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Dokumentenidentifikation DE3844212A1 12.07.1990
Titel Schuh, insbesondere orthopädischer Schuh
Anmelder Hackner jun., Friedrich, 8543 Hilpoltstein, DE
Erfinder Hackner jun., Friedrich, 8543 Hilpoltstein, DE
Vertreter Richter, B., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 29.12.1988
DE-Aktenzeichen 3844212
Offenlegungstag 12.07.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.07.1990
IPC-Hauptklasse A43B 7/22
IPC-Nebenklasse A61F 5/14   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Schuh, insbesondere orthopädischen Schuh, mit an der Innenseite des Schuhs befindlichem, nach innen ragenden Vorsprung. Um mit einfachen Mitteln ein Abknicken des Fußes nach innen zu verhindern, ist vorgesehen, daß der Vorsprung (4) eine Auflagefläche der Schuhsohle bildet, aus einem im wesentlichen unelastischen Material besteht, sich bei eingesetztem Fuß unter dessen Fersenbeinbalkon befindet und von der Schuhsohle oder deren Absatz so weit nach innen ragt, daß er einem Abknicken des Fußes nach innen entgegenwirkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schuh, insbesondere orthopädischen Schuh gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1. Ein derartiger Schuh ist aus DE-PS 5 72 760 bekannt. Diese Vorveröffentlichung sieht unter der Schuhsohle, und zwar vor dem Absatz die Anordnung eines Stützkissens vor, das aus einem nachgiebig-elastischen Material, wie Kreppgummi besteht. Das Stützkissen ist so dick, daß der Schuh im unbelasteten Zustand vor und hinter dem Stützkissen über dem jeweiligen Boden schwebt. Beim Auftreten wird das Stützkissen entsprechend zusammengedrückt. Hierdurch wird eine Rückbildung des Senkfußes und eine Erleichterung des Gehens von Personen angestrebt, die Senkfüße besitzen.

Die Erfindung hat sich demgegenüber die Aufgabe gestellt, einen Schuh, insbesondere orthopädischen Schuh gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 dahingehend auszubilden, daß mit einfachen Mitteln ein Abknicken des Fußes nach innen verhindert wird.

Die Lösung dieser Aufgabe wird zunächst, ausgehend vom Oberbegriff des Anspruches 1, in den Mitteln des Kennzeichens des Anspruches 1 gesehen. Dieser Vorsprung gibt eine zusätzliche nach innen vorstehende Auflagefläche der Schuhsohle und damit eine zusätzliche Stützfläche für den Fuß in der Art und in der Position, daß ein Abknicken des Fußes nach innen verhindert ist, wie es insbesondere beim sogenannten Knickfuß auftritt. Dabei ist es im Gegensatz zu dem erläuterten Stand der Technik wichtig, daß dieser Vorsprung aus einem im wesentlichen unelastischen Material besteht, und zwar derart, daß er bei Beginn der Belastung des Abknickens nicht oder nur so wenig nachgibt, so daß kein Abknicken stattfinden kann.

Die Ausbildung als Teil der Schuhsohle gemäß Anspruch 2 erleichtert und verbilligt die Herstellung eines solchen Schuhs erheblich. Außerdem ist damit der o.g. Vorsprung, den man auch Suppinationsvorsprung nennen kann, aufgrund seiner Einstückigkeit mit der Schuhsohle besonders fest am Schuh gehalten.

Die Merkmale des Anspruches 3 stellen eine Alternative zu dem Merkmal des Anspruches 2 dar, die allerdings fertigungstechnisch mit etwas höheren Kosten behaftet ist.

Die Merkmale des Anspruches 4 betreffen Schuhe, deren Sohle oberseitig mit einer z.B. aufgeklebten Auflage versehen sind, welche der Wölbung der Fußsohle angepaßt ist und die Auflage für den Hacken des Fußes bildet. Bei solchen, den Abstand zwischen Fußsohle und Boden erhöhenden Schuhen ist besonders eine Knickgefahr gegeben. Dem ist hierdurch abgeholfen, indem ein Suppinationsvorsprung geschaffen wird, dessen Höhe sich aus der Höhe der Schuhsohle und der Höhe der Auflage zusammensetzt.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung sind der nachstehenden Beschreibung und der zugehörigen Zeichnung zu entnehmen. In der Zeichnung zeigt:

Fig. 1 das Beispiel einer Schuhsohle nach der Erfindung in der Draufsicht,

Fig. 2 die zu Fig. 1 gehörende Seitenansicht in Richtung des Pfeiles II, wobei noch das Oberleder des Schuhs mitgezeichnet ist,

Fig. 3 eine weitere Variante der Erfindung in einer Ansicht analog dem Pfeil II,

Fig. 4 eine andere Variante der Erfindung ebenfalls in einer Ansicht analog Pfeil II.

Die Schuhsohle 1 mit Außenseite 2 und Innenseite 3 besitzt an der Innenseite einen Vorsprung 4, der an ihr angebracht, bevorzugt mit ihr einstückig ist. Der Vorsprung 4 könnte aber auch als gesonderter Teil hergestellt und an der Innenseite 3, 3&min; der Schuhsohle angeklebt oder angeschraubt sein. Seine Höhe h ist gleich der Höhe der Schuhsohle 1 (siehe auch Fig. 2). Der Vorsprung 4 ragt von dem strichpunktiert dargestellten Verlauf 3&min; einer üblichen Innenseite 3 so weit nach innen vor, daß er ein etwaiges Abknicken des Fußes nach innen verhindert. Der Vorsprung 4 befindet sich an einer Stelle, die bei in den Schuh eingesetztem Fuß unterhalb dessen Fersenbeinbalkon gelegen ist. Nur der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, daß die Größe des Vorsprunges 4, d.h. das Maß seines Vorstehens von der Linie 3&min; nach innen gegenüber der Darstellung in Fig. 1 auch größer oder kleiner sein kann, sofern man eine größere oder kleinere Auflagefläche dieses Vorsprunges 4 auf dem Boden wünscht bzw. benötigt. Der Vorsprung 4 besteht im Falle der Einstückigkeit mit der Laufsohle aus deren Material. Er ist zumindest so weit unelastisch, daß er bei Beginn eines Abknickens des Fußes dies auffängt.

Fig. 2 zeigt die Seitenansicht einer Ausführungsform gemäß Fig. 1 mit Oberleder 6. Es ist ersichtlich, daß auch hier die Höhe h des Vorsprunges 4 gleich der Höhe h der Schuhsohle 1 ist.

Im Ausführungsbeispiel der Fig. 3 befindet sich auf der Laufsohle 1 eine Auflage 5. Die Teile 1, 5 sind miteinander verklebt. Die Auflage 5 besitzt oberhalb des Vorsprunges 4 einen analogen und mit dem Vorsprung 4 kongruenten Vorsprung 4&min; mit der mittleren Höhe h&min;. Hiermit wird also bei einer Schuhsohle 1 mit Auflage 5 ein Suppinationsvorsprung gebildet, dessen mittlere Höhe sich aus dem Betrag h des Vorsprunges 4 und dem Betrag h&min; des Vorsprunges 4&min; zusammensetzt. Das Oberleder, ein Schaft oder dergleichen ist in der Darstellung gemäß Fig. 3 weggelassen.

Fig. 4 zeigt in der Seitenansicht einen Straßenschuh mit Laufsohle 1, Oberleder 6 und Absatz 7, wobei der vordere Teil des Absatzes 7 gemäß Ziffer 4&min;&min; als Suppinationsvorsprung im Sinne der vorstehenden Ausführungen ausgebildet ist und nach innen gemäß Fig. 1 vorragt.


Anspruch[de]
  1. 1. Schuh, insbesondere orthopädischer Schuh, mit an der Innenseite des Schuhes befindlichem, nach innen ragenden Vorsprung, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (4, 4&min;, 4&min;&min;) aus einem im wesentlichen unelastischen Material besteht, sich bei eingesetztem Fuß unter dessen Fersenbeinbalkon befindet und von der Schuhsohle oder deren Absatz (7) so weit nach innen ragt, daß er einem Abknicken des Fußes nach innen entgegenwirkt.
  2. 2. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei einer Schuhsohle (1) mit darüber befindlicher und daran befestigter Auflage (5) sich an dieser ein nach innen ragender Vorsprung (4&min;) befindet, der oberhalb des Vorsprunges (4) der Schuhsohle und damit im wesentlichen kongruent angeordnet ist.
  3. 3. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (4, 4&min;, 4&min;&min;) mit dem Material der Schuhsohle (1), bzw. der Auflage (5), bzw. des Absatzes (7) einstückig ist.
  4. 4. Schuh nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorsprung (4, 4&min;, 4&min;&min;) ein gesondertes Teil ist, das an der Schuhsohle (1), bzw. der Auflage (5), bzw. dem Absatz (7) befestigt, z.B. angeklebt oder angeschraubt ist.






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