| Dokumentenidentifikation |
DE3615533C2 18.01.1990 |
| Titel |
Verbolzung für Rinnenprofil aufweisende Ausbaurahmen |
| Anmelder |
Ruhrkohle AG, 4300 Essen, DE |
| Erfinder |
Hopfgartner, Hans, Dipl.-Ing., 4134 Rheinberg, DE |
| DE-Anmeldedatum |
07.05.1986 |
| DE-Aktenzeichen |
3615533 |
| Offenlegungstag |
12.11.1987 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
18.01.1990 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.01.1990 |
| IPC-Hauptklasse |
E21D 11/28
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| Zusammenfassung |
Bei einer durchlaufenden Verbolzung für Rinnenprofil aufweisende Ausbaurahmen, die eine fortlaufende Verbindung unter voller Aufnahme von Druck und Zug gewährleistet, ist die für den Vorbau erforderliche weitere Abstandsstrebe ohne teilweises Lösen der vorherigen Abstandsstrebe mit nur einer einzigen Schraubenmutter montierbar. Zur weiteren Vereinfachung der Montage ohne Schwächung im Bereich der Knickspannungen und einem im Millimeterbereich liegenden Verstellmechanismus ist vorgesehen, daß der geradlinige Schenkel (8) der vorzubauenden Abstandsstrebe (1') ein mit einem das abgestützte Rinnenprofil (2) überragenden Ende (16) versehen ist, wobei der für die Hakenschrauben (6) vorgesehene Durchgriff als Langloch (17) ausgebildet ist und das Ende des Schenkels beidseitig mit einer Profilierung (19) und die Mutter (14) mit einer profilierten Unterlegscheibe (18) versehen sind (Fig. 1).
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| Beschreibung[de] |
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Die Erfindung bezieht sich auf Verbolzungen der im
Oberbegriff des Hauptanspruchs angegebenen Gattung.
Aus der DE-OS 33 36 150, insbesondere nach Fig. 6, ist eine
durchlaufende Verbolzung bekannt, die eine fortlaufende
Verbindung unter voller Aufnahme von Druck und Zug
gewährleistet, wobei die für den Vorbau erforderliche weitere
Abstandsstrebe ohne teilweises Lösen der vorherigen
Abstandsstrebe mit nur einer einzigen Schraubenmutter montierbar
ist. Eine derartige Verbolzung, die das Lösen und
Wiedermontieren von Schraubverbindungen vermeidet, bedeutet in
jeder Weise einen technischen Fortschritt.
Da aber vornehmlich im Untertagebergbau die Abstände der
Rinnenprofil aufweisenden Ausbaurahmen nicht immer auf den
Zentimeter genau einzuhalten sind und darüber hinaus der
Abstand zwischen den Ausbaurahmen durch Kurven bedingt sich
ständig ändert, fehlt die für diese praktischen Zwecke
unbedingte Verstellbarkeit der Verbolzung.
In dem deutschen Gebrauchsmuster 18 29 414 ist weiterhin eine
den Ausbau von der Gebirgsseite her mit einer Abkröpfung
hintergreifende Verbolzung bekannt, die zur Anpassung des als
Wiederlager ausgebildeten Haltekörpers an verschiedene, stark
dimensionierte Ausbauprofile mit einem Langloch versehen ist.
Eine derartige Verbolzung ist nicht geeignet, für
unterschiedliche Abstände der einzelnen Baue verwendet zu werden.
Andererseits sind bereits verstellbare Winkelverbolzungen mit
zweiteiligem Zug- und Druckstab bekannt. Dabei werden die
beiden Zug- und Druckstabteile in Verbolzungsmitte um das
Verstellmaß plus zwei Scherlängen derartig überlappt, daß die
in der Regel noniusartig angeordneten Lochungen übereinstimmen
und so mit mindestens zwei separaten Schrauben miteinander
verbunden werden können. Desweiteren sind verstellbare
Verbolzungen bekannt, die im allgemeinen aus bis zu
fünfteiligen Zug- und Druckstäben und jeweils
spannschloßartigen Verstellmechanismen bestehen. Der Nachteil der
verstellbaren Winkelverbolzungen liegt im wesentlichen neben
dem hohen Stahlaufwand in einer komplizierten Herstellung und
Handhabbarkeit darin, daß der Verstellmechanismus in der
Verbolzungsmitte, also statisch einer Schwachstelle im Bereich der
größten Knickspannungen, angeordnet ist.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine
durchlaufende und verstellbare Verbolzung für Rinnenprofil
aufweisende Ausbaurahmen zu schaffen, die aus einem
einteiligen, zwischen zwei Ausbaurahmen anzuordnenden Zug- und
Druckstab besteht, die mit geringstem Stahlaufwand einfach
herzustellen und zu montieren ist, die keine Schwächung im
Bereich der Knickspannungen mit sich bringt und die darüber
hinaus einen im Millimeterbereich liegenden
Verstellmechanismus aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der
geradlinige Schenkel der vorzubauenden Abstandsstrebe mit
einem das abgestützte Rinnenprofil überragenden Ende versehen
ist, wobei der für die Hakenschraube vorgesehene Durchgriff
als Langloch ausgebildet ist und das Ende des Schenkels
beidseitig mit einer Profilierung und die in Vorbaurichtung
nächste Mutter mit einer profilierten Unterlegscheibe versehen
sind.
Im Rahmen der Ausführungsbeispiele der Erfindung erweist es
sich als besonders vorteilhaft, daß die Profilierung des Endes
des Schenkels und die Profilierung der Unterlegscheibe als
senkrecht verlaufende Riffelung ausgebildet sind. Zunächst
wird die untere und obere Verstellgrenze der Verbolzung durch
die Länge des Langlochs und darüber hinaus die Feinabstimmung
durch die Art der Profilierung der Oberflächen bestimmt. Da
der Verstellmechanismus am Ende der Verbolzung vorgesehen ist,
liegt er außerhalb der Knickspannungen und ermöglicht deshalb
die volle Druckkraftaufnahme einer verstellbaren
Abstandsstrebe, wie sie ansonsten nur bei starrer
Abstandsstrebe vorhanden ist.
Der technische Fortschritt der Erfindung ist im wesentlichen
darin begründet, daß ausgehend von bekannten starren
durchlaufenden Winkelverbolzungen mittels der durch die
Verstellbarkeit erzielbaren Anpassung an den oft unregelmäßigen
Abstand der Ausbaurahmen keine die Standfestigkeit, Fertigung
oder Handhabung einschränkenden Nachteile in Kauf genommen
werden müssen.
Die Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen aus Rinnenprofil bestehenden
Ausbaurahmen und einer fortlaufenden Verbolzung
mit Schmiege und Verstellmechanismus.
Fig. 2 + 3 einen Schnitt durch einen aus Rinnenprofil bestehen
Ausbaurahmen und einer fortlaufenden Verbolzung
ohne Schmiege, jedoch mit Verstellmechanismus.
Fig. 4 eine Vorderansicht der im Schnitt in Fig. 1 bis
3 dargestellten Ausführungsbeispiele.
Die in den Zeichnungen nach Fig. 1 bis 4 wiedergegebenen
Ausführungsbeispiele zeigen durchlaufende und verstellbare
Verbolzungen mit geringstmöglichem Materialaufwand für die
Winkeleisen 1 bzw. 1&min;. Das in Richtung des Vorbaus gesehen
ankommende Winkeleisen 1 weist einen horizontal verlaufenden
Schenkel 9 sowie einen senkrecht verlaufenden Schenkel 8&min; auf.
Das Winkeleisen 1 weist in Vorbaurichtung eine das
Rinnenprofil 2 teilweise umgreifende Ausstanzung 3 auf, wobei
der ansonsten geradlinig verlaufende Schenkel 8&min; hinter der
Ausstanzung 3 eine Schmiege 15 aufweisen kann, deren Tiefe der
Höhe der Schraubenmutter 12 entspricht. Das ankommende
Winkeleisen 1 wird am Rinnenprofil 2 mittels zweier Hakenschrauben
5, 6, die den Flansch des Rinnenprofils 2 umgreifen,
befestigt. Zu diesem Zweck sind in dem Schenkel 8&min; neben dem
Rinnenprofil 2 jeweils Durchgriffe 10 und 11 für die Schäfte
der Hakenschrauben 5, 6, vorgesehen. Das Winkeleisen 1 wird
mittels der Schraubenmuttern 12, 13, am Rinnenprofil 2
stabilisiert bzw. festgesetzt. Das sich an dieses Rinnenprofil
2 in Vorbaurichtung anschließende Winkeleisen 1&min; ist am Ende
mit einer das Rinnenprofil 2 einseitig anstoßenden Ausstanzung
4 versehen. Das Winkeleisen 1&min; stützt sich, wie aus der Fig. 1
bis 3 der linken Bildhälfte hervorgeht, mit der Ausstanzung 4
am Steg 7 des Rinnenprofils 2 ab. Das Ende 16 des geradlinig
verlaufenden Schenkels 8 des Winkeleisens 1&min; überlappt in der
unteren Verstellgrenze, wie dies aus Fig. 4 zu entnehmen ist,
das Rinnenprofil 2. Der in dem Schenkel 8 vorgesehene
Durchgriff für die Hakenschraubenschäfte und Anbringen der
Schraubenmutter 14 auf die Hakenschraube 6 ist, wie dies
insbesondere aus Fig. 4 zu entnehmen ist, als Langloch 17
ausgebildet. Die Länge des Langlochs 17 ergibt die untere und
die obere Verstellgrenze. Wie weiterhin aus Fig. 1 bis 3 zu
ersehen ist, ist das Ende 16 des Schenkels 8 des Winkeleisens
1&min; beidseitig mit einer Profilierung 19 versehen. Die
Profilierung 19 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel
als senkrecht verlaufende Riffelung ausgebildet. Mit der
Profilierung 19 des Endes 16 korrespondierend ist die
Unterlegscheibe 18 ebenfalls mit einer entsprechenden
Profilierung 19 versehen. Das Ineinandergreifen des mit
Profilierung versehenen Endes 16 und der gleich profilierten
Unterlegscheibe 18 gewährleistet bei Arretierung durch die
Schraubenmutter 14 eine zug- und druckfeste Anpassung an den
entsprechenden Bauabstand der Ausbaurahmen.
Zur Erzielung einer druck- und zugfesten Verbolzung erscheint
es ausreichend zu sein, daß das Ende 16 des Schenkels 8 des
Winkeleisens 1&min; und die Unterlegscheibe 18 jeweils nur auf den
einander zugewandten und miteinander korrespondierenden Seiten
mit einer entsprechenden Profilierung 19 versehen sind.
1, 1&min; Winkeleisen, Abstandstrebe
2 Rinnenprofil
3 Ausstanzung
4 Ausstanzung
5 Hakenschraube
6 Hakenschraube
7 Steg des Rinnenprofils
8, 8&min; Schenkel des Winkeleisens
9 Schenkel des Winkeleisens
10 Durchgriff
11 Durchgriff
12 Schraubenmutter
13 Schraubenmutter
14 Schraubenmutter
15 Schmiege
16 Ende des Schenkels
17 Langloch
18 Unterlegscheibe
19 Profilierung
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| Anspruch[de] |
- 1. Durchlaufende Verbolzung für Rinnenprofil aufweisende
Ausbaurahmen, bestehend aus Winkeleisen aufweisender,
zwischen jeweils zwei benachbarten Ausbaurahmen
einbaubarer, sich an letzteren abstützbaren Abstandsstrebe,
bei welcher an dem in Vorbaurichtung gesehen vorderen
Ende der Abstandsstrebe, in dem einen Schenkel des
Winkeleisens eine das entsprechende Rinnenprofil
teilweise umfassende Ausstanzung vorgesehen ist, und der
andere Schenkel des Winkeleisens bis zum Ende des Rückens
des zu umfassenden Rinnenprofils mit einer Schmiege
versehen oder gradlinig ausgebildet ist und in seinem
über das Rinnenprofil hinausgehenden Bereich über zwei
den jeweils zugeordneten Flansch des Rinnenprofils
umgreifende Hakenschrauben und Muttern an dem jeweiligen
Ausbaurahmen festlegbar ist, so daß die
Hakenschraubenschäfte entsprechende in dem Schenkel
vorgesehene Durchgriffe durchfassen und das andere
in Vorbaurichtung hintere Ende der Abstandsstrebe sich
beim Vorbau mit einer in der Regel vorhandenen
Ausstanzung im Schenkel im Bereich der möglichen Schmiege am
Steg des Rinnenprofils abstützt und der geradlinige
andere Schenkel mit einer Schraubenmutter verspannbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß der geradlinige Schenkel (8)
der vorzubauenden Abstandsstrebe (1&min;) ein mit einem das
abgestützte Rinnenprofil (2) überragenden Ende (16)
versehen ist, wobei der für die Hakenschrauben (6)
vorgesehene Durchgriff als Langloch (17) ausgebildet ist
und das Ende (16) des Schenkels (8) beidseitig mit einer
Profilierung (19) und die Mutter (14) mit einer
profilierten Unterlegscheibe (18) versehen sind.
- 2. Verbolzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Profilierung (19) des Endes (16) des Schenkels (8)
und die beidseitige Profilierung (19) der Unterlegscheibe
(18) als senkrecht verlaufende Riffelung ausgebildet
sind.
- 3. Verbolzung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Profilierung (19) des Endes (16) des Schenkels (8)
und die beidseitige Profilierung (19) der
Unterlegscheibe (18) als Noppung unterschiedlicher Formgebung
ausgebildet sind.
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