| Beschreibung[de] |
|
Die vorliegende Erfindung betrifft eine gasisolierte Mittelspannungsschaltanlage,
die aus mehreren an einem gemeinsamen
Sammelschienenkasten befestigten Schaltzellen mit durch Sammelschienen
verbundenen Schaltgeräten besteht.
Eine Schaltanlage mit diesen Merkmalen ist bekannt (DE-OS 27 29 571).
Im Zuge der zunehmenden Bedeutung der SF&sub6;-Isolation von Schaltanlagen
in Mittelspannungsverteilernetzen stellte sich der vorliegenden
Erfindung die Aufgabe, eine Mittelspannungsschaltanlage
der eingangs genannten Art so zu gestalten, daß sie auch in Anlagen
mit extrem geringer Stellfläche, wie z. B. Turmstationen,
Maststationen oder auch in Schwerpunktstationen installiert werden
kann.
Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß durch die in Anspruch 1 gekennzeichneten
Merkmale gelöst.
In der Regel werden für das vorgesehene Einsatzgebiet drei- oder
max. vierfeldrige Anlagen evtl. mit Sicherungsfeld ausreichen. In
diesem Fall kann mit Schaltzellen der eingangs genannten Art nach
der Lehre der Erfindung eine annähernd quadratische Grundfläche
erzielt werden, wobei das Sicherungsfeld in vorteilhafter Weise
gemäß den gekennzeichneten Merkmalen des Patentanspruches 2 ausgebildet
und angeordnet wird.
Gegenüber der bekannten Bauweise ist zwar eine Zugänglichkeit von
zwei Seiten erforderlich, da zwei Bedienungsfronten entstehen.
Dies kann jedoch in den meisten Fällen durch Vorsehen zweier Türen
im Stationsgehäuse leicht bewerkstelligt werden.
Die Aufstellung von Schaltzellen und Sammelschienenkasten
erfolgt in vorteilhafter Weise mit den in Patentanspruch 3
gekennzeichneten Mitteln.
Ein mit der vorliegenden Erfindung erzielbarer Vorteil besteht
darin, daß eine äußerst raumsparende, gasisolierte Mittelspannungsschaltanlage
geschaffen wurde, die trotz Einzelzellenbauweise
nur eine geringe Stellfläche benötigt. Insbesondere
ihre seitliche Ausdehnung konnte gegenüber der bekannten Ausführung
erheblich reduziert werden. Sie ist daher besonders zur
Aufstellung in Maststationen, Schwerpunktstationen und dgl. geeignet.
Anhand der nachfolgenden Beschreibung und einer prinzipmäßigen
Zeichnung werden Ausführungsbeispiele der Erfindung erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel der Anlage in Seitenansicht.
Fig. 2 die Anlage gemäß Fig. 1 in der Draufsicht.
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel der Anlage in Seitenansicht.
Fig. 4 die Anlage gemäß Fig. 1 ausschnittsweise in Vorderansicht.
Die Schaltanlagen nach den Fig. 1-4 bestehen im wesentlichen
aus einem zentralen, auf Stützen 1 und zwischengeschaltetem Gerüst
9 ruhenden Sammelschienenkasten 2, vier daran über Flanschverbindungen
10 befestigte Schaltzellen 3, 3&min; - wobei jeweils
zwei Schaltzellen mit den Rückseiten gegeneinander angeordnet
sind - und den Anschluß der Kabel 4 herstellende Steckverbindungen
5. Schaltzellen 3, 3&min; und Sammelschienenkasten 2 bilden ein
einheitliches Volumen, das mit Isoliergas (SF&sub6;) gefüllt ist.
Der vorstehend beschriebene Grundaufbau der Anlage kann - wie
aus den Fig. 3, 4 ersichtlich - durch ein Sicherungsfeld erweitert
werden. In diesem Fall werden einpolige Sicherungsbehälter
6 über der Anlage in der Weise angeordnet, daß sie nicht
bzw. nicht wesentlich über die Frontseite der Schaltzellen 3, 3&min;
hinausragen und daß ihre Verschlußdeckel 11 zumindest von einem
Bedienungsstandpunkt vor der Anlage zugänglich sind.
Die mechanische und gleichzeitige volumenmäßige Verbindung mit
dem Sammelschienenkasten erfolgt über je ein Flanschrohr 7, das
auch die elektrische Zuleitung zur Sicherung enthält. Die Sicherungsbehälter
besitzen je eine Steckbuchse 8 für einen mit der
abgehenden Leitung verbundenen Kabelstecker.
|
| Anspruch[de] |
- 1. Gasisolierte Mittelspannungsschaltanlage, bestehend aus
mehreren an einem gemeinsamen Sammelschienenkasten befestigten
Schaltzellen mit durch Sammelschienen verbundenen
Schaltgeräten, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltzellen
(3, 3&min;) mit den Rückseiten zueinander beidseitig am
zwischenliegenden Sammelschienenkasten (2) angeordnet sind.
- 2. Schaltanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
entsprechend der Anzahl der Phasen einzelne Sicherungsbehälter
(6) über den Schaltzellen (3, 3&min;) nebeneinanderliegend
angeordnet und über je ein Flanschrohr (7) mit dem Sammelschienenkasten
(2) in der Weise verbunden sind, daß ihre
Längsachsen in etwa senkrecht zur Bedienungsfront der Anlage
verlaufen und daß die Länge der Sicherungsblätter (6) annähernd
der Anlagengesamttiefe entspricht.
- 3. Schaltanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Sammelschienenkasten (2) und die Schaltzellen (3, 3&min;)
an einem unterhalb des Sammelschienenkastens (2) angeordneten
Gerüst (9) befestigt sind, das auf T-förmigen Stützen (1)
ruht.
|
|
Patente PDF
|