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Dokumentenidentifikation DE3836859A1 03.05.1990
Titel Aufschnittschneidemaschine
Anmelder Kuchler, Fritz, Dipl.-Kaufm., Klagenfurt, AT
Vertreter Hain, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 28.10.1988
DE-Aktenzeichen 3836859
Offenlegungstag 03.05.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.1990
IPC-Hauptklasse G01G 23/38
IPC-Nebenklasse G06K 7/10   B26D 7/27   
Zusammenfassung Eine Aufschnittschneidemaschine (9) verfügt im Bereich ihres Schnittgutwagens über ein Lesegerät (6), vorzugsweise über einen Strichcodeleser, der den Warencode eines Schnittgutes während des Schneidevorganges erfaßt und einen einprogrammierten Kilopreis aus einem Datenspeicher (5) eines Wiegesystems abruft. Dieser Kilopreis gelangt wie bekannt in den Rechner (4), der aufgrund des Wiegeergebnisses den Einzelpreis ermittelt. Das Ablegetablett der Aufschnittschneidemaschine (9) kann als Waagschale (1) eines in die Aufschnittschneidemaschine eingebauten Wiegesystems ausgebildet sein.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Aufschnittschneidemaschine mit einem Schnittgutwagen und einem insbesondere als Waagschale eines Wiegesystems ausgebildeten Ablegetablett.

Für jedes Schnittgut, das auf einer Aufschnittschneidemaschine portiniert bzw. in Form eines dekorativen Aufschnitts abgelegt wurde, muß jeweils der Kilopreis auf einer Waage eingetastet werden, um den gewichtsproportionalen Einzelpreis zu erhalten. Der Vorgang muß bei Wurst etwa 20 mal pro Stange wiederholt werden, bis die Stange protionsweise verkauft ist. Bei Kassen ist es bekannt, den Stückpreis über einen Strichcodeleser von einer auf der Ware vorhandenen Etikette oder von einem Aufdruck abzunehmen und unmittelbar zu erfassen. Dazu muß die Ware händisch ein- oder mehrmals über den Strichcodeleser geführt werden.

Aus der US-PS 39 62 569 ist ferner eine Rechenwaage bekannt, die über ein Lesegerät zur Eingabe einer Kilopreisinformation verfügt. Die Eingabe erfolgt mittels einer Karte, die photoelektrisch abgetastet wird. Die Handhabung ist bei diesem System problematisch und gibt zu Fehlern Anlaß, weil einerseits die Waren und anderseits die richtigen Karten ausgewählt und auf die Waage gelegt bzw. in das Lesegerät eingeschoben werden müssen. Ein auf der Ware angeordneter Strichcode ist günstiger, weil Verwechslungen zwischen Ware und Kilopreis vermieden werden. Es ist jedoch bei einem auf der Ware angebrachten Code in der Praxis erforderlich, die Ware mehrmals an dem Lesegerät vorbeizubewegen, damit die Eingabe zuverlässig erfolgt.

Die Erfindung zielt darauf ab, eine wesentliche Erleichterung des Arbeitsablaufes beim Aufschneiden und Abrechnen des geschnittenen Gutes zu schaffen. Dies wird dadurch erreicht, daß ein an sich bekanntes Codelesegerät beispielsweise ein Strichcodeleser, im Bereich des Schnittgutwagens zur Erfassung eines auf dem Schnittgut angebrachten Codes während der Schneidebewegung des Schnittgutwagens vorgesehen ist und daß an den Strichcodeleser ein Speicher für den zum Strichcode gehörenden Preis, beispielsweise Kilopreis, sowie ein mit dem Wiegesystem verbundener Rechner zur Ermittlung von Daten wie Einzelpreis, Gesamtpreis od. dgl. und eine Anzeigevorrichtung und/oder ein Bondrucker angeschlossen sind. Das Schnittgut trägt die unmittelbare bzw. mittelbare Kilopreisinformation, die nicht mehr eingetastet sondern über das Lesegerät während des Schneidevorgangs abgenommen wird. Auf der Basis des so eingelesenen bzw. aus einem Speicher abgerufenen Kilopreises ermittelt das Wiegesystem in bekannter Weise den Einzelpreis oder Portionspreis. Die für den Schneidevorgang notwendige Bewegung des Schnittgutwagens wird in besonders vorteilhafter Weise gleichzeitig für das Lesen des Codes ausgenützt. Durch das wiederholte Reversieren des Schnittgutwagens wird überdies ein sicheres Einlesen des Warencodes garantiert. Die Aufschnittschneidemaschne kann zur Übertragung des ermittelten Codes etwa über ein Kabel mit einer Rechenwaage verbunden sein oder selbst über ein Wiegesystem verfügen, wobei die Schneidemaschine mit der Rechenwaage eine Baueinheit bildet. Eine Maschine der vorgenannten Bauart erfüllt alle Anorderungen im Verkauf.

Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung in Form eines Blockschaltbildes dargestellt.

Es wird hier von einer an sich bekannten Rechenwaage ausgegangen, die ein Wiegetablett 1 mit einer Wiegemeßzelle in einem Gehäuse, eine Anzeigevorrichtung 2 für das ermittelte Gewicht, eine Tastatur 3 zur Stückpreis- oder Kilopreiseingabe und einen Rechner 4 umfaßt, der zur Ermittlung des Einzelpreises aus dem Kilopreis und dem Wiegeergebnis sowie zur Ermittlung von Zwischensummen und der Endsumme dient. Dem Rechner 4 ist ein Speicher 5 vorgeschaltet, aus dem über die Tastatur 3 und auch durch einen von einem Lesegerät 6, 7, 8 festgestellten Code (Strichcode) Daten (Kilopreis) abrufbar sind.

Der dem Code (Warencode) entsprechende vorprogrammierte Kilopreis gelangt dann ohne der bisher notwendigen individuellen Handeingabe in den Rechner 4 zur Ermittlung des Einzelpreises, welcher in weiterer Folge zusammen mit dem Einzelgewicht auf der Anzeigeeinrichtung aufscheint. Das beispielsweise optische Codelesegerät 6 ist erfindungsgemäß in der Aufschnittschneidemaschine 9 eingebaut. Mit der Schnittbewegung des Schnittgutwagens bewegt sich das Schnittgut 12 mehrfach an dem unterhalb des Schnittgutwagens 11 angeordneten Codelesegerät 6 vorbei und nimmt einen etwa an der Oberfläche des Schnittgutes vorgesehenen Code (längslaufende Striche) sicher auf. Damit ist die Ware identifiziert und es erfolgt die Zuordnung des Kilopreises sowie gegebenenfalls weitere Daten für einen Bondrucker (nicht dargestellt). Darüber hinaus ist es auch möglich, ein Lesegerät 7 im Schnittguthalter 10 sowie zusätzlich auch außerhalb der Schneidemaschine und außerhalb der Waage anzuordnen (Lesegerät 8). Wenn einer Ware gewichtsunabhängig ein fester Preis zugeordnet ist, dann führt der Code dieser Ware eventuell nach Abruf des Stückpreises aus dem Speicher 5 unter Umgehung der Aufschnittschneidemaschine 9 und der Waage 1 direkt zur Anzeige auf der Anzeigevorrichtung 2. Der Stückpreis wird bei der Endsummenbildung im Rechner 4 mitaddiert. In der Zeichnung ist ferner ein Lesegerät 13 symbolisch dargestellt, welches dem Rechner 4 und der Anzeigevorrichtung 2 in bekannter Weise direkt zugeordnet ist.


Anspruch[de]
  1. Aufschnittschneidemaschine mit einem Schnittgutwagen und einem, insbesondere als Waagschale eines Wiegesystems ausgebildeten Ablegetablett, dadurch gekennzeichnet, daß ein an sich bekanntes Codelesegerät (6), beispielsweise ein Strichcodeleser, im Bereich des Schnittgutwagens (11) zur Erfassung eines auf einem Schnittgut (12) angebrachten Codes während der Schneidebewegung des Schnittgutwagens (11) vorgesehen ist und daß an den Strichcodeleser (6) ein Speicher (5) für den zum Strichcode gehörenden Preis, beispielsweise Kilopreis, sowie ein mit dem Wiegesystem verbundener Rechner (4) zur Ermittlung von Daten wie Einzelpreis, Gesamtpreis od.dgl. und eine Anzeigevorrichtung (2) und/oder ein Bondrucker angeschlossen sind.






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