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Dokumentenidentifikation DE3824883A1 01.02.1990
Titel Spitzer für Weichminenstifte
Anmelder Christian Eisen & Sohn Metallwarenfabrik GmbH, 8523 Baiersdorf, DE
Erfinder Eisen, Johann Christian, 8523 Baiersdorf, DE
Vertreter Czowalla, E., Dipl.-Ing. Dipl.-Landw.; Matschkur, P., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 22.07.1988
DE-Aktenzeichen 3824883
Offenlegungstag 01.02.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.02.1990
IPC-Hauptklasse B43L 23/08
IPC-Nebenklasse A45D 40/20   
Zusammenfassung Spitzer für Weichminenstifte, insbesondere für Kosmetikstifte, mit einem tangential zum konischen Spitzerkanal des Spitzergehäuses angestellten Spitzermesser und einem quer in den Spitzerkanal hineinreichenden Fassonmesser mit einer bogenförmigen Schneide, wobei der Spitzerkanal im Bereich des Fassonmessers oben und unten offen ist, und das Fassonmesser ein einstückig an den seitlichen Begrenzungswänden des offenen Spitzerkanalendes angeformtes Teil des Spitzergehäuses ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Spitzer für Weichminenstifte, insbesondere für Kosmetikstifte, mit einem tangential zum konischen Spitzerkanal des Spitzergehäuses angestellten Spitzermesser und einem quer in den Spitzerkanal hineinreichenden Fassonmesser mit einer bogenförmigen Schneide.

Derartige Spitzer, man vergleiche hierzu beispielsweise die Deutsche Patentschrift 12 68 019, ermöglichen ein Abschälen der weichen Mine, so daß sich eine gerundete Spitze ergibt, wie sie besonders bei Kosmetikstiften stets angestrebt wird. Das Fassonmesser ist dabei grundsätzlich ein entweder in eine entsprechende Aufnahme des Spitzergehäuses einzulegendes oder bei der Spritzgießfertigung des Spitzergehäuses von diesem mit umspritztes Metallmesser. Dieser Aufbau ist relativ kompliziert und arbeitsaufwendig.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Spitzer der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß er einfacher hergestellt werden kann.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß der Spitzerkanal im Bereich des Fassonmessers oben und unten offen ist und daß das Fassonmesser ein einstückig an den seitlichen Begrenzungswänden des offenen Spitzerkanalendes angeformtes Teil des Spitzergehäuses ist.

Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Fassonmessers als einstückig am Spitzergehäuse angespritzter oder angegossener Steg, wobei das Spitzergehäuse sowohl aus Kunststoff als auch aus Metall bestehen kann, läßt sich das Fassonmesser mit dem Spitzergehäuse herstellen, ohne daß dadurch ein besonderer Aufwand verbunden wäre. Erforderlich ist lediglich eine entsprechende Formausgestaltung mit entsprechenden Schiebern, wobei es darüber hinaus auch wichtig ist, den Spitzerkanal in der angesprochenen Weise am Ende oben und unten zu öffnen, um auf diese Weise Raum für die entsprechenden Formteile zu schaffen, die den das Fassonmesser bildenden, vorzugsweise querschnittlich dreieckigen Steg bilden.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen Kosmetikstiftspitzers,

Fig. 2 eine Aufsicht auf den Spitzer nach Fig. 1,

Fig. 3 eine perspektivische, um etwa 180° gegenüber der Fig. 1 versetzte und teilweise geschnittene Ansicht des Spitzers bei abgenommenem Spitzermesser, und

Fig. 4 einen vergrößerten Längsschnitt durch einen erfindungsgemäßen Spitzer, wiederum ohne Spitzermesser zur Verdeutlichung der Wirkungsweise des angespitzten Fassonmessers.

Der in den Figuren gezeigte Spitzer besitzt in üblicher Weise ein Spitzergehäuse 1, welches bevorzugt aus Kunststoff im Wege des Spritzgießens gefertigt wird, jedoch ggf. auch aus Metalldruckguß bestehen könnte. Der Spitzerkanal 2 ist am rückwärtigen Ende nach oben und unten offen, was man besonders deutlich in Fig. 3 erkennen kann. Im wesentlichen tangential zum konischen Spitzerkanal 2 ist das Spitzermesser 3 angestellt, das im gezeigten Ausführungsbeispiel mit Hilfe einer Schraube 4 befestigt wird. Anstelle einer solchen Schraubbefestigung könnte selbstverständlich auch ein Umspritzen des Messers vorgesehen sein oder aber auch eine Einsteckbefestigung, bei der das Messer in entsprechende Taschen des Spitzergehäuses 1 eingeschoben ist.

Im nach oben und unten freigelegten Endbereich 5 des Spitzerkanals ist ein an die Seitenwände 6 angespritzter querschnittlich im wesentlichen dreieckförmiger Steg 7 vorgesehen, der auf der Unterseite eine als Fassonmesser wirkende bogenförmige Schneide 8 bildet, die beim üblichen Spitzen eines Weichminenstifts, vornehmlich eines Kosmetikstifts, die Mine an der vorderen Spitze abschält, so daß sich die gewünschte runde Spitzenform ergibt, wie sie beim strichpunktiert in Fig. 4 angedeuteten Kosmetikstift zu erkennen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Spitzer für Weichminenstifte, insbesondere für Kosmetikstifte, mit einem tangential zum konischen Spitzerkanal des Spitzergehäuses angestellten Spitzermesser und einem quer in den Spitzerkanal hineinreichenden Fassonmesser mit einer bogenförmigen Schneide, dadurch gekennzeichnet, daß der Spitzerkanal 2 im Bereich 5 des Fassonmessers oben und unten offen ist, und daß das Fassonmesser ein einstückig an den seitlichen Begrenzungswänden 6 des offenen Spitzerkanalendes 5 angeformtes Teil 7 des Spitzergehäuses 1 ist.
  2. 2. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fassonmesser durch einen querschnittlich dreieckigen Steg 7 gebildet ist.
  3. 3. Spitzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steg 7 so gebogen ist, daß die Seelenachse etwa im Scheitelpunkt schneidet und die Schneide 8 entsprechend dem Minenradius anliegt.






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