PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE2361022C3 15.02.1990
Titel Schwenkantrieb für einen auf einem Fahrgestell angeordneten Baggeraufbau
Anmelder Caterpillar Inc., City of Wilmington, Del., US
Erfinder Muller, Thomas Philip, Aurora, Ill., US;
Popdan, Gary Lee, Oswego, Ill., US
Vertreter Holländer, F., Dipl.-Geophys.; Meyer, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 04.12.1973
DE-Aktenzeichen 2361022
Offenlegungstag 12.06.1974
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.01.1983
Date of publication of amended patent 15.02.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.02.1990
IPC-Hauptklasse E02F 9/12

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Schwenkantrieb für einen auf einem Fahrgestell angeordneten Baggeraufbau gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs.

Aus der DE-PS 5 92 192 ist ein Schwenkantrieb der genannten Art bekannt, bei welchem Motor und Getriebe zu einem Block zusammengefaßt sind, der um eine zum Zahneingriff parallele Achse federnd drehbar an der Kranplattform angeordnet ist und wobei ferner die Drehachse des Blockes mit der Achse des in den Zahnkranz eingreifenden Ritzels zusammenfällt. Diese bekannte Konstruktion weist eine Bremse auf, die an dem vom Getriebe abgekehrten Ende des Motors auf eine nach dieser Seite verlängerte Welle wirkt. Zusätzlich sind noch Federn vorgesehen, die Reaktionskräfte aufnehmen sollen, die beim Anfahren und auch beim Bremsen zwischen dem Getriebegehäuse und einer Trägervorrichtung entstehen. Bremse und Federn sollen dazu dienen, beim Schwenken des Kranes den Aufbau nach Drehung um einen bestimmten Winkel genau in der vorgesehenen Lage anzuhalten. Die Federn tragen beim Anfahren und Abbremsen dazu bei, Stoßbeanspruchungen zu dämpfen.

Der Nachteil des bekannten Schwenkantriebes ist darin zu sehen, daß infolge der ungünstigen Lage des Angriffspunktes der Bremse bezüglich des Getriebes die Motorwelle nur gegenüber dem Gehäuse angebremst wird und deshalb eine zusätzliche Drehfederung des Gehäuses erforderlich ist. Mit den dafür vorgesehenen Federn ergeben sich zusätzliche Verschleißteile, welche bei nicht rechtzeitigem Auswechseln zu erheblichen Sekundärschäden führen können.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schwenkantrieb für einen auf einem Fahrgestell angeordneten Baggeraufbau der genannten Art zu schaffen, bei welchem die Zahl der Verschleißteile möglichst gering gehalten wird, diese aber leicht zugänglich und trotzdem so geschützt angeordnet sind, daß sie nicht durch andere, äußere Einflüsse zusätzlich gefährdet werden.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs gelöst.

Die Erfindung ermöglicht eine äußerst kompakte und außerdem geschützte Anordnung der Teile des Schwenkantriebes, die für die Aufnahme von Reaktionskräften und damit für das momentane Anhalten einer Schwenkbewegung in der gewünschten Winkelstellung wesentlich sind und die trotz der geschützten Anordnung leicht zugänglich und damit auch leicht auswechselbar sind. Für den praktischen Einsatz macht sich die mit der Erfindung erreichte Verbesserung durch wesentlich verringerte Ausfall- und Wartungszeiten bemerkbar.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels und der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine seitliche Teilansicht eines Baggers, wobei eine von einem Motor angetriebene Schwenktransmission zur Veranschaulichung ihrer Lage in Umrissen gestrichelt eingezeichnet ist,

Fig. 2 eine Seitenansicht einer von einem Motor angetriebenen Schwenktransmission, wobei Teile der Bremse geschnitten sind.

Eine Erdbearbeitungsmaschine 10, Fig. 1, etwa ein Bagger, weist einen Aufbau 11 auf, der drehbar auf einem mit Spurketten versehenen Fahrgestell 12 angeordnet ist. Zum Aufbau 11 gehört eine Fahrerkabine 13 und eine Krafterzeugungseinrichtung 14, die auf einem gemeinsamen Rahmen 15 angeordnet ist, unter dem ein ringförmiger Drehtisch 16 befestigt ist. Der Aufbau 11 kann nach Wahl auf einer Grundplatte 18 des Fahrgestells 12 mittels einer abtrennbaren Kraftübertragungsvorrichtung 19 gedreht werden.

Die Kraftübertragungsvorrichtung 19, Fig. 2, weist eine Eingangswelle 20 auf, um ein Schwenkritzel 21 auf einem feststehenden Reaktionszahnring 22 zu drehen, der an der Grundplatte 18 befestigt ist.

Ein vom Fahrer gesteuerter, reversibler Hydraulikmotor 23 ist mit einer nach unten ragenden Ausgangswelle 24 versehen. Das Motorgehäuse ist abnehmbar auf einer Haube 25 mittels Bolzen 26 befestigt, und die Haube 25 ist ihrerseits durch Bolzen 28 lösbar auf einem Getriebegehäuse 27 befestigt. Zwischen der Ausgangswelle 24 des Motors und der Kraftübertragungsvorrichtung 19 ist eine Bremsvorrichtung 29 angeordnet und steht gewöhnlich im Eingriff, um eine Drehung des Schwenkritzel 21 zu verhindern.

Die Bremsvorrichtung 29 weist einen Ringteil 30 auf, der abnehmbar auf dem Gehäuse 27 befestigt ist und drehbar das obere Ende der Eingangswelle 20 mittels einer ringförmigen Lagervorrichtung 31 hält. Ein Kupplungsglied 32 ist mit einer Buchse 33 ausgebildet, das mit Hilfe einer gemeinsamen Keilnutverzahnung 34 die axial in Flucht liegenden Wellen 20, 24 lösbar miteinander kuppelt. Dichtungsmittel, zu denen axial mit Abstand voneinander liegende Ringdichtungen 35, 36 gehören, die zwischen der Buchse 33 und dem Ringteil 30 sowie zwischen der Ausgangswelle 24 und der Buchse 33 angeordnet sind, verhindern den Zutritt von Schmieröl in eine "trockene" Bremskammer.

Das Kupplungsglied 32 umfaßt ferner einen Trommelring 37, welcher die Buchse 33 umgibt und zu der Bremsvorrichtung 29 gehört. Die Bremsvorrichtung 29 weist weiter nach außen bewegliche Bremsschuhe 38 auf, die am Ringteil 30 in üblicher Weise angeordnet sind und gewöhnlich radial nach außen in Reibungseingriff mit dem Trommelring 37 ausgedrückt werden, um eine Drehung des Kupplungsgliedes 32 zu verhindern. Übliche, nicht dargestellte Steuerungs- und Verbindungsmittel sind mit den Bremsschuhen 38 verbunden, um sie zur Lösung des Kupplungsgliedes 32 einzuziehen, so daß danach die Ausgangswelle 24 die Eingangswelle 20 antreibt, wenn das Schwenkritzel 21 gedreht werden soll.


Anspruch[de]
  1. Schwenkantrieb für einen auf einem Fahrgestell angeordneten Baggeraufbau, mit einem auf einer Grundplatte des Fahrgestells festen Zahnkranz, mit dem ein Ritzel kämmt, das auf einer Ausgangswelle eines Getriebes sitzt, dessen Eingangswelle in kraftschlüssiger Verbindung mit der Ausgangswelle eines Motors steht, dessen Gehäuse lösbar auf dem Getriebegehäuse befestigt ist, in dem ein axial in Flucht mit der Motorausgangswelle liegender Wellenabschnitt des Getriebes gelagert ist, wobei eine Bremse zur Unterbrechung des Drehantriebs an einem mit der Motorausgangswelle in kraftschlüssiger Verbindung stehenden Teil angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebeeingangswelle (20) und die Motorausgangswelle (24) im Getriebegehäuse (27) durch eine Buchse (51, 33) mittels Keilnutverzahnung (34, 52) verbunden sind und daß die Bremse (37, 38; 53, 55) zwischen Buchse (33, 51) und Gehäuse (27) angeordnet und als Trommelbremse ausgebildet ist, deren Trommelring (37) fest mit der Buchse (33) verbunden ist und diese umgibt und deren Bremsschuhe (38) an einem Ringteil (30) angeordnet sind und durch radial nach außen gerichtete Bewegung mit dem Trommelring (37) in Bremseingriff treten, wobei eine Ringdichtung (35) zwischen Ringteil (30) und Buchse (33) den die Trommelbremse (37, 38) enthaltenden Teil des Getriebegehäuses (27) gegen Zutritt von Schmierstoff abdichtet.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com