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Dokumentenidentifikation DE4003532A1 16.08.1990
Titel Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung
Anmelder VEB Kombinat Polygraph "Werner Lamberz" Leipzig, DDR 7050 Leipzig, DD
Erfinder Foerster, Karl-Heinz, Dr.-Ing., DDR 8020 Dresden, DD;
Buschmann, Falk, DDR 8270 Coswig, DD
DE-Anmeldedatum 06.02.1990
DE-Aktenzeichen 4003532
Offenlegungstag 16.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.08.1990
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung für Druckmaschinen mit geschuppter Bogenanlage.
Ausgehend von der Aufgabe - Schaffung einer kapazitiven Doppelbogenkontrolleinrichtung, bei der Störgrößen nicht zu einer Verfälschung des Kontrollergebnisses führen - ist bei derselben einem Taktblock, der pro Maschinenumdrehung zwei separate Takte für Einfachbogen und Doppelbogen liefert, eine Signalverarbeitung Einfachbogen und eine Signalverarbeitung Zweifachbogen nachgeordnet, deren Signale über einen Mittelwertbildner und einem Vergleicher verarbeitet werden.

Beschreibung[de]
Anwendungsgebiet

Die Erfindung betrifft eine kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung für Druckmaschinen mit geschuppter Bogenanlage. Charakteristik der bekannten technischen Lösung

Es sind kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtungen mit einer Meß- und einer Gegenelektrode und einer Auswerteschaltung bekannt (DD 1 35 817).

Nachteilig ist bei diesen Einrichtungen, daß infolge des relativ großen Abstandes zwischen Meß- und Gegenelektrode - im Verhältnis zur zu messenden Papierstärke - kleinste Kapazitätsänderungen registriert und ausgewertet werden müssen. Infolge der zwangsweisen Überlagerung von Störgrößen aller Art von unterschiedlicher Ursache (Temperatur, Luftdruck, Papierfeuchtigkeit), kommt es häufig zu Störungen oder zum völligen Versagen der Meßeinrichtung. Außerdem ist der Justieraufwand im Fertigungsprozeß der Meßeinrichtung relativ groß. Zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Meßeinrichtung während des Druckprozesses ist diese häufig neu einzustellen, was ebenfalls mit Aufwand verbunden ist und zu erhöhtem Makulaturanfall führt.

Ziel der Erfindung

Ziel der Erfindung ist eine störfreie Bogenkontrolle. Darlegung des Wesens der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer kapazitiven Doppelbogenkontrolleinrichtung, bei der Störgröße nicht zu einer Verfälschung des Kontrollergebnisses führen und bei der ein minimaler Aufwand für den Abgleichprozeß bei der Fertigung, Inbetriebnahme und im Betriebszustand auftritt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer kapazitiven Doppelbogenkontrolleinrichtung für Druckmaschinen mit geschuppter Bogenanlage, einer Meßelektrode, einer als Anlegetisch ausgebildeten Gegenelektrode und einer Auswerteschaltung die Auswerteschaltung eine Aktivierungssteuerung, einen Zählausgang und mehrere Taktsignalausgänge aufweisenden Taktblock, einen der Meßelektrode und der Aktivierungssteuerung nachgeordneten, einen Einzelbogentimer und einen Zweifachbogentimer enthaltenden Timerblock, einen über einen mit dem Taktblock verbundenen Einzelbogenzählerblock dem Einzelbogentimer und dem Taktblock nachgeordneten, einen Zweifachbogenausgang aufweisenden Vergleicherblock, einen dem Zweifachbogentimer und dem Taktblock nachgeordneten Zweifachbogenzählerblock, einen dem Einzelbogen- und Zweifachbogenzählerblock nachgeordneten Mittelwertbildner, einen eingangsseitig mit dem Mittelwertbildner, der Aktivierungssteuerung und dem Taktblock sowie ausgangsseitig mit dem Vergleichsblock verbundenen Speicherblock und einem dem Mittelwertbildner, dem Speicherblock und dem Taktblock nachgeordneten, einen Störausgang und einen mit dem Eingang des Vergleicherblockes und des Speicherblockes verbundenen negierten Störausgang für ein Störsignal bei Überschreitung der Fangtoleranzen aufweisenden Diskriminatorblock enthält.

Die Aktivierungssteuerung enthält je ein mit je einem Timer verbundenes Oder-Gatter mit je zwei vorgeordneten Und-Gattern und eine Takteinrichtung, wobei die ersten Und-Gatter mit einem Aktivierungseingang, über den negierten Eingang mit einem Betriebsartenwahlschalter und mit der Takteinrichtung, das dem ersten Oder-Gatter vorgeordnete weitere Und-Gatter mit dem Betriebsartenwahlschalter und einem Kalibriertaster für Einzelbogen und das dem zweiten Oder-Gatter vorgeordnete weitere Und- Gatter mit dem Betriebsartenwahlschalter und dem Kalibriertaster für Zweifachbogen verbunden ist.

Der Taktblock enthält einen Rechteckgenerator, dem der Zählausgang des Taktblockes und über einen Teiler und ein Und- Gatter der Takteingang eines Ringzählers, dessen Ausgänge die Taktsignalausgänge des Taktblockes bilden, nachgeordnet ist und ein Flip-Flop, dessen Eingang mit der Takteinrichtung der Aktivierungssteuerung, dessen Rückstelleingang mit dem letzten Bit und dem Informationseingang des Ringzählers und dessen Ausgang mit dem Und-Gatter verbunden ist.

Jeder Zählerblock enthält einen Zähler und jedem Zähler, dessen Rückstelleingang mit dem vierten Taktausgang des Taktblockes verbunden ist, ist je ein Zähl-Und-Gatter, dessen jeweils erster Eingang mit einem der Timer und dessen zweiter Eingang mit dem Zählausgang des Taktblockes verbunden ist, vorgeordnet. Der Speicherblock enthält einen Speicher und dem Eingang des Speichers ist ein mit dem Mittelwertbildner und der Aktivierungssteuerung verbundener erster Bus-Treiber und ein mit dem Mittelwertbildner, dem dritten Taktausgang des Taktblockes und dem negierten Störausgang des Diskriminators verbundener zweiter Bus-Treiber vorgeordnet.

Der Diskriminatorblock enthält einen Diskriminator und dem Diskriminator ist ein mit dem Ausgang des Speichers und dem zweiten Taktausgang des Taktblockes verbundener dritter Bus-Treiber und ein mit dem Ausgang des Mittelwertbildners und dem zweiten Taktausgang des Taktblockes verbundener vierter Bus-Treiber vorgeordnet.

Der Vergleicherblock enthält einen Vergleicher und dem Vergleicher ist ein mit dem Ausgang des Einzelbogenzählers und dem ersten Taktausgang des Taktblockes verbundener fünfter Bus- Treiber und ein mit dem ersten Taktausgang des Taktblockes und über einen sechsten Bus-Treiber, dessen zweiter Eingang mit dem negierten Störausgang verbunden ist, mit dem Speicher verbundener siebenter Bus-Treiber vorgeordnet. Ausführungsbeispiel

Nachfolgend wird die Erfindung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. In den Zeichnung zeigt

Fig. 1 Blockschaltbild

Fig. 2 Taktblock

Fig. 3 Aktivierungssteuerung.

Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen Einrichtung mit einer Aktivierungssteuerung 1.

Die Aktivierungssteuerung 1 (Fig. 3) enthält eine über zwei Taktausgänge zwei aufeinanderfolgende Taktsignale d&sub1;, φ&sub2; liefernde Takteinrichtung 2, ein erstes und ein zweites Oder- Gatter 3; 4 und ein jedem Oder-Gatter 3; 4 vorgeordnetes erstes und weiteres Und-Gatter 5; 5&min;; 6; 6&min;, sowie einen Betriebsartenwahlschalter 7, einen Kalibriertaster für Einzelbogen 8 und einen Kalibriertaster für Zweifachbogen 9. Das erste Und-Gatter 5 ist eingangsseitig verbunden mit dem ersten Taktsignalausgang φ&sub1;, einem Aktivierungseingang 10 und über den negierten Eingang mit dem Betriebsartenwahlschalter 7. Das weitere Und-Gatter 6 ist eingangsseitig mit seinem ersten Eingang mit dem Betriebsartenwahlschalter 7 verbunden. Der zweite Eingang führt zu dem Kalibriertaster für Einzelbogen 8. Der Ausgang des ersten Und-Gatters 5 ist mit dem ersten Eingang des ersten Oder-Gatters 3 verbunden. Der Ausgang des weiteren Und-Gatters 6 führt zum zweiten Eingang des ersten Oder-Gatters 3.

Der erste Eingang des ersten Und-Gatters 5&min; ist mit dem Aktivierungseingang 10 verbunden, der zweite Eingang mit dem zweiten Taktsignalausgang φ&sub2; und der dritte negierte Eingang mit dem Betriebsartenwahlschalter 7. Der erste Eingang des weiteren Und-Gatters 6&min; führt zum Betriebsartenwahlschalter 7, der zweite Eingang zum Kalibriertaster für Zweifachbogen 9. Der Ausgang des ersten Und-Gatters 5&min; führt zum ersten Eingang des zweiten Oder-Gatters 4. Der Ausgang des weiteren Und-Gatters 6&min; ist mit dem zweiten Eingang des zweiten Oder-Gatters 4 verbunden.

Die Ausgänge der Oder-Gatter 3; 4 sind mit dem Timerblock 13 (Fig. 1) verbunden, d. h. der Ausgang des Oder-Gatters 3 ist mit dem Triggereingang des Einzelbogentimers 11 und der Ausgang des zweiten Oder-Gatters 4 mit dem Triggereingang des Zweifachbogentimers 12 verbunden. Die Meßelektrode 14 ist mit den Meßeingängen der Timer 11; 12 verbunden. Die Meßelektrode ist unmittelbar über dem Anlegetisch 15 angeordnet.

Der Taktblock 16 (Fig. 2) besteht aus einem Rechteckgenerator 17, einem Teiler 18, einem Flip-Flop 19, einem Ringzähler 20 und einem Und-Gatter 21. Der Ausgang des Rechteckgenerators 17 bildet den Zählausgang T0 des Taktblockes 16 und ist auch über den Teiler 18 und das Und-Gatter 21 mit dem Takteingang des Ringzählers 20 verbunden.

Der zweite Taktsignalausgang φ&sub2;, welcher mit dem zweiten Eingang des ersten Und-Gatters 5&min; verbunden ist, führt gleichzeitig zum Setz-Eingang des Flip-Flop 19. Der Rücksetzeingang dieses Flip-Flop ist mit dem letzten Bit und dem Informationseingang des Ringzählers 20 verbunden. Der Hauptausgang des Flip-Flop 19 führt zum Eingang des Und-Gatters 21. Der erste Ausgang des Ringzählers 20 bildet den ersten Taktausgang T&sub1;, der zweite Ausgang den zweiten Taktausgang T&sub2;, der dritte Ausgang den dritten Taktausgang T&sub3; und der vierte Ausgang den vierten Taktausgang T&sub4;.

Der Ausgang des Einzelbogentimers 11 (Fig. 1) führt über den ersten Eingang eines ersten Zähl-Und-Gatters 22 zum Einzelbogenzähler 23 des Einzelbogenzählerblockes 43. Der Ausgang des Zweifachbogentimers 12 führt über den ersten Eingang eines zweiten Zähl-Und-Gatters 24 zum Zweifachbogenzähler 25 des Zweifachbogenzählerblockes 44. Der zweite Eingang des ersten Zähl-Und-Gatters 22 ist mit dem zweiten Eingang des zweiten Zähl-Und-Gatters 25 verbunden. Genannte Eingänge sind mit dem Zählausgang T0 des Taktblockes 16 verbunden. Die Rücksetzeingänge der Zähler 23; 25 sind verbunden und führen gemeinsam zum vierten Taktausgang T&sub4; des Ringzählers 20.

Der Datenausgang des Einzelbogenzählers 23 führt sowohl über den Dateneingang des fünften Bus-Treibers 26 zum Vergleicher 27 des Vergleicherblockes 42 als auch zum ersten Eingang des Mittelwertbildners 28, dessen zweiter Eingang zum Datenausgang des Zweifachbogenzählers 25 führt. Der Ausgang des Mittelwertbildners 28 ist sowohl über den Dateneingang des vierten Bus- Treibers 29 mit dem Diskriminator 30 des Diskriminatorblockes 46 als auch über die Dateneingänge der Bus-Treiber 31 und 32 mit dem Speicher 33 des Speicherblockes 45 verbunden. Der Ausgang des Speichers 33 führt sowohl über den dritten Bus-Treiber 34 zum Diskriminator 30 als auch über den siebenten Bus-Treiber 35 und den sechsten Bus-Treiber 36 zum Vergleicher 27. Der Ausgang des Vergleichers 27 bildet den Zweifachbogenausgang 38. Dem Diskriminator 30 ist ein Störausgang 40 und über einen Negator 39 ein negierter Störausgang 41 nachgeordnet. Der erste Taktausgang T&sub1; des Ringzählers 20 führt zu den Auswahleingängen der Bus-Treiber 26 und 36. Der zweite Taktausgang T&sub2; des Ringzählers 20 führt zu den Auswahleingängen der Bus-Treiber 29 und 34. Der dritte Taktausgang T&sub3; des Ringzählers 20 ist mit dem Freigabeeingang des zweiten Bus-Treibers 32 verbunden. Der Freigabeeingang des ersten Bus-Treibers 31 führt zum Betriebsartenwahlschalter 7. Der negierte Störausgang 41 des Diskriminators 30 ist mit dem Eingang des siebenten Bus-Treibers 35 und dem Eingang des vierten Bus-Treibers 32 verbunden.

Nachfolgend wird die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung näher beschrieben. Nach Betätigung des Betriebsartenwahlschalters 7 werden die weiteren Und-Gatter 6 und 6&min; zur Signaldurchschaltung vorbereitet.

Danach wird von Hand ein Einfachbogen zwischen Meßelektrode 14 und Anlegetisch 15 gelegt. Der untergelegte Bogen beeinflußt das sich zwischen Meßelektrode 14 und Anlegetisch 15 ausbildende elektrostatische Feld in Form einer Kapazitätsänderung. Die sich einstellende Kapazität liegt am Meßeingang des Einzelbogentimers 11 an, der eine hochgenaue monostabile Kippstufe ist.

Mit dem Drücken des Kalibriertasters für Einzelbogen 8 wird das weitere Und-Gatter 6 durchgeschaltet, dessen Ausgang über das erste Oder-Gatter 3 den Einzelbogentimer 11 über seinen Triggereingang startet. Der frei laufende Rechteckgenerator 17 kann während der Haltezeit des Einzelbogentimers 11 über das erste Zähl-Und-Gatter 22 auf den Takteingang des Einzelgogenzählers 23 einwirken. Das erste Zähl-Und-Gatter 22 tort somit den Einzelbogenzähler 23. Der sich einstellende Zählerstand ist proportional der Kapazität bei Einfachbogen und somit eine Funktion der Papierdicke s.

Nach dem Einschieben eines Zweifachbogens zwischen Meßelektrode 14 und Anlegetisch 15 wird der Kalibriertaster für Zweifachbogen 9 betätigt. Dieser startet analog, wie im vorangegangenen Absatz beschrieben, den Zweifachbogentimer 12 an seinem Triggereingang über die Strecke Ausgang weiteres Und-Gatter 6&min; und zweites Oder-Gatter 4. Die jetzt andere Meßkapazität, die am Meßeingang des Zweifachbogentimers 12 anliegt, läßt eine andere Haltezeit als die des Einzelbogentimers 11 bei Einzelbogen erwarten. Das zweite Zähl-Und-Gatter 24 tort den Zähleingang des Zweifachbogenzählers 25, der seine Zählimpulse vom Rechteckgenerator 17 erhält. Der sich einstellende Zählerstand ist proportional der Kapazität bei Zweifachbogen und somit eine Funktion der Papierdicke 2.

Die Zählerausgänge der Zähler 23 und 25 liegen an den Eingängen des Mittelwertbildners 28 an, so daß der arithmetische Mittelwert entsprechend dem Bildungsgesetz-Zählerstand Einzelbogen plus Zählerstand Zweifachbogen dividiert durch Zwei - gebildet und ausgegeben wird. Dieser Wert liegt am Dateneingang des ersten Bus-Treibers 31 an, der mittels des Betriebsartenwahlschalters 7 freigegeben wurde, so daß der gebildete Mittelwert in den Speicher 33 geladen werden kann.

Die Meßeinrichtung ist jetzt betriebsbereit und wird durch Öffnen des Betriebsartenwahlschalters 7 in Arbeitsbereitschaft gebracht.

Ist die Druckmaschine zum Bogenlauf bereit, meldet das ein übergeordnetes Steuersystem (z. B. eine speicherprogrammierte Steuerung), über den Aktivierungseingang 10, der auf die ersten Und-Gatter 5 und 5&min; einwirkt, an die Aktivierungssteuerung 1. Diese Und-Gatter werden damit zur Durchschaltung der Taktsignale unter der Voraussetzung, daß der Betiebsartenwahlschalter 7 geöffnet ist, das heißt, auf Automatik steht, vorbereitet.

Die Taktsignale werden von der Takteinrichtung 2 generiert, die im einfachsten Falle aus je einem mechanischen Grenztaster besteht und die von der Eintourenwelle der Druckmaschine zyklisch betätigt werden. Diese Grenztaster sind so justiert, daß das Taktsignal φ&sub1; bei ordnungsgemäßem Bogenlauf mit dem Einzelbogen und das Taktsignal φ&sub2; mit dem Zweifachbogen korreliert. Es wird vorausgesetzt, daß die Druckmaschine mit einem Schuppenanleger ausgerüstet ist, durch den bedingt ist, daß bei normalem Bogenlauf an der Anlegelinie, an der sich die Meßelektrode befindet, pro 360°C Druckzylinderumdrehung - entspricht einem Arbeitstakt - je einmal Einzelbogen und Zweifachbogen auftritt. Das Taktsignal φ&sub2;, welches im mathematisch positiven Sinn, nach dem Taktsignal φ&sub1; wirksam wird, setzt den Hauptausgang des Flip-Flop 19 so, daß dieser das Und-Gatter 21 dahingehend beeinflußt, daß die vom Teiler 18 gelieferten heruntergeteilten Rechtecksignale das genannte Und-Gatter durchlaufen können. Der erste am Ringzähler 20 eintreffende Taktimpuls aktiviert den ersten Taktausgang T&sub1; desselben (Phase 1) und schaltet dadurch die Bus-Treiber 26 und 36 durch. Es wird davon ausgegangen, daß der siebente Bus-Treiber 35 z. Z. ebenfalls durchgesteuert ist. Damit liegt am ersten Eingang des Vergleichers 27 der Zählerstand des Einzelbogenzählers 23 und am zweiten Eingang des Vergleichers 27 der Inhalt des Speichers 33 an. Dieser Speicherinhalt ist identisch mit dem arithmetischen Mittelwert aus dem Zählerstand für Einzelbogen und Zweifachbogen und dient als Referenzwert für den Vergleicher 27. Dieser vergleicht, ob der Meßwert für Einzelbogen gleich oder kleiner als der Referenzwert im Speicher 33 ist. Sollte diese Bedingung nicht erfüllt sein, wird der Zweifachbogenausgang 38 aktiviert, welcher einen Zweifachbogen, d. h. eine unkorrekte Bogenzuführung signalisiert.

Der zweite am Ringzähler 20 eintreffende Taktimpuls aktiviert nun den zweiten Taktausgang T&sub2; (Phase 2) und gibt damit die Bus-Treiber 29 und 34 frei. Damit liegt am ersten Eingang des Diskriminators 30 der im Speicher 33 aufbewahrte arithmetische Mittelwert von vorhergehenden Bogen und am zweiten Eingang des Diskriminators 30 der arithmetische Mittelwert des derzeit anliegenden Bogens an. Diese beiden Werte werden im Diskriminator auf Abweichungen von einem oberen und unteren Grenzwert getestet. Wird die Überschreitung des oberen und unteren Grenzwertes registriert, ist das gleichbedeutend mit der Überschreitung des Fangbereiches der automatischen Driftkompensation und ein Störsignal wird über den Störausgang 40 ausgegeben. Ist das nicht der Fall, bleibt über den Negator 39 der siebente Bus- Treiber 35 weiterhin aktiviert und der zweite Bus-Treiber 32 wird zur Datendurchschaltung mittels des ersten Freigabeeinganges vorbereitet.

Der dritte am Ringzähler 20 eintreffende Takt aktiviert nun den dritten Taktausgang T&sub3; (Phase 3) und gibt damit den zweiten Bus-Treiber 32 mittels seines zweiten Freigabeeinganges vollständig frei. Der aktuelle arithmetische Mittelwert wird dadurch in den Speicher 33 eingeschrieben und steht für einen Vergleich für den nächsten Zyklus der Druckmaschine unter der Voraussetzung zur Verfügung, daß der Diskriminator 30 im nächsten Zyklus keine Toleranzüberschreitung registriert. Sollte das der Fall sein, wird über den Negator 39 der siebente Bus-Treiber 35 gesperrt. Der nachgeschaltete sechste Bus-Treiber 36 würde in diesem Falle den kodierten Wert Null an den Vergleicher 27 legen, was dieser sofort als Zweifachbogen interpretierten und signalisieren würde.

Der vierte am Ringzähler 20 eintreffende Taktimpuls aktiviert dessen vierten Taktausgang T&sub4;, der über die Reset-Eingänge die Zähler 23 und 25 zurückgesetzt und damit für neue Zählvorgänge vorbereitet.

Der fünfte am Ringzähler 20 eintreffende Taktimpuls aktiviert dessen fünften Taktausgang T&sub5;, was zum Rücksetzen des Flip- Flop 19 führt. Dieses Rücksetzen bewirkt mittels des Und- Gatters 21 das Sperren weiterer Taktimpulse bis zum erneuten Setzen des Flip-Flop 19, was nur mit dem erneuten Auftreten des zweiten Taktsignales im nächsten Zyklus der Druckmaschine möglich ist.

Gleichzeitig liegt am Eingang des Ringzählers 20 eine rückgekoppelte logische Eins an, die dann in den Ringzähler 20 eingeschlossen werden kann.

Der hier geschilderte Funktionsablauf wird während des Druckbetriebes zyklisch durchlaufen und gewährleistet, infolge der ständigen Aktualisierung des Vergleichswertes eine automatische Driftkompensation der Meßeinrichtung.

Bezugszeichenaufstellung

1 Aktivierungssteuerung

2 Takteinrichtung

3 erstes Oder-Gatter

4 zweites Oder-Gatter

5; 5&min; erstes Und-Gatter

6; 6&min; zweites Und-Gatter

7 Betriebsartenwahlschalter

8 Kalibriertaster für Einzelbogen

9 Kalibriertaster für Zweifachbogen

10 Aktivierungseingang

11 Einzelbogentimer

12 Zeifachbogentimer

13 Timerblock

14 Meßelektrode

15 Anlegetisch

16 Taktblock

17 Rechteckgenerator

18 Teiler

19 Flip-Flop

20 Ringzähler

21 Und-Gatter

22 erstes Zähl-Und-Gatter

23 Einzelbogenzähler

24 zweites Zähl-Und-Gatter

25 Zweifachbogenzähler

26 fünfter Bus-Treiber

27 Vergleicher

28 Mittelwertbildner

29 vierter Bus-Treiber

30 Diskriminator

31 erster Bus-Treiber

32 zweiter Bus-Treiber

33 Speicher

34 dritter Bus-Treiber

35 siebenter Bus-Treiber

36 sechster Bus-Treiber

37 Vergleicher

38 Zweifachbogenausgang

39 Negator

40 Störausgang

41 negierter Störausgang

42 Vergleicherblock

43 Einzelbogenzählerblock

44 Zweifachbogenzählerblock

45 Speicherblock

46 Diskriminatorblock


Anspruch[de]
  1. 1. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung für Druckmaschinen mit geschuppter Bogenanlage, einer Meßelektrode, einer als Anlegetisch ausgebildeten Gegenelektrode und einer Auswerteschaltung, dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteschaltung eine Aktivierungssteuerung (1), einen Zählausgang (T0) und mehrere Taktsignalausgänge (T&sub1;; T&sub2;; T&sub3;; T&sub4;) aufweisenden Taktblock (16), einen der Meßelektrode (14) und der Aktivierungssteuerung (1) nachgeordneten, einen Einzelbogentimer (11) und einen Zweifachbogentimer (12) enthaltenden Timerblock (13), einen über einen mit dem Taktblock (16) verbundenen Einzelbogenzählerblock (43) dem Einzelbogentimer (11) und dem Taktblock nachgeordneten, einen Zweifachbogenausgang (38) aufweisenden Vergleicherblock (42), einen dem Zweifachbogentimer (12) und dem Taktblock nachgeordneten Zweifachbogenzählerblock (44), einen dem Einzelbogen- und Zweifachbogenzählerblock (43; 44) nachgeordneten Mittelwertbildner (28), einen eingangsseitig mit dem Mittelwertbildner (28), der Aktivierungssteuerung (1) und dem Taktblock (16) sowie ausgangsseitig mit dem Vergleicherblock (42) verbundenen Speicherblock (45) und einem dem Mittelwertbildner (28), dem Speicherblock (45) und dem Taktblock (16) nachgeordneten, einen Störausgang (40) und einen mit dem Eingang des Vergleicherblockes (42) und des Speicherblockes (45) verbundenen negierten Störausgang (43) für ein Störsignal bei Überschreitung der Fangtoleranzen aufweisenden Diskriminatorblock (46) enthält.
  2. 2. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aktivierungssteuerung (1) je ein mit je einem Timer (11; 12) verbundenes Oder-Gatter (3; 4) mit je zwei vorgeordneten Und-Gattern (5; 5&min;; 6; 6&min;) und eine Takteinrichtung (2) enthält, wobei die ersten Und- Gatter (5; 5&min;) mit einem Aktivierungseingang (10), über den negierten Eingang mit einem Betriebsartenwahlschalter (7) und mit der Takteinrichtung (2), das dem ersten Oder-Gatter (3) vorgeordnete weitere Und-Gatter (6) mit dem Betriebsartenwahlschalter und einem Kalibriertaster für Einzelbogen (8) und das dem zweiten Oder-Gatter (4) vorgeordnete weitere Und-Gatter (6&min;) mit dem Betriebsartenwahlschalter und dem Kalibriertaster für Zweifachbogen (9) verbunden ist.
  3. 3. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Taktblock (16) einen Rechteckgenerator (17), dem der Zählausgang (T0) des Taktblockes und über einen Teiler (18) und ein Und-Gatter (21) der Takteingang eines Ringzählers (20), dessen Ausgänge die Taktsignalausgänge (T&sub1;; T&sub2;; T&sub3;; T&sub4;) des Taktblockes bilden, nachgeordnet ist und ein Flip-Flop (19), dessen Eingang mit der Takteinrichtung (2) der Aktivierungssteuerung (1), dessen Rückstelleingang mit dem letzten Bit und dem Informationseingang des Ringzählers (20) und dessen Ausgang mit dem Und-Gatter (21) verbunden ist, enthält.
  4. 4. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Zählerblock (43; 44) einen Zähler (23; 25) enthält und jedem Zähler (23; 25), dessen Rückstelleingang mit dem vierten Taktausgang (T&sub4;) des Taktblockes (16) verbunden ist, je ein Zähl-Und-Gatter (22; 24), dessen jeweils erster Eingang mit einem der Timer (11; 12) und dessen zweiter Eingang mit dem Zählausgang (T0) des Taktblockes (16) verbunden ist, vorgeordnet ist.
  5. 5. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherblock (45) einen Speicher (33) enthält und dem Eingang des Speichers (33) ein mit dem Mittelwertbildner (28) und der Aktivierungssteuerung (1) verbundener erster Bustreiber (31) und ein mit dem Mittelwertbildner (28), dem dritten Taktausgang (T&sub3;) des Taktblockes (16) und dem negierten Störausgang (41) des Diskriminatorblockes (46) verbundener zweiter Bustreiber (32) vorgeordnet ist.
  6. 6. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Diskriminatorblock (46) einen Diskriminator (30) enthält und dem Diskriminator (30) ein mit dem Ausgang des Speichers (33) und dem zweiten Taktausgang (T&sub2;) des Taktblockes (16) verbundener dritter Bus- Treiber (34) und ein mit dem Ausgang des Mittelwertbildners (28) und dem zweiten Taktausgang (T&sub2;) des Taktblockes (16) verbundener vierter Bus-Treiber (29) vorgeordnet ist.
  7. 7. Kapazitive Doppelbogenkontrolleinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Vergleicherblock (42) einen Vergleicher (27) enthält und dem Vergleicher (27) ein mit dem Ausgang des Einzelbogenzählers (23) und dem ersten Taktausgang des Taktblockes (16) verbundener fünfter Bus-Treiber (26) und ein mit dem ersten Taktausgang (T&sub1;) des Taktblockes (16) verbundener und über einen siebenten Bus-Treiber (35), dessen zweiter Eingang mit dem negierten Störausgang (41) verbunden ist, mit dem Speicher (45) verbundener sechster Bus-Treiber (36) vorgeordnet ist.






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