| Dokumentenidentifikation |
DE3722030C2 18.01.1990 |
| Titel |
Kunststoff-Gleitlager |
| Anmelder |
SKF Textilmaschinen-Komponenten GmbH, 7000 Stuttgart, DE |
| Erfinder |
Fuchs, Franz, Dipl.-Ing. (FH); Müller, Heinz, Dipl.-Ing., 7037 Magstadt, DE |
| DE-Anmeldedatum |
03.07.1987 |
| DE-Aktenzeichen |
3722030 |
| Offenlegungstag |
26.01.1989 |
| Veröffentlichungstag der Patenterteilung |
18.01.1990 |
| Veröffentlichungstag im Patentblatt |
18.01.1990 |
| IPC-Hauptklasse |
F16C 13/02
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| IPC-Nebenklasse |
F16C 17/02
F16C 33/20
F16J 15/453
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| Zusammenfassung |
Die beiden Gleitringe eines bekannten Kunststoff-Gleitlagers sind dadurch axial festgelegt, daß beim Ineinanderschieben ein am inneren, elastischen Gleitring ausgebildeter ringförmiger Ansatz in eine Nut im äußeren Gleitring einrastet. Dieser Eingriff erhöht die Lagerreibung. Am anderen axialen Lagerende stehen die Gleichflächen frei und sind verschmutzungsgefährdet. Das montierte Lager muß zum Gebrauch noch auf einer Halterung (Welle o. dgl.) festgelegt werden. Durch den Aufbau des Gleitlagers aus einer Hülse und einer Achse wird das Gleitlager ohne weitere Montagen gebrauchstüchtig. An der Achse ist beidseits der Gleitfläche zumindest eine freistehende, im Durchmesser größer als diese ausgebildete Lamelle angeordnet, die in in der Hülse beidseits deren Gleitfläche ausgebildete, stirnseitig offene Ausnehmungen ragt. Beim Ineinanderschieben der beiden Lagerteile kann sich die Lamelle elastisch verformen, und die Lamellen bilden schließlich eine reibungsarme Axialhalterung der Lagerteile und dichten das Lager beidendig ab. Kunststoff-Gleitlager, insbesondere für Gebrauch in verschmutzter Umgebung.
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| Beschreibung[de] |
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Das DE-GM 74 41 422 entspricht dem Oberbegriff des Anspruches 1. Dieses
vorbekannte Kunststoff-Gleitlager weist den Nachteil auf, das es nicht
beidseitig gegen Schmutz geschützt ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße
Lager bei guten Lagereigenschaften so auszubilden, daß es zum praktischen
Gebrauch in besonders schmutzgefährdeter Umgebung geeignet ist. Diese
Aufgabe ist durch die im Anspruch 1 genannte Erfindung gelöst.
Das Lager ist für den Einsatz in besonders schmutzgefährdeter Umgebung
geeignet, weil es beidseits durch je zwei Lamellen abgedichtet ist. Die
Achse kann in einfacher Weise nach beiden Seiten ein Stück herausgeschoben
werden, um die Dichtbereiche von Schmutz zu reinigen. Der Schmutz muß
also nicht durch das Lager gezogen werden.
Die im Anspruch 2 genannte Fortbildung der Erfindung bietet die
Möglichkeit, in den Nuten einen Fettvorrat vorzusehen, wodurch die
Lebensdauer der Lagerung erheblich verlängert werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Beispieles näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 als Einzelteil im Schnitt die Hülse;
Fig. 2 als Einzelteil im Schnitt die Achse;
Fig. 3 im Schnitt das zusammengesetzte Kunststoff-Gleitlager
mit gegenüber der Fig. 2 um 90 Grad gedrehter Achse.
Das Kunststoff-Gleitlager weist eine Hülse 1 und eine Achse 4 auf. Die
Hülse enthält eine innere Gleitfläche 2 und beidseits von dieser zu den
Stirnflächen hin offene zylindrische Ausnehmungen 3, deren Durchmesser
größer als derjenige der Gleitfläche 2 ist. Die Achse hat mittig eine
der Hülse angepaßte äußere Gleitfläche 5 und beidseits von dieser
freistehende Lamellen 6 mit größerem Außendurchmesser als die Gleitfläche.
Die Lamellen 6 sind an Zapfen 7 ausgebildet, die an die Achse 4 angeformt
sind. Die Zapfen tragen an ihren Enden einen Festlegeansatz 8.
Durch seitliches Ineinanderschieben von Hülse 1 und Achse 4 wird das
Lager montiert. Beim Schieben durch die Gleitfläche 2 können sich die
im Durchmesser größeren Lamellen 6 elastisch verformen, und sie federn
schließlich auf, wenn sie in den Bereich der Ausnehmung 3 kommen, deren
lichte Weite dem Lamellendurchmesser so angepaßt ist, daß die Teile eine
Spaltdichtung bilden. Die am anderen Ende der Achse 4 befindlichen Lamellen
sind dann ebenfalls in die ihnen zugeordnete andere Ausnehmung 3 der
Hülse 1 eingetreten, wie aus Fig. 3 ersichtlich. Das innere Lamellenpaar
steht nun mit geringem, das Axialspiel des Lagers bestimmenden Abstand
den von der Gleitfläche 2 zu den Ausnehmungen 3 führenden Übergangskanten
9 (Fig. 1) gegenüber, wodurch die Hülse 1 und die Achse 4 axial einander
gegenüber festgehalten sind.
In Fig. 3 ist eine mögliche Halterung für das Lager dargestellt, die
die Achse 4 verdrehungssicher festhält. Die Festlegeansätze 8 sind im
Eingriff in ihnen formschlüssig angepaßten Sitzen 10 dargestellt, die sich
in Haltearmen 11 befinden. Diese können zum Einsetzen und Herausnehmen
des Lagers z.B. elastisch gegeneinander verspreizt werden.
Die Gleitfläche 5 der Achse 4 kann, wie in Fig. 3 dargestellt, durch
Nuten unterbrochen sein. Da zur Erhöhung der Lebensdauer auch bei
Kunststoff-Gleitlagern eine Schmierung sinnvoll ist, sind die Nuten zur
Aufnahme eines Fettvorrates vorgesehen.
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| Anspruch[de] |
- 1. Kunststoff-Gleitlager, bestehend aus einer Achse und einer Hülse,
die durch eine mittels eines an der Achse umlaufenden Vorsprungs und
eines Rücksprungs an der Hülse gebildete Schnappverbindung in einer
vorbestimmten Axiallage zueinander gehalten sind,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Hülse (1) beidseits der durchgehenden
Gleitfläche (2) zu den Stirnseiten hin offene zylindrische Ausnehmungen
(3) eingebracht sind und daß an der Achse (4) beidseits der an dieser
gebildeten Gleitfläche (5) an angeformten Zapfen (7) je zwei Lamellen
(6) ausgebildet sind, die einen größeren Außendurchmesser als die
Gleitfläche (2) der Hülse (1) haben und in die Ausnehmung (3) ragen,
derart, daß in den Ausnehmungen (3) Spaltdichtungen gebildet sind
und die gesamte Lageranordnung bezüglich der Lagermitte symmetrisch
ist.
- 2. Kunststoff-Gleitlager nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Gleitfläche (5) der Achse (4) durch
Schmiermittel aufnehmende Nuten (12) unterbrochen ist.
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