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Dokumentenidentifikation DE3904084A1 16.08.1990
Titel Elektronisch preisrechnende Hängewaage
Anmelder Bizerba-Werke Wilhelm Kraut GmbH & Co KG, 7460 Balingen, DE
Erfinder Jung, Peter, Dr.-Ing.;
Kraft, Horst, Dipl.-Ing. (FH), 7460 Balingen, DE
Vertreter Stellrecht, W., Dipl.-Ing. M.Sc.; Grießbach, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Haecker, W., Dipl.-Phys.; Böhme, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Beck, J., Dipl.-Phys.Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 11.02.1989
DE-Aktenzeichen 3904084
Offenlegungstag 16.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.1990
IPC-Hauptklasse G01G 19/14
IPC-Nebenklasse G01G 19/40   G01G 21/22   
Zusammenfassung Eine elektronisch preisrechnende Hängewaage umfaßt eine Kraftmeßeinrichtung, ein aufhängbares Waagengehäuse, eine im Waagengehäuse angeordnete Auswerteelektronik, Bedientastaturen und Ablesefenster am Waagengehäuse sowie eine an der Unterseite des Waagengehäuses hängend befestigte Lastschale. Das Waagengehäuse hat die Form eines horizontal liegenden, flachen Pultwaagengehäuses, so daß die Projektionsfläche in der vertikalen Ebene zwischen einem Käufer und einem Verkäufer minimal ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine elektronisch preisrechnende Hängewaage mit Kraftmeßeinrichtung, mit einem aufhängbaren Waagengehäuse, mit im Waagengehäuse angeordneter Auswerteelektronik, mit Bedientastaturen und Ablesefenstern am Waagengehäuse und mit einer an der Unterseite des Waagengehäuses hängend befestigten Lastschale.

Bei bekannten Waagen dieser Art (DE-OS 34 08 275) hat das Waagengehäuse eine in einer vertikalen Ebene gemessene Breite und Höhe, die wesentlich größer ist als die horizontal gemessene Tiefe. Dies ist dann von Nachteil, wenn die Waage in einem Ladengeschäft im Bedienverkauf eingesetzt wird, weil dann der Blickkontakt zwischen einer Bedienperson (Verkäufer) und einem Kunden (Käufer) durch die relativ große, von der Breite und Höhe des Waagengehäuses bestimmte Projektionsfläche behindert wird. Ein weiterer Nachteil der bekannten Hängewaagen, die in der Regel nur in relativ kleiner Stückzahl produziert werden, liegt darin, daß eine erhebliche Anzahl zusätzlicher spezieller Teile entwickelt, gefertigt und gelagert werden müssen, was einer rationellen und kostengünstigen Fertigung entgegensteht.

Es sind ferner sogenannte Pultwaagen (DE-PS 28 36 010) bekannt, bei denen ein relativ flaches Pultwaagengehäuse horizontal ortsfest auf eine Unterlage, beispielsweise eine Ladentheke, gestellt wird, und dem Pultwaagengehäuse ein - meist auf dessen Oberseite aufgesetztes - Wägeteil mit Kraftmeßeinrichtung und Lastplatte zugeordnet ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Hängewaage so zu verbessern, daß die oben geschilderten Nachteile vermieden sind und insbesondere ein guter Blickkontakt zwischen einem Verkäufer und einem Käufer ermöglicht ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Waagengehäuse der Hängewaage die Form eines horizontal liegenden, flachen Pultwaagengehäuses hat.

Wegen des flachen, horizontal angeordneten Pultwaagengehäuses ist der Blickkontakt zwischen Verkäufer und Käufer kaum beeinträchtigt. Da andererseits Pultwaagen in erheblicher Stückzahl gefertigt und erfindungsgemäß leicht auf die Erfordernisse einer Hängewaage umgerüstet werden können, entfällt die Produktion zusätzlicher spezieller Teile für gattungsgemäße Hängewaagen weitgehend.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 7.

Die nachstehende Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung dient im Zusammenhang mit beiliegender Zeichnung der weiteren Erläuterung. Es zeigen:

Fig. 1 eine Vorderansicht einer herkömmlichen Hängewaage von deren Bedienungsseite her;

Fig. 2 eine Vorderansicht ähnlich Fig. 1der erfindungsgemäßen Hängewaage und

Fig. 3 eine Seitenansicht der Hängewaage aus Fig. 2.

Die in Fig. 1 dargestellte, bekannte Hängewaage umfaßt ein Waagengehäuse 11 mit darin angeordneter (nicht sichtbarer) Kraftmeßeinrichtung, beispielsweise einem Biegestab. An der Vorder- oder Bedienungsseite des Waagengehäuses 11 sind Ablesefenster 12 für Grundpreis, Gewicht und Verkaufspreis einer Ware vorgesehen, sowie Tastaturen 13 zur Eingabe von Daten, beispielsweise des Grundpreises. Ferner enthält das Waagengehäuse 11 zwei Druckwerke 14 mit Schlitzen 15 zur Ausgabe bedruckter Bons. Ein mit der Kraftmeßeinrichtung der Hängewaage verbundener Lastbügel 16 trägt eine Lastschale 17 zur Aufnahme einer zu wägenden Last. Das Waagengehäuse 11 selbst ist mittels einer als Tragarm ausgebildeten Aufhängung 18, die ein Kardan- oder Kreuzgelenk 19, gegebenenfalls mit Verdrehsicherung umfassen kann, an der Decke eines Raumes oder einem Gestell aufhängbar.

Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist die durch Höhe und Breite des Waagengehäuses 11 bestimmte Projektionsfläche relativ groß, so daß es zu erheblichen Sichtbehinderungen zwischen einem vor der Waage stehenden, sie bedienenden Verkäufer und einem hinter der Waage stehenden Käufer kommt.

Die Fig. 2 zeigt eine bevorzugte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Hängewaage von der Vorder- oder Bedienungsseite der Waage her. In Fig. 3 ist diese Waage in Seitenansicht dargestellt. Wie aus diesen Figuren hervorgeht, ist das eine relativ große, vertikale Projektionsfläche bildende Waagengehäuse 11 der Fig. 1 ersetzt durch ein horizontal liegendes, flaches Pultwaagengehäuse 21. Das Gehäuse 21 umschließt wiederum eine an sich bekannte (nicht dargestellte) Auswerteelektronik und weist Ablesefenster 22 sowie Bedientastaturen 23 auf. Ferner enthält das Pultwaagengehäuse 21 wiederum wenigstens ein Druckwerk 24 mit Ausgabeschlitz 25. Ablesefenster 22 können im übrigen sowohl an der Vorder- als auch an der Rückseite des Gehäuses 21 vorgesehen werden, so daß sowohl der Verkäufer als auch der Käufer die dargestellten Zahlenwerte ablesen kann. Ein Lastbügel 26 trägt eine Lastschale 27.

An einer an der Unterseite des Pultwaagengehäuses 21 befestigten Bodenplatte 31 ist eine Kraftmeßeinrichtung 32, z. B. in Form eines bekannten Biegekraftaufnehmers mit Dehnungsmeßstreifen, befestigt. An einer Krafteinleitungsstelle 33 der Kraftmeßeinrichtung 32 ist der Lastbügel 26 pendelnd aufgehängt, so daß das Gewicht einer von der Lastschale 27 aufgenommenen Last in die Kraftmeßeinrichtung 32 eingeleitet werden kann.

Die Aufhängung 28 des Pultwaagengehäuses 21 liegt, wie aus Fig. 3 ersichtlich, zum Schwerpunkt der Waage nach vorne (in Fig. 3 nach rechts) versetzt, so daß die Vorderkante der Lastschale 27 über die Vorderseite des Pultwaagengehäuses 21 vorsteht. Hierdurch ist ein bequemes Beschicken der Lastschale 27 mit Wägegut ermöglicht.

Ein ebenfalls an der Unterseite des Pultwaagengehäuses 21 befestigtes Ausgleichsgewicht liefert das benötigte Gegendrehmoment, durch welches die vertikale Achse 35 des Pultwaagengehäuses 21 lotrecht gehalten wird. Das Ausgleichsgewicht 34 erhöht zugleich die Trägheitsmasse des Waagenkörpers und verbessert dadurch das Einschwingverhalten der gesamten Hängewaage, so daß die Wägeergebnisse schneller zur Verfügung stehen.

Durch die flach bauende, pultförmige Bauweise wird der zwischen den Tastaturen 23 und dem oberen Gelenk 29 wirkende Hebelarm sehr kurz. Ein kurzer Hebelarm hat den Vorteil, daß das Waagengehäuse beim Betätigen der Tastatur weniger zum Schwingen angeregt wird, was wiederum eine Verkürzung der Anschwingzeit und damit ein schnelleres Wägeergebnis zur Folge hat.

Die an der schrägen Vorderseite des Pultwaagengehäuses 21 angeordneten Elemente ermöglichen eine bequeme Bedienung der Waage, wobei das Ablesefenster 22, der Schlitz 25 für die Bonausgabe sowie die Tastaturen 23 nahe beieinander und damit ergonomisch optimal angeordnet sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Elektronisch preisrechnende Hängewaage mit Kraftmeßeinrichtung, mit einem aufhängbaren Waagengehäuse, mit im Waagengehäuse angeordneter Auswerteelektronik, mit Bedientastaturen und Ablesefenstern am Waagengehäuse und mit einer an der Unterseite des Waagengehäuses hängend befestigten Lastschale, dadurch gekennzeichnet, daß das Waagengehäuse die Form eines horizontal liegenden, flachen Pultwaagengehäuses (21) hat.
  2. 2. Hängewaage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftmeßeinrichtung (32) außen an der Unterseite des Pultwaagengehäuses (21) angeordnet ist.
  3. 3. Hängewaage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine Aufhängung (28) des Pultwaagengehäuses (21) aus dem Schwerpunkt dieses Gehäuses heraus zur Bedienungsseite der Waage hin verschoben ist.
  4. 4. Hängewaage nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß an einer Bodenplatte (31) des Pultwaagengehäuses (21) ein Ausgleichsgewicht (34) befestigt ist.
  5. 5. Hängewaage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an der Bedienungsseite der Waage liegende Vorderkante der Lastschale (27) über das Pultwaagengehäuse (21) hinausragt.
  6. 6. Hängewaage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen Tastatur (23) und oberem Kreuzgelenk (29) wirkende Hebelarm sehr kurz ist.
  7. 7. Hängewaage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufhängung (28) des Pultwaagengehäuses (21) ein Kardan- oder Kreuzgelenk (29) mit Verdrehsicherung aufweist.
  8. 8. Hängewaage nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an Vorder- und Rückseite des Pultwaagengehäuses (21) Ablesefenster (22) vorgesehen sind.






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