 8 des Ofens 9
gepumpt, in welchem es auf Siedetemperatur erhitzt wird. Dieses
gasförmige Metallhalogenid wird anschließend über die
Zufuhrleitung 10 in den oberen Teil 2&min; der Kokille 2 überführt.
Das in der Kammer 11 enthaltene Reduktionsmetall wird mittels
des Ofens 12 bei einer Temperatur gehalten, die etwa um 50°C
über seiner Schmelztemperatur liegt. Das geschmolzene
Reduktionsmetall wird mittels der Pumpe 13 in die Kammer 14 überführt,
in der es ebenfalls auf Siedetemperatur erhitzt wird. Das
gasförmige Reduktionsmaterial wird dann in gesteuerter Weise über
die Zufuhrleitung 15 in die Reaktionszone der geschlossenen
Kammer 1 überführt.
Die Zufuhrmenge des gasförmigen Reduktionsmaterials wird über
die durch die Pumpe 7 geförderte Menge des flüssigen Metalls
oder durch eine in der Darstellung der Fig. 1 nicht
dargestellte Steuerung der Energiezufuhr in der Verdampfungsstufe geregelt.
In der im oberen Teil 2&min; der Kokille 2 angeordneten
Reaktionszone liegt die Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des
herzustellenden Materials und oberhalb der Siede- oder
Sublimationstemperatur der anderen an der Reaktion teilnehmenden
Substanzen.
Das hergestellte Metall wird in der Kokille 2 gesammelt, die die
Form eines doppelwandigen, gekühlten Kupferzylinders hat.
Die mit der Reaktionszone in Kontakt stehende, obere Schicht 16
bleibt flüssig, während das die Reaktionszone umgebende und unter
dieser angeordnete Metall 17 aufgrund der Kühlung erstarrt und
einen Barren bildet, der kontinuierlich nach unten abgezogen wird,
wie dies durch den Pfeil 18 angedeutet ist. Diese Bewegung wird
mittels an sich bekannter Mittel ausgeführt, beispielsweise
mittels in der Zeichnung nicht dargestellter, angetriebener Rollen.
Außer dem Metall verlassen alle Substanzen die Reaktionszone über
die Einrichtung 4, die die Form eines Abzugskamins hat. Diese
Gase können zu einem in der Zeichnung nicht dargestellten
Kondensator geführt werden, in dem die nicht verbrauchten Reaktionspartner
wieder gewonnen werden.
Da die Kammer 1 dicht abgeschlossen ist, kann gegebenenfalls
eine Atmosphäre von inertem Gas, beispielsweise von Argon oder
Helium, mittels einer Einrichtung 19 in dieser Kammer
aufrechterhalten werden. Diese Einrichtung 19 umfaßt einen Gasvorrat,
der über eine Leitung 20 mit der Kammer 1 verbunden ist.
Die Fig. 2 zeigt eine weitere Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung, und zwar für die Herstellung von reaktiven
Metallen durch Reduktion ihrer Halogenide. Diese Ausführungsform
unterscheidet sich von der der Fig. 1 im wesentlichen dadurch,
daß nur eine Kammer 5 in der Einrichtung 3 zur Einführung des
Halogenides in den oberen Teil 2&min; der Kokille vorgesehen ist.
Diese Ausführungsform ist besonders für den Fall geeignet, in dem
das Halogenid nicht flüssig ist, beispielsweise bei Zirkon und
Hafnium. Diese Halogenide werden im Ofen 6 aufgeheizt und durch
Sublimation in den gasförmigen Zustand überführt. Die Menge des
gasförmigen, in die Reaktionszone überführten Halogenids wird
durch die Heizleistung dieses Ofens reguliert.
Bei den wenig refraktären Materialien, beispielsweise Titan,
Aluminium, Silizium, Zirkon, Thorium, Vanadium, Chrom, Kobalt,
Magnesium, Uran und auch Nickel, wird die Reduktionsreaktion
vorteilhafterweise derart geführt, daß die zum Aufrechterhalten
der Temperatur in der Reaktionszone notwendige Temperatur, d.h.
eine Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des
herzustellenden Materials und oberhalb der Siede- oder Sublimationstemperatur
aller anderen Reaktionspartner, ausschließlich durch die
exotherme Reaktion zwischen dem Halogenid des herzustellenden Metalls
und dem Reduktionsmetall geliefert wird, welches ein
Alkalimetall oder ein Erd-Alkalimetall sein kann.
Für die mittelmäßig refraktären Metalle kann man das
herzustellende Material durch eine gleichzeitige Reduktion des
Halogenides mit einem Reduktionsmetall und mit Wasserstoff abtrennen.
Es handelt sich hierbei um Metalle wie Titan, Zirkon, Thorium,
Uran, Hafnium , Chrom, Kobalt, Vanadium und in manchen Fällen
Nickel.
Bei den sehr refraktären Materialien schließlich, wie Tantal,
Niob, Molybdän, Wolfram und Hafnium, stellt man das Metall
vorzugsweise durch Reduktion des entsprechenden Halogenids
mittels Wasserstoff her.
Wenn sich neben der Aufheizung durch die Reduktionsreaktion
eine externe Heizung als notwendig erweist, kann man
vorteilhafterweise einen elektrischen Bogen, ein Rohr mit einem Plasmabogen
oder einem induktiv erzeugten Plasma, eine optische Heizquelle
(Spiegelofen) oder ein Laserbündel verwenden.
Die Fig. 3 und 4 zeigen eine weitere Ausführungsform eines
wesentlichen Teils der erfindungsgemäßen Vorrichtung, mit welcher
eine sehr hohe Ausbeute des herzustellenden Metalls erzielbar ist.
Das mit dieser Vorrichtung durchgeführte Verfahren ist dadurch
gekennzeichnet, daß man die gasförmigen Reaktionspartner in der
Form eines Wirbelstromes in die Reaktionszone einführt, die im
oberen Teil 2&min; der Kokille 2 angeordnet ist. Auf diese Weise
vereinigen sich die feinen Tröpfchen des gebildeten Metalls durch
Stöße und bilden größere Tropfen. Diese werden dann unter der
Wirkung der Zentrifugalkraft, die sich aufgrund der Bewegung des
Wirbelstroms einstellt, aus dem Wirbelstrom herausgeschleudert
und sammeln sich an den Seitenwänden der Kokille. Von dort fließen
sie unter dem Einfluß der Schwerkraft nach unten in die
Schicht 16 hinein, die oberhalb des metallischen Barrens 17
schwimmt.
Auf diese Weise erhält man eine sehr schnelle, kontinuierliche
und wirksame Abtrennung des hergestellten Metalls von den
Reaktionspartnern und den bei der Reaktion entstehenden
gasförmigen Substanzen.
Eine sehr einfache Art, eine Wirbelstrombewegung der in die
Reaktionszone eingeführten Gase zu erzeugen, liegt darin, daß
man die gasförmigen Reaktionspartner in einer Richtung in die
Reaktionszone einführt, die gegenüber der Senkrechten so
geneigt ist, daß sich beispielsweise ein kreisförmiger oder
schraubenförmiger Strom ausbildet.
In dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Ausführungsbeispiel
wird jeder der beiden Reaktionspartner in den oberen Teil 2&min;
der Kokille 2 gleichzeitig an mehreren Stellen derart eingeführt,
daß sich einerseits eine erhöhte Reaktionspartnerzufuhr ergibt
und andererseits in besonders geringer Zeit eine Vermischung und
ein inniger Kontakt zwischen den verschiedenen Reaktionspartnern.
Um diesen kreisförmigen oder schraubenförmigen Strom zu erzeugen,
endet jede der beiden Zufuhrleitungen 10 und 15 in der
Reaktionszone in Form von Armen (z.B. 2), die Auslaßöffnungen 10&min;, 10&min;&min;,
15&min; und 15&min;&min; aufweisen, die derartig orientiert sind, daß ihre
Auslaßrichtung in einer Tangentialebene eines koaxial zur Kokille 2
gedachten Zylinders liegen. Außerdem sind die
Horizontalkomponenten der Auslässe im selben Umlaufsinn orientiert.
Die Auslaßöffnungen sind im Inneren eines Deckels 21 oder ein
wenig darunter angeordnet, wobei der Deckel den oberen Teil 2&min;
der Kokille dicht abschließt. Ferner weist der Deckel eine
Einrichtung 4 zur Entfernung der in dem Metall entstehenden
Reaktionspartner auf.
Im folgenden werden einige praktische Beispiele einer Herstellung
eines reaktiven Metalls mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
angegeben.
Beispiel 1
Titan wurde hergestellt durch die Reaktion von Titanchlorid
mit Natrium in einer Anlage gemäß Fig. 1.
Das in diesem Falle also aus Natrium bestehende
Reduktionsmaterial wurde in Kammer 11 auf einer Temperatur von etwa 150°C
gehalten, d.h. etwa 50°C oberhalb der Schmelztemperatur, und
zwar mit Hilfe des Ofens 12, der vorzugsweise durch einen
elektrischen Widerstandofen gebildet wird.
Die Temperatur des gesamten oberen Teil 2&min; wurde auf einem
Wert gehalten, der oberhalb der Siedetemperatur der
Reaktionspartner lag, insbesondere in der Größenordnung von 1100°C.
Die relativen Mengen des Natriums und des Titanchlorids, die in
den oberen Teil 2&min; der Kokille eingeführt worden sind, wurden
mit Hilfe der volumetrischen Pumpen 7 und 13 geregelt.
Da das Titanchlorid bei Umgebungstemperatur flüssig ist,
benötigte man keine Heizung in der Kammer 5, so daß der Ofen 6 außer
Betrieb genommen werden konnte.
Vor der Einführung der Reaktionspartner wurde die Kammer 1
mehrere Male entgast, indem man sie evakuierte und über die Leitung
20 mit Argon spülte, und zwar unter Atmosphärendruck oder einem
etwas darüberliegenden Druck.
Die Zufuhr der Reaktionspartner wurde derart geregelt, daß in
der Reaktionszone des oberen Teils 2&min; der Kokille eine
Temperatur herrschte, die oberhalb der Schmelztemperatur (1688°C) in
der Größenordnung von 1750°C lag. Die stündliche Zufuhr von
Titanchlorid betrug 2,6 m3 (4,4 Tonnen) und die des Natriums
2,7 Tonnen. Dieses Verhältnis der Reaktionspartner gewährleistet
einen Natriumüberschuß von 25%, wodurch die Reaktion begünstigt
wird.
Die Reaktionswärme war ausreichend, um in der Reaktionszone
eine Temperatur von 1750°C aufrechtzuerhalten.
Die Kühlung der aus einem Zylinder aus Kupfer oder einer
Kupferlegierung bestehenden, doppelwandigen Kokille, in deren Innerem
eine Kühlflüssigkeit zirkuliert, wurde derart geregelt , daß
eine Schicht des hergestellten Metalls in flüssigem Zustand am
oberen Ende des Metallbarrens existiert. Die Temperatur dieses
flüssigen Metalls wurde etwa 15 bis 30°C über der
Schmelztemperatur gehalten. Auf diese Weise konnte pro Stunde eine
Tonne Titan in Form eines homogenen und massiven Barrens
hergestellt werden, der direkt schmiede- und walzfähig war.
Die metallurgische Ausbeute lag in der Nähe von 90%.
Bei der Durchführung dieser Reduktion verließen die gasförmigen
Reaktionspartner entsprechend dem Fortgang der Reaktion die
Reaktionszone. Sie enthielten gasförmiges Natriumchlorid,
Subchloride des Titans und einen Überschuß an Natrium. Diese Gase
wurden einem Kondensator zugeführt, in dem die vollständige
Reduktion des Metalls bei tiefer Temperatur durchgeführt wurde,
wobei Dendriten gebildet wurden, die in die flüssige Schicht
des oberhalb des Barrens gebildeten Metalls zurückgebracht
wurden.
Die verwendeten Barren haben einen Durchmesser zwischen 80
und 160 mm und eine Höhe zwischen 200 und 400 mm. Wenn die
Barren einen Durchmesser von 150 mm haben, werden sie mit einer
Geschwindigkeit in der Größenordnung von 250 mm pro Minute
abgezogen, wenn der Durchmesser bei 100 mm liegt, erfolgt der
Abzug mit einer Geschwindigkeit von 470 mm pro Minute.
Beispiel 2
Titan wurde hergestellt durch gleichzeitige Reduktion von
Titanchlorid mit Natrium und mit Wasserstoff. Es wurde die
schematisch in den Fig. 1 sowie 3 und 4 dargestellte Vorrichtung
verwendet, wobei jedesmal ein nicht dargestellter
Wasserstoffplasmabrenner hinzugefügt wurde.
4,4 kg gasförmiges Titanchlorid, 2,7 kg gasförmiges Natrium und
1,2 m3 Wasserstoff wurden pro Stunde in die Reaktionszone
eingeführt, in welcher eine Temperatur zwischen 2450 K und 3570 K
und vorzugsweise von 3000 K aufrechterhalten wurde. Der
überschüssige Wasserstoff wurde wieder zurückgeführt.
Die Bedingungen hinsichtlich der Temperatur der Reaktionspartner
und der Reaktionszone sowie die Art der Einleitung der
Reaktionspartner waren gleich wie im Beispiel 1. Die pro Stunde erzeugte
Menge Titan bewegte sich in der Größenordnung von 1 kg.
In diesem kleinen Maßstab mußte aufgrund der erheblichen
thermischen Verluste eine Zusatzheizung verwendet werden. Obwohl diese
Zusatzheizung durch einen elektrischen Lichtbogen, einen
Spiegelofen, ein Laserstrahlbündel oder noch durch andere Vorrichtungen
realisiert werden kann, stellt ein Wasserstoffplasmabrenner
eine besonders wirkungsvolle Lösung dar. In der Tat ist das
Plasmagas ein Reduktionsmittel für Titanchlorid, und man kann daher
gleichzeitig das Titanchlorid mit Natrium und mit Wasserstoff
reduzieren.
Die Reduktion mittels Natrium ist exotherm, die mittels
Wasserstoff endotherm. Wenn man folglich beide Reaktionen gleichzeitig
ablaufen läßt, dann wird bei einer Variation der Temperatur
immer eine der beiden Reaktionen bevorzugt. Die metallurgische
Gesamtausbeute ist daher größer als in dem Falle, in dem beide
Reaktionen getrennt durchgeführt werden.
Beispiel 3
Zirkon wurde durch Reaktion von Zirkontetrachlorid mit Natrium
hergestellt. Da das Zirkontetrachlorid nicht flüssig ist, wurde
eine Vorrichtung gemäß Fig. 2 verwendet.
Das Zirkontetrachlorid sublimiert bei Atmosphärendruck bei 331°C.
Das Natrium wurde in der Kammer 14 durch den Ofen 9 auf
Siedetemperatur erhitzt, bevor es über die Zufuhrleitung 15 in den
oberen Teil 2&min; der Kokille 2 eingeführt wurde, während das
Zirkontetrachlorid mittels des Ofens 6 in der Kammer 5 durch
Aufheizen sublimiert wurde. Die Menge des gasförmigen Halogenids
wird durch die im Ofen 6 abgegebene Wärmemenge reguliert. Auf
diese Weise wurden durch Reduktion von 23 kg Zirkontetrachlorid
mit 5 kg Natrium 9 kg Zirkon pro Stunde hergestellt.
Das Verhältnis der Reaktionspartner stellte einen Überschuß an
Natrium von 25% sicher.
Die anderen Bedingungen entsprachen denen der vorhergehenden
Beispiele. Jedoch wurde die Zufuhr der Reaktionspartner so
geregelt, daß in der Reaktionszone eine Temperatur herrschte,
die oberhalb der Schmelztemperatur des Zirkons (1860°C) lag,
und zwar in der Größenordnung von 1900°C.
Beispiel 4
Tantal wurde durch Reduktion von Tantalchlorid mit Wasserstoff
hergestellt.
Nachdem es sich hier um ein sehr refraktäres Material handelt,
erfordert die Herstellung des Metalls im flüssigen Zustand
Temperaturen oberhalb 3000°C. Normalerweise liefert die
metallothermische Reduktion von Chlorid nicht genügend Energie, um diese
Temperatur zu erreichen. Darüber hinaus hat die exotherme Reaktion
bei so hohen Temperaturen eine sehr geringe metallurgische
Ausbeute. Daher wurde im vorliegenden Falle die Verwendung eines
Wasserstoffplasmabrenners notwendig, der die notwendige Energie
zuführte.
Man hat tatsächlich festgestellt, daß die zum Schmelzen des
Metalls notwendige hohe Temperatur leicht erreicht wird und daß
andererseits die Reduktion mit Wasserstoff bei dieser hohen
Temperatur begünstigt wird, da diese Reduktion eine endotherme
Reaktion ist. Nachdem Tantal zwischen 3000°C und 5000°C flüssig
ist, wurde in der Reaktionszone eine Temperatur im Bereich von
4000°C aufrechterhalten.
Da übrigens das Tantalchlorid bei etwa 220°C schmilzt, war es
grundsätzlich möglich, die Zufuhrrate mittels einer volumetrischen
Pumpe zu dosieren.
Da jedoch der Temperaturbereich, in dem Tantalpentachlorid
flüssig ist, beschränkt ist (etwa 20°C), ist es günstiger, die
Zufuhrrate des gasförmigen Materials durch die Wärmezufuhr im
Ofen 6 zu dosieren, wie dies am Ausführungsbeispiel der Fig. 2
dargestellt und anhand des Beispiels 3 erläutert worden ist.
Unter diesen Bedingungen konnte 1 kg Tantal pro Stunde erzeugt
werden, wobei 2,1 kg Tantalpentachlorid durch 1,2 m3 Wasserstoff
reduziert wurden. Dieses Verhältnis hat einen wesentlichen
Überschuß des Reduktionsmittels zur Folge (das molare
Verhältnis H2/TaCl5= 10) .
Der überschüssige Wasserstoff wurde für die weitere Reduktion
zurückgeführt.
Wie in den vorhergehenden Beispielen wurde das Metall in der
gekühlten Kupferkokille verfestigt.
Es ergibt sich aus dem Vorstehenden, daß es wesentlich ist,
die Reaktionspartner gasförmig direkt in den oberen Teil der
Kokille einzuführen und nicht beispielsweise in ein getrenntes
Reaktionsgefäß.
Die Erfindung ist selbstverständlich nicht auf die beschriebenen
Ausführungsbeispiele beschränkt, andere Abwandlungen können
ebenfalls in den Schutzbereich fallen. So können die reaktiven
Metalle rein oder in Form von Legierungen hergestellt werden,
in denen andere reaktive oder nicht reaktive Elemente enthalten
sind, beispielsweise in Form von Titan-Aluminium-Vanadium-
Legierungen.
|
| Anspruch[de] |
- 1. Verfahren zur Herstellung legierter oder unlegierter
reaktiver Metalle durch Reaktion ihrer Halogenide,
insbesondere ihrer Chloride, mit einem Reduktionsmittel bei einer
Temperatur oberhalb der Schmelztemperatur des herzustellenden
Metalls, wobei man das entstehende Metall verfestigt, während
man dabei in der Reaktionszone, in der die Reduktion
stattfindet, eine Schicht des Metalls im flüssigen Zustand hält,
und wobei man die anderen Reaktionsprodukte kontinuierlich
abzieht, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Temperatur des flüssigen Metalls auf einem Wert
hält, der oberhalb der Siede- oder
Sublimationstemperatur der anderen Reaktionsprodukte beim Reaktionsdruck
liegt, daß man die Reaktionspartner in einem Wirbelstrom
in die Reaktionszone einführt, so daß sich die flüssigen
Tröpfchen des Metalls in dem Strom zusammenlagern und sie
darin einer Zentrifugalkraft unterworfen werden, und daß
man die anderen Reaktionsprodukte im gasförmigen Zustand
abzieht.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Schicht des hergestellten Metalls oberhalb des
erstarrten Metalls flüssig hält, wobei das erstarrte Metall die
Form eines Barrens hat, den man entsprechend der
Produktion des Metalls im wesentlichen kontinuierlich abzieht.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß man die Reaktionspartner, also die Halogenide und das
Reduktionsmittel, gasförmig in die Reaktionszone einführt.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Reaktionspartner in einem
kreisförmigen oder schraubenförmigen Strom in die Reaktionszone
einbringt.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Reaktionszone im Oberteil einer
Kokille ausbildet, in dem man eine Schicht des
hergestellten Metalls im flüssigen Zustand hält.
- 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß man
die Zusammenlagerung der Tröpfchen des hergestellten
Materials durch eine Zentrifugalkraft im Wirbelstrom an den
Seitenwänden der Kokille stattfinden läßt.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß man für die relativ wenig refraktären
Metalle, wie Titan, Zirkon, Thorium, Vanadium, Chrom,
Kobalt, Aluminium, Silizium, Magnesium und Uran, die
Reduktionsreaktion derart führt, daß die zur Aufrechterhaltung
der genannten Temperatur der flüssigen Schicht notwendige
Energie im wesentlichen von der exothermen Reaktion des
Halogenids des herzustellenden Metalls und eines
Reduktionsmetalls, insbesondere eines Alkali- oder
Erdalkalimetalls, geliefert wird.
- 8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß man das herzustellende Metall durch
gleichzeitige Reduktion des entsprechenden
Metallhalogenids mit einem metallischen Reduktionsmittel, insbesondere
einem Alkali- oder Erdalkalimetall, und Wasserstoff
abtrennt.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß man das Metall durch Reduktion von
dessen Metallhalogenid mittels Wasserstoff herstellt.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch
gekennzeichnet, daß man der Reaktionszone mittels eines
Wasserstoffplasmabrenners von außen Energie zuführt.
- 11. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1 bis 10, dadurch gekennzeichnet,
- a) daß sie eine Einrichtung (3) zur Zufuhr der
gasförmigen Reaktionspartner in den oberen Teil (2&min;) einer
gekühlten Kokille (2) und eine Einrichtung (4) zur
kontinuierlichen Entfernung der bei der Reaktion
entstehenden Gase enthält,
- b) daß die Einrichtung (3) zur Einführung der
gasförmigen Reaktionspartner in den oberen Teil (2&min;) der
Kokille (2) für jeden Reaktionspartner zumindest eine
Zufuhrleitung (10, 15) aufweist, die in einer gegenüber
der Senkrechten geneigten Richtung in den Oberteil (2&min;)
oder oberhalb des Oberteils (2&min;) der Kokille (2) derart
endet, daß in diesem Teil ein Wirbelstrom der
Reaktionspartner ausgebildet wird, der durch die darin
entstehenden Zentrifugalkräfte die Tröpfchen des hergestellten
Metalls aus dem Wirbelstrom herausschleudert und
- c) daß eine Einrichtung (19, 20) zur Aufrechterhaltung
einer im wesentlichen inerten Atmosphäre im oberen
Teil (2&min;) der Kokille (2) vorgesehen ist.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung (4) zur kontinuierlichen Entfernung der
gasförmigen Reaktionsprodukte Absaugmittel zum Absaugen
der Gase aus dem Oberteil (2&min;) der Kokille (2) aufweist,
die diese Gase in einer Richtung entfernen, die von der
der Zentrifugalkraft des Wirbelstroms verschieden ist.
- 13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung (3) zur Einführung der
Reaktionspartner in das Oberteil (2&min;) der Kokille (2) für
jeden in dieses Oberteil einzuführenden Reaktionspartner
mindestens eine Vorheizkammer (5, 8, 11, 14) umfaßt, die
die Zufuhr der Reaktionspartner im Gaszustand ermöglicht.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß
die Einrichtung (3) zur Einführung der Reaktionspartner in
das Oberteil (2&min;) der Kokille (2) für mindestens einen
Reaktionspartner zwei in Reihe geschaltete, untereinander
über Transportmittel, z.B. eine volumetrische Pumpe (7;
13), verbundene Kammern (5, 8; 11, 14) aufweist, daß jeder
Kammer eine Heizung (6; 12) zugeordnet ist, wobei eine
erste Kammer (11, 6) der Überführung des Reaktionspartners
in den flüssigen Zustand und die zweite mit dem Oberteil
(2&min;) der Kokille (2) verbundene Kammer (8, 14) der
Überführung des von der ersten Kammer zugeführten
Reaktionspartners in den gasförmigen Zustand dient.
- 15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß die Reaktionspartner-Zufuhrleitungen
(10, 15) an einer Stelle enden, die im Bereich der
Seitenwand der Kokille (2) liegt, und daß die Richtung des
Auslasses dieser Leitungen in einer Tangentialebene an einen
konzentrisch zur Kokille gedachten Kreiszylinder liegt,
wobei die Auslässe in der Horizontalebene im selben
Kreissinn gerichtet sind.
- 16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, daß auf dem Oberteil (2&min;) der Kokille (2)
ein im wesentlichen dichter Deckel (21) vorgesehen ist.
- 17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß
die Zufuhrleitungen (10, 15) durch den Deckel (21)
hindurchtreten.
- 18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Heizung vorgesehen ist, die der
Reaktionszone im Oberteil (2&min;) der Kokille (29) Energie
zuführt und/oder einen Teil des hergestellten Metalls in
diesem Oberteil der Kokille flüssig hält.
- 19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß Mittel vorgesehen sind, die den Barren
(17) des hergestellten Metalls in der Kokille (2)
entsprechend der Herstellung des Metalls an der Einlaßseite der
Kokille verschieben.
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