| Dokumentenidentifikation |
DE3522065C2 18.01.1990 |
| Titel |
Antrieb für das Drehpendel einer elektrischen Uhr |
| Anmelder |
Nisshindo Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP |
| Erfinder |
Sagawa, Hisaji, Tokio/Tokyo, JP |
| Vertreter |
Henfling, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 4600 Dortmund |
| DE-Anmeldedatum |
20.06.1985 |
| DE-Aktenzeichen |
3522065 |
| Offenlegungstag |
02.01.1986 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
18.01.1990 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.01.1990 |
| IPC-Hauptklasse |
G04C 3/00
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| Zusammenfassung |
Bei einem Antrieb für einen dekorativen Bestandteil einer elektrischen Uhr bildendes, abgehängtes Drehpendel (7) in Gestalt einer auf einer vom Uhrwerk abgehenden Welle (1) angeordneten Schwungscheibe (3) und einer von der Schwungscheibe (3) mitnehmbaren, auf der Welle drehbeweglich angeordneten Kupplungsscheibe (4) mit regelmäßig über ihren Umfang verteilt vorspringenden, gegen einen Anschlag (9) an der Pendelaufhängung (6) auflaufende Mitnehmern (5) wird vorgeschlagen, der Schwungscheibe (3) und/oder der Kupplungsscheibe (4) im Randbereich über den Umfang verteilte, das Drehmoment von der Schwungscheibe (3) auf die Kupplungsscheibe (4) schonend übertragende Permanentmagnete zuzuordnen.
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung betrifft einen Antrieb für das
Drehpendel einer elektrischen Uhr nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Pendel und dann auch Drehpendel waren bei rein
mechanischen Uhren alternativ zu einer eine Unruhe verwendenden
Uhr zwingend erforderlich. Elektrische
Uhren, wie batteriegespeiste Uhren, Quarzuhren,
einen Stimmgabelkreisel als Antrieb verwendende
Uhren und dergleichen benötigen für die Funktion
des Uhrwerks das Pendel nicht mehr. Gleichwohl
werden auch diese Uhren weiterhin gerne mit einem
Pendel bestückt, sei es aus dekorativen Gründen,
sei es als Anzeige, daß die Uhr geht.
Bei einem bekannten Antrieb der eingangs genannten Art
(DE-OS 29 15 855) ist eine über das Uhrwerk angetriebene,
am Uhrengehäuse gelagerte Welle vorgesehen,
auf der eine Schwungscheibe sitzt, aus der
in regelmäßigen Abständen über den Umfang verteilt
Mitnehmer vorspringen, die in Wechselwirkung mit
einem der Aufhängung des Drehpendels zugeordneten
Anschlag tretend die von einem am Uhrwerksrahmen
abgehängten Draht gebildete Pendelaufhängung verdrillen
und dem Pendel so eine Drehbewegung vermitteln,
an die sich eine aus der Verdrillung resultierende
rückläufige Drehbewegung anschließt.
Hierbei werden insbesondere bei der rückläufigen
Drehbewegung des Drehpendels aber auch bei einer
möglichen Blockierung des Pendels zwangsläufig Stöße
in das Uhrwerk eingeleitet, die zu einer Beschädigung
des Uhrwerks bzw. zu einer Beeinträchtigung der Laufeigenschaften
des Uhrwerks führen können. Es hat sich
deshalb als erforderlich erwiesen, den Pendelantrieb
so auszugestalten, daß solche Stöße nicht in das Uhrwerk
gelangen, sondern davor abgefangen werden. Aus
diesem Grunde hat man dann auch schon zusätzlich zu
einer Schwungscheibe eine Kupplungsscheibe vorgesehen,
über deren Umfang nunmehr die in Wechselwirkung
mit dem an der Pendelaufhängung vorgesehenen
Anschlag tretenden Mitnehmer angeordnet sind. Eine
zwischen der Schwungscheibe und der auf der Welle
frei drehbaren Kupplungsscheibe angeordnete, entsprechend
ausgelegte Druckfeder überträgt hierbei
einerseits das Drehmoment von der Schwungscheibe auf
die Kupplungscheibe, andererseits fängt sie die an
der Kupplungsscheibe wirksam werdenden Stoßbelastungen
nach dem Prinzip der Rutschkupplung ab und verhindert
ihre Einleitung in das Uhrwerk über die
Schwungscheibe. Diese eine mechanische Feder verwendende
Lösung ist jedoch mit Nachteilen behaftet. So
ändert sich die Federkraft in Abhängigkeit von der
jeweiligen Temperatur, die Federkraft läßt im
übrigen mit der Zeit nach. Damit ist dann zum
einen die Konstanz der Pendelbewegung nicht gewährleistet,
zum anderen auch nicht eine anhaltende
Absicherung des Uhrwerks.
Ausgehend vom im vorausgehenden umrissenen Stand
der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
den Antrieb für
das Drehpendel so auszugestalten, daß bei
einfacher Konstruktion der Antrieb die Konstanz
der Pendelbewegung unbegrenzt sicherstellt und
darüber hinaus die Absicherung des Uhrwerks anhaltend
gewährleistet bleibt.
Die Aufgabe wird bei einem Antrieb der eingangs genannten Art
durch die im Patentanspruch 1 angegebene
Erfindung gelöst. Der Schwungscheibe und/oder
der Kupplungsscheibe werden im Randbereich über den Umfang
verteilt Permanentmagnete einer Stärke zugeordnet,
die einerseits die Mitnahme der Kupplungsscheibe
durch die Schwungscheibe bei einwandfreier
Pendellagerung im Sinne einer durch das Uhrwerk bewirkten
Verdrillung des die Pendelaufhängung bildenden
Drahtes sicherstellt, andererseits bei der rückläufigen
Drehbewegung wie auch bei einer Blockierung
des Pendels ein Durchrutschen der Kupplungsscheibe
zuläßt.
Auf diese Weise werden aus der sich an die vom Uhrwerk
ausgelösten Verdrillung anschließenden rückläufigen
Drehbewegung wie auch aus einem möglicherweise
blockierten Pendel resultierende Gegenkräfte
im Kupplungsbereich eliminiert, so daß sie nicht in
das Uhrwerk gelangen. Die erfindungsgemäße Verwendung
von Permanentmagneten zur gezielten Übertragung
des Drehmoments von der Schwungscheibe auf die Kupplungsscheibe,
stellt die anhaltend einwandfreie
Funktion dieses Antriebes sicher. Dieser Antrieb erweist
sich dann auch von der Konstruktion her als
denkbar einfach.
Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Antriebs ergeben
sich aus den Unteransprüchen.
In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen
weitergehend erläutert. Es zeigt
Fig. 1 den neuen Pendelantrieb mit Pendel
in schaubildlicher Darstellung,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Pendelantrieb,
Fig. 3 einen der Fig. 2 entsprechenden
Schnitt durch eine abgewandelte Ausführungsform
des Pendelantriebs,
Fig. 4 einen den Fig. 2 und 3 entsprechenden
Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
des Pendelantriebs,
Fig. 5 einen den Fig. 2 bis 4 entsprechenden
Schnitt durch eine weitere Ausführungsform
des Pendelantriebs,
die Schnitt in größerem Maßstab.
Kernstück des Pendelantriebs ist eine am Uhrengehäuse
gelagerte Welle 1 mit der Schwungscheibe 3, auf der
eine Kupplungsscheibe 4 drehbeweglich gelagert ist.
Angetrieben wird die Welle 1 über eine vom Uhrwerk
abgehende Welle 2 mit einem Antriebsrad 2&min;, das mit
einem auf der Welle 1 befindlichen Abtriebsrad 1&min;
kämmt. Die Kupplungsscheibe 4 ist über ihren Umfang
verteilt mit 4 Mitnehmern 5 versehen, die beim Drehen
der Kupplungsscheibe 4 in Wirkeingriff mit einem an
der am Uhrwerksrahmen 8 abgehängten Pendelaufhängung 6
angeordneten Anschlag 9 kommend dem Drehpendel 7 eine
Bewegung im Sinne des Pfeiles A in Fig. 1 vermitteln.
Die Schwungscheibe 3 besteht aus hochmagnetischem
Material und die der Schwungscheibe 3 zugeordnete
Kupplungsscheibe 4 ist auf der der Schwungscheibe 3 zugekehrten
Seite am Umfang mit Permanentmagneten 10
bestückt. Die Kupplungsscheibe 4 wird aufgrund der
zwischen der Kupplungsscheibe 4 bzw. den der Kupplungsscheibe
4 zugeordneten Permanentmagneten 10 und der
magnetischen Schwungscheibe 3 wirksamen Magnetkräfte
von der Schungscheibe 3 mitgenommen. Die Permanentmagneten
10 sind so ausgelegt, daß ihre Magnetstärke
gerade für die Mitnahme der Kupplungsscheibe 4 durch
die Schwungscheibe 3 bei einwandfreier Pendelaufhängung
ausreicht, die Kupplungsscheibe 4 hingegen während der
sich an die Eingangsverdrillung anschließenden rückläufigen
Drehbewegung des Pendels (Pfeil A&min; in Fig. 1)
wie auch bei Störungen an der Pendelaufhängung durchrutschen
kann.
Die Ausführungsform nach Fig. 2 unterscheidet sich
von der nach Fig. 3 dadurch, daß die Kupplungsscheibe
4 aus magnetischem Material besteht und die Schwungscheibe
3 mit Permanentmagneten 10 bestückt ist. In beiden Fällen weisen die die Permanentmagnete tragenden Scheiben
4 (Fig. 2) bzw. 3 (Fig. 3) in Richtung auf die korrespondierende
Scheibe abgewinkelte Randteile 4&min; bzw. 3&min; auf an der Stirnseite
dieser über die Permanentmagnete überstehenden Randteile
liegt die korrespondierende Scheibe an.
Nach Fig. 4 ist sowohl die Schwungscheibe 3 als
auch die Kupplungsscheibe 4 mit Permanentmagneten
10 entgegengesetzter Polarität bestückt. In diesem
Fall treten die im übrigen unmagnetischen Scheiben 3
und 4 über die Permanentmagnete 10 in Wechselwirkung.
Nach Fig. 5 sind Schwungscheibe 3 und Kupplungsscheibe
4 mit Permanentmagneten 10 übereinstimmender
Polarität bestückt. Hinterfangen wird die Kupplungsscheibe
4 hierbei auf der von der Schwungscheibe 3
abgekehrten Seite von einem auf der Welle 1 sitzenden
Widerlager 11, gegen das die Schwungscheibe 4
aufgrund der Wechselwirkung zwischen den der Schwungscheibe
3 den der Kupplungsscheibe 4 zugeordneten
Permanentmagneten 10 gepreßt wird, so daß in diesem
Fall die Kupplungsscheibe 4 vom Widerlager 11 aufgrund
des Reibungswiderstandes zwischen Kupplungsscheibe
4 und Widerlager 11 mitgenommen wird.
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| Anspruch[de] |
- 1. Antrieb für ein abgehängtes Drehpendel einer elektrischen Uhr, in Gestalt einer
auf einer vom Uhrwerk abgehenden Welle angeordneten
Schwungscheibe und einer von der Schwungscheibe mitnehmbaren,
auf der Welle drehbeweglich angeordneten
Kupplungsscheibe mit regelmäßig über ihren Umfang
verteilt vorspringenden, gegen einen Anschlag an der
Pendelaufhängung auflaufenden Mitnehmern, gekennzeichnet
durch der Schwungscheibe (3) und/oder der
Kupplungsscheibe (4) im Randbereich über den Umfang
verteilt zugeordnete, das Drehmoment von der Schwungscheibe
(3) auf die Kupplungsscheibe (4) übertragende
Permanentmagnete (10).
- 2. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwungscheibe (3) aus magnetischem Material besteht
und die Kupplungsscheibe (4) mit Permanentmagneten
(10) bestückt ist.
- 3. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Kupplungsscheibe (4) aus magnetischem Material
besteht und die Schwungscheibe (3) mit Permanentmagneten
(10) versehen ist.
- 4. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Schwungscheibe (3) und Kupplungsscheibe (4) mit Permanentmagneten
(10) entgegengesetzter Polarität
bestückt sind.
- 5. Antrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Schwungscheibe (3) und Kupplungsscheibe (4) mit Permanentmagneten
(10) gleicher Polarität bestückt sind
und die Kupplungsscheibe (4) von einem auf der Welle
(1) angeordneten Widerlager (11) hinterfangen ist.
- 6. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß die die Permanentmagnete (10) aufnehmende
Scheibe (3 bzw. 4) in Richtung auf die
korrespondierende Scheibe (4 bzw. 3) abgewinkelte
Randteile (3 bzw. 4) aufweist, die zusammen mit
der angrenzenden Scheibenfläche die Permanentmagnete
(10) hinterfangen.
- 7. Antrieb nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen
Überstand der abgewinkelten Randteile (3 bzw. 4)
über die Permanentmagnete (10).
- 8. Antrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die Permanentmagnete (10) in
die jeweilige Scheibe (3) bzw. (4) eingebettet sind.
- 9. Antrieb nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß
die Permanentmagnete (10) in der jeweiligen Scheibe
(3) bzw. (4) versenkt sind.
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