PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3936871A1 23.05.1990
Titel Hohlzylindrisches Gehäuseteil
Anmelder Volkswagen AG, 3180 Wolfsburg, DE
Erfinder Watschon, Werner, 3172 Isenbüttel, DE
DE-Anmeldedatum 06.11.1989
DE-Aktenzeichen 3936871
Offenlegungstag 23.05.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.1990
IPC-Hauptklasse F16M 1/026
IPC-Nebenklasse F16D 13/70   F16D 13/60   
Zusammenfassung Bei einem hohlzylindrischen Gehäuseteil (3), dessen Gehäusewand im Querschnitt zumindest abschnittsweise nach der Art eines Zahnprofils (3.1) gestaltet ist, wobei an dem Zahnprofil (3.1) zur Aufnahme mindestens eines Sicherungsringes (8) in der Gehäusewand im wesentlichen in Umfangsrichtung ausgerichtete radiale Aufnahmeschlitze (9) vorgesehen sind, wird durch Rundungen (13.1, 13.2) an den Enden der Aufnahmeschlitze (9) die Dauerfestigkeit erhöht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein hohlzylindrisches Gehäuseteil gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Aus der DE-PS 26 19 479 ist ein gattungsgemäßes Gehäuseteil bekannt, das eine keilverzahnte Gehäusewand aufweist. Zur Ausbildung eines Aufnahmeschlitzes für einen Sicherungsring ist auf dem gesamten Umfang Material aus dem Bereich der Zahnfüße durch Prägung radial versetzt worden. Es hat sich aber nun herausgestellt, daß an den Enden der Aufnahmeschlitze die durch die Materialversetzung erzeugten Kerben zu einer erheblichen Verringerung der Festigkeit und somit zur Beschädigung des Gehäuseteils geführt haben.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, in einem gattungsgemäßen hohlzylindrischen Gehäuseteil Aufnahmeschlitze so auszubilden, daß auch bei stärksten dynamischen Belastungen eine Beschädigung des Gehäuseteils vermieden wird.

Diese Aufgabe wird gelöst durch das kennzeichnende Merkmal des Patentanspruchs 1. Die Unteransprüche enthalten zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung.

Erfindungsgemäß werden also in die Gehäusewand beispielsweise durch Formstanzen den Aufnahmeschlitz bildende Langlöcher eingebracht, deren Enden Rundungen aufweisen. Auf diese Weise wird gerade im Bereich der höchsten Kraftbeaufschlagung eine schädliche Kerbwirkung vermieden.

Für ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel zeigt die Zeichnung in

Fig. 1 den Längsschnitt einer Vorrichtung zur Erläuterung eines möglichen Anwendungsfalles der Erfindung,

Fig. 2 eine Ansicht des hohlzylindrischen Gehäuseteils entlang der Linie II-II (Fig. 1) und

Fig. 3 eine Ansicht des hohlzylindrischen Gehäuseteils in Pfeilrichtung B (Fig. 2).

In der Zeichnung sind gleiche Bauelemente und gleiche Bauteilabschnitte gleich beziffert.

Als Beispiel für einen typischen Anwendungsfall der Erfindung ist in Fig. 1 eine Lamellenkupplungsanordnung 1 dargestellt, welche ein mit einem Bodenstück 2 versehenes hohlzylindrisches Gehäuseteil 3 aufweist. In dem mit einem Zahnprofil 3.1 versehenen Gehäuseteil 3 sind Außenlamellen 4 angeordnet, die mit Innenlamellen 5 im Falle einer Kraftbeaufschlagung in Pfeilrichtung A eine Drehmomentenübertragung auf den Kupplungsträger 6 ermöglichen. Mit 7 ist eine Druckplatte bezeichnet, welche nach Beaufschlagung des Lamellenpaketes in Pfeilrichtung A über einen Sicherungsring 8 an dem Gehäuseteil 3 abstützbar ist. Der mit Außenzähnen 8.1 (siehe Fig. 2) versehene Sicherungsring 8 ist in einen Aufnahmeschlitz 9 des Gehäuseteils 3 eingelegt.

In Fig. 2 wird die Gestalt des hohlzylindrischen Gehäuseteils verdeutlicht. Das Zahnprofil 3.1 des beispielsweise durch Tiefziehen hergestellten Gehäuseteils 3 weist im wesentlichen Zahnköpfe 10, Zahnflanken 11 und Zahnfüße 12 auf. Die Länge der Aufnahmeschlitze 9 in Umfangsrichtung ist wenigstens so groß zu bemessen, daß die Außenzähne 8.1 des Sicherungsrings 8 im Bereich der Zahnfüße 12 satt zur Anlage kommen. Wie bei dem hier dargestellen Beispiel kann die Länge der Aufnahmeschlitze 9 aber auch so bemessen sein, daß Teilabschnitte der Zahnflanken 11 noch zur Abstützung des Sicherungsringes 8 beitragen können.

Durch die auf diese Weise bewirkte Verringerung der Flächenpressung kann die Anzahl der auf dem Umfang des Gehäuseteils 3 anzuordnenden Aufnahmeschlitze 9 verringert werden. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind abweichend vom Stand der Technik nicht auf dem gesamten Umfang, sondern nur abschnittsweise eine begrenzte Anzahl von Aufnahmeschlitzen im Gehäuseteil 3 vorgesehen. In Abhängigkeit von der Länge der Aufnahmeschlitze 9 bemißt sich deren Anzahl nach der den Sicherungsring 8 beaufschlagenden Maximalkraft. Die Teilung der auf diese Weise angeordneten Aufnahmeschlitze 9 auf dem Umfang der Gehäusewand ist weitgehend regelmäßig, so daß eine gleichmäßige Belastung der im Kraftfluß befindlichen Bauteilabschnitte erzielt wird.

Der in Fig. 3 dargestellte Abschnitt des Gehäuseteils 3 aus der Sicht der Pfeilrichtung B (siehe Fig. 2) zeigt die Rundungen 13.1, 13.2 an den Enden der Aufnahmeschlitze 9. Durch eine derartige Ausgestaltung der Aufnahmeschlitzenden wird eine Kerbwirkung unterbunden, so daß auch bei großen dynamischen Belastungen eine ausreichende Festigkeit des Gehäuseteils 3 gewährleistet wird. Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Breite des Aufnahmeschlitzes 9 so bemessen, daß der Sicherungsring 8 mit Spiel in den Aufnahmeschlitz 9 einlegbar ist. Dies führt zu einer Erleichterung der Sicherungsringmontage.

Es versteht sich, daß die Erfindung nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt ist. In anderen Anwendungsfällen kann beispielsweise die Anordnung des Sicherungsringes 8 auf dem äußeren Umfang des Gehäuseteils 3 notwendig werden. Für diesen Fall sind die Aufnahmeschlitze 9 im Bereich der Zahnköpfe 10 in das Gehäuseteil 3 einzustanzen. Dementsprechend ist der in die Aufnahmeschlitze 9 einzulegende Sicherungsring 8 dann mit einer Innenverzahnung versehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Hohlzylindrisches Gehäuseteil (3), dessen Gehäusewand im Querschnitt zumindest abschnittsweise nach der Art eines Zahnprofils (3.1) gestaltet ist, wobei an dem Zahnprofil (3.1) zur Aufnahme mindestens eines Sicherungsringes (8) in der Gehäusewand Aufnahmeschlitze (9) vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Enden der Aufnahmeschlitze (9) Rundungen (13.1, 13.2) aufweisen.
  2. 2. Gehäuseteil (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Aufnahmeschlitze (9) ein mit Außenzähnen (8.1) versehener Sicherungsring (8) einlegbar ist.
  3. 3. Gehäuseteil (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der Aufnahmeschlitze (9) so bemessen ist, daß der Sicherungsring (8) an den Zahnfüßen (12) und den Zahnflanken (11) des Zahnprofils (3.1) gemeinsam abstützbar ist.
  4. 4. Gehäuseteil (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite der Aufnahmeschlitze (9) so bemessen ist, daß die Außenzähne (8.1) des Sicherungsringes (8) mit Spiel in die Aufnahmeschlitze (9) einlegbar sind.
  5. 5. Gehäuseteil (3) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Anzahl der Aufnahmeschlitze (9) in Abhängigkeit von deren Länge in der Gehäusewand nach der den Sicherungsring (8) beaufschlagenden Maximalkraft bemessen ist, und daß die Teilung der Aufnahmeschlitze (9) auf dem Umfang der Gehäusewand weitgehend regelmäßig ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com