| Dokumentenidentifikation |
DE3319806C2 18.01.1990 |
| Titel |
Abschirmwand für Bergbau-Untertagebetriebe, insbesondere Versatzwand |
| Anmelder |
Gewerkschaft Eisenhütte Westfalia GmbH, 4670 Lünen, DE |
| Erfinder |
Stradtmann, Wolfgang, 4670 Lünen, DE; Seeberger, Klaus, 4712 Werne, DE; Wojaczek, Egon, 4700 Hamm, DE |
| Vertreter |
Buschhoff, J., Dipl.-Ing.; Hennicke, A., Dipl.-Ing.; Vollbach, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 5000 Köln |
| DE-Anmeldedatum |
01.06.1983 |
| DE-Aktenzeichen |
3319806 |
| Offenlegungstag |
06.12.1984 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
18.01.1990 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.01.1990 |
| IPC-Hauptklasse |
E21F 15/04
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| Zusammenfassung |
Die bevorzugt als Versatzwand verwendbare Abschirmwand nach der Erfindung besteht aus mindestens drei Wandelementen, die über Führungsstangen und entsprechende Stangenführungen aneinander geführt sind. Dabei weist das obere Wandelement mindestens zwei hängend angeordnete vertikale Führungsstangen auf, die beim Hochfahren dieses Wandelements gegen Anschlagstücke des mittleren Wandelements laufen und dieses anschließend mitnehmen. Zum Ausfahren der Abschirmwand weist diese zweckmäßig einen als Doppelteleskopstempel ausgebildeten hydraulischen Stempel auf.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft eine höhenverstellbare Abschirmwand
für Bergbau-Untertagebetriebe, insbesondere zur Verwendung
als Versatzwand, bestehend aus mindestens zwei gegenüber
einem unteren Wandelement nach oben ausfahrbaren, aneinander
geführten Wandelementen.
Höheneinstellbare Abschirmwände werden in untertägigen Gewinnungsbetrieben
zur Abschirmung des Strebraumes gegenüber
dem Versatz- bzw. Bruchraum, daneben aber auch zur
Fahrfeldabschirmung gegenüber dem Gewinnungsfeld, als
Schleppwand für die Errichtung von Streckendämmen und für
ähnliche Zwecke verwendet.
Die mehrteiligen, höheneinstellbaren Versatzwände der herkömmlichen
Art werden zumeist versatzseitig an den Kappen
und Liegendschwellen der hydraulischen Ausbaugestelle des
Schreitausbaus angeordnet, so daß sie beim Setzen des Ausbaus
ausgefahren werden. Bekannte Versatzwände bestehen
z. B. aus sich übergreifenden, z. B. mittels Bolzen-Langlochverbindungen
aneinander geführten Abschirmplatten oder aus
U-förmigen Kastenteilen, die teleskopartig ineinander geführt
sind (DE-OS 22 12 994, DE-OS 29 43 748, DE-OS
19 19 660, DE-OS 28 06 982). Die zur Abschirmung des Fahrfeldes
gegenüber dem Gewinnungsfeld dienenden Fahrfeldabschirmungen
werden zumeist am Strebförderer angebaut; sie
weisen mittels hydraulischer Zylinder zum Hangenden hin
ausfahrbare, z. B. über Rohrführungen aneinander geführte
Wandelemente auf (DE-OS 29 21 459).
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Abschirmwand zu schaffen,
die vorzugsweise als Versatzwand an einem schreitenden
Ausbaugestell angebaut wird und die sich vor allem
durch kräftige und robuste und zugleich einfache und preisgünstige
Ausführung bei großem Maß ihrer Höhenverstellbarkeit
auszeichnet.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß am
oberen Wandelement vertikale Führungsstangen mit ihren oberen
Enden befestigt sind, die sich in Stangenführungen des
mittleren Wandelements führen und an ihren freien unteren
Enden Mitnehmer tragen, die nach Ausschub des oberen Wandelements
durch Anschlag das mittlere Wandelement mitnehmen,
und daß weitere in Stangenführungen geführte Führungsstangen
zwischen dem mittleren Wandelement und dem unteren
Wandelement angeordnet sind.
Bei dieser Ausgestaltung der Abschirmwand sind also die
ausfahrbaren Wandelemente mit Hilfe von Führungsstangen
und zugeordneten Stangenführungen aneinander geführt, die
an den Wandelementen innenseitig in hängender Lage angeordnet
sind und sich mit ausreichend großem Führungsspiel
in den aus Führungsaugen od. dgl. bestehenden Stangenführungen
führen können, so daß es zu keinen Verklemmungen
und Verkantungen an den Stangenführungen kommen kann. Für
die Führungsstangen, welche die auf die Abschirmwand wirkenden
Kräfte aufnehmen, lassen sich kräftig Stangen,
vorzugsweise Rundstangen verwenden. Die zwischen dem mittleren
Wandelement und dem unteren Wandelement angeordneten
Führungsstangen werden vorteilhafterweise an dem mittleren
Wandelement hängend angeordnet, wobei sie sich an der
Oberseite des unteren Wandelements fest angeordneten Stangenführungen
führen.
Im oberen Bereich des mittleren Wandelements werden vorteilhafterweise
Lager- und Führungsstücke befestigt, die
jeweils in einem Stück vereinigt die Stangenführung für
eine mit dem oberen Wandelement verbundene Führungsstange
und die Halterung für eine an der Stangenführung des unteren
Wandelements geführte Führungsstange umfassen. Diese
Lager- und Führungsstücke können kräftige konsolenartige
Bauteile sein, die innenseitig an dem mittleren Wandelement
befestigt sind und vorzugsweise zwei Stangenöffnungen
aufweisen, wobei die eine Stangenöffnung die Führungsstange
für die am oberen Wandelement aufgehängte Führungsstange
bildet, während durch die andere Stangenöffnung die an
dem unteren Wandelement geführte Führungsstange hindurchgreift,
die an dem Lager- und Führungsstück aufgehängt ist.
Die Führungsstangen tragen an ihren Enden zweckmäßig lösbare
Mitnehmer und Anschläge, vorzugsweise in Gestalt von
Bolzen od. dgl.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den
im Bereich der beiden Seitenbegrenzungen der Wandelemente
angeordneten Führungsstangen ein als Doppelteleskopzylinder
ausgebildeter hydraulischer Stempel angeordnet, der
sich in einem Stempelfußlager des unteren Wandelementes
gelenkig abstützt und der mit einem Stempelkopflager am
oberen Wandelement gelenkig angeschlossen ist. Mit Hilfe
des Stempels läßt sich die gesamte Abschirmwand um das
volle Verstellmaß zum Hangenden hin ausfahren. Das untere
Wandelement weist zweckmäßig ein sich gegen das Liegende
abstützendes, das Stempelfußlager aufweisendes Fußstück
auf, während das obere Wandelement eine das Stempelkopflager
tragende Kopfplatte aufweist. Im übrigen empfiehlt
es sich, die Wandelemente, im Horizontalschnitt, etwa
U-förmig auszubilden. Der Stempel und die Führungsstangen
befinden sich hierbei im Inneren des unteren Wandelements,
welches von den beiden ausfahrbaren Wandelementen umgriffen
wird.
Die Erfindung wird nachfolgend im Zusammenhang mit dem in
der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert.
In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Abschirmwand in eingefahrenem
Zustand in einer Ansicht in Richtung
des Pfeiles I der Fig. 2, d. h. in Richtung auf
den Versatz- bzw. Bruchraum;
Fig. 2 die Abschirmwand nach Fig. 1 in Stirnansicht,
teilweise im Vertikalschnitt;
Fig. 3 die Abschirmwand nach den Fig. 1 und 2 in
Draufsicht, teilweise im Horizontalschnitt.
Die dargestellte Abschirmwand besteht aus drei Wandelementen
1, 2 und 3, die, wie vor allem Fig. 3 zeigt, im Horizontalschnitt
etwa U-förmig ausgebildet sind. Das innenliegende
und untere Wandelement 1 weist ein sich über seine
Breite erstreckendes Fußstück 4 auf, welches im mittleren
Bereich mit einem Stempelfußlager 5 versehen ist, in
dem sich ein als Doppelteleskopstempel ausgebildeter hydraulischer
Stempel 6 begrenzt raumgelenkig abstützt. Das
außenliegende, obere Wandelement 3 ist mit einer sich im
wesentlichen über seine gesamte Länge erstreckenden Kopfplatte
7 versehen, die an ihrer Unterseite mittig zwischen
den beiden Seitenbegrenzungen dieses Wandelements 3
ein Stempelkopflager 8 trägt, in welchem der Kopf des hydraulischen
Stempels 6 gelenkig am Wandelement 3 angeschlossen
ist.
An der Unterseite der Kopfplatte 7 des oberen Wandelements
3 sind in Nähe der beiden Seitenbegrenzungen desselben
vertikale Führungsstangen 9 mit ihren oberen Enden bei 10
hängend angeschlossen, die an ihren freien unteren Enden
Mitnehmer 11, z. B. in Gestalt von Querbolzen oder sonstiger
lösbarer Anschlagorgane, tragen.
Das mittlere Wandelement 2, welches zwischen den Wandelementen
1 und 3 liegt, weist an seiner Oberseite in Nähe
seiner beiden Seitenbegrenzungen jeweils ein Lager- und
Führungsstück 12 auf, welches aus einem kräftigen Beschlagteil
besteht,
das im Winkel zwischen dem U-Steg und dem
U-Schenkel des U-förmigen Wandelements 2 befestigt ist.
Die Lager- und Führungsstücke 12 weisen jeweils zwei nebeneinanderliegende
Öffnung 13 und 14 auf. Die Öffnungen
13 bilden Stangenführungen für die Führungsstangen 9 des
oberen Wandelements 3. Weitere Führungsstangen 15 sind
zwischen dem unteren Wandelement 1 und dem mittleren Wandelement
2 angeordnet. Die Führungsstangen 15 durchfassen
die Öffnungen 14 der Lager- und Führungsstücke 12 und
stützen sich mit Hilfe von an ihren oberen Enden angeordneten
Anschlägen 16 an den Lager- und Führungsstücken 12
ab. Die Führungsstangen 15 sind demgemäß hängend an den
Lager- und Führungsstücken 12 gelagert. Sie durchgreifen
Stangenführungen 17, die an der Oberseite des unteren
Wandelements 1 im Winkel zwischen dessen U-Steg und
U-Schenkel befestigt sind. Die Führungsstangen 15 weisen
an ihren unteren Enden ebenfalls Anschläge oder Mitnehmer
11 auf, die den an den Führungsstangen 9 angeordneten Mitnehmern
11 entsprechen können.
Beim Ausschub des mittig zwischen den Stangenführungen angeordneten
hydraulischen Stempel 6 wird zunächst das obere
Wandelement 3 zum Hangenden hin hochgefahren, wobei sich
dieses über seine in den Stangenführungen 13 geführten
Führungsstange 9 an dem mittleren Wandelement 2 führt und
abstützt. Beim weiteren Stempelausschub gelangen die Mitnehmer
11 an den unteren Enden der Führungsstangen 9 in Anschlag
an die Lager- und Führungsstücke 12, so daß anschließend
das mittlere Wandelement 2 von dem oberen Wandelement
3 mitgenommen wird. Hierbei führt sich das mittlere Wandelement
2 mit den Führungsstangen 15 in den Stangenführungen
17 des unteren Wandelements 1.
Bei Verwendung der vorstehend beschriebenen Abschirmwand
als Versatzwand kann diese z. B. über eine Konsole mit einem
schreitenden Ausbaugestell verbunden werden, wie dies an
sich bekannt ist. Die Versatzwand nimmt den Druck aus dem
Versatz- bzw. Bruchraum auf. Die über die kräfigten Stangenführungen
geführten Wandelemente vermögen den Druck
aufzunehmen, ohne daß die Stangenführungen blockiert werden.
Es empfiehlt sich, für die Führungsstangen 9 und 15
Rundstangen aus Federstahl zu verwenden. Die an dem mittleren
Wandelement 2 befestigten Lager- und Führungsstücke
12 bilden jeweils in einem Stück eine als Führungsauge
od. dgl. ausgebildete Stangenführung für die mit dem oberen
Wandelement 3 verbundene Führungsstange 9 und eine
Halterung für die am unteren Wandelement 1 geführte Führungsstange
15, welche das Führungsauge 14 durchfaßt und
sich mit ihrem oberen Anschlag 16 auf dem Lager- und Führungsstück
12 frei beweglich abstützt.
Die vorstehend beschriebene Versatzwand kann im mittleren
Bereich, d. h. zwischen dem Stempel 6 und den Führungsstangen
9 weitere Führungen aufweisen, die als T-Führungen
oder aber auch als Stangenführungen der beschriebenen Art
ausgebildet sind.
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| Anspruch[de] |
- 1. Höhenverstellbare Abschirmwand für Bergbau-Untertagebetriebe,
insbesondere zur Verwendung als Versatzwand,
bestehend aus mindestens zwei gegenüber einem unteren
Wandelement nach oben ausfahrbaren, aneinander geführten
Wandelementen, dadurch gekennzeichnet,
daß am oberen Wandelement (3) vertikale
Führungsstangen (9) mit ihren oberen Enden befestigt
sind, die sich in Stangenführungen (13) des
mittleren Wandelements (2) führen und an ihren freien
unteren Enden Mitnehmer (11) tragen, die nach Ausschub
des oberen Wandelements (3) durch Anschlag das
mittlere Wandelement (2) mitnehmen, und daß weitere
in Stangenführungen (17) geführte Führungsstangen (15)
zwischen dem mittleren Wandelement (2) und dem unteren
Wandelement (1) angeordnet sind.
- 2. Abschirmwand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die zwischen dem mittleren
Wandelement (2) und dem unteren Wandelement (1)
angeordneten Führungsstangen (15) an dem mittleren
Wandelement (2) hängend gelagert sind und sich in an
der Oberseite des unteren Wandelements (1) fest angeordneten
Stangenführungen (17) führen.
- 3. Abschirmwand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß im oberen Bereich
des mittleren Wandelements (2) Lager- und Führungsstücke
(12) befestigt sind, die jeweils in einem Stück
vereinigt die Stangenführung (13) für eine mit dem oberen
Wandelement (3) verbundene Führungsstange (9) und
eine Halterung für eine an der Stangenführung (17) des
unteren Wandelements (1) geführte Führungsstange (15)
umfassen.
- 4. Abschirmwand nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die am mittleren Wandelement
(2) angeordneten Lager- und Führungsstücke
(12) jeweils zwei Stangenöffnungen aufweisen, wobei
die eine Stangenöffnung die Stangenführung (13) für
die am oberen Wandelement (3) befestigte Führungsstange
(9) bildet, während durch die andere Stangenöffnung
die an dem unteren Wandelement (1) geführte und am Lager-
und Führungsstück (12) aufgehängte Führungsstange
(15) hindurchgreift.
- 5. Abschirmwand nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Führungsstangen (9, 15) lösbare Mitnehmer und Anschläge
(11), vorzugsweise Bolzen od. dgl., tragen.
- 6. Abschirmwand nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die
Führungsstangen (9, 15) aus elastischen Rundstangen
bestehen.
- 7. Abschirmwand nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen
den im Bereich der beiden Seitenbegrenzungen
der Wandelemente (1, 2, 3) angeordneten Führungsstangen
(9, 15) ein als Doppelteleskopzylinder ausgebildeter
hydraulischer Stempel (6) angeordnet ist, der sich
in einem Stempelfußlager (5) des unteren Wandelements
(1) gelenkig abstützt und in einem Stempelkopflager
(8) am oberen Wandelement (3) gelenkig angeschlossen
ist.
- 8. Abschirmwand nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das untere Wandelement
(1) mit einem sich gegen das Liegende abstützenden,
das Stempelfußlager (5) aufweisenden Fußstück (4) versehen
ist, während das obere Wandelement (3) eine das
Stempelkopflager (8) tragende Kopfplatte (7) aufweist.
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