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Dokumentenidentifikation DE3919698C1 07.06.1990
Titel Vorrichtung zum quasi kontinuierlichen gravimetrischen Dosieren
Anmelder Sartorius GmbH, 3400 Göttingen, DE
Erfinder Pandit, Madhukar, Prof., 6750 Kaiserslautern, DE;
Merz, Hermann, 6670 St Ingbert, DE;
Berg, Christoph, 3400 Göttingen, DE
DE-Anmeldedatum 16.06.1989
DE-Aktenzeichen 3919698
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 07.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.06.1990
IPC-Hauptklasse G01G 13/04
IPC-Nebenklasse G01G 13/24   
IPC additional class // B65G 65/30  
Zusammenfassung Für eine Vorrichtung zum gravimetrischen Dosieren mit einer Dosierpumpe (3), die das Dosiergut von einem Zwischenbehälter (2), der sich auf einer Waage (1) befindet, in einen Prozeßbehälter (4) dosiert, wobei die Arbeitsgeschwindigkeit dieser Dosierpumpe (3) durch eine Regeleinheit (7) aufgrund des Ausgangssignals der Waage (1) so geregelt wird, daß der Dosierstrom einen vorgegebenen Wert erreicht, und mit einer Nachfüllpumpe (5), die Dosiergut von einem Vorratsbehälter (6) in den Zwischenbehälter (2) auf der Waage (1) fördert, wird vorgeschlagen, daß die Dosierpumpe (3) und die Nachfüllpumpe (5) schubweise fördern und von der Regeleinheit (7) so angesteuert werden, daß jeweils die eine Pumpe in den Pausen zwischen den Schüben der anderen Pumpe fördert.
Durch diesen alternierenden Betrieb läßt sich die dosierte Menge fehlerfrei überwachen, und es ist keine große Nachfüllpumpe erforderlich.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum gravimetrischen Dosieren mit einer Dosierpumpe, die das Dosiergut von einem Zwischenbehälter, der sich auf einer Waage befindet, in den Prozeß dosiert, wobei die Arbeitsgeschwindigkeit dieser Dosierpumpe durch eine Regeleinheit aufgrund des Ausgangssignals der Waage so geregelt wird, daß der Dosierstrom einen vorgegebenen Wert erreicht, und mit einer Nachfüllpumpe, die Dosiergut von einem Vorratsbehälter in den Zwischenbehälter auf der Waage fördert.

Eine Dosiervorrichtung dieser Art ist aus dem Zeitschriftenartikel "Einsatz einer mikroprozessorgeregelten Dosiereinrichtung in der Biotechnologie" von K. Memmert, R. Uhlendorf und C. Wandrey in Chemie-Ingenieur-Technik 59 (1987) Nr. 6, Seiten 501-504 bekannt.

Nachteilig an dieser Vorrichtung ist, daß während der Nachfüllzeit keine Regelung der Dosierung erfolgen kann, da dann beide Pumpen gleichzeitig fördern und der kleine Förderstrom der Dosierpumpe im Waagensignal vollkommen überdeckt wird vom wesentlich größeren Förderstrom der Nachfüllpumpe. Um die Zeitdauer der ungeregelten Dosierung möglichst kurz zu halten, ist es notwendig, die Förderleistung der Nachfüllpumpe möglichst groß zu wählen, was jedoch zu einer großen und teuren Pumpe führt.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Dosiervorrichtung der oben angegebenen Art zu entwickeln, die ungeregelte Dosierzeiten vermeidet und die keine große Nachfüllpumpe benötigt.

Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Dosierpumpe und die Nachfüllpumpe schubweise fördern und von der Regeleinheit so angesteuert werden, daß jeweils die eine Pumpe in den Pausen zwischen den Schüben der anderen Pumpe fördert.

Die Dosierung und die Nachfüllung erfolgen also pulsierend und damit quasikontinuierlich; die beiden pulsierenden Förderströme sind jeweils so gegeneinander phasenversetzt, daß der Förderschub der Nachfüllpumpe in die Förderpause der Dosierpumpe fällt und umgekehrt.

Vorteilhafterweise wird zwischen den Förderzeiten der Dosierpumpe und den Förderzeiten der Nachfüllpumpe jeweils zusätzlich eine kurze Zwischenzeit eingelegt, in der die Waage aktiviert wird und das Gewicht des Zwischenbehälters ermittelt. Dadurch kann die Gewichtsermittlung durch die Waage statisch erfolgen und die Waage braucht nicht dynamisch betrieben zu werden.

Vorteilhafterweise wird die Förderzeit der Dosierpumpe und die Förderzeit der Nachfüllpumpe etwa gleich lang gewählt, damit die Förderstärke und damit die Größe beider Pumpen etwa gleich sein kann.

Für viele Anwendungszwecke empfiehlt sich eine Schlauchpumpe als Dosierpumpe. Die schubweise Förderung wird dann zweckmäßigerweise durch einen Stop nach jeder vollen Umdrehung erreicht. Besonders reproduzierbar wird dabei die Fördermenge pro Schub, wenn der Stop in dem Winkelbereich erfolgt, in dem die Fördermenge pro Drehwinkel ein Minimum durchläuft.

Auch eine Membranpumpe läßt sich vorteilhafterweise einsetzen, da bei ihr die schubweise Förderung vom Arbeitsprinzip her gegeben ist.

Die Regeleinheit enthält zweckmäßigerweise zwei Regelkreise: der erste Regelkreis regelt über die Häufigkeit der Schübe der Dosierpumpe den Dosierstrom auf den vorgegebenen Wert; ein zweiter Regelkreis regelt die Nachfüllpumpe so, daß im Mittel der Füllstand im Zwischenbehälter konstant bleibt. Erfolgt jeweils ein Schub der Nachfüllpumpe zwischen zwei Schüben der Dosierpumpe, so bleibt bei gleichen Förderstärken der beiden Pumpen der Füllstand von alleine gleich. Geringe Unterschiede in der Förderstärke zwischen der Nachfüllpumpe und der Dosierpumpe können dadurch ausgeglichen werden, daß die Nachfüllpumpe z.B. 10% größer gewählt wird und je nach Bedarf immer wieder mal ein Nachfüllschub ausgelassen wird. Es ist aber auch denkbar, daß bei Benutzung einer Schlauchpumpe als Nachfüllpumpe die Nachfüllpumpe etwas mehr oder etwas weniger als eine Umdrehung je Schub ausführt, da es bei der Nachfüllpumpe nicht so sehr auf eine gleichmäßige Fördermenge je Schub ankommt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist vorgesehen, daß die Dosierpumpe und die Nachfüllpumpe zu einer einzigen, vorwärts/rückwärts fördernden Pumpe zusammengefaßt sind. Durch eine zusätzliche Ventilsteuerung wird dann diese Pumpe beim ersten Schub als Dosierpumpe, beim nächsten Schub als Nachfüllpumpe usw. benutzt. Der Geräteaufwand läßt sich dadurch noch weiter reduzieren.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der schematischen Figuren näher beschrieben.

Dabei zeigt

Fig. 1 das Schema einer gravimetrischen Dosiervorrichtung,

Fig. 2 die Massenströme einer gravimetrischen Dosiervorrichtung bei einer Betriebsweise gemäß dem Stand der Technik,

Fig. 3 die Massenströme einer gravimetrischen Dosiervorrichtung in der erfindungsgemäßen Ausführung,

Fig. 4 das Schema einer gravimetrischen Dosiervorrichtung in einer anderen Ausgestaltung und

Fig. 5 das Schema einer gravimetrischen Dosiervorrichtung in einer dritten Ausgestaltung.

Die Dosiervorrichtung in Fig. 1 besteht aus einem Zwischenbehälter 2, der auf einer Waage 1 steht, einer Dosierpumpe 3, die das zu dosierende Medium vom Zwischenbehälter 2 in den Prozeßbehälter 4 dosiert, und einer Nachfüllpumpe 5, die das Medium aus einem Vorratsbehälter 6 in den Zwischenbehälter 2 nachfüllt. Die beiden Pumpen 3 und 5 werden von einer Regeleinheit 7 angesteuert, wobei die Regeleinheit 7 ihr Eingangssignal von der Waage 1 erhält.

Dosiervorrichtungen dieser Art nach dem Stand der Technik weisen eine Arbeitsweise auf, wie sie in den Diagrammen der Fig. 2 gezeigt ist: Im obersten Diagramm ist der Inhalt m2 des Zwischenbehälters 2 auf der Waage 1 in Abhängigkeit von der Zeit t dargestellt; im mittleren Diagramm ist die Größe des Dosierstromes m3 in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt; im unteren Diagramm ist die Größe des Nachfüllstromes m5 in Abhängigkeit von der Zeit dargestellt. Vom Zeitpunkt t0 bis zum Zeitpunkt t1 läuft nur die Dosierpumpe 3 und fördert einen konstanten Dosierstrom m&sub3; in das Prozeßgefäß 4. Der Inhalt m2 des Zwischenbehälters 2 nimmt von daher gleichmäßig ab. Die Regeleinheit 7 regelt dabei die Drehzahl der Dosierpumpe 3 so, daß dm2/dt = m3 konstant auf dem vorgegebenen Sollwert gehalten wird. Unterschreitet dabei der Inhalt m2 des Zwischenbehälters 2 einen vorgegebenen Mindestwert m2min, so wird die Nachfüllpumpe 5 eingeschaltet und füllt den Zwischenbehälter mit einem großen Förderstrom m5 in möglichst kurzer Zeit wieder bis zu einem Maximalwert m2max auf. Während der Laufzeit der Nachfüllpumpe, also vom Zeitpunkt t1 bis zum Zeitpunkt t2, läuft die Dosierpumpe 3 ungeregelt mit konstanter Drehzahl weiter. In dieser Zeit kann die exakte Größe des Förderstromes m3 nicht aus dem Waagensignal berechnet werden, und man ist darauf angewiesen, auf eine gleichmäßige Förderung der Dosierpumpe in der Nachfüllzeit zu vertrauen. Die Größe des Dosierstromes m3 im mittleren Diagramm von Fig. 2 ist deshalb in dieser Zeit nur gestrichelt eingezeichnet. Man versucht daher, die Zeitdauer dieser ungeregelten Dosierung möglichst kurz zu machen, also eine möglichst große Nachfüllpumpe einzusetzen.

Im Unterschied dazu können bei der erfindungsgemäßen Dosiervorrichtung bei gleicher Konfiguration der Pumpen und Behälter wie in Fig. 1 die Nachfüllpumpe 5 und die Dosierpumpe 3 gleich groß gemacht werden. Die Funktionsweise dieser Dosiervorrichtung ist in den Diagrammen in der Fig. 3 gezeigt. In den Diagrammen ist wieder der Inhalt m2 des Zwischenbehälters 2 auf der Waage 1, der Dosierstrom m3 und der Nachfüllstrom m5 in Abhängigkeit von der Zeit t dargestellt. Die Dosierpumpe 3 und die Nachfüllpumpe 5 arbeiten schubweise, und der Schub der einen Pumpe fällt immer in die Pause der anderen Pumpe, so daß eine getrennte Erfassung der jeweiligen Massenströme durch die Waage möglich ist. Vom Zeitpunkt t0 bis zum Zeitpunkt t1 fördert die Dosierpumpe 3 Medium in das Prozeßgefäß 4. Vom Zeitpunkt t1 bis zum Zeitpunkt t2 fördert keine Pumpe, und die Waage 1 kann daher die Massenabnahme im Zwischenbehälter 2 - und damit die in das Prozeßgefäß 4 dosierte Menge - statisch bestimmen. Vom Zeitpunkt t2 bis zum Zeitpunkt t3 fördert die Nachfüllpumpe 5, und anschließend vom Zeitpunkt t3 bis zum Zeitpunkt t4 fördert keine Pumpe, und die Waage 1 kann die Massenzunahme im Zwischenbehälter 2 statisch bestimmen. Vom Zeitpunkt t4 bis zum Zeitpunkt t5 fördert wieder die Dosierpumpe 3. Dieser Zyklus wiederholt sich dauernd.

Die Regelung der Dosierung durch die Regeleinheit 7 erfolgt nun so, daß die Anzahl der Förderschübe der Dosierpumpe 3 pro Zeiteinheit so geregelt wird, daß der Mittelwert des Dosierstromes m3 gleich dem vorgegebenen Sollwert ist. Ist die Nachfüllpumpe 5 genauso groß wie die Dosierpumpe 3 und ist die Anzahl der Förderschübe beider Pumpen pro Zeiteinheit gleich, so würde theoretisch die Füllmenge im Zwischenbehälter immer zwischen den gleichen Grenzwerten hin und her pendeln. In der Praxis verbleibt aber immer ein geringes Ungleichgewicht, das sich über die Zeit aufintegriert und zum Überlaufen bzw. zum Leerpumpen des Zwischenbehälters 2 führen würde, wenn nicht durch einen zweiten Regelkreis innerhalb der Regeleinheit 7 eine Stabilisierung des Inhaltes des Zwischenbehälters 2 erfolgt. Dieser zweite Regelkreis ändert entweder die pro Förderschub der Nachfüllpumpe 5 geförderte Menge oder aber die Anzahl der Förderschübe der Nachfüllpumpe 5. In Fig. 3 ist dieser zweite Fall gezeigt: Die Fördermenge der Nachfüllpumpe 5 pro Förderschub ist hier etwas größer gewählt als die Fördermenge der Dosierpumpe 3 pro Förderschub. Dadurch steigt die Substanzmenge m2 im Zwischenbehälter 2 langsam an. Zum Zeitpunkt t6 wird dies dadurch ausgeglichen, daß ein Förderschub der Nachfüllpumpe 5 ausgelassen wird. Die Häufigkeit dieser Auslassungen richtet sich nach dem Unterschied in der Fördermenge pro Förderschub der beiden Pumpen.

Die schubweise Förderung läßt sich besonders gut mit Membranpumpen erreichen, ist aber auch mit Schlauchpumpen möglich. Beide Pumpentypen eignen sich auch für einen sterilen Betrieb, so daß mit der Dosiervorrichtung auch Dosierungen für biotechnologische Prozesse und ähnliche Anwendungsfälle möglich sind. Bei einer Membranpumpe mit Hubmagnet-Antrieb wird jeder Förderschub durch einen Impuls für den Hubmagneten ausgelöst, so daß die Regeleinheit 7 nur Impulse passender Breite und Folgefrequenz für die Dosierpumpe und die Nachfüllpumpe erzeugen muß. Werden Schlauchpumpen eingesetzt, so muß der Antriebsmotor jeweils z.B. eine volle Umdrehung ausführen und dann stoppen. Bei einem Schrittmotor-Antrieb ist dies leicht möglich. Zudem hat eine Schlauchpumpe auch bei konstanter Winkelgeschwindigkeit eine kurze Förderpause in dem Augenblick, in dem eine der Quetschrollen die Quetschphase beendet. In dieser Winkelstellung haben also geringe Schwankungen der Stoppstellung des Schlauchpumpenmotors keinen Einfluß auf die Größe der geförderten Substanzmenge. Läßt man also den Motor immer eine (oder auch mehrere) volle Umdrehungen ausführen und im Winkelbereich der Förderpause stoppen, so ergibt sich ohne großen Aufwand eine sehr konstante Fördermenge pro Schub. Dies ist selbstverständlich nur für die Dosierpumpe 3 wichtig, während bei der Nachfüllpumpe 5 z.B. durch Verändern des Drehwinkels pro Förderschub eine Regelung der nachgefüllten Menge möglich ist. - Aber auch bei Membranpumpen mit Exzenter- oder Kurbelwellen-Antrieb ist eine Verlängerung der Förderpause relativ zum Förderschub möglich, indem der Antriebsmotor während der Vorwärtsbewegung der Membran (Förderschub) schneller läuft als während der Rückwärtsbewegung der Membran. Das normalerweise 1 : 1 betragende Zeitverhältnis von Förderhub zu Förderpause wird dadurch verkürzt, so daß in der Dosiervorrichtung zwischen den ineinander geschachtelten Förderschüben der Dosierpumpe und der Nachfüllpumpe Zeit zur statischen Massenbestimmung durch die Waage bleibt. Die statische Massenbestimmung ist nämlich deutlich genauer als die dynamische Massenbestimmung einer sich kontinuierlich verändernden Menge.

Eine andere Ausgestaltung der Dosiervorrichtung ist in Fig. 4 gezeigt. Hier sind die beiden Pumpen 3 und 5 der ersten Ausgestaltung zu einer Pumpe 9 zusammengefaßt, die je nach Drehrichtung und je nach Stellung des Zwei-Wege-Ventils 10 einmal als Dosierpumpe und einmal als Nachfüllpumpe arbeitet. In der in Fig. 4 gezeigten Stellung des Zwei-Wege-Ventils 10 arbeitet die Pumpe 9 als Dosierpumpe und fördert das zu dosierende Medium vom Zwischenbehälter 2 auf der Waage 1 in das Prozeßgefäß 4. Nach einer vollen Umdrehung als Dosierpumpe bleibt die Pumpe 9 stehen, und die Regeleinheit S stellt das Zwei-Wege-Ventil 10 so um, daß die von der Pumpe kommende Leitung 11 mit der Leitung 12 zum Vorratsgefäß 6 verbunden ist. Während dieser Zeit kann die Waage statisch die Masse im Zwischenbehälter 2 bestimmen. Anschließend macht die Pumpe 9 eine volle Umdrehung in die entgegengesetzte Richtung, arbeitet dadurch also als Nachfüllpumpe und fördert Medium vom Vorratsbehälter 6 in den Zwischenbehälter 2. Anschließend stoppt die Pumpe 9 wieder, das Zwei-Wege-Ventil 10 wird wieder in die gezeichnete Stellung gebracht, und die Waage 1 bestimmt statisch die Masse im Zwischenbehälter 2. Anschließend beginnt wieder ein neuer Zyklus mit einer Dosierung in das Prozeßgefäß 4. - Das Regelungskonzept ist in dieser Ausgestaltung genauso wie in der ersten Ausgestaltung.

Eine dritte Ausgestaltung ist in Fig. 5 gezeigt. In dieser Ausgestaltung sind die Pumpe und der Zwischenbehälter zu einer Einheit zusammengefaßt und befinden sich beide auf der Waage 1. Die Pumpe 14 ist der Einfachheit halber als Kolbenpumpe gezeichnet, wobei eine Membranpumpe in gleicher Weise einsetzbar ist. Der Antrieb der Pumpe 14 ist nur durch den Doppelpfeil 15 angedeutet, der Antrieb wird durch die Regeleinheit 13 gesteuert. In der Dosierphase bewegt sich der Kolben 16 in Fig. 5 nach rechts und drückt das zu dosierende Medium über das Ventil 18 in das Prozeßgefäß 4. Am rechten Umkehrpunkt des Kolbens 16 endet die Dosierphase und die Waage 1 bestimmt das Gewicht der leeren Pumpe 14. (Falls notwendig, kann durch eine entsprechende Ansteuerung des Antriebes 15 die Stillstandszeit im Umkehrpunkt verlängert werden, falls sonst die Zeit zur Wägung nicht ausreicht.) In der anschließenden Nachfüllphase bewegt sich der Kolben 16 nach links, das Ventil 18 schließt, das Ventil 17 öffnet, und Medium wird vom Vorratsbehälter 6 in das Arbeitsvolumen der Pumpe angesaugt. Am linken Umkehrpunkt des Kolbens 16 endet die Nachfüllphase, und die Waage 1 bestimmt das Gewicht der vollen Pumpe 14. Anschließend folgt wieder eine Dosierphase. - In dieser Ausgestaltung wird also das Arbeitsvolumen der Pumpe 14 gleichzeitig als Zwischenbehälter benutzt.

Statt der beiden Ventile 17 und 18, die durch die Druckdifferenz gesteuert werden, kann in der Ausgestaltung nach Fig. 5 selbstverständlich auch ein Zwei-Wege-Ventil wie in Fig. 4 eingesetzt werden, das von der Regeleinheit gesteuert wird und dadurch eine eindeutigere Begrenzung der Dosier- und Nachfüllphase erlaubt. - Umgekehrt kann in der Ausgestaltung nach Fig. 4 das Zwei-Wege-Ventil 10 auch durch zwei Einzelventile, die durch die Druckdifferenz gesteuert werden, ersetzt werden. - Ebenso ist in der Ausgestaltung nach Fig. 5 der Einsatz einer Schlauchpumpe, die vorwärts und rückwärts arbeitet (wie in Fig. 4), möglich. Der "Zwischenbehälter" wird dann durch ein Stück Schlauch (eventuell mit einer Verdickung) gebildet, in das periodisch hinein- und herausgepumpt wird.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum gravimetrischen Dosieren mit einer Dosierpumpe, die das Dosiergut von einem Zwischenbehälter, der sich auf einer Waage befindet, in einen Prozeßbehälter dosiert, wobei die Arbeitsgeschwindigkeit dieser Dosierpumpe durch eine Regeleinheit aufgrund des Ausgangssignals der Waage so geregelt wird, daß der Dosierstrom einen vorgegebenen Wert erreicht, und mit einer Nachfüllpumpe, die Dosiergut von einem Vorratsbehälter in den Zwischenbehälter auf der Waage fördert, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierpumpe (3) und die Nachfüllpumpe (5) schubweise fördern und von der Regeleinheit (7) so angesteuert werden, daß jeweils die eine Pumpe in den Pausen zwischen den Schüben der anderen Pumpe fördert.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den Förderzeiten der Dosierpumpe (3) und den Förderzeiten der Nachfüllpumpe (5) jeweils eine Zwischenzeit verbleibt, in der die Waage (1) aktiviert wird und das Gewicht des Zwischendepots (2) ermittelt.
  3. 3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Förderzeit der Dosierpumpe (3) etwa gleich lang ist wie die Förderzeit der Nachfüllpumpe (5).
  4. 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Schlauchpumpe benutzt wird und daß die schubweise Förderung dadurch erreicht wird, daß die Schlauchpumpe jeweils nach einer Umdrehung stoppt.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schlauchpumpe in dem Winkelbereich stoppt, in dem die Fördermenge pro Drehwinkel ein Minimum durchläuft.
  6. 6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Membranpumpe benutzt wird.
  7. 7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Regeleinheit (7) ein erster Regelkreis die Häufigkeit der Schübe der Dosierpumpe (3) so regelt, daß der Dosierstrom den vorgegebenen Wert erreicht, und ein zweiter Regelkreis die Einschaltdauer oder -häufigkeit der Nachfüllpumpe (5) so regelt, daß der Füllstand im Zwischenbehälter (2) im Mittel konstant bleibt.
  8. 8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Dosierpumpe und die Nachfüllpumpe zu einer einzigen, vorwärts/rückwärts fördernden Pumpe (9, 14) zusammengefaßt sind und während des Vorwärtsförderschubes durch ein Ventil (10, 18) die Verbindung zwischen der Pumpe (9, 14) und dem Prozeßbehälter (4) hergestellt wird und während des Rückwarts-Förderschubes durch ein Ventil (10, 17) die Verbindung zwischen der Pumpe (9, 14) und dem Vorratsbehälter (6) hergestellt wird.
  9. 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Pumpe (14) auf der Waage (1) befindet und daß das Arbeitsvolumen der Pumpe (14) den Zwischenbehälter bildet.






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