| Dokumentenidentifikation |
DE3146720C2 18.01.1990 |
| Titel |
Elektromotor-Antriebsvorrichtung für eine Kamera |
| Anmelder |
Canon K.K., Tokio/Tokyo, JP |
| Erfinder |
Iwashita, Tomonori, Fuchu, Tokio/Tokyo, JP; Fukahori, Hidehiko, Yokohama, Kanagawa, JP |
| Vertreter |
Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München |
| DE-Anmeldedatum |
25.11.1981 |
| DE-Aktenzeichen |
3146720 |
| Offenlegungstag |
19.08.1982 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
18.01.1990 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.01.1990 |
| IPC-Hauptklasse |
G03B 1/40
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| IPC-Nebenklasse |
G03B 19/04
G03B 9/68
G03B 1/66
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| Zusammenfassung |
Eine elektrische Motor-Antriebsvorrichtung für eine Kamera umfaßt eine erste Einwegkupplung und eine zweite Einwegkupplung, die derart angeordnet und ausgebildet sind, daß sie ein Antriebsmoment entweder zu einem Kupplungselement zur Übertragung der Rückspuldrehung für einen Film übertragen, wobei die Umschaltung durch Ändern der Drehrichtung eines Antriebsmotors zwischen Normaldrehung und Rückwärtsdrehung erfolgt. Zwischen der ersten Einwegkupplung, die das Antriebsmoment bei Drehung des Antriebsmotors in Normalrichtung zum Kupplungselement zur Übertragung der Vorspuldrehung überträgt, und diesem Kupplungselement ist eine Spannocke angeordnet, die sich mit dem Kupplungselement und der ersten Einwegkupplung dreht. Das Spannen eines in der Motor-Antriebsvorrichtung angeordneten Spannmechanismus als Folge der Drehung der Spannocke erfolgt weitgehend phasengleich mit dem Spannen eines Spannmechanismus, der in der Kamera angeordnet ist und so ausgebildet ist, daß er vom Kupplungselement zur Übertragung der Vorspuldrehung angetrieben wird.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Elektromotor-Antriebsvorrichtung
für eine Kamera gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Eine derartige Elektromotor-Antriebsvorrichtung, wie sie in
der US-PS 39 81 022 gezeigt ist, ist an ein Kameragehäuse
ankoppelbar und weist einen Elektromotor auf, der sowohl
dem Vorspulen bzw. dem Transport des Films als auch dem
Rückspulen des Films dient. Eine Drehbewegung des Elektromotors
wird über ein Getriebe und eine Reibungskupplung,
die als Drehmomentbegrenzer dient, auf eine erste Einwegkupplung
übertragen. Die erste Einwegkupplung überträgt die
Drehung des Elektromotors auf eine Film-Aufwickelspule bzw.
ein Vorspulübertragungselement, das mit der Aufwickelspule
in Eingriff bringbar ist, wenn der Motor in einer ersten
Richtung dreht, während eine Drehung des Elektromotors in
eine entgegengesetzte zweite Richtung von der ersten Einwegkupplung
nicht übertragen wird. Darüberhinaus wird eine
Drehbewegung des Elektromotors über ein weiteres Getriebe
einer zweiten Einwegkupplung zugeleitet, wobei die zweite
Einwegkupplung nur eine Drehung in der zweiten Richtung an
ein Rückspulübertragungselement überträgt. Auf diese Weise
wird in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Elektromotors
entweder nur das Vorspulübertragungselement oder nur das
Rückspulübertragungselement betätigt.
Bei derartigen Kameras wird üblicherweise die Drehbewegung
der Aufwickelspule, die infolge einer Drehung des Elektromotors
in der ersten Richtung auftritt, auch zum Spannen
eines Verschlusses genutzt. Wenn darüberhinaus die Drehbewegung
des Elektromotors in der ersten Richtung gleichzeitig
für eine weitere Spannvorrichtung, z. B. für einen
mechanischen Bildzähler, genutzt wird, kann es infolge von
Spiel in dem Drehmomentbegrenzer und insbesondere in der
Einwegkupplung, die üblicherweise als Reibungssperrkupplung
ausgebildet ist, zu einer Abweichung zwischen der Spannbewegung
für den Verschluß in der Kamera und der Spannbewegung
für den mechanischen Bildzähler in der ankoppelbaren
Elektromotor-Antriebsvorrichtung kommen. Eine Synchronisierung
dieser beiden Spannbewegungen ist somit nicht gegeben,
so daß es zu einer ungenauen Betätigung des mechanischen
Bildzählers kommen kann.
Eine in der DE-AS 22 37 147 beschriebene Elektromotor-Antriebsvorrichtung
weist keine zweite Einwegkupplung zwischen
dem Elektromotor und dem Rückspulübertragungselement auf, so
daß diese Druckschrift nicht gattungsbildend ist.
Darüberhinaus ist
zwischen einer Spannocke und einem
Vorspulübertragungselement ein Getriebe aus einer
Vielzahl von Zahnrädern angeordnet. Auch
in einem derartigen Getriebe kann Spiel auftreten, so daß
eine zuverlässige Synchronisierung des von der Spannocke
initiierten Spannvorgangs und des von dem Vorspulübertragungselement
initiierten Spannvorgangs nicht gewährleistet
ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Elektromotor-
Antriebsvorrichtung für eine Kamera zu schaffen, bei
der ein Spannvorgang innerhalb der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
mit einem Spannvorgang innerhalb der Kamera zuverlässig
und in einfacher Weise synchronisiert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale im
kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß ist die Spannocke zwischen der Einwegkupplung
und dem Vorspulübertragungselement angeordnet und
dreht mit diesem als eine Einheit. Auf diese Weise entspricht
die Drehbewegung der Spannocke infolge einer Drehung
des Elektromotors der Drehbewegung des Vorspulübertragungselements,
so daß die von der Spannocke bzw. dem Vorspulübertragungselement
ausgelösten Spannvorgänge gleichzeitig
ablaufen bzw. synchronisiert sind. Selbst wenn in
der Einwegkupplung Spiel auftreten sollte, führt das aufgrund
der Anordnung der Spannocke und des Vorspulübertragungselementes
nicht zu einer relativen Änderung von deren
Drehbewegungen, so daß auch in diesem Fall eine Synchronisierung
der Drehbewegungen erreicht ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Elektromotor-
Antriebsvorrichtung sind Gegenstand der Unteransprüche.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich
aus der folgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen. Es zeigt
Fig. 1 eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels
einer erfindungsgemäßen Elektromotor-
Antriebsvorrichtung;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht der konstruktiven
Ausbildung von wesentlichen Teilen des
Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 und
Fig. 3 eine Draufsicht auf ein Vorspulübertragungselement.
Gemäß Fig. 1
ist eine Kamera 1 mit einer Vorspulwelle 2 versehen.
Mit dem oberen Ende der Vorspulwelle 2 ist über einen
Freilauf bzw. eine Einwegkupplung A ein Transporthebel 3 verbunden.
Am unteren Ende der Vorspulwelle 2 ist eine Spannocke
5 befestigt, die fest verbunden bzw. einstückig ausgebildet
ist mit einem Vorspulzahnrad 5a und zum Spannen von Elementen
innerhalb der Kamera 1,
beispielsweise zum Spannen des Verschlusses oder dergleichen, dient.
Ferner ist am unteren Ende der Vorspulwelle 2 ein Kupplungselement
6 befestigt, das mit einem Vorspulübertragungselement 14 gekuppelt
bzw. in Eingriff gebracht werden kann, das in einer
Elektromotor-Antriebsvorrichtung
13 angeordnet ist, die noch ausführlich beschrieben wird.
Zur Kamera 1 gehört ferner ein Doppelzahnrad 7, das aus einem
kleinen Zahnrad 7a, das in Eingriff mit dem Vorspulzahnrad
5a steht, sowie einem großen Zahnrad 7b besteht, das
mit einem Walzenzahnrad 9, das zum Antrieb einer Transportwalze
8 dient, und mit einem Spulenzahnrad 10a
kämmt, das über einen nicht dargestellten, bekannten Reibmechanismus
mit einer Aufwickelspule 10 verbunden ist. Ferner
sind gemäß Fig. 1 ein Film 11, eine Filmpatrone
12, eine Spannocke 15 der
Elektromotor-Antriebsvorrichtung 13,
eine erste Einwegkupplung B, ein Antriebszahnrad
16 der Elektromotor-Antriebsvorrichtung,
eine zweite Einwegkupplung C und ein Rückspulritzel
17 vorgesehen. Einzelheiten bezüglich der letztgenannten Teile
werden noch anhand von Fig. 2 erläutert. Ein Hebel
18 ist nach links und rechts verschiebbar angeordnet und wird
normalerweise von einer nicht dargestellten Feder in seiner
rechten Endlage gehalten. Am linken Ende des Hebels 18
ist eine Schaltklinke 19 angebracht, mit deren Hilfe ein
Zähler 20, beispielsweise ein Bildzähler angetrieben werden kann. Am Rand
des Zählers 20 ist ein Klinkenrad 20a
ausgebildet. Der Einfachheit halber wird die genauere Ausbildung
des Zählers 20 hier nicht erläutert. Die Elektromotor-Antriebsvorrichtung
13 umfaßt ferner ein Doppelzahnrad 21, das
aus einem kleinen Zahnrad 21a, das in Eingriff mit dem Antriebszahnrad
16 steht, sowie einem großen Zahnrad 21b besteht,
das in Eingriff mit einem Ritzel 22 steht, das an der
Ausgangswelle eines Antriebsmotors M befestigt ist. Ein Rückspulzahnrad
23 ist über eine Rückspulwelle 25 mit einem Rückspulübertragungselement
24 verbunden, das derart
ausgebildet und angeordnet ist, daß es zum Rückspulen in Eingriff
mit der Filmpatrone 12 steht. Das Rückspulzahnrad 23
steht über ein Räderwerk aus Zahnrädern 26, 27 und 28 in Verbindung
mit dem Rückspulritzel 17.
Fig. 2 zeigt wesentliche Teile der Elektromotor-Antriebsvorrichtung
in zerlegtem Zustand. Die Anordnung dieser
Teile wird im folgenden ausführlicher beschrieben.
Das Rückspulritzel 17 ist drehbar auf einer nicht dargestellten,
vorrichtungsfesten Achse gelagert. Auf der Oberseite
des Rückspulritzels 17 ist ein zylindrischer Abschnitt
17a vorgesehen. Am Antriebszahnrad 16 ist mit Hilfe
von Schrauben 30 ein windmühlenförmiges bzw. sternförmiges
Rad 29 befestigt. Dem Rad 29 sind Rollen 31 zugeordnet, auf
die in Umfangsrichtung des Rades 29 Federn 32 wirken. Die
Rollen 31 stehen in Berührung mit konisch ausgebildeten Abschnitten
29a des Rades 29 sowie mit der Innenseite des zylindrischen
Abschnittes 17a, der am oberen Ende des Rückspulritzels
17 angeordnet ist. Wenn sich das Antriebszahnrad 16
in einer Drehrichtung X dreht, verlieren die konischen
Abschnitte 29a den Kontakt mit den Rollen 31, so daß das
Drehmoment vom Antriebszahnrad 16 nicht zum Rückspulritzel
17 übertragen werden kann. Wenn sich dagegen das Antriebszahnrad
16 in der entgegengesetzten Drehrichtung Y dreht,
bleiben die konischen Abschnitte 19a des Rades 29
in Berührung mit den Rollen 31, so daß das Drehmoment des Antriebszahnrades
16 zum Rückspulritzel 17 übertragen wird.
Das Antriebszahnrad 16 ist drehbar auf der nicht dargestellten,
vorrichtungsfesten Achse gelagert und mit einem zylindrischen
Abschnitt 16a versehen, der sich auf der Oberseite
des Antriebszahnrades 16 befindet. Auf der nicht dargestellten,
vorrichtungsfesten Achse ist ferner ein Vorspulrad 33
drehbar gelagert, zu dem ein Flanschabschnitt 33a gehört,
auf dessen Oberseite die Spannocke 15 aufliegt. Auf der Unterseite
des Flansches 33a ist ein windmühlenförmiges bzw.
sternförmiges Rad 34 angeordnet, das mit Hilfe von Schrauben
35 befestigt ist. Dem Rad 34 sind Rollen 36 zugeordnet.
In Umfangsrichtung des Rades 34 wirken auf die Rollen 36
Federn 37. Die Rollen 36 stehen in Berührung mit konischen bzw. sich verjüngenden
Abschnitten 34a des Rades 34 sowie mit der Innenseite
des zylindrischen Abschnittes 16a, der auf der Oberseite
des Antriebszahnrades 16 angeordnet ist. Wenn sich das
Antriebszahnrad 16 in der Drehrichtung X dreht, bleiben die
sich verjüngenden Abschnitte 34a des Rades 34 in Berührung
mit den Rollen 36, so daß das Drehmoment vom Antriebszahnrad
16 zum Vorspulrad 33 übertragen wird. Wenn sich dagegen das
Antriebszahnrad 16 in der Drehrichtung Y dreht, verlieren
die sich verjüngenden Abschnitte 34a den Kontakt mit den Rollen
36, so daß das Drehmoment vom Antriebszahnrad 16 nicht
zum Vorspulrad 33 übertragen wird.
Das Vorspulrad 33 umfaßt ferner eine Nabe 33b, die mit
zwei Abflachungen 33c versehen ist. Die Nabe 33b ist in
das Vorspulübertragungselement 14, das eine Kupplung bildet, eingesetzt, wobei dazwischen eine
Feder 38 angeordnet ist. Wie Fig. 3 erkennen läßt, weist
das Vorspulübertragungselement 14 eine im wesentlichen ovale Öffnung
14a auf, die in Eingriff mit den zwei Abflachungen 33c
der Nabe 33b des Vorspulrades 33 steht. Am Kupplungselement
14 sind Klauen 14b ausgebildet, die in Eingriff mit
Ausnehmungen 6a des Kupplungselementes 6 der Kamera 1 stehen
können. Der nicht dargestellten vorrichtungsfesten
Achse ist eine Schraube 39 zugeordnet, die an der vorrichtungsfesten
Achse befestigt ist, um zu verhindern,
daß das Vorspulübertragungselement 14 nach oben abgezogen wird.
Die Feder 38 übt auf das Vorspulübertragungselement 14 ständig eine
nach oben gerichtete Druckkraft auf. Das Vorspulübertragungselement
14 kann entgegen der Kraft der Feder 38 nach unten
verschoben werden, ist jedoch so angeordnet, daß es sich
aufgrund des Eingriffes zwischen der ovalen Öffnung 14a im Kupplungselement
14 (siehe Fig. 3) und den zwei Abflachungen
33c am Vorspulrad 33 zusammen mit dem Vorspulrad 33 und
der Spannocke 15 dreht. Der Mechanismus, der dazu dient,
daß das Vorspulübertragungselement 14 nach oben und nach unten bewegt
werden kann, dient der Anpassung beim Anbringen der
Elektromotor-Antriebsvorrichtung 13 an der Kamera.
Wie sich aus dem Vorstehenden ergibt, umfaßt die erste
Einwegkupplung B das Rad 34, die Rollen 36, die Federn 37
und den zylindrischen Abschnitt 16a des Antriebszahnrades
16. Die zweite Einwegkupplung C ist aus dem Rad 29, den
Rollen 31, den Federn 32 und dem zylindrischen Abschnitt
17a am Rückspulritzel 17 aufgebaut.
Die vorstehend beschriebene Elektromotor-Antriebsvorrichtung arbeitet
in folgender Weise. Zunächst wird der Fall beschrieben,
daß mit Hilfe des elektrischen Antriebsmotors Mtransportiert bzw. vorgespult wird. Mittels einer nicht
dargestellten Schaltung wird an den Antriebsmotor M eine
Spannung in "normaler" Richtung angelegt, damit der Antriebsmotor
M in der "normalen" Richtung dreht, d. h. in
derjenigen Richtung, bei der der Film 11 vorgespult wird.
Dies führt dazu, daß das Antriebszahnrad 16 über das
Ritzel 22 und das Doppelzahnrad 21 in der Drehrichtung X
(siehe Fig. 2) gedreht wird, was wiederum zur Folge hat,
daß über die erste Einwegkupplung B das Vorspulrad 33
in der Drehrichtung X gedreht wird. Dabei dreht sich die
Spannocke 15 der Elektromotor-Antriebsvorrichtung 13
mit, die bewirkt, daß der Hebel 18 nach links und
nach rechts bewegt wird, so daß er eine Hin- und Herbewegung
ausführt und dadurch den Zähler 20 um so viel
weiterschaltet, wie dies einem Einzelbild auf dem Film
entspricht. Gleichzeitig damit dreht sich das Vorspulübertragungselement
14. Dies führt dazu, daß das Kupplungselement 6
und die Spannocke 5 der Kamera phasengleich mit der Spannocke
15 gedreht werden. Dementsprechend wird ein Spannhebel
4 nach links und nach rechts bewegt, so daß er eine
Hin- und Herbewegung ausführt und auf diese Weise den
nicht dargestellten Verschluß oder dergleichen spannt.
Da zugleich das Vorspulzahnrad 5a gedreht wird, werden
die Transportwalze 8 und die Aufwickelspule 10 über das
Räderwerk aus dem Doppelzahnrad 7, dem Walzenzahnrad 9
und dem Spulenzahnrad 10a um so viel weitergedreht, daß
der Film 11 um ein Einzelbild vorgespult bzw. transportiert
wird.
Wenn der Film manuell vorgespult bzw. transportiert werden
soll, wird zuvor die Energiezufuhr zum Antriebsmotor
M abgeschaltet. Wenn der Transporthebel 3 manuell in der
Drehrichtung X (siehe Fig. 2) geschwenkt wird, wird die
Vorspulwelle 2 mit Hilfe der in der Kamera 1 angeordneten
Einwegkupplung A gedreht, da die Einwegkupplung A derart
ausgebildet ist, daß sie eine Schwenkbewegung des Transporthebels
3 in der Drehrichtung X überträgt. Das Vorspulzahnrad
5a wird dadurch gedreht, so daß es über das Räderwerk
aus dem Doppelzahnrad 7, dem Walzenzahnrad 9 und dem
Spulenzahnrad 10a die Transportwalze 8 und die Aufwickelspule
10 dreht, so daß der Film 11 um ein Einzelbild
vorgespult bzw. transportiert wird. Die Drehung des Vorspulzahnrades
5a bewirkt ferner, daß die Spannocke 5 der
Kamera 1 gedreht wird, die wiederum bewirkt, daß sich der
Spannhebel 4 einmal nach links hin- und nach rechts zurückbewegt,
so daß der nicht dargestellte Verschluß oder
dergleichen gespannt wird. Da sich zugleich auch das
Kupplungselement 6 dreht, führt dies dazu, daß die Spannocke
15 der Elektromotor-Antriebsvorrichtung 13 phasengleich
mit der Spannocke 5 über das Kupplungselement
14 und das Vorspulrad 33 gedreht wird. Dies bewirkt, daß
der Hebel 18 sich einmal nach links hin- und nach
rechts zurückbewegt und daß der Zähler 20 um so viel
weitergeschaltet wird, wie dies einem Einzelbild auf dem
Film 11 entspricht. Da jedoch die Drehung nicht zum Antriebszahnrad
16 übertragen wird, weil die Rollen 36 nicht in
Eingriff mit den sich verjüngenden Abschnitten 34a stehen,
wenn sich das Vorspulrad 33 in der Drehrichtung X
dreht, dreht sich das Antriebsrad 16 nicht.
Im folgenden wird die Funktionsweise beim Rückspulen mittels
der Elektromotor-Antriebsvorrichtung 13 erläutert.
Zunächst werden die Transportwalze 8 und das Walzenzahnrad
9 mittels einer nicht dargestellten,bekannten Vorrichtung
voneinander getrennt bzw. entkoppelt. Danach
wird mittels der nicht dargestellten Schaltung eine
Spannung in zum vorstehend beschriebenen Fall entgegengesetzter
Richtung an den Antriebsmotor M angelegt, damit
der Antriebsmotor M rückwärts dreht. Die Rückwärtsdrehung
des Antriebsmotors M bewirkt, daß das Antriebszahnrad 16über das Räderwerk aus dem Ritzel 22 und dem Doppelzahnrad
21 in der Drehrichtung Y (siehe Fig. 2) gedreht wird.
Diese Drehung des Antriebszahnrades 16 bewirkt dann, daß
das Rückspulritzel 17 über die zweite Einwegkupplung C
gedreht wird, was wiederum zur Folge hat, daß über
das Räderwerk aus den Zahnrädern 26, 27 und 28 sowie dem
Rückspulzahnrad 23 die Rückspulwelle 25 gedreht wird. Wenn
sich die Rückspulwelle 25 dreht, bewirkt eine nicht dargestellte,
bekannte Vorrichtung, daß das Rückspulübertragungselement 24
in Eingriff mit der Filmpatrone 12
tritt, so daß der Film 11 zurückgespult wird. Da währenddessen
über die erste Einwegkupplung B kein Drehmoment
übertragen wird, dreht sich die Spannocke 15 der
Elektromotor-Antriebsvorrichtung 13 nicht mit, so daß auch
die Vorspulwelle 2 der Kamera 1 nicht gedreht wird. Dementsprechend
dreht sich die Spannocke 5 der Kamera 1
nicht. Zwar dreht der Film 11 die Aufwickelspule 10 in
Rückwärtsrichtung; ein nicht dargestellter Reibmechanismus
verhindert jedoch, daß sich das Spulenzahnrad 10a
mitdreht.
Wie sich aus der vorstehenden ausführlichen Beschreibung
ergibt, ist eine Spannocke zwischen der
ersten Einwegkupplung und dem Vorspulübertragungselement
angeordnet, so daß der in der
Kamera durchgeführte Spannvorgang und der in der
Elektromotor-Antriebsvorrichtung durchgeführte Spannvorgang
sowohl während des Vorspulens mittels des elektrischen
Antriebsmotors als auch während des manuellen Vorspulens
in ihren Phasen übereinstimmen, d. h. phasengleich
ablaufen. In den Fällen, in denen ein Bildzähler und eine
automatische Belichtungssteuervorrichtung in die
Elektromotor-Antriebsvorrichtung eingebaut sind, die mit
Einwegkupplungen zum Umschalten zwischen dem Vorspulen
und dem Rückspulen des Films arbeitet, ist es möglich,
daß die Elektromotor-Antriebsvorrichtung
zuverlässig genau arbeitet und dadurch die Zuverlässigkeit
der Fotografiervorgänge erhöht ist. Wenn ferner
die erste Einwegkupplung, die Spannocke und das
Vorspulübertragungselement koaxial
angeordnet sind, kann die konstruktive Ausbildung der
Elektromotor-Antriebsvorrichtung
stark vereinfacht sein.
|
| Anspruch[de] |
- 1. Elektromotor-Antriebsvorrichtung für eine Kamera, mit
einer ersten Einwegkupplung, die nur die Drehung des Antriebsmotors
in einer ersten Richtung zu einem Vorspulübertragungselement
und einer Spannvorrichtung überträgt, und
mit einer zweiten Einwegkupplung, die nur die Drehung des
Antriebsmotors in einer entgegengesetzten zweiten Richtung
zu einem Rückspulübertragungselement überträgt,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Spannvorrichtung eine Spannocke (15), die zwischen
der ersten Einwegkupplung (B) und dem Vorspulübertragungselement
(14) koaxial zu diesem derart angeordnet ist, daß
sie als eine Einheit mit dem Vorspulübertragungselement
(14) drehbar ist, und Elemente (18, 19) zum schrittweisen
Fortschreiten eines mechanischen Zählers (20) aufweist, die
von der Spannocke (15) antreibbar sind.
- 2. Elektromotor-Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Elektromotor-Antriebsvorrichtung
an ein Kameragehäuse ankoppelbar ist.
- 3. Elektromotor-Antriebsvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vorspulübertragungselement
(14) eine Kupplung für die Übertragung der Antriebskraft
zu dem Kameragehäuse ist.
- 4. Elektromotor-Antriebsvorrichtung nach einem der Ansprüche
1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Kamera (1)
eine Spannocke (5) für einen Spannhebel (4) zum Spannen eines
Verschlusses und eine Vorspulwelle (2) vorgesehen sind,
die koaxial angeordnet und mittels der Antriebskraft von
dem Vorspulübertragungselement (14) drehbar sind.
- 5. Elektromotor-Antriebsvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Kamera (1) einen Transporthebel
(3) zum manuellen Vorspulen aufweist, der mit der Vorspulwelle
(2) über eine Einwegkupplung (A) verbunden ist.
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Patente PDF
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