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Dokumentenidentifikation DE3917230A1 08.02.1990
Titel Meßfeder mit oberer und unterer Einspannung
Anmelder Magyar Optikai Müvek, Budapest, HU
Erfinder Topor, Gábor, Dipl.-Masch.-Ing., Budapest, HU;
Váradi, István, Törökbálint, HU;
Winter, Imre, Dipl.-Masch.-Ing., Budapest, HU;
Kovács, Miklós, Budakalász, HU
Vertreter Jentschura, R., Dipl.-Ing.; Viering, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 26.05.1989
DE-Aktenzeichen 3917230
Offenlegungstag 08.02.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.02.1990
IPC-Hauptklasse G01G 3/02
IPC-Nebenklasse G01L 1/04   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Meßfeder mit oberer und unterer Einspannung, insbesondere für Personenwaagen, bei der die eine Einspannung als eine bezogen auf die Meßfeder wegdrehbare Einstellkappe ausgebildet ist, in der ein Nest vorgesehen ist, das einen die gleiche Steigung wie die Meßfeder aufweisenden Abschnitt aufweist. Um eine belastungskonstante wirksame Länge der Meßfeder zu erhalten, ist auch in der anderen Einspannung ein über einen die gleiche Steigung wie die der Meßfeder aufweisenden Abschnitt verfügendes Nest vorgesehen und zwischen den beiden Einspannungen ist eine an beiden Enden offene Meßfeder vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Meßfeder mit oberer und unterer Einspannung, in erster Linie für Personenwaagen, wobei die eine Einspannung als eine gegenüber der Meßfeder drehbare Einstellkappe ausgebildet ist, in der ein Nest vorgesehen ist, das eine die gleiche Steigung wie die Windungshöhe der Meßfeder aufweisenden Abschnitt aufweist.

Es ist bekannt, daß bei der Benutzung von Personenwaagen die Belastung über unterschiedliche Übersetzungen auf eine Meßfeder übertragen und deren Formänderung - ebenfalls über Übersetzungen - angezeigt wird.

Die Meßfedern können Zug- oder Druckfedern sein, in beiden Fällen ist es jedoch erforderlich, die Arbeitslänge (die wirksame Länge) der Feder einzustellen.

Bei Druckfedern geschieht dies, indem die an einem Ende der Feder befindliche Kappe gedreht, d.h. die Auflagestelle geändert wird. Die Kappe ist eigentlich die eine Einspannung der Druckfeder, und in ihrem Boden ist ein Nest vorgesehen, das einen die gleiche Steigung wie die Windungssteigung der Feder aufweisenden Abschnitt hat. Die Feder liegt auf dem Nest auf; um sie drehen und einstellen zu können, ist ihr Ende durch eine am Boden des Nestes beziehungsweise der Einspannung befindliche Öffnung hindurchgezogen.

Das andere Ende derartiger Federn ist in eine gewöhnliche tellerförmige Fassung eingepaßt und im Interesse adäquater Auflage mit einer geschlossenen Windung versehen. Zwischen der geschlossenen Windung und der jeweiligen Windungssteigung der ersten offenen Windung ist jedoch der Steigungswinkel nicht konstant, d.h. bei steigender Belastung kommt es zu einem allmählichen Aufliegen der ersten offenen Windung auf der geschlossenen Windung. Die aufliegenden Teile funktionieren natürlich nicht mehr als Feder, das bedeutet, daß sich die Arbeitslänge derartiger Federn und damit auch die Federcharakteristik während der Messung ändern, was offensichtlich mit einer Verminderung der Meßgenauigkeit verbunden ist.

Ziel der Erfindung ist es, eine Lösung zu finden, die ermöglicht, Druckfedern ohne geschlossene Windung als Meßfedern zu verwenden und dadurch den Nachteil zu beseitigen, daß sich die Arbeitslänge der Meßfeder während der Messung ändert.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sowohl die untere wie auch die obere Einspannung der Meßfeder mit einem Nest versehen sind, das einen die gleiche Steigung wie die Windungssteigung der Feder aufweisenden Abschnitt aufweist, und daß zwischen den Einspannungen eine an beiden Enden offene Druckfeder vorgesehen ist.

In dieser Anordnung ist die Charakteristik der Meßfeder konstant, denn da keine geschlossene Windung vorhanden ist, kann es auch nicht zu einem Aufliegen der folgenden Windungen kommen. Vorteilhaft ist ferner, daß die obere und die untere Einspannung im wesentlichen von gleicher Ausführung sind, was die Herstellung vereinfacht.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels mit Hilfe der Zeichnung näher erläutert.

Fig. 1 zeigt die erfindungsgemäße Meßfeder und die Einspannungen im Längsschnitt.

Die Abbildung zeigt eine an einer Waagengrundplatte 1 befestigte Einspannung 2, eine Druckfeder 3 und eine obere Einspannung 4. Die untere Einspannung 2 und die obere Einspannung 4 sind identisch ausgebildet: als tellerförmige Kappen, die mit einem unteren Nest 5 beziehungsweise einem oberen Nest 6 versehen sind. Aus der Abbildung ist ersichtlich, daß sowohl das untere Nest 5 wie auch das obere Nest 6 mit einer Auflage, z.B. einer entlang einer Schraubenwindung verlaufenden rampenförmigen Schulter, mit der Windungssteigung der Druckfeder 3 entsprechender Steigung versehen sind; auf diese Weise liegt die Druckfeder 3 an beiden Enden mit beinahe einer ganzen Windungslänge in den Nestern 5 und 6 auf.

Aus der Abbildung ist auch ersichtlich, daß die Arbeitslänge 1 der Druckfeder 3 von dem oberen beziehungsweise unteren Punkt der Nester 5 und 6 bestimmt wird. Im Betrieb nähern sich die Windungen der Druckfeder 3 durch die Belastung F in völlig identischem Maße einander, liegen jedoch - von extremen Belastungen abgesehen - nicht aufeinander auf, weil die Druckfeder an keinem ihrer beiden Enden eine geschlossene Windung aufweist. Dementsprechend ist das Kraft-Weg-Diagramm der Feder praktisch vollkommen linear, wodurch die Genauigkeit der Waage gewährleistet werden kann.


Anspruch[de]
  1. Meßfeder mit oberer und unterer Einspannung, insbesondere für Personenwaagen, bei der die eine Einspannung als eine bezogen auf die Meßfeder wegdrehbare Einstellkappe ausgebildet ist, in der ein Nest vorgesehen ist, das einen die gleiche Steigung wie die Windungssteigung der Meßfeder aufweisenden Abschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß auch in der anderen Einspannung (2) ein über eine die gleiche Steigung wie die Windungshöhe der Meßfeder (3) aufweisenden Abschnitt verfügendes Nest (5) vorgesehen und zwischen den Einspannungen (2, 4) eine an beiden Enden offene Meßfeder (3) angeordnet ist.






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