PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE3128749C2 13.06.1990
Titel Interproximal-Zahnbürste
Anmelder Esro AG, 8803 Rüschlikon, CH
Erfinder Brändli, Paul, Thalwil, CH
Vertreter Berkenfeld, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 5000 Köln
DE-Anmeldedatum 21.07.1981
DE-Aktenzeichen 3128749
Offenlegungstag 27.05.1982
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 13.06.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1990
IPC-Hauptklasse A46B 3/18
IPC-Nebenklasse A46B 9/04   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Interproximal-Zahnbürste gemäß dem Oberbegriff des unabhängigen Anspruchs 1.

Bürsten aus zwischen zwei verdrillten Drähten eingeklemmten Filamenten oder Borsten sind sowohl in der Kosmetikindustrie, z.B. zum Auftragen von Wimperntusche oder dgl. bekannt. Solcherart Bürsten sind auch für die Zahnreinigung anwendbar.

Ein Beispiel einer Anwendung zur Reinigung von Zahnzwischenräumen und der Räume unter Brücken ist im DE-Gbm 77 28 103 gezeigt. Dabei ist aber mehr an die günstige Halterung einer solchen Bürste gedacht als an die Bürste selbst, die in Form einer Spiralbürste ausgebildet ist und mit einem Einsteckteil im Halter zu befestigen ist. Bei solchen Bürsten hat es sich aber gezeigt, daß die zur Halterung der Filamente benötigten Metalldrähte bei Berührung mit paradontösen Zahnhälsen oder bei Plomben und Brücken schmerzhafte galvanische Effekte erzeugen.

Um dem abzuhelfen könnte gemäß dem Vorschlag im DE-Gbm 67 51 444 für die Drähte kunststoffumhüllter, verzinkter Eisendraht verwendet werden. Nur handelt es sich hierbei um eine Badebürste, die durch Seife und dergleichen entfettet und damit rostanfällig wird. Die Oberflächenbehandlung, verzinken und mit Kunststoff umhüllen, schützt die Eisendrähte vor Rost. Wegen der Verwendung als Badebürste haben die Abmessungen keine Bedeutung und auch die Kunststoffumhüllung kann derart dick gemacht werden, daß keine Risse entstehen können.

Anders verhält es sich bei Interproximal-Zahnbürsten. Die Drähte haben einen Durchmesser von 0,3 mm und dürfen in verdrilltem Zustand nicht dicker werden als 0,8 bis 1 mm. Dies bedeutet einen sehr dünnen Belag. Damit der Zweck, nämlich die elektrische Isolation, erfüllt werden kann, muß der dünne Belag rißfrei sein und er darf aber auch an der Spitze der Bürste infolge der starken Biegung keine Risse erhalten.

Es stellt sich daher die Aufgabe, bei einer Interproximal- Zahnbürste die galvanischen Effekte bei deren Gebrauch zu vermeiden.

Erfindungsgemäß wird dies durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des unabhängigen Patentanspruchs 1 erreicht.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend beschrieben. In der Zeichnung zeigen:

Fig. 1 einen Aufriß einer erfindungsgemäßen Bürste, und

Fig. 2 eine Schnittansicht gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1.

Die Bürste 1, gemäß der Darstellung in Fig. 1 und 2, ist eine Proxazahnbürste und dient zur Reinigung interdentaler Räume. Sie besteht in üblichem Aufbau aus einem verdrillten rostfreien Stahldraht 3 von etwa 0,3 mm Durchmesser und zwischen den Wendeln eingelegten Filamenten 2.

Erfindungsgemäß ist der Stahldraht 3 mit einer elektrisch isolierenden Schicht 4 umschlossen. Diese elektrisch isolierende Schicht besteht aus einem weichelastischen und abriebfesten Material wie beispielsweise Nylon oder Polyurethan. Diese Schicht kann als Lackierung durch Tauchen oder Spritzen aufgebracht sein, oder das Isoliermaterial kann schlauchförmig sein und über den Draht gezogen werden.

Als eine weitere Ausführungsform kann die Schicht auch ein Gespinst oder ein Geflecht sein, bzw. kann der Draht mit einem Faden aus einem der genannten Materialien umwickelt sein.

Als dritte, hier beispielsweise aufgezeigte Möglichkeit zur Herstellung der Schicht, ließe sich auch der Stahldraht nach Tauchen in einer Klebstoffmasse mit Fasern aus einem der genannten Materialien beflocken.

Durch eine derartige Isolation wird verhindert, daß der blanke Stahldraht der Umgebung ausgesetzt ist und an Plomben und an dentinfreien Zahnstellen galvanische Effekte bewirken kann. Überdies gibt die weichelastische Beschaffenheit der aufgebrachten Schicht eine gewisse Sicherheit gegen Verletzungen sowohl des Zahnfleisches als auch des Dentins wie dies bei den heute üblichen Stahldrähten im Bereich des Möglichen liegt.

Durch Einfärben der Kunststoffe ließe sich auch eine augenfällige Unterscheidungsmöglichkeit für Bürsten mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Dicke oder Härte der Filamente schaffen.


Anspruch[de]
  1. 1. Interproximal-Zahnbürste für die Reinigung der Zahnzwischenräume und der Zwischenräume zwischen Brücken und Zahnfleisch mit einem zu zwei parallelen Drahtenden gebogenen Draht, welche Drahtenden verdrillt sind und zwischen deren Wendeln Borsten eingelegt sind, die in allen Richtungen davon abstehen, dadurch gekennzeichnet, daß der ganze Draht mit einem verschleißfesten isolierenden und weichelastischen Material bedeckt ist.
  2. 2. Bürste nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Material ein Kunststoff ist.
  3. 3. Bürste nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunststoff ein thermoplastisches Material, wie Nylon, verwendet ist.
  4. 4. Bürste nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kunststoff ein vernetztes Material, wie Polyurethan; verwendet ist.
  5. 5. Bürste nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht ein Gespinst, eine Umflechtung oder eine Umwicklung des Drahtes ist.
  6. 6. Bürste nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht ein durchgehend zusammenhängender Belag, wie eine Lackschicht, eine gesinterte Schicht oder ein auf den Draht aufgezogener Schlauch ist.
  7. 7. Bürste nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht durch Beflockung erzeugt ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com