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Dokumentenidentifikation DE3700782C2 18.01.1990
Titel Schmierstoff-Injektor
Anmelder De Limon Fluhme GmbH & Co, 4000 Düsseldorf, DE
Erfinder Saretzky, Horst, 5828 Ennepetal, DE;
Bemba, Siegfried, 4049 Rommerskirchen, DE
Vertreter Stenger, A., Dipl.-Ing.; Watzke, W., Dipl.-Ing.; Ring, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 13.01.1987
DE-Aktenzeichen 3700782
Offenlegungstag 28.07.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.01.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.01.1990
Free division/divided out on the grounds of lack of unity 37447955
IPC-Hauptklasse F16N 27/00
IPC-Nebenklasse F16N 7/38   F16N 11/10   F16N 29/02   B65G 17/30   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Schmierstoff-Injektor für eine Vorrichtung zur Schmierung von Rollen eines Kettenförderers, deren Lager mit Schmierstoff über einen Schmiernippel nachfüllbar sind, auf den der Injektor während des Schmiervorganges aufpreßbar ist. Die Erfindung betrifft ferner eine Zentralschmieranlage für Rollen eines Kettenförderers. Um einen Schmierstoff-Injektor sowie eine Schmiervorrichtung zu schaffen, mit der eine genaue Dosierung der abgegebenen Schmierstoffmengen ohne Restabtropfen ermöglicht ist, wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß im Gehäuse ein mittels Druckluft betätigbarer federbelasteter Verfahrkolben angeordnet ist, der mit der Injektorspitze verbunden ist, daß zwischen dem Verfahrkolben und dem Gehäuse ein Ringraum freigelassen ist, der den Schmierstoffeinlaß über eine Bohrung mit einem im Verfahrkolben abgabeseitig koaxial ausgebildeten Zylinderraum verbindet, daß in den Zylinderraum ein Zylinderkörper für einen federbelasteten Steuerkolben und den Förderkolben mit Spiel zur Ausbildung eines von der einen Seite des Förderkolbens zur anderen Seite führenden Überströmkanals eingesetzt ist, und daß der Zylinderkörper einen Vorsteuerraum im Zylinderraum freiläßt und vom Steuerkolben gesteuerte Kanäle zur einen Seite des Förderkolbens und mit dem Überströmkanal in Verbindung bringbare weitere Steuerkanäle aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schmierstoff-Injektor für eine mit intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlage, mit einem Injektorgehäuse mit einer am vorderen Ende angeordneten Injektorspitze, wobei im Injektorgehäuse koaxial ein Zylinderraum sowie eine Querbohrung als Einlaß für den Schmierstoff in den Zylinderraum ausgebildet ist, sowie mit einem in den Zylinderraum des Injektorgehäuses eingesetzten Zylinderkörper für einen federbelasteten Steuerkolben und einen ebenfalls federbelasteten Förderkolben, wobei der Zylinderkörper mit Spiel zur Ausbildung eines von der einen Seite des Förderkolbens zur anderen Seite führenden Überströmkanals eingesetzt ist und wobei der Zylinderkörper einen Vorsteuerraum im Zylinderraum freiläßt und vom Steuerkolben gesteuerte Kanäle zur einen Seite des Förderkolbens und mit dem Überströmkanal in Verbindung bringbare weitere Steuerkanäle aufweist.

Ein Schmierstoff-Injektor dieser Art für eine mit intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlage ist aus der DE-PS 20 64 349 bekannt. Sie besteht aus einem Injektorgehäuse, das an seinem vorderen Ende eine Injektorspitze aufweist, durch die hindurch der Schmierstelle der Schmierstoff zugeführt wird. Innerhalb des Injektorgehäuse ist koaxial ein Zylinderraum ausgebildet, der die Elemente aufnimmt, mittels denen eine intermittierende Schmierstoffabgabe möglich ist. Um diesem Zylinderraum des Injektorgehäuses den abzugebenden Schmierstoff zuführen zu können, ist am hinteren Ende des Injektorgehäuses eine Querbohrung als Einlaß für den Schmierstoff ausgebildet. Für die intermittierende Abgabe des Schmierstoffes ist in den Zylinderraum des Injektorgehäuses zunächst ein Zylinderkörper eingesetzt, in dem ein Steuerkolben sowie ein Förderkolben jeweils federbelastet verschiebbar sind. Dieser Zylinderkörper ist dabei mit Spiel innerhalb des Injektorgehäuses eingesetzt, so daß der dadurch gebildete Überströmkanal die seine Seite des Förderkolbens mit der anderen Seite verbindet. Weiterhin sind im Innern des Injektorgehäuses vom Steuerkolben gesteuerte Kanäle sowie mit dem Überströmkanal in Verbindung bringbare weitere Steuerkanäle vorgesehen.

Der bekannte Schmierstoff-Injektor eignet sich zwar hervorragend für mit intermittierendem Druck arbeitende Zentralschmieranlagen, doch treten Probleme dann auf, wenn der Schmierstoff-Injektor für eine Vorrichtung zur Schmierung von wandernden Schmierstellen, insbesondere für Rollen eines Kettenförderers, eingesetzt werden muß, deren Lager mit Schmierstoff über einen Schmiernippel nachfüllbar sind und zu diesem Zweck der Schmierstoff-Injektor mit seiner Injektorspitze auf den Schmiernippel aufgepreßt werden muß. Mittels derartiger Kettenförderer werden beispielsweise Karosserieteile von einer Lackiererei in einen Ofen zum Brennen der Lackierung verbracht.

Davon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den bekannten Schmierstoff-Injektor derart weiterzuentwickeln, daß er auf technisch einfache Weise ausgehend von einer Ausgangsposition zur Schmierstelle verfahren werden kann, insbesondere auf einen Schmiernippel für den Schmiervorgang aufgepreßt werden kann.

Als technische Lösung wird mit der Erfindung vorgeschlagen, daß das Injektorgehäuse als mittels Druckluft betätigbarer, durch eine Feder belasteter Verfahrkolben in einem hohlzylindrischen Gehäuse angeordnet ist und daß zwischen dem Verfahrkolben bzw. dem Injektorgehäuse und dem Gehäuse ein Ringraum freigelassen ist, der einen im Gehäuse ausgebildeten Schmierstoffeinlaß über die Querbohrung mit dem Zylinderraum verbindet.

Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildeter Schmierstoff-Injektor hat den Vorteil, daß dieser auf technisch einfache Weise zur Schmierstelle hin durch Druckluftbeaufschlagung verfahren werden kann, beispielsweise auf einen Schmiernippel aufgesetzt werden kann. Das Injektorgehäuse wird dabei teleskopartig aus dem äußeren Gehäuse ausgefahren. Die "innere" Ausbildung des Verfahrkolbens bzw. des Injektorgehäuses sorgt dabei nach wie vor für genau dosierte Schmierstoffmengen, wobei die Schmierstoffzuführung zu dem eigentlichen Schmierstoff-Injektor über den zwischen dem eigentlichen Schmierstoff-Injektor und dem äußeren Zusatzgehäuse ausgebildeten Ringraum erfolgt.

In einer Weiterbildung ist die Feder vorzugsweise zwischen einer im Gehäuse ausgebildeten Abstufung und einer am hinteren Ende des Verfahrkolbens bzw. Injektorgehäuses ausgebildeten Abstufung gelagert. Der Rückanschlag des Verfahrkolbens bzw. Injektorgehäuses im Verfahrweg wird dabei vorzugsweise durch einen in das Gehäuse stirnseitig eingeschraubten Stopfen mit einer zentrischen Luftzuführung gebildet.

Schließlich wird in einer Weiterbildung vorgeschlagen, daß in der Injektorspitze im Abgabekanal eine Manschette angeordnet ist, die als Rückschlagventil dient und eine Gewähr gegen Nachtropfen bildet.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der zugehörigen Zeichnung, in der ein erfindungsgemäßer Schmierstoff-Injektor sowie eine Zentralschmieranlage für Rollen eines Kettenförderers mit Injektor schematisch dargestellt sind. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 einen Schmierstoff-Injektor im Schnitt in Bereitschaftsstellung,

Fig. 2 den Schmierstoff-Injektor der Fig. 1 in Abschmierposition (Drucktakt),

Fig. 3 den Schmierstoff-Injektor der Fig. 1 in Umschichtposition (Entspannungstakt),

Fig. 4 eine Rollenschmiervorrichtung schematisch in Seitenansicht,

Fig. 5 die Rollenschmiervorrichtung der Fig. 4 in Draufsicht,

Fig. 6 einen Schmierstoff-Injektor mit Mitnehmer der Rollenschmiervorrichtung der Fig. 4 mit dem Mitnehmer außer Eingriff in Draufsicht,

Fig. 7 das Detail gemäß Fig. 6 mit dem Mitnehmer im Eingriff und

Fig. 8 die Schmiervorrichtung in ihrer Gesamtheit als Schaltschema.

Der Schmierstoff-Injektor 1 besteht im wesentlichen aus einem hohlzylindrischen Gehäuse 2, in welchem ein mittels Druckluft betätigbarer, durch eine Feder 3 belasteter Verfahrkolben 4 angeordnet ist. Zur Lagerung der Feder 3 ist im Gehäuse 2 eine Abstufung 5 ausgebildet. Als Widerlager für die Rückholfeder 3 dient eine entsprechende Abstufung an der in der Zeichnung linken Seite des Verfahrkolbens 4, dessen Rückanschlag im Verfahrweg durch einen in das Gehäuse stirnseitig eingeschraubten Stopfen 6 mit einer zentrischen Luftzuführung 7 gebildet ist. Auf der gegenüberliegenden Stirnseite (in der Zeichnung rechts) ist der Verfahrkolben 4 mit einer Injektorspitze 8 verbunden.

Zwischen dem Verfahrkolben 4 und dem Gehäuse 2 ist im mittleren Bereich ein Ringraum 9 freigelassen, der einen im Gehäuse 2 ausgebildeten Schmierstoffeinlaß 10 über eine Querbohrung 11 des Verfahrkolbens mit einem im Verfahrkolben abgabeseitig (in der Zeichnung rechts) koaxial ausgebildeten Zylinderraum 12 verbindet. Der Zylinderraum 12 ist mehrfach abgestuft, so daß in ihn von der Stirnseite her ein Zylinderkörper 13 einsetzbar ist, der mit einer Schulter an einer Abstufung rückseitig gehalten ist und abgabeseitig durch die eingeschraubte Injektorspitze 8, wobei zwischen Injektorspitze 8 und Zylinderkörper 13 eine Sternscheibe 14 eingelegt ist, die Öffnungen zum Umschichten von Schmierstoff freiläßt.

Der Zylinderkörper 13 nimmt einen durch eine Feder 15 belasteten Steuerkolben 16 und einen durch eine gleich große Feder 17 in gleicher Wirkrichtung belasteten Förderkolben 18 auf, dessen Stellung zur Veränderung der Fördermengen einstellbar ist. Zur Ausbildung eines von der einen Seite (in der Zeichnung der linken Seite) des Förderkolbens 18 zur anderen Seite (in der Zeichnung rechte Seite) des Förderkolbens führenden Überströmkanals 19 ist der Zylinderkörper 13 mit Spiel zum Zylinderraum 12 des Verfahrkolbens 4 eingesetzt, so daß dort ein Ringraum vorliegt. Ferner läßt der Zylinderkörper 13 einen Vorsteuerraum 20 links im Zylinderraum frei und sind vom Steuerkolben 16 gesteuerte Kanäle 21 (Fig. 2 der Zeichnung) zur einen Seite des Förderkolbens (in der Zeichnung linken Seite) und mit dem Überströmkanal 19 in Verbindung bringbare weitere Steuerkanäle 22 und 66 im Zylinderkörper 13 ausgebildet.

In der Injektorspitze 8 ist zentrisch eine Bohrung als Schmierstoffabgabekanal 23 vorgesehen, der die rechte Seite des Förderkolbens 18 mit einer passend für einen Kegelnippel oder Trichternippel ausgebildeten Entnahmeöffnung 24 der Injektorspitze 8 verbindet. In den Kanal 23 ist eine Manschette 25 eingesetzt, deren kegelstumpfförmige Ausbildung nur in Richtung Entnahme unter dem Schmierstoffdruck den Durchfluß freigibt, in der entgegengesetzten Richtung aber dicht schließt.

Im gezeichneten Ausführungsbeispiel ist die Zylinderbohrung für den Steuerkolben 16 gegenüber der Zylinderbohrung für den Förderkolben 18 durch ein eingesetztes Trennstück 26 verschlossen. Der Steuerkolben 16 weist zur Ansteuerung der Steuerkanäle etwa mittig eine Querschnittsverringerung auf, die einen Ringraum 28 zum Zylinderkörper 13 schafft, der einen Überströmraum für Schmierstoff darstellt. Schließlich ist noch darauf hinzuweisen, daß sämtliche Teile des Injektors gegeneinander durch Dichtringe 27 abgedichtet sind, deren detaillierte Anordnung der Zeichnung entnehmbar ist.

In der Ruhestellung gemäß Fig. 1 der Zeichnung ist die zum Schmierstoffeinlaß 10 führende Speiseleitung entspannt und befinden sich der Steuerkolben 16 und der Förderkolben 18 in ihrer gezeichneten linken Position. Findet eine durch ein Steuerglied ausgelöste Beaufschlagung des Verfahrkolbens 4 mit Druckluft durch die Luftzuführung 7 statt, bewegt sich der Verfahrkolben 4 mit der Injektorspitze 8 in die in Fig. 2 der Zeichnung dargestellte Stellung.

Fig. 2 der Zeichnung zeigt den Drucktakt, bei dem nach Unterdrucksetzen des Schmierstoffeinlasses 10 die Druckbeaufschlagung über den Ringraum 9, die Querbohrungen 11 im Verfahrkolben auf den Vorsteuerraum 20 übertragen wird. Gegen die Wirkung der Feder 15 wird im Drucktakt der Steuerkolben 16 in seine in Fig. 2 der Zeichnung dargestellte rechte Position verschoben, so daß Schmierstoff aus dem Vorsteuerraum 20 über die Steuerkanäle 21, den Ringraum 28 im Steuerkolben sowie die Steuerkanäle 22 unter den Förderkolben 18 (linke Seite) gelangt. Der Steuerkanal 66 ist in dieser Position verschlossen.

Unter dem Einfluß des Schmierstoffdrucks bewegt sich der Förderkolben 18 gegen die Wirkung seiner Feder 17 nach rechts und verdrängt den vor ihm gespeicherten Schmierstoff (rechte Seite) durch den Abgabekanal 23 und die Entnahmeöffnung 24 in den in dieser Position aufgesetzten Schmiernippel als Verbraucherstelle. Der Zuleitungsdruck ist in diesem Augenblick größer als die Federkräfte.

Wird die Speiseleitung entlastet und damit der Schmierstoffdruck vom Schmierstoffeinlaß 10 weggenommen, ergibt sich das Bild im Entspannungstakt gemäß Fig. 3 der Zeichnung. Die Feder 15 bringt den Steuerkolben 16 in seine in der Zeichnung linke Stellung. Dabei wird gegen den Vorsteuerraum abgedichtet, so daß bei der ebenfalls initiierten Bewegung des Förderkolbens 18 aufgrund der Wirkung seiner Feder 17 nach links in der Zeichnung Schmierstoff von der linken Seite des Förderkolbens über die Steuerkanäle 22 und 66 und den ringraumförmigen Überströmkanal 19 sowie die Öffnungen in der Sternscheibe 14 umgeschichtet werden kann in den Raum rechts, d. h. vor dem Förderkolben 18. Nach dieser Umschichtung im Entspannungstakt ist der Injektor erneut zur Abgabe eines Schmierstoffstoßes bereit. Etwa gleichzeitig wird - wie Fig. 3 der Zeichnung zeigt - der Verfahrkolben 4 nach Abschaltung der Luftdruckbeaufschlagung unter Wirkung seiner Feder 3 in seine Ausgangsposition links in der Zeichnung zurückverfahren.

Die Fig. 4 bis 8 der Zeichnung verdeutlichen eine Zentralschmieranlage für Rollen 29 eines Kettenförderers 30, deren Lager mit Schmierstoff über einen Schmiernippel 31 nachfüllbar sind. Dabei werden zwei einander gegenüberliegend angeordnete Schmierstoff-Injektoren 1 gemäß den Fig. 1 bis 3 angewandt.

Der Kettenförderer 30 besteht im wesentlichen aus einem Doppel-T-Träger 32, auf dem eine Vielzahl von Tragrollen 29 im Abstand zueinander angeordnet sind. Die Tragrollen 29 sind auf einem zentrischen Rollenbolzen mittels eines Lagers 33 jeweils gelagert, wobei die Versorgung des Lagers 33 mit Schmierstoff über den Schmiernippel 31, den Rollenbolzen und eine Querbohrung vorgenommen wird. Jede Rolle 29 trägt eine Kettenhalterung 34 für eine angetriebene Endloskette 35 und ist ferner dafür vorgesehen, einen nicht dargestellten Lasthaken für das Traggut zu halten.

Auf der Oberseite des Doppel-T-Trägers 32 ist eine rechteckförmige Grundplatte 38 befestigt, die vier Halteböcke 39 zur Halterung zweier im Abstand zueinander parallel und zum Doppel-T-Träger angeordnete Führungsstangen 40 trägt.

Auf den Führungsstangen ist axial, d. h. mit der Bewegung der Tragrollen 29 verschiebbar ein Schlitten 41 angeordnet, der einen quadratartig gestalteten Schlittenrahmen 36 besitzt, dessen Rahmenelemente durch Haltebleche 37 für zwei einander gegenüberliegend angeordnete Injektoren 1 verbunden sind. Im Schlittenrahmen 36 sind vier Lager 42 gehalten, durch die sich die Führungsstangen 40 erstrecken, so daß die axiale Verschiebbarkeit des Gesamtschlittens gegen die Wirkung von auf den Führungsstangen 40 angeordneten Rückholdruckfedern 43 ermöglicht ist.

An dem Schlittenrahmen 36 ist ferner eine Haltekonsole 44 für einen Luftzylinder 45 angeschweißt, dessen Kolbenstange 46 mit einer Platte 47 versehen ist, an der zwei Hebel 48 anliegen. Die Hebel 48 sind gegen die Wirkung je einer zwischen der Haltekonsole 44 und dem zugehörigen Hebel 48 verlaufenden Feder 49 durch die ausfahrbare Kolbenstange des Luftzylinders verschwenkbar. Kleine Rollen 50 an den freien Enden der leicht abgewinkelten Hebel erleichtern das Zusammenwirken mit der Platte 47.

Ein Halteblech 67 auf dem oberen Rahmenteil des Schlittenrahmens 36 sowie ein entsprechend ausgebildetes Halteblech 68, an den unteren Rahmenteilen, ist mit Lagern für zwei senkrecht verlaufende Achsen 51, 52 versehen, die in Höhe der Injektoren 1 bzw. der Achsen der Tragrollen 29 je einen stangenförmigen Mitnehmer 53, 54 tragen, die bei einer Verschwenkung der zugehörigen Hebel 48 in den Verfahrbereich der Rollen 29 gelangen und damit die kraftschlüssige Verbindung Rolle-Schlitten zur gemeinsamen Verfahrung herstellt. Die örtliche Zuordnung der Mitnehmer zu den Injektoren 1 ist dergestalt, daß ein absolut passgenaues Aufsetzen der Injektorspitze 8 auf den zugehörigen Schmiernippel 31 des abzuschmierenden Rollenlagers möglich ist.

Der Schlittenrahmen 36 trägt ferner auf seiner Oberseite einen Anschlag 55, der beim Rückverfahren des Schlittens 41 zur Abbremsung seiner Bewegung mit einem Pralldämpfer 56 nach Art eines Stoßdämpfers zusammenwirkt, der auf der Grundplatte 38 in korrespondierender Höhe befestigt ist.

Das Funktionsschema der oben beschriebenen Schmiervorrichtung ergibt sich aus Fig. 8 der Zeichnung. Demnach wird die gesamte Abschmiervorrichtung aktiviert, sobald die Kette 35 des Förderers läuft. Wenn eine Kettenhalterung 34 eine entsprechend dem Bewegungsweg positionierte Lichtschranke 57 passiert wird zunächst ein 3/2-Wegeventil 58 in einer Druckluft-Versorgungsleitung 59 auf Durchlaß gestellt und wird über ein 5/2-Wegeventil 60 der Luftzylinder 45 mit Druckluft beaufschlagt. Seine Kolbenstange 46 verfährt aus der in Fig. 4 gezeigten Stellung nach links und verschwenkt damit die an der Platte 47 anliegenden Hebel 48. Hierdurch verdrehen sich die beiden Achsen 51, 52 derart, daß die daran befestigten Mitnehmer 53, 54 in die Bewegungsbahn der Tragrolle 29 gelangen, wie dies aus Fig. 7 der Zeichnung erkennbar ist. Mit der Bewegung der Tragrolle ist damit der Schlitten 41 gekuppelt, so daß er im folgenden aus der Position der Fig. 4 und 5 heraus nach rechts auf den Führungsstangen 40 gleitend verschoben wird.

Vom Schlitten 41 wird nun ein Näherungsschalter 61 betätigt, über den mittels eines 3/2-Wegeventils 62 die Luftzufuhr zum Verfahrkolben 4 jedes Injektors 1 freigegeben wird. Die Injektorspitze 8 wird auf den jeweiligen Schmiernippel 31 der Rolle 29 aufgesetzt und angepreßt.

Mit Verzögerung wird anschließend ein 5/2-Wegeventil 63 geschaltet, das über ein 3/2-Wegeventil 64 Schmierstoff zum Schmierstoffeinlaß 10 des Injektors freigibt, so daß die verschiedenen Bewegungen des Steuerkolbens und Förderkolbens des jeweiligen Injektors ausgelöst werden und mit einer dosierten Schmierstoffmenge die Abschmierung des Rollenlagers 33 von beiden Seiten vorgenommen wird.

Kurz vor Ende des Verfahrwegs des Schlittens 41 wird über einen weiteren Näherungsschalter 65 zunächst der Schmierstoffdruck zu den Injektoren abgeschaltet und sodann die Luftdruckbeaufschlagung des Injektors beendet, so daß aufgrund der Wirkung der Feder 3 die Verbindung der Injektorspitze mit dem abzuschmierenden Nippel gelöst wird. Anschließend wird über eine Verzögerungseinrichtung die Druckluftbeaufschlagung des Luftzylinders 45 abgeschaltet, so daß der Schlitten 41 durch die Rückholdruckfedern 43 in seine Ausgangsposition gemäß Fig. 4 und 5 der Zeichnung zurückgefahren wird. Der Pralldämpfer 56 fängt die Bewegungsenergie ab.

Es ist erkennbar, daß die Gesamtvorrichtung nicht nur für eine beidseitige Abschmierung - wie beschrieben - sondern auch für eine einseitige Abschmierung wechselweise für die innen und außen laufende Rolle einer Kettenhalterung möglich ist.

Bezugszeichenliste

1 Schmierstoff-Injektor

2 Gehäuse

3 Feder

4 Verfahrkolben

5 Abstufung

6 Stopfen

7 Luftzuführung

8 Injektorspitze

9 Ringraum

10 Schmierstoffeinlaß

11 Querbohrung

12 Zylinderraum

13 Zylinderkörper

14 Sternscheibe

15 Feder

16 Steuerkolben

17 Feder

18 Förderkolben

19 Überströmkabel

20 Vorsteuerraum

21 Kanal

22 Steuerkanal

23 Schmierstoffabgabekanal

24 Entnahmeöffnung

25 Manschette

26 Trennstück

27 Dichtring

28 Ringraum

29 Rolle

30 Kettenförderer

31 Schmiernippel

32 Doppel-T-Träger

33 Lager

34 Kettenhalterung

35 Endloskette

36 Schlittenrahmen

37 Halteblech

38 Grundplatte

39 Haltebock

40 Führungsstange

41 Schlitten

42 Lager

43 Rückholdruckfeder

44 Haltekonsole

45 Luftzylinder

46 Kolbenstange

47 Platte

48 Hebel

49 Feder

50 Rolle

51 Achse

52 Achse

53 Mitnehmer

54 Mitnehmer

55 Anschlag

56 Pralldämpfer

57 Lichtschranke

58 3/2-Wegeventil

59 Druckluft-Versorgungsleitung

60 5/2-Wegeventil

61 Näherungsschalter

62 3/2-Wegeventil

63 5/2-Wegeventil

64 3/2-Wegeventil

65 Näherungsschalter

66 Steuerkanal

67 Halteblech

68 Halteblech


Anspruch[de]
  1. 1. Schmierstoff-Injektor (1) für eine mit intermittierendem Druck arbeitende Schmieranlage,

    mit einem Injektorgehäuse mit einer am vorderen Ende angeordneten Injektorspitze (8), wobei im Injektorgehäuse koaxial ein Zylinderraum (12) sowie eine Querbohrung (11) als Einlaß für den Schmierstoff in den Zylinderraum (12) ausgebildet ist,

    sowie mit einem in den Zylinderraum (12) des Injektorgehäuses eingesetzten Zylinderkörper (13) für einen federbelasteten Steuerkolben (16) und einen ebenfalls federbelasteten Förderkolben (18), wobei der Zylinderkörper (13) mit Spiel zur Ausbildung eines von der einen Seite des Förderkolbens (18) zur anderen Seite führenden Überströmkanals (19) eingesetzt ist und wobei der Zylinderkörper (13) einen Vorsteuerraum (20) im Zylinderraum (12) freiläßt und vom Steuerkolben (16) gesteuerte Kanäle (21) zur einen Seite des Förderkolbens (18) und mit dem Überströmkanal (19) in Verbindung bringbare weitere Steuerkanäle (22, 26) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Injektorgehäuse als mittels Druckluft betätigbarer, durch eine Feder (3) belasteter Verfahrkolben (4) in einem hohlzylindrischen Gehäuse (2) angeordnet ist und

    daß zwischen dem Verfahrkolben (4) bzw. dem Injektorgehäuse und dem Gehäuse (2) ein Ringraum (9) freigelassen ist, der einen im Gehäuse (2) ausgebildeten Schmierstoffeinlaß (10) über die Querbohrung (11) mit dem Zylinderraum (12) verbindet.
  2. 2. Schmierstoff-Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (3) zwischen einer im Gehäuse (2) ausgebildeten Abstufung (5) und einer am hinteren Ende des Verfahrkolbens (4) bzw. Injektorgehäuses ausgebildeten Abstufung gelagert ist.
  3. 3. Schmierstoff-Injektor nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückanschlag des Verfahrkolbens (4) bzw. Injektorgehäuses im Verfahrweg durch einen in das Gehäuse (2) stirnseitig eingeschraubten Stopfen (6) mit einer zentrischen Luftzuführung (7) gebildet ist.
  4. 4. Schmierstoff-Injektor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Injektorspitze (8) im Abgabekanal eine Manschette (25) angeordnet ist.






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