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Dokumentenidentifikation DE3521921C2 23.05.1990
Titel Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters
Anmelder Nippon Kokan K.K.;
Showa Kaiun K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Adachi, Toshiyuki, Yokohama, Kanagawa, JP;
Ishiba, Tatsuo, Okayama, JP;
Nagano, Sunao, Kanagawa, JP
Vertreter Henkel, G., Dr.phil.; Feiler, L., Dr.rer.nat.; Hänzel, W., Dipl.-Ing.; Kottmann, D., Dipl.-Ing, Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 19.06.1985
DE-Aktenzeichen 3521921
Offenlegungstag 19.12.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.05.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.1990
IPC-Hauptklasse B63J 4/00
IPC-Nebenklasse B63B 57/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters, mit welcher eine Ablagerung von im Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume mitgeführten Rückständen auf dem Boden einer von diesem Abwasser durchströmten Haupt-Abführleitung verhindert werden kann.

Bei einem Schüttguttransporter bzw. -frachtschiff für den Transport von Schüttgut, wie Erz, Kohle, Stahlschrott oder Getreide, werden nach dem Löschen der Fracht die Laderäume mit Seewasser o. dgl. gereinigt. Das Abwasser von der Reinigung enthält einen erheblichen Anteil an Rückständen oder Fest- bzw. Schwebstoffen, wie Erz-, Kohle- oder Stahlschrotteilchen.

Im folgenden ist eine erste bekannte Vorrichtung zum Abführen von stark rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung von Laderäumen eines Schiffes nach außen (über Bord) anhand der Fig. 1 bis 3 beschrieben.

Gemäß den Fig. 1 bis 3 wird über eine Ballastwasser- Hauptspeiseleitung 2 mit einem Hauptventil oder -hahn 3 Ballastwasser über mehrere an sie angeschlossene Zweigleitungen 5, die jeweils mit Nebenventilen oder -hähnen 4 versehen sind, in mehrere in einem doppelten Boden des Schiffs vorgesehene Ballasttanks 1 eingeführt. Eine Hauptpumpe 6 liefert an einem Ballastwasser-Saugeinlaß 7 angesaugtes Ballastwasser über die Hauptspeiseleitung 2 und die Zweigleitungen 5 in die Ballasttanks 1 sowie als Antriebswasser zu einer Düse einer noch zu beschreibenden Hauptstrahlpumpe.

Im Boden 9A jedes Laderaums 9 sind je zwei Bilgebrunnen 8 vorgesehen. Das einen erheblichen Anteil Rückstände 10, wie Erz-, Kohle- oder Stahlschrotteilchen, enthaltende Abwasser von der Reinigung der Laderäume 9 strömt durch je zwei im Boden 9A jedes Laderaums 9 vorgesehene Öffnungen 12 in die betreffenden Bilgebrunnen 8 hinein, um sich darin zu sammeln.

Unter jedem Laderaum 9 sind je zwei Hilfsstrahlpumpen 13 zum Ansaugen des Reinigungsabwassers aus den einzelnen Bilgebrunnen 8 angeordnet. Ein Saugeinlaß 13A jeder Hilfsstrahlpumpe 13 ist mit dem unteren Abschnitt oder Boden des betreffenden Bilgebrunnens 8 verbunden, während die Auslässe 13B der einzelnen Hilfsstrahlpumpen 13 an eine noch zu beschreibende Haupt-Abführleitung für das Reinigungsabwasser 11 angeschlossen sind. Das in den einzelnen Bilgebrunnen 8 gesammelte Abwasser 11 wird am Saugeinlaß 13A jeder Hilfsstrahlpumpe 13 unter der Wirkung des an der Mündung einer Düse 14 jeder Hilfsstrahlpumpe 13 mit hoher Geschwindigkeit ausgetriebenen Antriebswassers angesaugt und über ihren Auslaß 13B in die Haupt-Abführleitung 15 abgeführt.

Die Haupt-Abführleitung 15 sammelt das von den einzelnen Hilfsstrahlpumpen 13 angesaugte Reinigungsabwasser 11 und leitet dieses zu einem Auslaßende 15A dieser Abführleitung 15.

Die Hauptstrahlpumpe 16 saugt das die Haupt-Abführleitung 15 durchströmende Abwasser an, um es an der Außenseite des Schiffes über Bord abzuführen. Ein Saugeinlaß 16A der Hauptstrahlpumpe 16 ist über ein Hauptventil oder einen Haupthahn 17 mit dem Auslaßende 15A der Haupt-Abführleitung 15 verbunden, und die Hauptstrahlpumpe 16 weist einen Auslaß 16B zum Austragen des Abwassers über Bord auf. Eine Düse 18 der Hauptstrahlpumpe 16 ist mit der Hauptpumpe 6 über eine mit einem Ventil oder Hahn 19 versehenen Antriebswasser-Speiseleitung 20 verbunden. Das die Haupt-Abführleitung 15 durchströmende Reinigungsabwasser 11 wird am Saugeinlaß 16A der Hauptstrahlpumpe 16 unter der Wirkung des mittels der Hauptpumpe 6 an der Mündung der Düse 18 der Hauptstrahlpumpe 16 mit hoher Geschwindigkeit ausgetriebenen Antriebswassers angesaugt und am Auslaß 16B der Hauptstrahlpumpe 16 über Bord abgeführt.

Bei der beschriebenen ersten Vorrichtung werden die Ballasttanks 1 wie folgt mit Ballastwasser beschickt: Das Ventil 19 der Antriebswasser-Speiseleitung 20 wird geschlossen, während das Hauptventil 3 der Ballastwasser-Hauptspeiseleitung 2 und das Nebenventil 4 jeder Zweigleitung 5, die an die Hauptspeiseleitung 2 angeschlossen sind, geöffnet werden und die Hauptpumpe 6 betätigt wird. Das von der Hauptpumpe 6 über den Ballastwasser-Saugeinlaß 7 angesaugte Ballastwasser wird somit über die Hauptspeiseleitung 2 und die betreffenden Zweigleitungen 5 in die einzelnen Ballasttanks 1 geleitet.

Bei dieser ersten Vorrichtung wird das einen erheblichen Anteil Rückstände 10 enthaltende Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume 9 wie folgt über Bord abgeführt: Die Düsen 14 der einzelnen Hilfsstrahlpumpen 13 werden mittels einer anderen, nicht dargestellten Wasser-Pumpe mit Antriebswasser beschickt, um das in den verschiedenen Bilgebrunnen 8 gesammelte Reinigungsabwasser 11 anzusaugen und in die betreffende Haupt-Abführleitung 15 für Reininungsabwasser zu überführen. Dabei werden das Hauptventil 3 der Hauptleitung 2 geschlossen und das Ventil 19 der Antriebswasser-Speiseleitung 20 sowie das Hauptventil 17 der Haupt-Abführleitung 15 geöffnet und die Hauptpumpe 6 betätigt. Infolgedessen wird das am Saugeinlaß 7 der Hauptpumpe 6 angesaugte Ballastwasser als Antriebswasser über die Speiseleitung 20 zur Düse 18 der Hauptstrahlpumpe 16 gefördert. Das mittels der verschiedenen Hilfsstrahlpumpen 13 in die Haupt-Abführleitung 15 überführte Reinigungsabwasser 11 wird somit unter der Wirkung des mit hoher Geschwindigkeit aus der Mündung der Düse 18 der Haupt- Strahlpumpe 16 ausgetriebenen Antriebswassers über den Auslaß 16B der Hauptstrahlpumpe 16 über Bord abgeführt.

Die beschriebene erste Vorrichtung ist jedoch mit folgenden Mängeln behaftet: Obgleich die Hilfsstrahlpumpen 13 wegen ihres einfachen Aufbaus und des Fehlens von sich drehenden Teilen störungsunanfällig sind, können sie wegen ihrer im Vergleich zu normalen Pumpen geringen Saugkraft jeweils nur einen Teil der im Reinigungsabwasser 11 enthaltenen Rückstände 10 ansaugen, die sich am Boden der einzelnen Bilgebrunnen 8 absetzen. Die von den Hilfsstrahlpumpen 13 angesaugten Rückstände 10 setzen sich zudem auf dem Boden der Haupt-Abführleitung 15 ab, bis diese verstopft ist und das Abwasser 11 nicht mehr über Bord abgeführt werden kann.

Eine zweite Vorrichtung für denselben Zweck ist in der nicht vorveröffentlichten älteren Japanischen Patentanmeldung Nr. 58-2 45 835 beschrieben und nachstehend anhand von Fig. 4 beschrieben.

Gemäß Fig. 4 sind, wie bei der vorher beschriebenen Anordnung, im Boden 9A jedes Laderaums 9 je zwei Bilgebrunnen 8 vorgesehen, in denen jeweils ein Trichter-Stutzen 21 angeordnet ist, der lotrecht unter der betreffenden Öffnung 12 im Boden 9A jedes Laderaums 9 befestigt ist und dessen unterseitige Öffnung einem im Boden des betreffenden Bilgebrunnens 8 ausgebildeten Auslaß 8A zugewandt ist.

Unter jedem Laderaum 9 sind je zwei Hilfsstrahlpumpen 13 zum Absaugen des in den betreffenden Bilgebrunnen 8 gesammelten Reinigungsabwassers angeordnet. Jede Hilfsstrahlpumpe 13 ist mit ihrem Saugeinlaß 13A an den Auslaß 8A des betreffenden Bilgebrunnens 8 angeschlossen, während ihr Auslaß 13B mit einer Haupt-Abführleitung 15 für Reinigungsabwasser verbunden ist. Eine Düse 14 jeder Hilfsstrahlpumpe 13 ist mit deren Saugeinlaß über eine Zweigleitung 22 verbunden. Das der Düse 14 jeder Hilfsstrahlpumpe 13 zugeführte Antriebswasser wird mit hoher Geschwindigkeit aus der Mündung der Düse 14 ausgetrieben, wobei gleichzeitig ein Teil des Antriebswassers über die Zweigleitung 22 in das am Saugeinlaß 13A angesaugte Reinigungsabwasser 11 in dessen Strömungsrichtung ausgetrieben wird. Die sonstige Anordnung entspricht derjenigen bei der zuerst beschriebenen ersten Vorrichtung.

Bei dieser zweiten Vorrichtung nach Fig. 4 strömt das Rückstände 10 enthaltende Reinigungsabwasser 11 von der Reinigung der Laderäume 9 über die jeweilige Öffnung 12, von denen je zwei im Boden 9A jedes Laderaums 9 vorgesehen sind, in den Trichter-Stutzen 21 hinein. Da die unterseitige Öffnung jedes Stutzens 21, wie erwähnt, dem Auslaß 8A des betreffenden Bilgebrunnens 8 zugewandt ist, gelangen die vom Abwasser 11 mitgeführten Rückstände 10 über den Stutzen 21 unmittelbar in den Saugeinlaß 13A der betreffenden Hilfsstrahlpumpe 13 hinein. Unter der Wirkung des mit hoher Geschwindigkeit aus der Mündung der Düse 14 jeder Hilfsstrahlpumpe 13 ausgetriebenen Antriebswassers wird das Abwasser 11 zusammen mit den Rückständen 10 am Saugeinlaß 13A jeder Hilfsstrahlpumpe 13 angesaugt und über deren Auslaß 13B in die Haupt- Abführleitung 15 abgeführt. Da zudem, wie erwähnt, ein Teil des der Düse 14 zugelieferten Antriebswassers über die Zweigleitung 22 in das am Saugeinlaß 13A angesaugte Abwasser 11, in derselben Strömungsrichtung wie letzteres, eingespritzt wird, wird das Abwasser 11 über den Auslaß 13B jeder Hilfsstrahlpumpe 13 in die Haupt-Abführleitung 15 abgeführt, ohne daß die vom Abwasser 11 mitgeführten Rückstände 10 zu einem Verstopfen des Saugeinlasses 13A der Hilfsstrahlpumpe 13 führen können. Da weiterhin die im Abwasser 11 enthaltenen Rückstände 10 aus dem jeweiligen Stutzen 21 unmittelbar in den Saugeinlaß 13A der betreffenden Hilfsstrahlpumpe 13 eintreten, werden sie durch letztere praktisch vollständig abgesaugt, ohne sich am Boden des betreffenden Bilgebrunnens 8 absetzen zu können.

Die anhand von Fig. 4 beschriebene zweite Vorrichtung ist jedoch mit den folgenden Problemen behaftet:

Die nach der Reinigung der Laderäume 9 vom Reinigungsabwasser 11 mitgeführten Rückstände oder Fest- bzw. Schwebestoffe 10 können sich wiederum auf dem Boden der Haupt-Abführleitung 15 absetzen und diese damit verstopfen, bis das Abwasser 11 nicht mehr über Bord abgeführt werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung einer Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters, mit welcher eine Ablagerung von im Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume mitgeführten Rückständen auf dem Boden einer von diesem Abwasser durchströmten Haupt-Abführleitung verhindert werden kann.

Diese Aufgabe wird mit einer Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß eine Verbindungsleitung zwischen einem (in Strömungsrichtung des Reinigungsabwassers gesehen) stromaufseitigen Ende der Reinigungsabwasser-Hauptabführleitung einerseits und der Ballastwasser-Hauptspeiseleitung andererseits angeordnet ist, um über die Ballastwasser-Hauptspeiseleitung einen Teil des Ballastwassers in die Hauptabführleitung einzuführen und damit die Strömungsgeschwindigkeit des die Hauptabführleitung durchströmenden Reinigungsabwassers zu erhöhen.

Im folgenden ist eine Ausführungsform der Erfindung im Vergleich zum Stand der Technik anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine schematische Aufsicht zur Darstellung einer bisherigen Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters,

Fig. 2 eine in vergrößertem Maßstab und teilweise im Schnitt gehaltene Teildarstellung der Vorrichtung nach Fig. 1,

Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie A-A in Fig. 2,

Fig. 4 eine teilweise im Schnitt gehaltene Darstellung einer nicht veröffentlichten zweiten Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters und

Fig. 5 eine schematische Aufsicht zur Darstellung einer Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters gemäß einer Ausführungsform der Erfindung.

Die Fig. 1 bis 4 sind eingangs bereits erläutert worden.

Im Hinblick auf die oben geschilderten Gegebenheiten sind erfindungsgemäß ausgedehnte Untersuchungen mit dem Ziel der Schaffung einer Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters, mit welcher die Erfindungsaufgabe voll und ganz gelöst werden soll, angestellt worden. Als Ergebnis dieser Untersuchungen hat es sich herausgestellt, daß diese Aufgabe dadurch gelöst werden kann, daß die Strömungsgeschwindigkeit des nach der Reinigung der Laderäume die Haupt-Abführleitung für Reinigungsabwasser durchströmenden Reinigungsabwassers erhöht wird.

Die nachstehend anhand von Fig. 5 in einem Ausführungsbeispiel beschriebene Erfindung beruht nun auf der oben genannten Erkenntnis.

Gemäß Fig. 5 leitet eine Ballastwasser-Haupt-Speiseleitung 2 mit einem Hauptventil oder -hahn 3, wie bei der Vorrichtung nach Fig. 1 bis 3, über mehrere an sie angeschlossene Zweigleitungen 5 mit jeweils Nebenventilen oder -hähnen 4 Ballastwasser in mehrere in einem doppelten Boden des Schiffs vorgesehene Ballasttanks 1 ein. Eine Hauptpumpe 6 fördert das an einem Ballastwasser-Saugeinlaß 7 derselben angesaugte Ballastwasser über die Speiseleitung 2 und die verschiedenen Zweigleitungen 5 in die Ballasttanks 1 und liefert dieses angesaugte Ballastwasser als Antriebswasser zu einer Düse einer noch zu beschreibenden Hauptstrahlpumpe sowie über die Speiseleitung 2 und eine noch zu beschreibende Verbindungsleitung 24 zu einer ebenfalls noch zu beschreibenden Reinigungsabwasser-Hauptabführleitung 15.

Wie bei der bisherigen Anordnung sind im Boden jedes Laderaums 9 je zwei Bilgebrunnen 8 vorgesehen. Das nach der Reinigung der Laderäume 9 einen erheblichen Anteil an Rückständen (remains), wie Erz-, Kohle- und Stahlschrotteilchen, enthaltende Reinigungsabwasser strömt über nicht dargestellte Öffnungen, von denen je zwei im Boden jedes Laderaums 9 vorgesehen sind, in die jeweiligen Bilgebrunnen 8, um in diesen gesammelt zu werden.

Wie bei der bisherigen Anordnung sind unter jedem Laderaum 9 je zwei Hilfsstrahlpumpen 13 zum Absaugen des Abwassers aus den Bilgebrunnen 8 vorgesehen. Der Saugeinlaß jeder Hilfsstrahlpumpe 13 ist dabei wiederum mit einem unteren Abschnitt (Boden) des betreffenden Bilgebrunnens 8 verbunden, während sein Auslaß wiederum mit der noch näher zu beschreibenden Hauptabführleitung verbunden ist. Das in jedem Bilgebrunnen 8 gesammelte Abwasser wird, wie vorher beschrieben, über den Saugeinlaß jeder Hilfsstrahlpumpe 13 unter der Wirkung des mit hoher Geschwindigkeit aus der Mündung einer nicht dargestellten Düse jeder Hilfsstrahlpumpe 13 abgeführten Antriebswassers angesaugt und über den Auslaß jeder Hilfsstrahlpumpe 13 in die Reinigungsabwasser-Hauptabführleitung 15 (im folgenden nur noch als "Abführleitung" bezeichnet) überführt.

Entsprechend der bisherigen Anordnung sammelt die Abführleitung 15 das von den Hilfsstrahlpumpen 13 an- oder hochgesaugte Abwasser, um es zu ihrem Auslaßende 15A zu fördern.

Die Hauptstrahlpumpe 16 saugt das Reinigungsabwasser aus der Abführleitung 15 an, um es an der Außenseite des Schiffes bzw. über Bord abzuführen. Ein Saugeinlaß 16A der Hauptstrahlpumpe 16 ist über ein(en) Hauptventil oder -hahn 17 mit dem Auslaßende 15A der Abführleitung 15 verbunden und weist, wie im bisherigen Fall, einen Auslaß 16B zum Abführen des Abwassers über Bord auf. Eine Düse 18 der Hauptstrahlpumpe 16 ist über eine Antriebswasser- Speiseleitung 20 mit einem Ventil oder Hahn 19 an die Hauptpumpe 6 angeschlossen. Das über die Abführleitung 15 zugeführte Reinigungsabwasser wird am Saugeinlaß 16A der Hauptstrahlpumpe 16 unter der Wirkung des 15 mittels der Hauptpumpe 6 mit hoher Geschwindigkeit an der Mündung der Düse 18 abgeführten Antriebswassers angesaugt und über den Auslaß 16B der Hauptstrahlpumpe 16 über Bord abgeführt. Zusätzlich zur Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs (vgl. Fig. 1 bis 4) ist eine Verbindungsleitung 24 mit Ventil oder Hahn 23 zwischen einem (in Strömungsrichtung des Abwassers gesehen) stromaufseitigen Ende 15B der Abführleitung 15 einerseits und der Ballastwasser-Haupt-Speiseleitung 2 (im folgenden nur noch als "Speiseleitung" bezeichnet) andererseits angeordnet. Ein Teil des Ballastwassers wird über die Speiseleitung 2 in die Abführleitung 15 eingeführt, um die Strömungsgeschwindigkeit des die Abführleitung 15 durchströmenden Abwassers zu erhöhen und damit die Verhinderung der Ablagerung von im Abwasser enthaltenen Rückständen oder Fest- bzw. Schwebestoffen am Boden der Abführleitung 15 zu ermöglichen.

Bei der beschriebenen Ausführungsform wird Ballastwasser den einzelnen Ballasttanks 1 wie folgt zugeführt: Das Ventil 19 der Antriebswasser-Speiseleitung 20 und das Ventil 23 der Verbindungsleitung 24 werden geschlossen, während das Hauptventil 3 der Speiseleitung 2 (für Ballastwasser) und die Nebenventile 4 der jeweils an die Speiseleitung 2 angeschlossenen Zweigleitungen 5 geöffnet werden und die Hauptpumpe 6 betätigt wird. Das am Ballastwasser-Saugeinlaß 7 der Hauptpumpe 6 angesaugte Ballastwasser wird somit über die Speiseleitung 2 und die jeweiligen Zweigleitungen 5 in die verschiedenen Ballasttanks 1 eingeführt.

Bei der beschriebenen Ausführungsform wird das nach der Reinigung der Laderäume 9 einen erheblichen Anteil an mitgeführten Rückständen enthaltende Reinigungswasser auf folgende Weise über Bord abgeführt: Wie bei der Anordnung nach Fig. 1 bis 3 werden die Düsen der verschiedenen Hilfsstrahlpumpen 13 mittels einer anderen, nicht dargestellten Pumpe mit Antriebswasser beschickt, um das rückstandhaltige Reinigungsabwasser aus den einzelnen Bilgebrunnen 8 abzusaugen und in die Abführleitung 15 zu überführen. Dabei werden das Hauptventil 3 der Speiseleitung 2, das Ventil 19 der Antriebswasser-Speiseleitung 20, das Hauptventil 17 der Abführleitung 15 und das Ventil 23 der Verbindungsleitung 24 geöffnet, während die Nebenventile 4 der einzelnen, an die Speiseleitung 2 angeschlossenen Zweigleitungen 5 geschlossen werden und die Hauptpumpe 6 betätigt wird. Dabei wird ein Teil des am Saugeinlaß 7 der Hauptpumpe 6 angesaugten Ballastwassers über die Antriebswasser-Speiseleitung 20 als Antriebswasser zur Düse 18 der Hauptstrahlpumpe 16 gefördert, während gleichzeitig der Rest des so angesaugten Ballastwassers über die Speiseleitung 2 und die Verbindungsleitung 24 in das stromaufseitige Ende 15B der Abführleitung 15 eingeführt wird. Das durch die Hilfsstrahlpumpen 13 in die Abführleitung 15 überführt Abwasser wird damit zusammen mit dem der Abführleitung 15 über die Speiseleitung 2 und die Verbindungsleitung 24 zugeführten Ballastwasser durch die Hauptstrahlpumpe 16 über deren Auslaß 16B über Bord abgeführt und zwar unter der Wirkung des mit hoher Geschwindigkeit aus der Mündung dieser Düse 18 ausgetriebenen Antriebswassers. Da die Strömungsgeschwindigkeit des über die Abführleitung 15 geführten Reinigungsabwassers durch das über die Speiseleitung 2 und die Verbindungsleitung 24 in die Abführleitung 15 eingeleitete Ballastwasser erhöht wird, können im Abwasser enthaltene Rückstände sich nicht am Boden an der Unterseite der Abführleitung 15 absetzen.

Die Ausführungsform nach Fig. 5 ist vorstehend in Anwendung auf die erste Vorrichtung nach Fig. 1 bis 3 beschrieben worden. Offensichtlich ist die Erfindung jedoch auch auf die nicht vorveröffentlichte zweite Vorrichtung nach Fig. 4 anwendbar.

Erfindungsgemäß wird somit die Strömungsgeschwindigkeit von nach der Reinigung mehrerer Laderäume eines Schüttguttransporters eine entsprechende Haupt-Abführleitung durchströmendem Reinigungsabwasser durch Einführung von Ballastwasser in diese Abführleitung erhöht, so daß eine Ablagerung von im Abwasser enthaltenen Rückständen am Boden der Abführleitung und mithin auch ein Verstopfen der letzteren sicher verhindert werden kann. Die Erfindung bietet damit einen großen industriellen Nutzeffekt.


Anspruch[de]
  1. Vorrichtung zum Abführen von rückstandhaltigem Reinigungsabwasser nach der Reinigung der Laderäume eines Schüttguttransporters (Frachtschiffs) mit einem Doppelbodenaufbau und einer Ballastwasser-Hauptspeiseleitung zur Einführung von Ballastwasser in mehrere an beiden Breitseiten angeordnete Ballasttanks, umfassend

    mehrere Bilgebrunnen (8), von denen jeweils mindestens einer am Boden (9A) jedes Laderaums (9) angeordnet ist,

    mehrere Hilfsstrahlpumpen (13), von denen jeweils mindestens eine unter jedem Laderaum (9) angeordnet ist, zum Ansaugen von nach der Reinigung der Laderäume (9) Rückstände oder Fest- bzw. Schwebestoffe enthaltendem, in den einzelnen Bilgebrunnen (8) gesammeltem Reinigungsabwasser, wobei ein Saugeinlaß (13A) jeder Hilfsstrahlpumpe (13) mit einem unteren Abschnitt (Boden) des betreffenden Bilgebrunnens (8) verbunden ist,

    eine Reinigungsabwasser-Hauptabführleitung (15) zum Sammeln des mittels der Hilfsstrahlpumpen (13) angesaugten Reinigungsabwassers und zu seiner Förderung zu einem Auslaßende (15A) der Reinigungsabwasser- Hauptabführleitung (15), an welche ein Auslaß (13B) jeder Hilfsstrahlpumpe (13) angeschlossen ist, und

    eine Hauptstrahlpumpe (16) zum Ansaugen des die Reinigungsabwasser-Hauptabführleitung (15) durchströmenden Reinigungsabwassers zwecks Abführung desselben zur Außenseite des Schiffs über Bord wobei ein Saugeinlaß (16A) der Hauptstrahlpumpe (16) mit dem Auslaßende (15A) der Hauptabführleitung (15) verbunden ist und die Hauptstrahlpumpe (16) einen Auslaß (16B) zum Abführen des Reinigungsabwassers über Bord aufweist,

    dadurch gekennzeichnet, daß

    eine Verbindungsleitung (24) zwischen einem (in Strömungsrichtung des Reinigungsabwassers gesehen) stromaufseitigen Ende (15B) der Reinigungsabwasser-Hauptabführleitung (15) einerseits und der Ballastwasser- Hauptspeiseleitung (2) andererseits angeordnet ist, um über die Ballastwasser-Hauptspeiseleitung (2) einen Teil des Ballastwassers in die Hauptabführleitung (15) einzuführen und damit die Strömungsgeschwindigkeit des die Hauptabführleitung (15) durchströmenden Reinigungsabwassers zu erhöhen.






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