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Dokumentenidentifikation DE3838434C1 08.03.1990
Titel Überwachungseinrichtung
Anmelder Ing. Rudolf Barger GmbH, 7250 Leonberg, DE
Erfinder Siegloch, Roland, 7063 Welzheim, DE
Vertreter Vogel, G., Pat.-Ing., 7141 Schwieberdingen
DE-Anmeldedatum 12.11.1988
DE-Aktenzeichen 3838434
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.03.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.03.1990
IPC-Hauptklasse G01L 19/12
IPC-Nebenklasse G01L 23/26   E05F 15/20   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Gerät zur Überwachung von Anlagen oder Einrichtungen mit druckempfindlichen Komponenten, insbesondere Druckschaltern. Das Gerät ist gekennzeichnet durch einen nach außen hin luftdicht abschließbaren Hohlkörper mit Druckmedium, durch den der Betriebszustand der vom Druckmedium beeinflußbaren Komponenten bestimmbar ist, eine den Arbeitsdruck des Mediums bestimmbare Einrichtung sowie eine auf Druckveränderungen des Arbeitsmediums ansprechende Signalvorrichtung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Überwachungseinrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Geräte zur Überwachung mit druckempfindlichen Komponenten sind bekannt und z. B. in der DE-OS 19 13 782 beschrieben. Im bekannten Falle handelt es sich um einen Einbruchsmelder mit Hilfe von miteinander verbundenen und zwischen sich einen Zwischenraum bildenden Doppelscheiben, wobei der Zwischenraum zwischen den Doppelscheiben mit einem in Abhängigkeit von einer Druckänderung ansprechenden Meldegerät verbunden ist.

Eine solche Einrichtung ist jedoch zur Überwachung ordnungsgemäßer Bewegungsabläufe bei Anlagen oder Vorrichtungen, um festzustellen, ob im Bewegungsweg Drittgegenstände angeordnet sind, nicht geeignet.

Ausgehend von dem obigen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Einrichtung so weiterzubilden, daß durch sie geprüft werden kann, ob im Weg bewegbarer Mittel Drittgegenstände angeordnet sind. Eine weitere Aufgabe ist, die Einrichtung so auszubilden, daß die Überwachungseinrichtung während der gesamten Betriebszeit auf Funktionstüchtigkeit hin überwacht wird.

Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Hohlkörper einen als Druckwellengeber dienenden, elastisch verformbaren und von außen her betätigbaren Abschnitt besitzt, der an Arbeitsbewegungen ausübende Anlagen oder Vorrichtungen bringbar und von in seinem Bewegungsweg angeordneten Körpern betätigbar ist.

Man erkennt, daß das Gerät eine selbstüberwachende Einrichtung ist, die in Verbindung mit pneumatischen Gebern eine Schalteinheit ergibt und somit jeder Sicherheitsanforderung genügt, da eine Signalabgabe auch bei Unterbrechung der Verbindung erfolgt.

Weitere zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.

Eine besonders zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, daß die Einrichtung eine Vakuumpumpe ist.

Eine weitere zweckmäßige Ausgestaltung sieht vor, daß der Auslaß der Vakuumpumpe über ein Bypassventil an eine Leitung angeschlossen ist. Durch diese Maßnahmen kann die Größe des Vakuums problemlos eingestellt werden.

Eine weitere und besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, daß der Druckwellengeber aus elastisch verformbaren Werkstoff und einen Teil einer Leitung bzw. eines Leitungsnetzes ist.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.

Die Figur läßt ein Gerät 10 zur Überwachung von Anlagen 12 mit empfindlichen Komponenten 14, 16 und 18, hier Druckschalter, erkennen. Das Gerät besteht aus einem nach außen hin luftdicht abschließbaren Hohlkörper 20 mit Druckmedium, durch den der Betriebszustand der vom Druckmedium beeinflußbaren Komponenten 14, 16 und 18 bestimmbar ist. Ferner umfaßt das Gerät 10 eine den Arbeitsdruck des Mediums bestimmbare Einrichtung 22, hier eine Vakuumpumpe, sowie eine auf Druckveränderungen des Arbeitsmediums ansprechbare Signalvorrichtung 24. Der Hohlkörper 20 besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einer Hauptleitung 50, die sich an ihrem einen Ende parallel verzweigt und über Schläuche 31, 32 und 33 an die Druckschalter 14, 16 und 18 angeschlossen ist. Bei der Einrichtung 22 handelt es sich um eine Vakuumpumpe mit einem By-Pass-Ventil 6. Die Vakuumpumpe 22 ist über eine Leitung 51 mit dem Druckschalter 14 und der Signalvorrichtung 24 elektrisch verbunden.

Die Vakuumpumpe 22 ist an das elektrische Netz der Anlage 12 angeschlossen und nur dann wirksam, wenn der Schalter 14 eingeschaltet und funktionsfähig ist. Die Signalvorrichtung 24 ist nur dann wirksam, wenn der druckempfindliche Schalter 14 eine unwirksame Arbeitsstellung eingenommen hat.

Die Figur läßt ferner erkennen, daß die Leitung 20 einen als Druckwellengeber dienenden Abschnitt 35 aus elastisch verformbarem Werkstoff besitzt. Dieser Abschnitt 35 ist hier im Bereich der auf dem Boden 8 aufliegenden Stirnseite 9 eines Tores 3 angeordnet, das in Richtung des Doppelpfeiles bewegbar ist. Ein handbetätigbarer Schalter 1 des elektrisch antreibbaren Tores 3 ist mit dem Druckschalter 18 hintereinandergeschaltet. Das Tor 3 wird durch einen Elektromotor 2 angetrieben.

Wird nun das Tor 3 ausgefahren, d. h. nach unten bewegt, und befindet sich zwischen dem Boden 8 und dem Abschnitt 35 ein Gegenstand 80, dann wird der Abschnitt 35 teilweise gequetscht, wodurch eine Druckwelle abgegeben wird, die sich im Vakuum verpflanzt und die Schalter 14, 16 und 18 umschaltet. Das Umschalten des Druckschalters 18 hat zur Folge, daß der Elektromotor 2 nicht mehr mit Strom versorgt wird, so daß die Bewegung des Tores 3 unterbrochen wird. Da auch der Schalter 14 ausfällt, wird gleichzeitig die Signalvorrichtung 24 wirksam, die ein optisches oder akustisches Signal abgeben kann.

Insgesamt ist das Gerät so aufgebaut, daß beim Drücken einer Taste (Reset), ein geschlossener pneumatischer Vakuum- Kreislauf die gesamte Verschlauchung im Gerät zu den Geberelementen und die Geberelemente selbst laufend prüft. Ein Abreißen, Abquetschen der Verschlauchung wird sofort elektrisch und optisch gemeldet. Für verschieden große Geberelemente und verschiedene Längen der Schlauchverbindung ist über das By-Pass-Ventil 6 feinfühlig der Vakuumwert in mbar einstellbar und exakt gehalten. Der Luftaustritt der Vakuumpumpe 22 ist als geschlossener Kreislauf dem System zugeführt, ein (spezielles Kunststoff-) Filter als Ausgleich zur Atmosphäre bringt eine starke Geräuschminderung und gleichzeitig ein Sauberhalten des Vakuum-Kreislaufes von Schmutz und Verunreinigungen, d. h. höhere Lebensdauer der Vakuumpumpe und der übrigen Bauteile.

Eine parallel geführte Elektrik bildet eine Symmetrie zu den Druckwellenschaltern. Jeder elektrische oder pneumatische Fehler wird sofort erkannt und schaltet den Sicherheitsausgang auf Stop.


Anspruch[de]
  1. 1. Überwachungseinrichtung mit druckempfindlichen Komponenten, einem nach außen hin luftdicht abschließbaren Hohlkörper mit Druckmedium, durch den der Betriebszustand der vom Druckmedium beeinflußbaren Komponenten bestimmbar ist, einer den Arbeitsdruck des Mediums bestimmbaren Einrichtung sowie einer auf Druckveränderungen des Arbeitsmediums ansprechenden Signalvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (20) einen als Druckwellengeber dienenden, elastisch verformbaren und von außen her betätigbaren Abschnitt (35) besitzt, der an Arbeitsbewegungen ausübende Anlagen oder Vorrichtungen anbringbar und von in seinem Bewegungsweg angeordneten Körpern (80) betätigbar ist.
  2. 2. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlkörper (20) eine aus Rohrstücken, Schläuchen (31, 32, 33, 34) oder dgl. bestehende Leitung mit Anschlüssen ist.
  3. 3. Überwachungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (22) eine Vakuumpumpe ist.
  4. 4. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslaß der Vakuumpumpe (22) über ein By-Pass- Ventil (6) an die Leitung (20) angeschlossen ist.
  5. 5. Überwachungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4 für Rolltore oder Garagenschwingtore, dadurch gekennzeichnet,

    daß der Druckwellengeber (35) im Bereich der auf dem Boden (8) aufliegenden Stirnseite (9) des Tores (3) angeordnet ist und

    daß der handbetätigbare Schalter (1) des elektrisch antreibbaren Tores (3) mit einem der Druckschalter (18) hintereinandergeschaltet ist.






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