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Dokumentenidentifikation DE3715500C2 05.04.1990
Titel Zeichendreieck
Anmelder Karschöldgen, Reiner, 5650 Solingen, DE
Erfinder Karschöldgen, Reiner, 5650 Solingen, DE
Vertreter Tackenberg, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5650 Solingen
DE-Anmeldedatum 09.05.1987
DE-Aktenzeichen 3715500
Offenlegungstag 01.12.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.04.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.04.1990
IPC-Hauptklasse B43L 13/08
Zusammenfassung Ein Zeichendreieck zeichnet sich gegenüber den herkömmlichen Zeichendreiecken dadurch aus, daß an einer Breitseite des Zeichendreiecks ein flacher, halbkreisförmiger Körper drehbar gelagert ist, der in der Ausgangslage mit einer geradlinigen, als Zeichenkante dienenden Kante mit einer Zeichenkante des Zeichendreiecks bündig abschließt, und daß an einer Breitseite des Zeichendreiecks oder des drehbaren Körpers zwei in Abstand hintereinander angeordnete Winkelgradteilungen angeordnet sind, von denen die eine links und die andere rechts mit 0° beginnt und die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante des drehbaren Körpers bzw. der Zeichenkante des Zeichendreiecks einen Winkelmesser bilden.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Zeichendreieck in der Form eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks aus durchsichtigem Werkstoff, wobei die als Zeichenkante dienende Hypotenuse mit einer von ihrer Mitte als Nullpunkt nach beiden Seiten fortlaufenden Längenmaßeinteilung versehen ist und wobei um diesen Nullpunkt herum eine Winkelgradeinteilung angeordnet ist.

Ein Zeichendreieck der genannten Art ist aus der DE-PS 8 35 419 bekannt. Das Zeichnen eines Winkels in vorbestimmter Größe mit einem derartigen Zeichendreieck ist jedoch umständlich, da nach dem Zeichnen des einen Schenkels des Winkels das Zeichendreieck von der Zeichenfläche abgenommen werden muß, um mittels der Gradeinteilung die Größe des zu zeichnenden Winkels zu bestimmen, wonach das Zeichendreieck zum Zeichnen des zweiten Schenkels des Winkels erneut angesetzt werden muß.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Zeichendreieck der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem Winkel zwischen 0° und 180° gezeichnet werden können und die Größe eines etwaigen Supplementwinkels nach Zeichnen des Winkels unmittelbar, ohne erneutes Ansetzen des Zeichendreiecks, meßbar ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß

  • a) an der Hypotenuse des Zeichendreiecks (1) auf diesem ein transparenter, flacher, halbkreisscheibenförmiger Körper (2) drehbar gelagert ist, der in der Ausgangslage mit seiner geradlinigen, als Zeichenkante (3) dienenden Kante mit der Kante (5) der Hypotenuse des Zeichendreiecks (1) bündig abschließt,
  • b) auf dem Zeichendreieck (1) oder dem drehbaren Körper (2) zwei konzentrische Winkelgradteilungen (7, 8) angeordnet sind, von denen die eine (7) links und die andere (8) rechts mit 0° beginnt und die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante (3) des drehbaren Körpers (2) bzw. der Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) einen Winkelmesser bilden,
  • c) der drehbare Körper (2) an einer Seite eine Verlängerung seiner geradlinigen Kante aufweist, die bis an das eine Ende der Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) reicht,
  • d) der drehbare Körper (2) am Ende der Verlängerung rückseitig einen Vorsprung (10) aufweist, mit dem er in der Ausgangslage an einer Abschrägung (11) der dem Körper (2) zugeordneten Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) anliegt.


Zum Zeichnen eines Winkels in einer vorbestimmten Größe wird der drehbare Körper so weit über die mit ihm in Wirkverbindung stehende Zeichenkante des Zeichendreiecks verschwenkt, bis der gewünschte Winkel erreicht ist, dessen Größe bei Anordnung der beiden Winkelgradteilungen an dem Zeichendreieck mit Hilfe der Zeichenkante des drehbaren Körpers an der einen Winkelgradteilung ablesbar ist. Hiernach wird der Winkel an der Zeichenkante des drehbaren Körpers und der benachbarten Zeichenkante des Zeichendreiecks gezeichnet. Die Größe eines etwaigen Supplementwinkels wird unmittelbar nach Zeichnen des Winkels mit der Zeichenkante des drehbaren Körpers an der anderen Winkelgradteilung abgelesen. Bei Anordnung der beiden Winkelgradteilungen an dem drehbaren Körper erfolgt das Zeichnen eines Winkels in der vorbeschriebenen Weise. Die Größe des Winkels und eines Supplementwinkels wird dagegen mit Hilfe der mit dem drehbaren Körper in Wirkverbindung stehenden Zeichenkante des Zeichendreiecks an den Winkelgradteilungen abgelesen.

Durch die Erfindung ist in vorteilhafter Weise ein Zeichendreieck geschaffen, mit dem Winkel vorbestimmbarer Größe gezeichnet werden können, ohne daß dazu ein zweites Gerät, nämlich ein herkömmlicher Winkelmesser, erforderlich ist.

Aufgrund der seitlichen Verlängerung der geradlinigen Kante des Körpers bis an das eine Ende der Zeichenkante des Zeichendreiecks kann im Bedarfsfall ein längerer Schenkel eines Dreiecks gezogen werden. Der drehbare Körper kann dabei je nach Anordnung seiner Verlängerung nur in einer Drehrichtung, d. h. entweder im Uhrzeigersinn oder entgegen dem Uhrzeigersinn, gedreht werden.

Durch den am Ende der Verlängerung rückseitig angeordneten Vorsprung schließen bei Anlage des Vorsprungs an der Abschrägung der zugehörigen Zeichenkante des Zeichendreiecks die beiden Zeichenkanten bündig miteinander ab. Hierdurch ist sichergestellt, daß an den beiden Zeichenkanten ohne Behinderung durch die Zeichenkante des drehbaren Körpers ein Strich gezogen werden kann.

Aus der GB-PS 10 06 685 ist zwar schon ein transparenter, flacher, halbkreisscheibenförmiger Körper bekannt, der eine seitliche Verlängerung seiner geradlinigen Kante aufweist. Der Körper ist drehbar in einem diesen aussparenden Zeichendreieck gelagert, so daß er in seiner Ausgangslage mit seiner geradlinigen Kante und deren Verlängerung die Hypotenuse des Zeichendreiecks bildet. Wird der Körper aus der Ausgangslage herausgedreht, um einen Winkel zu zeichnen, so bildet seine geradlinige Kante mit dem übrigen Teil des Zeichendreiecks kein Schenkelpaar, an dem der Winkel ablesbar ist. Es ist vielmehr in der Ausgangslage des Körpers eine Linie zu zeichnen, um dann nach dem Verschwenken des Körpers den zu dieser Linie gewünschten Winkel zu zeichnen. Beim Verschwenken des Körpers wird ferner der Nullpunkt der auf dem Zeichendreieck befindlichen Maßeinteilung verschoben. Dies hat den Nachteil, daß eine gewünschte Länge der Schenkel eines zu zeichnenden Dreiecks mit Hilfe eines Lineals ermittelt werden muß.

Bei den aus der FR-PS 15 38 848 und der FR-PS 20 53 714 bekannten Zeichendreiecken wird zwar beim Verschwenken eines halbkreisscheibenförmigen Körpers der Nullpunkt nicht verschoben, jedoch fehlen diesen ungleichschenkligen Zeichendreiecken die übrigen Merkmale der Erfindung.

Aus der DE-OS 19 00 278 ist ein Zeichengerät mit einem drehbaren Körper bekannt, an dem zwei konzentrische Winkelgradeinteilungen angeordnet sind, wobei die eine links und die andere rechts mit Null ° beginnt. Im übrigen ist dieses Zeichengerät jedoch mit dem Zeichendreieck gemäß der Erfindung nicht vergleichbar.

Die Erfindung ist nachstehend in zwei Ausführungsbeispielen anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 das Zeichendreieck mit dem drehbaren Körper in Ansicht,

Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Fig. 1 und

Fig. 3 das Zeichendreieck in einer anderen Ausführungsform der Erfindung in Ansicht.

Mit 1 ist das aus transparentem Werkstoff bestehende, mit Maßeinteilungen versehene Zeichendreieck und mit 2 ein ebenfalls aus transparentem Werkstoff bestehender Körper bezeichnet, der eine geradlinige Kante aufweist, die als Zeichenkante 3 dient. Das Zeichendreieck 1 weist an einer Breitseite eine bogenförmige Nut 4 auf, die in eine Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 ausläuft. Der Körper 2 ist in der Nut 4 mit einer Feder 6 geführt. Der Körper 2 schließt in der Ausgangslage mit der Zeichenkante 3 mit der Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 bündig ab. Er ist an einer seitlichen Begrenzung mit einer Verlängerung 2&min; versehen, mit der er bis an das eine Ende der Zeichenkante 5 reicht. An einer Breitseite des Zeichendreiecks 1 sind in Abstand hintereinander zwei Winkelgradteilungen 7, 8 angeordnet, die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante 3 des Körpers 2 einen Winkelmesser bilden. Die Winkelgradteilung 7 beginnt links mit 0° und die Winkelgradteilung 8 rechts mit 0°. Der Körper 2 weist nahe der Zeichenkante 3 in einer Reihe nebeneinander angeordnete Löcher 9 auf, in die die Spitze eines Bleistiftes einsetzbar ist, so daß beim Verschwenken des Körpers 2 Kreisbogen gezeichnet werden können. Die Zeichenkante 3 des Körpers 2 weist an ihrem einen Ende rückseitig einen Vorsprung 10 auf, mit dem der Körper 2 in der Ausgangslage an einer Abschrägung 11 der Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 anliegt.

Bei dem in Fig. 3 dargestellten Zeichendreieck 1 sind die Winkelgradteilungen 7, 8 an einer Breitseite des Körpers 2 angeordnet, die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante 5 des Zeichendreiecks 1 einen Winkelmesser bilden.

Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Anwendung nicht auf Zeichendreiecks, sondern kann auch bei Linealen od. dgl. Anwendung finden.


Anspruch[de]
  1. Zeichendreieck in der Form eines gleichschenkligen rechtwinkligen Dreiecks aus durchsichtigem Werkstoff, wobei die als Zeichenkante dienende Hypotenuse mit einer von ihrer Mitte als Nullpunkt nach beiden Seiten fortlaufenden Längenmaßeinteilung versehen ist und wobei um diesen Nullpunkt herum eine Winkelgradeinteilung angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. a) an der Hypotenuse des Zeichendreiecks (1) auf diesem ein transparenter, flacher, halbkreisscheibenförmiger Körper (2) drehbar gelagert ist, der in der Ausgangslage mit seiner geradlinigen, als Zeichenkante (3) dienenden Kante mit der Kante (5) der Hypotenuse des Zeichendreiecks (1) bündig abschließt,
    2. b) auf dem Zeichendreieck (1) oder dem drehbaren Körper (2) zwei konzentrische Winkelgradteilungen (7, 8) angeordnet sind, von denen die eine (7) links und die andere (8) rechts mit 0° beginnt und die in Zusammenwirken mit der Zeichenkante (3) des drehbaren Körpers (2) bzw. der Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) einen Winkelmesser bilden,
    3. c) der drehbare Körper (2) an einer Seite eine Verlängerung seiner geradlinigen Kante aufweist, die bis an das eine Ende der Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) reicht,
    4. d) der drehbare Körper (2) am Ende der Verlängerung rückseitig einen Vorsprung (10) aufweist, mit dem er in der Ausgangslage an einer Abschrägung (11) der dem Körper (2) zugeordneten Zeichenkante (5) des Zeichendreiecks (1) anliegt.






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