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Dokumentenidentifikation DE3904117A1 16.08.1990
Titel Straßenbaumaschine zum Erneuern des Deckenbelages einer Fahrbahn oder dgl.
Anmelder Schölkopf-Fahrbahndecken-Recycling GmbH & Co KG, 7024 Filderstadt, DE
Erfinder Schölkopf, Walter, 7024 Filderstadt, DE
Vertreter Jackisch, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw.; Kerkhof, M., Rechtsanw.; Wasmuth, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 11.02.1989
DE-Aktenzeichen 3904117
Offenlegungstag 16.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.1990
IPC-Hauptklasse E01C 19/46
IPC-Nebenklasse E01C 23/08   E01C 19/10   E01C 19/48   E01C 19/20   
Zusammenfassung Bei einer bekannten Straßenbaumaschine ist eine Fräseinheit, eine Mischeinheit, eine Fördervorrichtung für Neumaterial sowie eine Einbaueinheit vorgesehen. Diese verschiedenen Arbeitseinheiten führen zu einer relativ verbauten, komplizierten Maschine, bei der Wartungsarbeiten nur unter Abbau einzelner Arbeitseinheiten mit sehr großem Aufwand durchgeführt werden können.
Nach der Erfindung ist die Straßenbaumaschine aus einer Zugmaschine mit angekuppeltem Auflieger gebildet, wobei der Auflieger die Arbeitseinheiten unterhalb seines Rahmens trägt. Bei Störungen oder Wartungsarbeiten wird der Auflieger abgekuppelt, wodurch insbesondere die Fördervorrichtung des Aufliegers über seine vordere Stirnseite frei zugänglich ist. Verstopfungen im Durchgangskanal der Fördervorrichtung können somit leicht und ohne Abbau anderer Arbeitseinheiten durchgeführt werden.
Straßenbaumaschinen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Straßenbaumaschine zum Erneuern des Deckenbelages einer Fahrbahn oder dgl. nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es ist eine Straßenbaumaschine bekannt, die als Selbstfahrer eine Antriebseinheit, eine Fräseinheit, eine Mischeinheit, eine Neumaterial aus einem Materialtrog abziehende Fördervorrichtung sowie eine Einbaueinheit aufweist. Diese selbstfahrende Straßenbaumaschine ist jedoch sehr groß und schwer, so daß deren Einsatzmöglichkeiten beschränkt sind.

Aufgrund der vielen Aggregate ergeben sich bei der Wartung und bei dem Austausch von defekten Teilen erhebliche Probleme. So muß z.B. ein Großteil der Anbauten und Arbeitseinheiten abgebaut werden, wenn eine Verstopfung in der in Längsrichtung der Straßenbaumaschine verlaufenden Fördervorrichtung auftritt. Da in dieser Fördervorrichtung im wesentlichen Asphaltmischungen aus dem Materialtrog zur Einbaueinheit befördert werden, ergeben sich immer wieder Verstopfungen aufgrund eines Anbackens des Neumateriales innerhalb des Durchgangskanals der Fördervorrichtung. Dies führt dann zu erheblichen Ausfallzeiten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Straßenbaumaschine der Eingangs genannten Art derart weiterzubilden, daß bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten zeit- und arbeitsintensive Demontagen und Montagen vermieden sind.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Straßenbaumaschine aus einer Zugmaschine mit einem daran angekoppelten Anhänger besteht. Die Zugmaschine weist dabei den Materialtrog auf und an dem Anhänger ist die Fördereinheit, die Mischeinheit und die Einbaueinheit angeordnet. Die Fördervorrichtung selbst besteht aus zwei in Längsrichtung der Straßenbaumaschine hintereinander angeordneten Förderbändern, wobei sich das erste Förderband vom Materialtrog zu einer zwischen der Zugmaschine und dem Anhänger angeordneten Übergabeeinheit erstreckt und das zweite Förderband von der Übergabeeinheit bis in den Bereich der Einbaueinheit verläuft. Ist die Fördervorrichtung verstopft, wird die Zugmaschine vom Anhänger abgekoppelt, wodurch jedes Förderband der Fördervorrichtung von einer Stirnseite zugänglich ist. Das Förderband kann daher gelöst und in Längsrichtung des Anhängers zu Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten herausgezogen werden. Ein Abbauen der einzelnen Arbeitseinheiten zur Erzielung einer Zugänglichkeit zur Fördervorrichung ist nicht erforderlich.

Der erfindungsgemäße Aufbau ermöglicht insbesondere, daß die benötigten Einheiten aus der Großserie verwendet und im Baukastenprinzip (Modulprinzip) zusammengefügt werden können.

Um eine reibungslose Übergabe des aus dem Materialtrog abgezogenen Neumaterials an den Anhänger zu erzielen, ist vorgesehen, daß das Förderband der Zugmaschine vom Materialtrog entgegen der Arbeitsfahrtrichtung nach hinten ansteigt. Auf diese Weise können die Förderbänder überlappend angeordnet werden, wodurch die Übergabeeinheit gebildet ist.

Insbesondere ist das Förderband des Anhängers unter dem Rahmen desselben ohne weitere Befestigungsmittel in einer Aufhängung des Rahmens liegend angeordnet. Auf diese Weise ist ein Ausbau des Förderbandes ohne umfangreiche Ausbauarbeiten möglich.

Die Weiterbildung der Erfindung ist die Mischeinheit als Wirbelmischer mit um lotrechte Achsen rotierenden Mischgliedern ausgebildet. Das von der Fräseinheit abgefräste und zur Mittelachse transportierte und dabei horizontal durchmischte Altmaterial wird unter Zugabe von Bindemittel von der Wirbelmischer vertikal durchmischt, wodurch eine hohe Mischqualität erzielt ist.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen, der Beschreibung und der Zeichnung, in der nachfolgend im Einzelnen beschriebene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt sind.

Es zeigen:

Fig. 1 In schematischer Darstellung eine Seitenansicht der erfindungsgemäßen Straßenbaumaschine,

Fig. 2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Straßenbaumaschine nach Fig. 1,

Fig. 3 eine Teilansicht einer erfindungsgemäßen Straßenbaumaschine nach Fig. 1 mit an der Zugmaschine angeordnetem Splittverteiler.

Die erfindungsgemäße Straßenbaumaschine besteht aus einer Zugmaschine 1 mit einem Anhänger 2, der im wesentlichen die Arbeitseinheiten 3, 4, 8 und 15 trägt.

Die Zugmaschine 1 ist im wesentlichen ein bekannter Einbaufertiger, der ein Fahrgestell 21 mit darauf angeordnetem Antriebsmotor und darüber vorgesehenem Fahrerstand 22 aufweist. In Arbeitsfahrtrichtung 10 vorne ist ein sich über die Breite des Fahrgestelles 21 erstreckender Materialtrog vorgesehen (Fig. 2) der zur Aufnahme eines einzubauenden Neumateriales dient. Symmetrisch zur Längsmittelachse 14 der Zugmaschine (Fig. 2) ist eine in Längsrichtung der Zugmaschine laufendes Förderband 6 angeordnet, daß sich von unterhalb des Materialtroges 5 entgegen der Arbeitsfahrtrichtung 10 ansteigend nach hinten über das hintere Ende der Zugmaschine 1 hinaus erstreckt.

Das Fahrgestell 21 der Zugmaschine 1 weist ein Raupenfahrwerk 23 (Kettenfahrwerk) auf, das über nicht näher dargestellte hydraulische Antriebsmotoren vom zentralen Antriebsmotor der Zugmaschine 1 betrieben ist. Im Rahmen der Erfindung sind auch andere Fahrwerke einsetzbar, jedoch ergibt das Raupenfahrwerk eine höhere Traktion, so daß höhere Leistungen aufgebracht werden können.

Mit festem Abstand a ist an der Zugmaschine 1 ein Anhänger 2 angekuppelt. Der Anhänger 2 ist als Auflieger ausgebildet, der an seinem der Zugmaschine 1 zugewandtem Ende einen Aufliegerarm 27 aufweist. Dieser Aufliegerarm 27 trägt an seinem freien Ende eine Kupplungsglocke 26, die auf einem Kupplungskopf 25 der Zugmaschine 1 gehalten ist. Der Kupplungskopf ist über Tragarme 24 am Fahrgestell 21 der Zugmaschine 1 starr befestigt. Er erstreckt sich aufwärts und liegt etwas oberhalb des hinteren Endes 16 des Förderbands 6 der Zugmaschine 1.

Der an seinem vorderen Ende durch den Aufliegerarm 27 abgestützte Rahmen 12 des Aufliegers 2 weist an seinem hinteren Ende ein Fahrwerk auf, daß im gezeigten Ausführungsbeispiel durch Räder 13 gebildet ist. Wie Fig. 2 zeigt, sind rechts und links der Längsmittelachse 14 Zwillingsräder angeordnet, wobei jedes Zwillingspaar an einem Drehkranz befestigt ist. Die so lenkbaren Zwillingsräder 13 sind über eine jeweils zugeordnete Kolben-Zylindereinheit 17 höhenverstellbar, wodurch die unterhalb des Rahmens 12 angeordneten Arbeitseinheiten in eine vom Boden 18 abgehobene Transportstellung gemeinsam überführbar sind. Die Höhenverstellung der hinteren Zwillingsräder 13 ist in Arbeitsfahrt der Straßenbaumaschine in einer vorgegebenen Arbeitsstellung arretiert.

Unterhalb des Rahmens 12 ist ein sich in Längsrichtung des Aufliegers 2 erstreckendes Förderband 7 angeordnet, das Vorzugsweise symmetrisch zur Längsmittelachse 14 der Straßenbaumaschine liegt. Das Förderband 7 liegt in Aufhängungen 19 des Rahmens 12 und ist leicht in Längsrichtung des Aufliegers 2 aus diesen Aufhängungen 19 z.B. zur Wartung herausziehbar.

Das Förderband 7 erstreckt sich vom vorderen Ende des Aufliegers über zwei Drittel von dessen Länge nach hinten. Der vordere Teilabschnitt 7a des Förderbandes 7 ist zum Boden 18 hin abfallend ausgebildet und ragt unter die Abwurfzone des Endes 16 des Förderbandes 6 der Zugmaschine 1. Das freie Ende des Förderbandabschnittes 7a weist ein Auffanggehäuse auf, daß zusammen mit der überlappenden Abwurfzone des Förderbandes 6 eine Übergabeeinheit 9 vom vorderen Förderband 6 auf das hintere Förderband 7 bildet.

Der hintere Teilabschnitt 7b des Förderbandes 7 verläuft zum hinteren Ende des Rahmens 12 abfallend. Vorzugsweise ist der hintere Teilabschnitt 7b gelenkig am mittleren Teilabschnitt des Förderbandes 7 befestigt und über eine Bandwaage 20 am Rahmen 12 gehalten. Auf diese Weise kann kontinuierlich die abgeworfene Materialmenge des Förderbandes 7 erfaßt werden.

Der Rahmen 12 des Aufliegers 2 liegt in Arbeitsstellung in etwa parallel zum Boden 18. Unterhalb des Rahmens sind entgegen der Arbeitsfahrtrichtung 10 hintereinander eine Fräseinheit 3, eine Mischeinheit 4, eine Verteileinheit 52, eine erste Einbaueinheit 15, eine zweite Verteileinheit 52 und eine zweite Einbaueinheit 8 angeordnet. Die Fräseinheit 3 liegt am vorderen Ende des Rahmens 12, während die zweite Einbaueinheit 8 hinter den Zwillingsrädern 13 am hinteren Ende des Rahmens 12 angeordnet ist.

Wie insbesondere aus Fig. 2 zu ersehen, besteht die Fräseinheit 3 aus einer quer zur Längsmittelachse 14 ortsfest angeordneten Frässchnecke 30, deren rechts und links eines Mittelabschnitts liegenden Endabschnitte jeweils einen zur Längsmittelachse 14 fördernden Schneckengang 31, 32 aufweisen. Der Mittelabschnitt trägt keinen Schneckengang.

In Arbeitsfahrtrichtung 10 vor den Endabschnitten der Frässchnecke 30 sind auf jeder Längsseite des Fahrzeugs jeweils eine Variofrässchnecke angeordnet, die quer zur Längsmittelachse 14 der Straßenbaumaschine verstellbar sind. Sie können dabei bis auf die Arbeitsbreite der starren Frässchnecke 30 von den Fahrzeuglängsseiten zurückgezogen oder bis zur vollen Arbeitsbreite der Straßenbaumaschine ausgefahren werden. In der in Fig. 2 gezeigten vollen Arbeitsbreite überdecken sich die Endabschnitte der Frässchnecke 30 mit den Varioschnecken 33. Die Varioschnecken 33 weisen zur Längsmittelachse 14 der Straßenbaumaschine fordernde Schneckengänge 31 bzw. 32 auf; Sie liegen quer zur Fahrzeuglängsachse gleichachsig zueinander.

In Arbeitsfahrtrichtung 10 hinter der ortsfest angeordneten Frässchnecke 30 liegt eine Mischeinheit 4, die als Wirbelmischer 34 ausgebildet ist. Der Mischer besteht aus einzelnen, um lotrechte Achsen drehenden Mischgliedern 35, die eine vertikale Durchmischung des Mischgutes bewirken. Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind eine Vielzahl um vertikale Achsen drehende Mischglieder 35 zum Wirbelmischer zusammengefaßt. Wie Fig. 1 zeigt, sind die Fräseinheit 3 und der Wirbelmischer 4 zu einer Baueinheit zusammengefaßt, die über Kolben-Zylindereinheiten 36 und 37 gemeinsam höhenverstellbar am Rahmen 12 gehalten ist. Die Fräseinheit 3 und der Wirbelmischer 4 sind relativ zueinander in ihrer Höhenlage justierbar.

Dem Wirbelmischer 34 nachgeordnet ist die Verteileinheit 52, die aus einer ortsfest angeordneten Verteilwalze besteht, welche sich über die Fahrzeugbreite erstreckt. Die ortsfeste Verteilwalze hat auf der einen Seite der Längsmittelachse 14 einen Schneckengang 41, der das Fördergut von der Längsmittelachse 14 wegführt. Ein entsprechender Schneckengang 42 ist auf der anderen Seite der Längsmittelachse 14 angeordnet. Auch die Verteileinheit 52 ist vorteilhaft über eine eigene Kolben-Zylindereinheit höhenverstellbar unterhalb des Rahmens 12 angeordnet. Anstatt der im Ausführungsbeispiel angeordneten Verteilwalze kann vorteilhaft auch ein quer zur Längsmittelachse 14 hin und her gehender Schwertverteiler vorgesehen sein. Entgegen der Arbeitsfahrtrichtung 10 hinter der ersten Verteileinheit 52 ist eine erste Einbaueinheit 15 angeordnet, die aus einer Vario-Einbaubohle besteht. Diese ist von einem quer zur Längsmittelachse 14 ortsfest eingebauten Mittelstück 40 und zwei parallel dazu liegenden Seitenstücken 43 gebildet, die quer zur Längsmittelachse ein- und ausfahrbar sind.

Die Abwurfzone 44 des hinteren Teilabschnittes 7b des Förderbandes 7 des Aufliegers 2 liegt entgegen der Arbeitsfahrtrichtung 10 hinter den Rädern 13 und vor der zweiten Verteileinheit 52, die als Verteilschnecke vorgesehen ist. Dieser nachgeordnet ist eine aus einer Einbaubohle bestehenden zweiten Einbaueinheit 8. Wie aus der Draufsicht in Fig. 2 zu ersehen, liegt die zweite Verteilschnecke 52 quer zur Längsmittelachse 14 und erstreckt sich über die Breite des Aufliegerrahmens 12. Die Arbeitsbreite der Einbaubohle ist entsprechend der variablen Arbeitsbreite der Fräseinheit 3 wie die erste Einbaubohle 15 verstellbar. Die zweite Vario-Einbaubohle liegt - in Draufsicht nach Fig. 2 - hinter dem Rahmen 12 und wird über eine Kolben-Zylindereinheit 39 höhenverstellbar am Rahmen 12 gehalten (Fig. 2). Zur Abführung der auf die Einbaubohle 8 wirkenden erheblichen Kräfte ist diese über einen Träger 45 gelenkig an einem Rahmenabschnitt 46 gehalten.

Auf dem Rahmen 12 des Aufliegers 2 ist ferner ein Bindemitteltank 47 angeordnet, dessen Bindemittel im Bereich der Fräseinheit 3 bzw. der Mischeinheit 4 zugegeben ist. Es kann vorteilhaft sein, im Bereich der Fräseinheit 3 oder der Mischeinheit 4 eine Auswurfklappe 50 am Förderband 7 anzuordnen, so daß in den Mischbereich gleichzeitig Neumaterial zugeführt ist. Ferner ist am hinteren Ende des Rahmens 2 auf dem Auflieger eine Antriebseinheit 11 vorgesehen, die aus einem Motor 53 mit einer angeflanschten Hydraulikpumpe 54 besteht. Das Hydrauliköl wird über eine Steuereinheit 55 an die einzelnen hydraulischen Verbraucher, nämlich die Kolben-Zylindereinheiten usw. entsprechend der Stellung nicht näher dargestellter Steuerorgane weitergegeben.

In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung wird das durch die Arbeitsleistung erwärmte Hydrauliköl über einen Wärmetauscher 48 geführt, der die Abwärme des Hydrauliköles an das Bindemittel im Bindemitteltank 47 weitergibt. Auf diese Weise behält das Bindemittel seine temperaturabhänige Viskosität und ist in der Mischeinheit besser unterzumischen.

In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung umspült das erwärmte Hydrauliköl das Förderband 7, so daß das im Förderkanal vorbewegte Neumaterial ständig warm gehalten wird. Das vor die Einbaueinheit 8 abzuwerfende Neumaterial kann aufgrund der Hydraulikölumspülung des Förderbandes 7 an keiner Stelle anbacken und den Durchgangskanal verstopfen.

Um eine gute Aufbereitung des Fahrbahnbelages zu erzielen, wird dieser über Flächenheizungen 51 ständig beheizt. Die Flächenheizungen 51 sind an der Zugmaschine 1 wie am Auflieger 2 - jeweils zwischen Arbeitseinheiten - angeordnet und erstrecken sich dabei vorzugsweise über die gesamte Arbeitsbreite der Straßenbaumaschine. Diese mit Gas betriebenen Heizungen 51 werden von Gastanks 49 gespeist, die ebenfalls auf dem Rahmen des Aufliegers 12 angeordnet sind. Vorteilhaft sind die auf dem Rahmen 12 angeordneten Versorgungseinheiten der Straßenbaumaschine von einem auf dem Rahmen 12 aufgesetzten Gehäuse umgeben.

Mit der erfindungsgemäßen Straßenbaumaschine kann z.B. der Altbelag einer Fahrbahn in einem Arbeitsgang abgetragen und unter Zumischung von Materialien als Zwischenbelag oder Deckbelag neu eingebaut werden. Nach vorteilhafter Vorheizung der Fahrbahndecke durch die Flächenheizungen 51 an der Zugmaschine 1 und am Auflieger 2 wird mittels der Fräseinheit 3 auf der gewünschten Arbeitsbreite der Altbelag abgefräst und gleichzeitig das Material durch die Schneckengänge 31 und 32 beidseitig zur Längsmittelachse 14 gefördert. Dabei erfährt das Material zusammen mit einem zugegebenen Bindemittel eine horizontale Durchmischung. Nach dieser Vormischung wird das Mischgut in dem nachlaufenden Wirbelmischer 34 vertikal durchmischt, wodurch eine innige Vermischung von zugegebenem Bindemittel und Altmaterial erzielt ist. Nach dieser Durchmischung wird das Material durch die erste Verteileinheit 15 quer zu Längsmittelachse 14 der Straßenbaumaschine verteilt und über die erste Einbaubohle 15 als Zwischenbelag eingebaut. Das Neumaterial wird in der Abwurfzone 44 auf den Zwischenbelag abgeworfen, von der zweiten Verteilschnecke 52 quer zur Arbeitsfahrtrichtung 10 verteilt und über die Einbaubohle 8 als Deckbelag eingebaut. Vorteilhaft ist als insbesondere erste Einbaueinheit 15 eine Hochverdichtungs-Einbaubohle vorgesehen, so daß der Zwischenbelag fest eingebaut wird. Darauf abgeworfenes Neumaterial und dessen Verteilung und Anhäufen von der zweiten Einbaubohle führt daher nicht zu einem Aufreißen und Beschädigen des Zwischenbelages, wodurch im Deckbelag Fehlstellen durch eingelagertes Altmaterial des Zwischenbelages entstehen können.

Im Rahmen der Erfindung kann es vorteilhaft sein, vor der Durchmischung des abgefrästen Altbelages Splitt oder andere, die Güte der Materialmischung verbessernde Stoffe zuzusetzen. Wie Fig. 3 zeigt, ist im Bereich der Übergabeeinheit 9 am Ende 16 des Förderbandes 6 der Zugmaschine 1 ein Splittverteiler 60 befestigt, der auf die vorzugsweise erwärmte Fahrbahndecke Splitt aufstreut. Dieser Splitt wird beim Abfräsen der Fahrbahndecke durch die Fräseinheit 3 bereits innig dem Altmaterial untergemischt, wodurch eine Materialmischung hoher Güte für den Zwischenbelag erzielt ist.

Mit der erfindungsgemäßen Straßenbaumaschine ist ein zweilagiger Einbau eines Neubelages möglich, wobei der Erst- bzw. Zwischenbelag aus aufbereitetem Altmaterial und der End- bzw. Deckbelag vollständig aus Neumaterial besteht.

Mit der erfindungsgemäßen Straßenbaumaschine ist aber auch ein einlagiger Einbau eines Neubelages möglich. Hierzu ist z.B. am Förderband 7 eine Auswurfklappe 50 vorgesehen, über die Neumaterial vor der Fräseinheit 3 abgeworfen wird. Das Neumaterial wird damit beim Fräsvorgang dem abgefrästen Altbelag untergemischt, wobei die Mischung - ggf. unter Hinzufügen weiteren Bindemittels - vom Wirbelmischer 34 innig durchmischt wird. Über die erste Verteilschnecke wird die Mischung dann quer zur Längsmittelachse 14 verteilt und von der ersten Vario-Einbaubohle in einem Arbeitsgang als Deckbelag eingebaut.


Anspruch[de]
  1. 1. Straßenbaumaschine zum Erneuern des Deckenbelages einer Fahrbahn oder dgl., mit einer Antriebseinheit (11) für eine Fräseinheit (3), eine Mischeinheit (4) und eine Neumaterial aus einem Materialtrog (5) abziehenden Fördervorrichtung (6, 7) sowie mindestens einer Einbaueinheit (8), dadurch gekennzeichnet, daß die Straßenbaumaschine aus einer Zugmaschine (1) mit einem angekuppelten Anhänger (2) besteht, wobei die Zugmaschine (1) den Materialtrog (5) aufweist und an dem Anhänger (2) die Fräseinheit (3) , die Mischeinheit (4) sowie mindestens eine Einbaueinheit (8) angeordnet ist, daß die Fördervorrichtung aus zwei in Längsrichtung der Straßenbaumaschine hintereinander angeordneten Förderbändern (6, 7) besteht, wobei sich das erste Förderband (6) vom Materialtrog (5) zu einer zwischen der Zugmaschine (1) und dem Anhänger (2) angeordneten Übergabeeinheit (9) erstreckt und das zweite Förderband (7) von der Übergabeeinheit (9) bis in den Bereich der Einbaueinheit (8) verläuft.
  2. 2. Straßenbaumaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anhänger (2) ein Auflieger ist.
  3. 3. Straßenbaumaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (6) der Zugmaschine (1) vom Materialtrog (5) entgegen der Arbeitsfahrtrichtung (10) nach hinten zur Übergabeeinheit (9) ansteigt.
  4. 4. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (7) des Anhängers (2) unter dem Rahmen (12) des Anhängers angeordnet ist.
  5. 5. Straßenbaumaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (7) ohne weitere Befestigungsmittel in einer Aufhängung (19) des Rahmens (12) liegt.
  6. 6. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (7) des Aufliegers (2) in einer am Rahmen (12) festgelegten Bandwaage (20) aufgehängt ist.
  7. 7. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitseinheiten (3, 4, 8, 15) unabhängig voneinander höhenverstellbar sind.
  8. 8. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräseinheit (3) aus einer quer zur Längsmittelachse (14) ortsfest angeordneten Frässchnecke (30) mit in Arbeitsfahrtrichtung (10) davor angeordneten, quer zur Längsmittelachse verstellbaren Variofrässchnecken (33) besteht, wobei die Variofrässchnecken (33) vorzugsweise gleichachsig zueinander auf jeweils einer Fahrzeuglängsseite liegen.
  9. 9. Straßenbaumaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die ortsfeste Frässchnecke (30) in seinen Endabschnitten jeweils eine zur Längsmittelachse (14) fördernden Schneckengang (31, 32) aufweist und die dem jeweiligen Endabschnitt vorgelagerte Variofrässchnecke (33) einen gleichen Schneckengang (31 bzw. 32) trägt.
  10. 10. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischeinheit (4) aus einem Wirbelmischer (34) mit um lotrechte Achsen drehenden Mischgliedern (35) besteht.
  11. 11. Straßenbaumaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Fräseinheit (3) und der Wirbelmischer (34) eine gemeinsame, höhenverstellbare Arbeitseinheit bilden.
  12. 12. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß dem Wirbelmischer (34) eine Verteileinheit (52) nachgeordnet ist, die aus einer quer zur Längsmittelachse (14) ortsfest angeordneten Verteilschnecke (40) besteht, die rechts und links der Längsmittelachse (14) jeweils von der Längsmittelachse (14) weg fördernde Schneckengänge (41 bzw. 42) aufweist.
  13. 13. Straßenbaumaschine nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß der Verteileinheit (52) eine erste Einbaueinheit (15), vorzugsweise eine Vario-Einbaubohle nachgeordnet ist.
  14. 14. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebseinheit aus einem Antriebsmotor (53) mit hydraulischer Pumpe (54) besteht, deren Druckseite über eine Steuereinheit (55) mit hydraulischen Verbrauchern verbunden ist.
  15. 15. Straßenbaumaschine nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördervorrichtung, insbesondere das Förderband (7) des Aufliegers (2) vom erwärmten Hydrauliköl der Antriebseinheit umspült ist.
  16. 16. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß auf dem Anhänger (2) ein Bindemitteltank angeordnet ist, wobei vorzugsweise das Hydrauliköl das Bindemittel insbesondere über einen Wärmetauscher (48) erwärmt.
  17. 17. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß der Auflieger (2) im hinteren Bereich lenkbare Räder (13) aufweist, die vorzugsweise als Zwillingsräder auf jeweils einem Drehkranz angeordnet sind.
  18. 18. Straßenbaumaschine nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Räder (13) höhenverstellbar sind.
  19. 19. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß das Förderband (7) des Aufliegers (2) etwa im Bereich der Fräseinheit (3) oder der Mischeinheit (4) eine zusätzliche Auswurfklappe (50) aufweist.
  20. 20. Straßenbaumaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Zugmaschine (1) ein Splittverteiler (60) angeordnet ist.






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