PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3831320A1 29.03.1990
Titel Hangendkappenaggregat für den Ausbau von Untertageräumen
Anmelder Bochumer Eisenhütte Heintzmann GmbH & Co KG, 4630 Bochum, DE
Erfinder Nerlich, Ernst-Günter, Ing.(grad.), 4300 Essen, DE;
Kröninger, Peter, Ing.(grad.), 4650 Gelsenkirchen, DE
Vertreter Andrejewski, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Honke, M., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Masch, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 15.09.1988
DE-Aktenzeichen 3831320
Offenlegungstag 29.03.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.03.1990
IPC-Hauptklasse E21D 23/06
Zusammenfassung Hangendkappenaggregat für den Ausbau von Untertageräumen, insbesondere für Schreitausbaugestelle, mit Hauptkappe und Anstellkappe. Die Anstellkappe ist an die Hauptkappe mit Hilfe einer Gelenkanordnung angeschlossen und ist mit Hilfe von Gelenkbolzen einerseits mit der Hauptkappe, andererseits mit einem Anstellkappenarm verbunden, anstellbar und abklappbar. Die Gelenkanordnung, welche die Anstellkappe mit der Hauptkappe verbindet, weist ein erstes Bolzengelenk oberhalb des Anstellkappenarmes und zumindest ein Bolzengelenkauge im Anstellkappenarm auf, dem zumindest ein Bolzengelenkgegenauge an der Hauptkappe zugeordnet ist, die in einer teilabgeklappten Korrespondenzstellung der Anstellkappe mit den Bolzengelenkaugen korrespondieren. In der Korrespondenzstellung ist das Bolzengelenkauge und das Bolzengelenkgegenauge durch einen Verbindungsbolzen kuppelbar sowie der Gelenkbolzen des ersten Bolzengelenks ziehbar. Danach ist die Anstellkappe um den Verbindungsbolzen vollständig abklappbar.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Hangendkappenaggregat für den Ausbau von Untertageräumen, insbesondere für Schreitausbaugestelle, - mit Hauptkappe und Anstellkappe, wobei die Anstellkappe an die Hauptkappe mit Hilfe einer Gelenkanordnung angeschlossen und mit Hilfe einer Stellzylinderkolbenanordnung, die mit Gelenkbolzen einerseits mit der Hauptkappe, andererseits mit einem Anstellkappenarm verbunden ist, abklappbar und anstellbar ist. Der Anstellkappenarm kann aus einer oder aus zwei Wangen der Anstellkappe bestehen. Die Anstellkappe wird hauptsächlich zu Transportzwecken abgeklappt.

Bei der aus der Praxis bekannten Ausführungsform, von der die Erfindung ausgeht, ist die Gelenkanordnung zwischen Hauptkappe und Anstellkappe als einfaches Bolzengelenk ausgeführt. Beim Abklappen taucht der Anstellkappenarm in die Hauptkappe ein. Außerdem ist in diesem Bereich die Hauptkappe festigkeitsmäßig geschwächt. Führungen oder Richtzylinder für Spaltabdichtungen zwischen benachbarten Hangendkappen, wie sie insbesondere bei Schreitausbaugestellen üblich sind, können daher kaum untergebracht werden. Endlich bereitet es Schwierigkeiten, bei außenliegenden Anstellzylindern untergelegte Spaltabdichtungen anzuordnen, weil auch hier der Anstellkappenarm bis in diesen Bereich hineinragt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hangendkappenaggregat des beschriebenen Aufbaus so weiter auszubilden, daß der Anstellkappenarm beim Abklappen nicht mehr störend in Bereiche der Hauptkappe hereinragt.

Zur Lösung dieser Aufgabe lehrt die Erfindung, daß die Gelenkanordnung, welche die Anstellkappe mit der Hauptkappe verbindet, ein erstes Bolzengelenk oberhalb des Anstellkappenarmes und zumindest ein Bolzengelenkauge im Anstellkappenarm aufweist, dem zumindest ein Bolzengelenkgegenauge an der Hauptkappe zugeordnet ist, welches in einer teilabgeklappten Korrespondenzstellung der Anstellkappe mit dem Bolzengelenkauge korrespondiert, daß in der Korrespondenzstellung das Bolzengelenkauge und das Bolzengelenkgegenauge durch einen Verbindungsbolzen kuppelbar sowie der Gelenkbolzen des ersten Bolzengelenks ziehbar ist, und daß danach die Anstellkappe um den Verbindungsbolzen vollständig abklappbar ist. Im allgemeinen wird man das Bolzengelenkgegenauge in einer Lagerwange der Hauptkappe anordnen, an der auch der Gelenkbolzen der Stellzylinderkolbenanordnung gelagert sein kann. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung, die sich durch Einfachheit und Funktionssicherheit auszeichnet, ist dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen der Stellzylinderkolbenanordnung in der Anstellkappe zugleich als Verbindungsbolzen eingesetzt und dazu in seinem Gelenkauge in axialer Richtung verschiebbar ist.

Bei dem erfindungsgemäßen Hangendkappenaggregat kommen beim Abklappen, und entsprechend beim Anstellen, zwei Bolzengelenke ins Spiel. Dadurch läßt sich die Kinematik so einrichten, daß beim Abklappen der Arm der Anstellkappe nicht mehr störend in den Bereich der Hauptkappe hineinragt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung

Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Hangendkappenaggregat in Seitenansicht, ausschnittsweise,

Fig. 2 den Gegenstand nach Fig. 1 in der Korrespondenzstellung der Anstellkappe,

Fig. 3 den Gegenstand der Fig. 2 beim weiteren Abklappen der Anstellkappe,

Fig. 4 eine Ansicht des Gegenstandes der Fig. 2 aus Richtung des Pfeiles A,

Fig. 5 den Gegenstand der Fig. 4 in anderer Funktionsstellung.

Das in den Figuren dargestellte Hangendkappenaggregat 1 ist für den Ausbau von Untertageräumen bestimmt, und zwar insbesondere in Verbindung mit Schreitausbaugestellen. Zum grundsätzlichen Aufbau gehören eine Hauptkappe 2 und eine Anstellkappe 3. Die Anstellkappe 3 ist an die Hauptkappe 2 mit Hilfe einer Gelenkanordnung 4 angeschlossen. Sie ist mit Hilfe einer Stellzylinderkolbenanordnung 5, die mit Gelenkbolzen 6, 7 einerseits mit der Hauptkappe, andererseits mit einem Anstellkappenarm 8 der Anstellkappe 3 verbunden ist, abklappbar und anstellbar. Die Gelenkanordnung 4, die die Anstellkappe 3 mit der Hauptkappe 2 verbindet, weist ein erstes Bolzengelenk oberhalb des Anstellkappenarmes 8 und zumindest ein Bolzengelenkauge 10 im Anstellkappenarm 8 auf. Zumindest ein Bolzengelenkgegenauge 11 an der Hauptkappe 2 ist zugeordnet. Das Bolzengelenkauge 10 und das Bolzengelenkgegenauge 11 korrespondieren in einer teilabgeklappten Korrespondenzstellung der Anstellkappe 3, wozu auf die Fig. 2 verwiesen wird. Die Anordnung ist so getroffen, daß in der Korrespondenzstellung das Bolzengelenkauge 10 sowie das Bolzengelenkgegenauge 11 durch einen Verbindungsbolzen V kuppelbar sowie der Gelenkbolzen 12 des ersten Bolzengelenkes 9 ziehbar ist, wobei danach die Anstellkappe 3 um den Verbindungsbolzen V vollständig abklappbar ist. Im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist das Bolzengelenkgegenauge 11 in einer Lagerwange 13 der Hauptkappe 2 angeordnet, an der auch der Gelenkbolzen 7 der Stellzylinderkolbenanordnung 5 gelagert sein kann. Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 4 und 5 entnimmt man, daß der Gelenkbolzen 6 der Stellzylinderkolbenanordnung 5 in dem Anstellkappenarm 8 zugleich als Verbindungsbolzen V eingesetzt und dazu in den beschriebenen Augen 10, 11 in axialer Richtung verschiebbar ist. Dazu wird auch auf die Fig. 2 verwiesen. Aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 1 und 3 entnimmt man die Kinematik der Zusammenhänge im einzelnen.


Anspruch[de]
  1. 1. Hangendkappenaggregat für den Ausbau von Untertageräumen, insbesondere für Schreitausbaugestelle, - mit Hauptkappe und Anstellkappe, wobei die Anstellkappe an die Hauptkappe mit Hilfe einer Gelenkanordnung angeschlossen und mit Hilfe einer Stellzylinderkolbenanordnung, die mit Gelenkbolzen einerseits mit der Hauptkappe, andererseits mit einem Anstellkappenarm verbunden ist, abklappbar und anstellbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkanordnung (4), welche die Anstellkappe (3) mit der Hauptkappe (2) verbindet, ein erstes Bolzengelenk (9) oberhalb des Anstellkappenarmes (8) und zumindest ein Bolzengelenkauge (10) im Anstellkappenarm (8) aufweist, dem zumindest ein Bolzengelenkgegenauge (11) an der Hauptkappe (2) zugeordnet ist, welches in einer teilabgeklappten Korrespondenzstellung der Anstellkappe (3) mit dem Bolzengelenkauge (10) korrespondiert, daß in der Korrespondenzstellung das Bolzengelenkauge (10) und das Bolzengelenkgegenauge (11) durch einen Verbindungsbolzen (V) kuppelbar sowie der Gelenkbolzen (12) des ersten Bolzengelenks ziehbar ist, und daß danach die Anstellkappe (3) um den Verbindungsbolzen (V) vollständig abklappbar ist.
  2. 2. Hangendkappenaggregat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bolzengelenkgegenauge (11) in einer Lagerwange (13) der Hauptkappe (2) angeordnet ist, - an der auch der Gelenkbolzen (7) der Stellzylinderkolbenanordnung (5) gelagert sein kann.
  3. 3. Hangendkappenaggregat nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gelenkbolzen (6) der Stellzylinderkolbenanordnung (5) in dem Anstellkappenarm (8) zugleich als Verbindungsbolzen (V) eingesetzt und dazu in seinem Gelenkauge (10, 11) in axialer Richtung verschiebbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com