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Dokumentenidentifikation DE3043912C2 13.06.1990
Titel Glasbruchmelder
Anmelder Alfasystem GmbH, 8034 Germering, DE
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 21.11.1980
DE-Aktenzeichen 3043912
Offenlegungstag 01.07.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1990
Addition 31217052
IPC-Hauptklasse G08B 13/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Glasbruchmelder gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Die dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zugrunde liegende GB-PS 11 86 044 offenbart einen Glasbruchmelder mit einem Bruchgeräusch-Sensor, der an einer zu überwachenden Glasscheibe befestigt und über Zuleitungen an einer abgesetzt angeordneten Auswerteelektronik angeschlossen ist, die das Ausgangssignal des Bruchgeräuschs-Sensors mittels eines Signalverstärkers auswertet. Die Auswerteelektronik ist über Leitungen an eine (abgesetzte) Zentrale angeschlossen, die Alarm auslöst, wenn sie von der Auswerteelektronik ein entsprechendes Signal empfängt. Der bekannte Glasbruchmelder zeichnet sich dadurch aus, daß das der Zentrale zugeführte Signal bereits die ausgewertete Alarminformation darstellt, so daß die Zentrale entsprechend einfach aufgebaut sein kann.

Ein Nachteil dieses Glasbruchmelders liegt jedoch darin, daß ein Durchschneiden der Anschlußleitungen des Bruchgeräusch-Sensors nicht registriert wird und demnach zu keinem Alarm führt. Darüber hinaus besteht die Gefahr, daß Störeinstreuungen auf die zu der Zentrale führende Leitung so stark sind, daß ein Fehlalarm ausgelöst wird.

In der DE-PS 22 60 352 ist ein Glasbruchmelder beschrieben, bei dem mehrere Sensoren über Leitungen an einen gemeinsamen Verstärker angeschlossen sind, der die gemeinsam verstärkten Ausgangssignale der Sensoren über eine Sammelleitung an eine Zentrale weiterleitet. Die Auswertung der Signale der Sensoren erfolgt bei diesem bekannten Glasbruchmelder erst in der Zentrale, so daß Störeinstreuungen auf die Sammelleitung trotz der Signalverstärkung zu Fehlalarmen führen können.

Die US-PS 41 34 109 zeigt einen ähnlichen Glasbruchmelder mit einem gemeinsamen Verstärker, der die Ausgangssignale von Sensoren verstärkt und der Zentrale zuführt, die eine Auswertung durchführt. Demnach leidet auch dieser Glasbruchmelder unter der Gefahr von durch Störeinstreuungen bedingten Fehlalarmen.

In der DE-AS 21 27 562 wird vorgeschlagen, zur Alarmerkennung einen Sensor zu verwenden, der nur auf im Ultraschall liegende Frequenzen anspricht, wobei das Ausgangssignal des Sensors einer Auswerteschaltung zugeführt wird, die gleichzeitig die Zentrale darstellt.

Die US-PS 38 63 250 lehrt die Verwendung eines Piezoelements als Bruchgeräusch-Sensor, dessen Ausgangssignal einem Thyristor zugeführt wird und bei entsprechender Spannung zur Zündung desselben und damit zur Alarmauslösung über ein Relais führt.

Die DE-AS 27 13 127 und die DE-OS 27 38 793 beschreiben Glasbruchmelder, bei denen die Ausweiteelektronik zusammen mit dem jeweiligen Sensor eine Einheit bildet. Diese bekannten Glasbruchmelder leiden darunter, daß die Sensoren aufgrund der integrierten Elektronik relativ groß und damit leicht zu entdecken bzw. sehr auffällig sind.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Glasbruchmelder gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß die Meldesicherheit erhöht und die Gefahr von Fehlalarmen stark verringert ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsemäß mit den im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmalen gelöst.

Durch den erfindungsgemäßen Glasbruchgeber wird erreicht, daß selbst kurzzeitige Signale des bzw. der Sensoren sowie das Durchtrennen der Zuleitungen vom Sensor zur Auswerteelektronik oder von dieser zur Zentrale einen Alarm herbeiführen, so daß die Meldesicherheit stark erhöht ist. Da ferner selbst große Störeinstreuungen keine Änderung der Speisestromstärke zur Folge haben, ist auch die Gefahr von Fehlalarmen wesentlich verringert.

Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angeführt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Grundform des in Fig. 2 dargestellten erfindungsgemäßen Ausführungsbeispiels.

Bei dem in der Fig. 1 dargestellten Melder 1 sind in einer Einheit ein Signalverstärker 2, eine demselben nachgeschaltete Selbsthaltestufe 3 und eine Stromversorgungsstufe 4 für den Stromversorgungs-Anschluß des Melders zusammengefaßt. An den Melder 1 sind Fühlerköpfe 5 und 6 angeschlossen, von denen der Fühlerkopf 5 einen piezoelektrischen Bruchgeräusch-Sensor 7 enthält, während der Fühlerkopf 6 einen solchen Sensor 7 sowie eine mit einem nicht bezeichneten Vorwiderstand versehene Leuchtdiode 8 als Anzeigeeinrichtung enthält. Der Melder 1wird an eine vieradrige Leitung angeschlossen, von der zwei Adern als Speise-Adern an Stromversorgungsanschlüsse 9 des Melders bzw. der Stromversorgungsstufe 4 angeschlossen werden, während eine an einen Alarmsignal-Ausgangsanschluß 10 angeschlossene Ader als Meldeleitung dient und eine an einen Speichersignal- oder Ansprechsignal-Ausgangsanschluß 11 angeschlossene Ader mit einer Anzeigeeinrichtung oder eine Störalarmeinrichtung verbunden wird.

Der Signalverstärker 2 hat einen in Emitterschaltung betriebenen Transistor 12, dessen Basis über einen Schutzwiderstand 13 angesteuert wird. Zur Ansteuerung mit einem Bruchgeräusch-Signal sind die parallel geschalteten Sensoren 7 in Reihe mit einem Trenn- Kondensator 14 zu einer Drossel 15 parallel geschaltet. Diese Parallelschaltung ist mit einem Anschluß über eine Parallelschaltung aus einem Kondensator 16 und einem Widerstand 17 mit Masse verbunden und an dem anderen Anschluß an den Schutzwiderstand 13 für die Transistoransteuerung und an einen mit Masse verbundenen Abschluß-Widerstand 18 angeschlossen. Mit der Parallelschaltung aus der Drossel 15 und der Reihenschaltung mit dem Kondensator 14 und den Sensoren 7 sowie mit dem Abschlußwiderstand 18 wird eine optimale Anpassung der Sensoren und damit eine optimale Ausgangssignal- Ausbeute erreicht, wobei gegebenenfalls die Resonanz in der Parallelschaltung zu einer Resonanzüberhöhung oder zu einer Geräuschsignal-Selektion herangezogen werden kann. Mit dem Kondensator 16 werden Brumm- Einstreuungen abgeleitet, so daß die Leitungsverlegung zu den Fühlkörpern 5 und 6 bzw. den Sensoren 7 unkritisch ist und auch ein vorsätzliches Blockieren des Signalverstärkers 2 mittels eines Brumm-Feldes verhindert wird, das zwar zu einer Alarmabgabe führen würde, die jedoch als Melde-Funktionsstörung beurteilt werden würde.

Das Geräuschsignal aus dem jeweiligen Sensor 7 wird mittels des Transistors 12 verstärkt und ergibt an dessen über einen Lastwiderstand 19 gespeisten Kollektor das Alarmsignal, das über eine Gegenstrom- Sperrdiode 20 und den Alarmsignal-Ausgangsanschluß 10 der Meldeleitung bzw. der betreffenden Melde- Ader zugeleitet wird.

Das von dem Transistor 12 verstärkte Geräuschsignal bzw. das Alarmsignal wird über einen Schutzwiderstand 21 an einen Transistor 22 der Selbsthaltestufe 3 angelegt, der als Emitterfolger geschaltet ist. Der Emitter des Transistors 22 ist über einen hochohmigen Ableit-Widerstand 23 an Masse und über einen Begrenzungswiderstand 24 an die Steuerelektrode eines Thyristors 25 angeschlossen. Sobald das Alarmsignal, das mittels des Transistors 22 als Signal an einem niederohmigen Quellenwiderstand abgegeben wird, die Zündspannung des Thyristors 25 erreicht, wird dieser durchgeschaltet und mit dem Strom über einen Haltestrom-Widerstand 26 im Durchschaltzustand gehalten. Dadurch nimmt die Kathode des Thyristors 25 niedrigen Pegel an, der einerseits über den Ausgangsanschluß 11 ein Meldesignal für ein einmal aufgetretenes Alarmsignal ergibt und andererseits das Aufleuchten der in dem Fühlerkopf 6 untergebrachten Leuchtdiode 8 herbeiführt. Auf diese Weise wird unabhängig davon, ob das Alarmsignal an der notgedrungen weniger empfindlich ausgebildeten Alarmeinrichtung an dem Alarmsignal Anschluß 10 zu einer Alarmabgabe geführt hat oder nicht, das einmal aufgetretene Ansprechen eines der Sensoren 7 auf ein Glasbruchgeräusch gemeldet und angezeigt, sobald es über den Signalverstärker 2 zu einer ausreichenden Zündspannung für den Thyristor 25 geführt hat.

Der Signalverstärker 2 und die Selbsthaltestufe 3 werden aus der Stromversorgungsstufe 4 gespeist, die eine zwischen die Stromversorgungsanschlüsse 9 und die Positiv- bzw. Negativ-Leitung in dem Melder 1 geschaltete Brücke aus Dioden 27 sowie einen Siebkondensator 28 aufweist. Mit der Diodenbrücke 27 wird erreicht, daß die Stromversorgung von der Polung der Spannung an den Stromversorgungsanschlüssen 9 unabhängig ist und diese Polung daher beim Anschluß nicht beachtet werden muß. Damit wird auch eine sonst durch eine falsche Polung zu befürchtende Zerstörung von Bauelementen der Schaltung von vorneherein verhindert.

Da die Fühlerköpfe 5 bzw. 6 nur den Sonsor 7 bzw. nur den Sensor 7 und die Leuchtdiode 8 enthalten, können sie sehr klein und damit unauffällig gestaltet werden. Dadurch wird auch die Anbringung an der zu überwachenden Scheibe wesentlich erleichtert. Der eigentliche Glasbruchmelder kann an einer geeigneten Stelle in der Nähe des Schutzobjekts angebracht werden und natürlich auch zusätzlich durch Deckelkontakte oder ähnliches gegen einen Eingriff geschützt werden. Die Zuleitungen zu den Fühlerköpfen haben keine starken Ströme zu leiten und unterliegen auch keiner bedeutenden Beanspruchung bei der Installation, so daß sie dünn und damit gleichfalls unauffällig gewählt werden können. Da der Signalverstärker 2 praktisch nur auf tatsächliche Glasbruchgeräusch-Signale anspricht, ist eine Störeinstreuung durch Netzleitungen oder dgl. nicht zu befürchten.

Die Rückstellung der Selbsthaltestufe 3, d. h. des Thyristors 25 erfolgt bei dem Glasbruchmelder gemäß diesem Ausführungsbeispiel dadurch, daß nach einer Überprüfung hinsichtlich der Meldeursache die Stromversorgung des Melders 1 unterbrochen wird. Zur Anzeige können entsprechend der Dimensionierung der Dioden 27 der Stromversorgungsstufe 4 auch mehrere mit Sensoren 7 und Leuchtdioden 8 versehene Fühlerköpfe 6 angeschlossen werden. Zur Meldungsrückstellung kann gegebenenfalls auch ein geschützt angebrachter Schalter zur Unterbrechung des Haltestroms des Thyristors 25 verwendet werden, was insbesondere zum Beispiel dann von Vorteil ist, wenn die Sensoren unter Tags einem Glasbruch ähnlichen Geräuschen aus der Umgebung oder durch Berührung der Scheibe ausgesetzt sind und dadurch zu Fehlalarmen führen würden. In einem solchen Fall wird der Glasbruchmelder erst abends nach Überprüfung des ordnungsgemäßen Zustands an Ort und Stelle durch Schließen des Haltestromwegs des Thyristors 25 scharf gemacht. Von diesem Augenblick an kann die volle Empfindlichkeit der Sensoren genutzt werden, ohne daß die an die Meldeleitung angeschlossene Alarmeinrichtung eine übermäßig hohe Empfindlichkeit haben muß, die zu Fehlalarmen durch eingestreute Störspannungen führen könnte.

In der Fig. 2 ist ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel des Glasbruchmelders 1 gezeigt. Bei dem Melder gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist die Zuverlässigkeit weiter gesteigert, und zwar dadurch, daß durch Ruhe- Speicherstrom-Überwachung der Anschlußzustand des Melders gesichert wird, durch Spannungsüberwachung der Speichersignal-Leitung der Anschlußzustand der Fühlerköpfe erfaßt wird und das Alarmsignal dadurch ermittelt wird, daß es zu einer scheinbaren Änderung eines überwachten Widerstandswerts herangezogen wird, wodurch zugleich auch der Anschlußzustand der Meldeleitung überwacht wird. Diese Maßnahmen können je nach Gestaltung der Meldezentrale auch einzeln für sich angewandt werden.

Im folgenden werden die für diese zusätzliche Sicherung vorgesehenen Schaltungsteile beschrieben, die von denen bei dem Glasbruchmelder gemäß dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 verschieden sind.

Zur Sicherstellung des Anschlusses des Melders ist die Stromversorgungsstufe 4 gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 insofern verändert, als der Signalverstärker 2 und die Selbsthaltestufe 3 über eine Plusleitung 9+ und eine Minusleitung 9- unter definierter Polung gespeist werden. Dadurch entfällt die Diodenbrücke des Melders nach Fig. 1. Der Ruhe-Speisestrom des Melders wird in der zugehörigen Zentrale ständig überwacht, so daß ein Abtrennen oder Kurzschließen erkennbar ist. Zur Einstellung eines Soll-Speisestroms ist hierfür ein veränderbarer Widerstand 29 zwischen die Stromversorgungsanschlüsse 9 geschaltet, mit dem durch Toleranzen bedingte Sollstromabweichungen ausgeglichen werden oder aber bei Parallelschaltung mehrerer Melder ein Gesamt-Sollstrom eingestellt wird, wobei natürlich hierfür die Ausstattung nur eines Melders mit einem derartigen Widerstand 29 genügt. Wenn nun der Melder oder einer der Melder von der Stromversorgung abgetrennt wird oder an den Stromversorgungsanschlüssen kurzgeschlossen wird, erfaßt die Zentrale eine Änderung gegenüber dem Sollstrom und wertet dies zu einer Störungsmeldung aus. Selbstverständlich ergibt sich eine derartige Stromänderung auch durch das Ansprechen der Selbsthaltestufe 3 eines jeweiligen Melders. Die Speisespannung wird wie bei dem vorangehend beschriebenen Ausführungsbeispiel mittels des Siebkondensators 28 geglättet. Um bei der Installation eine Fehlpolung zu vermeiden, ist zwischen die Plusleitung 9+ und die Minusleitung 9- eine Diode 30 in Sperrichtung zur Soll-Polung geschaltet. Dadurch entsteht bei einem falschen Anschluß ein sehr hoher Speisestrom, der in der Zentrale erfaßt wird und unter Umständen einen entsprechenden Stromunterbrecher auslöst, was ein zwar drastisches, jedoch unübersehbares und damit sicheres Vorgehen darstellt.

Die Melder in beiden Ausführungsarten können auch hinsichtlich der Stromversorgung in Reihe geschaltet sein, wobei in diesem Fall der Sollstrom der Reihenschaltung überwacht wird. Der Melder gemäß Fig. 2 arbeitet mit einer Speisespannung von 3 bis 15 V, so daß sowohl Reihenschaltung als auch Parallelschaltung möglich ist. Die Ausgestaltung der Stromversorgungsstufe 4 gemäß der Fig. 2 ermöglicht es, die Stromversorgungsanschlüsse 9+ und 9- als Bezugspotentialpunkte zu verwenden, was die nachstehend beschriebenen weiteren Sicherungsmaßnahmen erleichtert.

Zur Sicherung des Anschlusses des Fühlerkopfes 6 ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 der Haltestrom-Widerstand 26 weggelassen und statt dessen in den Fühlerkopf 6 parallel zu der Leuchtdiode 8 ein hochohmiger Widerstand 31 eingesetzt. Ein derartiger Widerstand 31 kann auch ohne die Leuchtdiode 8 in einen Fühlerkopf 5 zusätzlich eingesetzt werden, der ansonsten nur den Sensor 7 enthält. Die Leuchtdiode 8 mit ihrem Serienschutzwiderstand und dem parallelgeschalteten Überwachungs-Widerstand 31 oder auch mehrere derartiger Einheiten sind zwischen die Plusleitung an dem Stromversorgungsanschluß 9+ und den Thyristor 25 der Selbsthalteschaltung 3 geschaltet, wobei der Thyristor mit einem weiteren hochohmigen Überwachungs-Widerstand 32 zu der Minusleitung an dem Stromversorgungsanschluß 9- überbrückt ist. Über eine Schutzdiode 33 ist der Verbindungspunkt zwischen dem Fühlerkopf bzw. den Fühlerköpfen und dem Thyristor an den Speichersignal-Anschluß 11 angeschlossen. Dadurch entsteht an diesem Anschluß eine Vorspannung, die durch Spannungsteilung der Stromversorgungsspannung mit dem Spannungsteiler aus dem Widerstand 31 oder den parallelgeschalteten Widerständen 31 und dem Widerstand 32 gewonnen wird, solange der Thyristor 25 nicht durch ein Alarmsignal durchgeschaltet wird. Diese Vorspannung wird in der zugehörigen Meldezentrale ständig überwacht. Die Vorspannung ändert sich, sobald absichtlich oder fahrlässig einer der Widerstände 31 von dem Melder 1 abgetrennt wird oder kurzgeschlossen wird. Dies wird in der Zentrale als Störungsmeldung gewertet. Falls aus irgendwelchen Gründen eine Verbindung zwischen einer der Zuleitungen zu der Leuchtdiode 8 mit dem Parallel-Widerstand 31und einer der Zuleitungen zu dem Sensor 7 entsteht, führt dies zu einer Alarmmeldung, da dabei der Signalverstärker 2 aus der ihm zugeführten Überspannung ein Alarmsignal erzeugt. Es ist möglich, bei Parallelschaltung von Fühlerköpfen 5 oder 6 mit diesen Überwachungs-Widerständen 31 das Abtrennen eines einzigen Fühlerkopfs von bis zu 20 Köpfen zu melden.

Eine weitere Steigerung der Zuverlässigkeit des Glasbruchmelders besteht bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 darin, daß zur Alarmmeldung das Alarmsignal aus dem Signalverstärker 2 nicht direkt verwertet wird, sondern in eine scheinbare Widerstandsänderung umgesetzt wird. Hierzu ist der Alarmsignal-Ausgangsanschluß 10 zusätzlich zu der Verbindung mit dem Signalverstärker 2 über einen Widerstand 34 mit der Plusleitung an dem Stromversorgungsanschluß 9+ und über einen Kondensator 35 mit der Minusleitung an dem Stromversorgungsanschluß 9- verbunden. In der zugehörigen Zentrale wird der Widerstandswert zwischen der Meldeleitung an dem Alarmsignal-Ausgangsanschluß 10 und der Plus-Stromversorgungsleitung an dem Stromversorgungsanschluß 9+ überwacht. Wenn nun aufgrund eines Glasbruch-Geräusches in dem Signalverstärker 2 der Transistor 12 leitend wird, ergibt sich daraus eine Spannungsänderung an dem Ausgangsanschluß 10, wobei die dann entstehende Spannung kurzzeitig von dem Kondensator 35 aufrechterhalten wird, da nach Beendigung dieses Leitzustands die entgegengesetzte Spannungsänderung an dem Kollektor des Transistors 12 von der Diode 20 abgefangen wird. Die gegenüber der Spannung an der Plusleitung veränderte Spannung des Kondensators 35 bewirkt, daß der Widerstandswert des Widerstands 34 scheinbar verändert wird. Der Widerstand 34 und der Kondensator 35 sind natürlich so zu bemessen, daß die scheinbare Widerstandsänderung vor dem eventuellen Auftreten eines nächsten Glasbruch-Geräusches auf einen Wert zurückgeht, der nicht mehr zu einer Alarmsignalmeldung führt. Eine derartige indirekte Alarmsignalmeldung durch Überwachung des Meldeleitungs- Widerstands hat den zusätzlichen Vorteil, daß die Meldeleitung selbst auf Kurzschluß oder Unterbrechung überwacht wird.

Ein besonderer Vorteil des Glasbruchmelders gemäß den Ausführungsbeispielen liegt darin, daß die angeschlossenen Fühlerköpfe mit oder ohne einer Leuchtdiode für die Anzeige eines einmal erfolgten Alarmzustands und mit oder ohne einem Überwachungs- Widerstand sehr klein ausgebildet werden können, was eine unauffällige und auch wenig störende Anbringung beispielsweise an Schaufenstern erlaubt. Da die betreffenden Gläser, nämlich Schaufenster und dgl., in ihrer Struktur als Mehrschichtengläser oder Einfachgläser sowie auch in ihren Dimensionen sehr verschieden sind, ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 der der Basis des Transistors 12 vorgeschaltete Schutzwiderstand 13 als veränderbarer Widerstand ausgebildet, um mit diesem die Verstärkung des Signalverstärkers 2 so einzustellen, daß einerseits ein tatsächliches Glasbruch-Geräusch an jeder Stelle der zu überwachenden Scheibe erfaßt wird, während andererseits auf der gleichen Fläche die durch Hagelkörner, Steine, angestoßene Gegenstände usw. verursachten Geräusche nicht zur Alarmabgabe führen. Statt piezoelektrischer Sensoren können auch elektromagnetische oder andere Sensoren verwendet werden, die das typische Glasbruchgeräusch in elektrische Signale umsetzen, die dann gegebenenfalls mit einer weiteren Verstärkerstufe auf den für das Alarmsignal notwendigen Pegel verstärkt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Glasbruchmelder mit mindestens einem Fühlerkopf, der an dem zu überwachenden Objekt befestigt ist, jeweils einen Bruchgeräusch-Sensor enthält und über Zuleitungen an eine abgesetzt angeordnete Auswerteelektronik angeschlossen ist, die die Ausgangssignale des Fühlerkopfs mittels eines Signalverstärkers auswertet und die ihrerseits an eine Zentrale angeschlossen ist, welche der Auswerteelektronik über Versorgungsleitungen die Versorgungsspannung zuführt und nach Maßgabe der Auswerteelektronik Alarm auslöst, dadurch gekennzeichnet, daß an den Ausgang des Signalverstärkers (2) der Auswerteelektronik (1) eine Selbsthaltestufe (3) angeschlossen ist, welche einen Thyristor (25) aufweist, dessen Gate vom Ausgang des Signalverstärkers angesteuert wird, daß innerhalb des Fühlerkopfs (5, 6) jeweils ein Widerstand (31) angeordnet ist, daß der Widerstand (31) über die Zuleitungen mit der Auswerteelektronik derart in Verbindung steht, daß er eine Reihenschaltung mit dem Thyristor (25) bildet, daß diese Reihenschaltung zwischen die Pole der Versorgungsspannung geschaltet ist, und daß die Zentrale den der Auswerteelektronik über die Versorgungsleitungen (9+, 9-) zugeführten Speisestrom überwacht und bei einer Stromstärkeänderung desselben den Alarm auslöst.
  2. 2. Glasbruchmelder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fühlerkopf (6) eine Leuchtdiode (8) als Anzeigeeinrichtung enthält.
  3. 3. Glasbruchmelder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Thyristor (25) durch Abschalten der Stromversorgung rückstellbar ist.
  4. 4. Glasbruchmelder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Signalverstärker (2) einen Transistor (12) aufweist, der mittels einer Parallelschaltung einer Drossel (15) mit einer Reihenschaltung aus einem Kondensator (14) und dem Sensor (7) ansteuerbar ist.
  5. 5. Glasbruchmelder nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen zu den Versorgungsleitungen (9) parallel geschalteten Widerstand (29).
  6. 6. Glasbruchmelder nach einem der vorangehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen veränderbaren Widerstand (13) zur Einstellung der Verstärkung des Signalverstärkers (2).
  7. 7. Glasbruchmelder nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Alarmsignal- Ausgangsanschluß (10) über einen Widerstand (34) mit der einen Versorgungsleitung (9+) und über einen Kondensator (35) mit der anderen Versorgungsleitung (9-) verbunden ist, so daß der Widerstandswert des Widerstands scheinbar durch die in dem Kondensator gespeicherte Alarmsignal-Spannung veränderbar ist.






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