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Dokumentenidentifikation DE3546743C2 01.03.1990
Titel Vorrichtung zum Querschneiden von Bahnen
Anmelder Windmöller & Hölscher, 4540 Lengerich, DE
Erfinder Achelpohl, Fritz;
Simon, Helmut, 4540 Lengerich, DE
Vertreter Lorenz, E.; Gossel, H., Dipl.-Ing.; Philipps, I., Dr.; Schäuble, P., Dr.; Jackermeier, S., Dr.; Zinnecker, A., Dipl.-Ing., Rechtsanwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 03.09.1985
DE-Aktenzeichen 3546743
File number of basic patent 35314575
Offenlegungstag 12.03.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 01.03.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.03.1990
IPC-Hauptklasse B31B 1/14
Zusammenfassung Es soll eine Vorrichtung zum Ausführen von Quertrennschnitten durch eine Bahn aus thermoplastischem Material mit einem unterhalb der Bahn geführten Trennmesser, das an einem endlosen über Rollen umlaufenden Zugmittel befestigt ist, derart weitergebildet werden, daß das Trennmesser nicht so schnell stumpf wird und daher längere Standzeiten hat. Hierzu wird das Obertrum des Zugmittels (14) auf einem konvex gekrümmten Träger (15) oder einer konvex gekrümmten Gleit- oder Röllchenbahn abgestützt. In vorteilhafter Weise kommen so ständig unterschiedliche Bereiche der Messerschneide zum schneidenden Angriff an der Bahn, was zur gleichmäßigen Abnutzung der Messerschneide führt. Da dadurch die gesamte Länge der Messerschneide zum Schneiden herangezogen und gleichmäßig abgenutzt wird, ist die Standzeit des Messers insgesamt verlängert.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ausführen von Quertrennschnitten durch Bahnen aus thermoplastischem Material mit einem unterhalb der Bahn geführten Trennmesser, das an einem endlosen über Rollen umlaufenden Zugmittel befestigt ist. Derartige Quertrennvorrichtungen werden beispielsweise in Verbindung mit Vorrichtungen zum Herstellen von Beuteln aus einer doppellagigen Bahn aus thermoplastischem Material mit die Bahn intermittierend um jeweils eine Beutellänge zwischen Schweißbalken, von denen der obere mit einem diesen abhebenden und absenkenden Antrieb versehen ist, vorschiebenden Vorzugswalzen verwendet, in denen das umlaufende Messer parallel zu dem unteren Schweißbalken neben diesem geführt ist.

Ein beispielsweise aus der DE-AS 20 05 040 bekanntes Trennmesser dieser Art weist den Nachteil auf, daß es ständig mit demselben Bereich seiner Schneide die Bahnen durchtrennt, so daß es schnell stumpf wird und daher nur geringe Standzeiten hat.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung der eingangs angegebenen Art zu schaffen, bei der das Trennmesser nicht so schnell stumpf wird und daher längere Standzeiten hat.

Erfindungsgemäße wird diese Aufgabe bei einer Vorrichtung der gattungsgemäßen Art dadurch gelöst, daß das Obertrum des Zugmittels auf einem konvex gekrümmten Träger oder einer konvex gekrümmten Gleit- oder Röllchenbahn abgestützt ist.

In der erfindungsgemäßen Vorrichtung führt das Schneidmesser aufgrund der Wölbung des Trägers relativ zur Bahnebene eine Querbewegung aus, so daß ständig unterschiedliche Bereiche der Messerschneide zum schneidenden Angriff an der Bahn kommen und dadurch die Messerschneide gleichmäßig abgenutzt wird. Da bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung die gesamte Länge der Messerschneide zum Schneiden herangezogen und gleichmäßig abgenutzt wird, ist die Standzeit des Messers insgesamt länger.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In dieser zeigt

Fig. 1 die Beutelherstellungsmaschine in Seitenansicht,

Fig. 2 die Antriebsmittel und Führungsbahn des Querschneidmessers in vergrößerter Seitenansicht und

Fig. 3 die Beutelmaschine nach Fig. 1 in Draufsicht.

Zwei Seitengestelle, von denen nur das Seitengestell 1 dargestellt ist, sind durch zwei Traversen 2 und 3 sowie durch einen festen Träger 4 miteinander verbunden. Auf einer weiteren die beiden Seitengestelle miteinander verbindenden Traverse 5 ist ein Motor 6 aufgeschraubt, der zum Antrieb der Antriebsscheibe 7 dient, welche fest auf der Welle 8 aufgekeilt ist, die ihrerseits an ihrem von dem Motor 6 entfernten Ende drehbar in ihrer Traverse 3 gelagert ist. Oberhalb der Welle 8 ist eine weitere Welle 9 sowohl in der Traverse 2 wie auch im festen Träger 4 drehbar gelagert. Auf dieser Welle 9 lagert eine Riemenscheibe 10, die gemeinsam mit der Antriebsscheibe 7 von einem Zahnriemen 11 umschlungen ist. Die Welle 9 ragt mit ihrem der Traverse 2 abgewandten Ende aus dem festen Träger 4 vor, wobei mit dem vorstehenden Ende eine Umlenkscheibe 12 fest verbunden ist.

Im Abstand zur Welle 9 weist der feste Träger 4 eine weitere nicht dargestellte Welle auf, die eine weitere Umlenkscheibe 13 trägt. Beide Umlenkscheiben 12 und 13 werden von einem Trägerband 14 umschlungen (siehe Fig. 2), wobei das Obertrum des Trägerbandes 14 durch einen gewölbten Balken 15 unterstützt ist. Auf nicht dargestellte Weise ist dieser gewölbte Balken 15 mit dem festen Träger 4 verschraubt. Der gewölbte Balken 15 bewirkt, daß das mit dem Trägerband 14 fest verbundene Trennmesser 16 im Bereich des Obertrums des Bandes 14 einen bogenförmigen Verlauf hat, so daß die Messerschneide nicht ständig mit ein und derselben Stelle schneidet, was einen hohen Messerverschleiß zur Folge hätte.

Aus der Fig. 1 ist zu ersehen, daß beidseits des Trennmessers 16 Gegenbacken 17 und 18 vorgesehen sind, wobei die Gegenbacke 17 an dem Träger 4 und die Gegenbacke 18 am Balken 15 gehalten sind. Mit den beiden Gegenbacken 17 und 18 wirken eine bewegliche Schweißbacke 19 und ein beweglicher Klemmbalken 20 zusammen. Schweißbacken 19 wie auch Klemmbalken 20 sind gleitend auf eine Zugstange 21 aufgesetzt und werden von Federn 22 und 23 in Ruhestellung, d. h. in angehobener Stellung, gegen den mit der Zugstange 21 fest verbundenen Klemmring 24 gedrückt.

Die in der Fig. 1 dargestellte Lage der Maschine zeigt die Lage, in der gerade ein Abschnitt von einer Endlosbahn abgeschnitten wird, d. h. die Zugstange 21 ist abgesenkt, der Klemmbacken 20 drückt die Folie gegen die Trennbacke 18, der Schweißbalken 19 drückt gegen die Gegenbacke 17 und verschweißt die beiden Lagen eines Folienschlauches. Dabei ist aus der Fig. 1 zu erkennen, daß das umlaufende Trennmesser 16 in dieser Lage die Schlauchbahn durchtrennt.

Nach dem Schweiß- und Trennvorgang wird die Zugstange 21 durch die Kurvenscheibe 29 nach oben gedrückt, so daß der Klemmring 24 gegen den Klemmbalken 20 drückt und diesen zusammen mit der Schweißbacke 19 so weit von den Gegenbacken 17 und 18 anhebt, daß die im Anschluß daran vorgeschobene Folienschlauchbahn nicht mehr mit dem Messer 16 in Berührung gerät. Gleichzeitig mit dem Anheben der Zugstange 21 wird die einstellbare Koppel 31 nach unten gezogen, so daß der untere Rechen 37 die mit gestrichelten Linien dargestellte angehobene Lage einnimmt, wodurch die Folie zwecks besserer Führung angehoben und über das umlaufende Messer 16 hinweggeführt wird.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Ausführung von Quertrennschnitten durch eine Bahn aus thermoplastischem Material mit einem unterhalb der Bahn geführten Trennmesser, das an einem endlosen über Rollen umlaufenden Zugmittel befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das Obertrum des Zugmittels (14) auf einem konvex gekrümmten Träger (15) oder einer konvex gekrümmten Gleit- oder Röllchenbahn abgestützt ist.






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