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Dokumentenidentifikation DE3010788C2 23.08.1990
Titel Kopienablagekorb
Anmelder Xerox Corp., Rochester, N.Y., US
Erfinder Kamath, Venkatesh Hundi, Fairport, N.Y., US;
Vorndran, Charles P., Rochester, N.Y., US
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 20.03.1980
DE-Aktenzeichen 3010788
Offenlegungstag 13.11.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse B65H 31/24

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kopienablagekorb nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Auf dem Kopiergebiet hatte es sich häufig als vorteilhaft herausgestellt, Kopien von Originalen mit verschiedener Größe erzeugen zu können. Zusätzlich zum Wiedergeben von Originalen im Briefformat von 8,5 × 11 inch und Originalen mit der amtlichen Größe von 8,5 × 14 inch ist es häufig wünschenswert, Originale im Überformat und insbesondere Originale bis zu einem Format von 14 × 18 inch wiederzugeben. Obwohl es erwünscht war, Originale mit Überformat naturgetreu wiederzugeben, ist es auch häufig wünschenswert, Originale mit Überformat auf Kopien im Briefformat verkleinern zu können.

Da die Wiedergabe von vielen verschiedenen Originalen erwünscht ist, sind auch viele Ausgabemöglichkeiten erwünscht. Es ist bisher üblich gewesen, in einem Ausgabekorb die mehrformatigen Kopien von Originalen mit üblichem oder amtlichem Format zu sammeln. Es war auch wünschenswert, mehrere Seiten einer mehrseitigen Vorlage so zu sammeln, daß gesammelte Sätze der kopierten Originale erhalten wurden.

Sowohl bei der Herstellung von naturgetreuen Kopien von normalen Originalen oder Originalen im Überformat oder bei der Herstellung von verkleinerten Kopien von normalen Originalen oder Originalen mit Überformat wurden die erzeugten Kopien in einem Ausgabekorb gesammelt.

Im allgemeinen sind diese Kopienausgabekörbe relativ zur Kopienausgabestation horizontal ausgerichtet, so daß das Kopieblatt direkt in den Korb fallen kann. Wenn der Korb andererseits vertikal ausgerichtet ist, hat er gewöhnlich nur die Fähigkeit, Kopieblätter mit einem einzigen Format, d. h. mit einem großen oder kleinen Format abzulegen oder zu stapeln. Die Verwendung von horizontalen Ablagekörben ist zwar im allgemeinen zufriedenstellend, erhöht jedoch zusätzlich den gesamten für den Betrieb der Wiedergabevorrichtung erforderlichen Arbeitsplatz. Um diesen Arbeitsplatzbedarf herabzusetzen, sind bereits vertikal schräg liegende Ablagekörbe vorgeschlagen worden. Obwohl diese Körbe in gewisser Hinsicht zufriedenstellend sind, treten häufig zwei Schwierigkeiten auf. Beim Ablegen der Kopieblätter von im Grunde genommen irgendeinem Format treten Schwierigkeiten durch die folgenden Kopien auf, die auf die Hinterkante der vorhergehenden Kopie laufen und dadurch fehlgeleitet werden, so daß sie aus dem vertikalen Korb fallen können. Es sind bereits Haltevorrichtungen für die Hinterkante der Kopien vorgeschlagen worden, um die Hinterkante eines Kopieblattes zu ergreifen oder zu halten, so daß das folgende Blatt darübergehen kann. Wenn darüber hinaus Kopien mit Überformat oder große Kopien einem vertikalen Ablagekorb zugeführt werden, können die Kopien bei der Ablage gefaltet werden oder aus dem Korb herauslaufen.

Vertikal ausgerichtete Kopienauffangkörbe sind bekannt. In der US-PS 31 54 356 wird ein Auffangkorb zur Aufnahme sowohl der Vorlagen als auch der Kopien beschrieben. Diese US-PS bildet den gattungsbildenden Stand der Technik. In der US-PS 36 17 053 wird ein ähnlicher Auffangkorb für die Kopien und die Vorlagen beschrieben. Auch auf dem Gebiet der automatischen Filmentwicklung und -sortierung sind vertikale Filmauffangkörbe zum Sammeln, Ordnen und Stapeln der Filme bekannt, siehe US-PS 36 12 515. Aus der US-PS 40 56 264 ist weiterhin eine Stapelvorrichtung bekannt, die einen vertikal schräg verlaufenden Stapel- oder Ablagekorb und eine drehbetriebene Abziehfläche aufweist, um das Kopieblatt gegen den Ablagekorb vorzutreiben.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Kopienablagekorb für ein Kopiergerät zu schaffen, der nur sehr wenig Platz einnimmt und der Kopieblätter mit verschiedenen Formaten ablegen kann.

Diese Aufgabe wird bei einem Kopienablagekorb nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 durch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen beschrieben.

Im folgenden werden anhand der zugehörigen Zeichnung bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert:

Fig. 1 zeigt schematisch eine automatisch arbeitende xerografische Wiedergabevorrichtung mit einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kopienauffangkorbes.

Fig. 2 zeigt in einer vergrößerten schematischen Ansicht das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kopienablagekorbes, wobei die Ablage von Kopien in zwei Formaten dargestellt ist.

Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Kopienausgabestation mit offener Sortiertür, wobei die Ablage von Kopien in einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen äußeren Ablagekorbes dargestellt ist.

Fig. 4 zeigt in einer perspektivischen Ansicht des äußeren Ablagekorbes das Kopienstapelhalte-, -brems- und -ablenkelement.

Fig. 5 zeigt in einer Draufsicht gemäß Fig. 4 das Stapelhalte- und -ablenkelement.

Fig. 6 zeigt in einer Seitenansicht eines Ausführungsbeispiels des äußeren Ablagekorbes die konstruktiven Verhältnisse mehr im einzelnen.

Fig. 7A und 7B zeigen in vergrößerten Teilseitenansichten des unteren Teils des äußeren Ablagekorbes die verschiedenen Ausrichtungen der Kopieblätter im Korb zum Zwecke der Erläuterung und zum Zwecke des Vergleiches.

Im folgenden wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Ausgabestation mit einem Kopienablagekorb für eine Wiedergabevorrichtung beschrieben.

In Fig. 1 ist als Beispiel ein automatisch arbeitendes xerografisches Wiedergabegerät 10 dargestellt, das mit einem Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Kopienablagekorbes 101 versehen ist.

Wie es in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist, ist die äußere Gruppe der vertikalen Transportklemmrollen 86 und der Antriebsriemen 79 in einer türartigen Rahmenanordnung 90 angeordnet, die von der Hauptsortierrahmenanordnung 100 weggeschwenkt werden kann, die die inneren Klemmrollen 85 und die Ablenkgatter 91 trägt. Die Tür 90 ist so angeordnet, daß sie an der Unterseite um die nicht dargestellte Eingangsantriebswelle schwenkt, so daß es nicht notwendig ist, die Riemenantriebe voneinander zu trennen, wenn die Tür aufgeschwenkt wird. Zusammenklappbare Verbindungsglieder 97 sind schwenkbar zwischen der Tür und dem Hauptsortiererrahmen gehalten, um zu vermeiden, daß die Tür ganz auffällt, und um das Ausmaß zu begrenzen, in dem die Tür geöffnet werden kann. Ein nicht dargestellter Verriegelungsmechanismus dient dazu, die Tür 90 während des normalen Betriebes geschlossen zu halten.

Die Ausgabestation kann mehrere Kopien einer einzigen Vorlage im Ausgabekorb 25 ablegen oder unter Verwendung des Sortierers mehrere Kopien einer mehrseitigen Vorlage sortieren, um geordnete Kopiensätze zu bilden. Die Größe der Fächer ist derart, daß Kopien mit Überformat weder durch den Ausgabekorb 25 noch durch die Sortiereranordnung gehandhabt werden können.

Ein Kopienablagekorb 101 ist außerhalb des Sortierers vorgesehen, um spezielle Kopien zu sammeln. Im typischen Fall ist dieser Korb ein vertikaler Ablagekorb, der etwas zur Horizontalrichtung geneigt ist und eine vertikal nach unten schräg verlaufende Ablagerichtung relativ zur allgemeinen horizontalen Orientierung des Kopieblatttransportweges liefert. Die Kopien werden zu diesem Kopienablagekorb 101 dadurch geführt, daß das Ablenkgatter 76 in die obere Stellung bewegt wird, die durch gestrichelte Linien in Fig. 2 dargestellt ist. Dieser Kopienablagekorb 101 erlaubt es, daß die Wiedergabevorrichtung in einer weiteren und anderen Arbeitsweise arbeitet, bei der Vorlagen im Überformat naturgetreu wiedergegeben und die Kopieblätter in ihm gesammelt werden können.

Wenn sich das Ablenkgatter 76 in der oberen Stellung befindet, werden die Kopieblätter zum Kopienablagekorb 101 und nicht in die Sortiererfächer geführt. Der Ablagekorb 101 erlaubt es, Vorlagen mit verschiedenem Format im selben Korb übereinander abzulegen. Er erlaubt es auch, die Kopien übereinander abzulegen, ohne daß die folgenden Kopieblätter auf die Hinterkanten der vorher abgelegten Blätter auflaufen. Es ist insbesondere möglich, große Kopien abzulegen, ohne den Stapel zu knicken oder zu falten.

Das wird mittels des vertikal angeordneten Ablagekorbes 101 mit zur Vertikalen schräg verlaufendem Korbboden erreicht, der dem Austrittsschlitz 102 der Wiedergabevorrichtung gegenüber angeordnet ist. Wie es insbesondere in Fig. 6 dargestellt ist, verlaufen Korbbodenabschnitte 122 und 124 des Kopienablagekorbes 101 vertikal schräg unter etwa demselben Winkel und etwa in derselben Ebene, so daß eine Kopie im Überformat flach an dem ersten Korbbodenabschnitt 122 und dem dritten Korbbodenabschnitt 124 anliegen kann. Ein zweiter Korbbodenabschnitt 123 zwischen dem ersten und dem dritten Korbbodenabschnitt ist weiter zur Horizontalrichtung geneigt als der erste (122) und der dritte (124) Korbbodenabschnitt. Darüber hinaus sind der erste und der zweite Korbbodenabschhnitt 122 und 123 jeweils so groß wie oder etwas größer als die Hälfte der Größe eines größten Exemplares eines ersten Formats eines Kopieblattes. Diese Beziehung ermöglicht es, daß das Kopieblatt über annähernd seine untere Hälfte am Korbbodenabschnitt 122 abgelegt wird, während der obere Teil etwas gebogen ist und am zweiten Korbbodenabschnitt 123 anliegt. Dadurch ist es möglich, erfolgreich die aufeinanderfolgenden abzulegenden Blätter im Korb 101 abzulegen, ohne daß sie auf die Hinterkante eines vorher zugeführten Blattes auflaufen. In der Praxis ist die kombinierte Größe der Korbbodenabschnitte 122 und 123 etwa größer als die Größe von Kopien vom Briefformat oder im amtlichen Format, um sie bequem im Korb 101 aufnehmen zu können. Am unteren Teil des Korbbodenabschnittes 122 ist ein Blattanschlagelement mit einem Anschlagteil 121 vorgesehen, der allgemein eine Steuerung für die Richtung der Vorderkante der zugeführten Blätter liefert. Dieses Anschlagelement weist auch eine Haltenase 120 auf, um den Vorderkantenteil der abgelegten Blätter im Anschlagelement zu halten.

Bei größeren Kopieblättern bis zu einem zweiten Format, das größer als das erste Format ist, werden die Blätter in den Ablagekorb 101 geführt, wobei sie durch ihr Eigengewicht nach unten fallen, wobei der untere Teil des Blattes zur Anlage am Korbbodenabschnitt 122 kommt, während der obere Teil am Korbbodenabschnitt 124 anliegt. Große Kopieablageelemente 126 stellen sicher, daß bei der Ablage von Kopien im Überformat die Vorderkante der nacheinander zugeführten Blätter nicht auf die Hinterkante der vorher zugeführten Blätter aufläuft. Der Anschlagteil 121 ist so bemessen, daß die kleinsten Blätter bis zu einem ersten größten Format dann, wenn sie im Korb 101 liegen, dazu neigen, sich zum Abschnitt 123 zu biegen, wobei die Abmessung gleichzeitig so gewählt ist, daß bei Blättern mit Überformat diese Blätter nicht knicken.

Der Ablagekorb 101 ist etwa vertikal ausgerichtet und etwas zur Horizontalrichtung in irgendeiner geeigneten Position geneigt. Je größer die vertikale Ausrichtung ist, um so kleiner wird der Platz sein, der durch den äußeren Ablagekorb eingenommen wird. Anhand von Fig. 3 ist jedoch ersichtlich, daß bei einem relativ steil ausgerichteten vertikalen Korb 101 kein zusätzlicher Platz erforderlich ist, da der Korb 101 an der Rückseite der Sortierertür angebracht werden kann, die für Wartungszwecke und zum Entfernen von eingeklemmten Blättern geöffnet werden kann. Da die Sortierertür an der Unterseite schwenkt und sich an der oberen Seite öffnet und der Hauptteil des Volumens des vertikal geneigten Ablagekorbes 101 sich an der Unterseite befindet, ist kein zusätzlicher Platz erforderlich. Die Korbbodenabschnitte 122 und 124 sind zur Vertikalrichtung um einen Winkel R geneigt, der im typischen Fall größer als 20° ist. Ein Winkel R von weniger als 20° ist sehr steil, was die Gefahr erhöht, daß die abgelegten Blätter knicken und aus dem Korb fallen. Bei einem Winkel R, der größer als 20° ist, werden die Korbbodenabschnitte stärker horizontal ausgerichtet, was dazu führt, daß die Kopienablage im allgemeinen einfacher ist. Die Korbbodenabschnitte 122 und 124 verlaufen somit schräg zur Vertikalrichtung mit einen Winkel R, der größer als etwa 20° ist. Bei dieser Ausrichtung ist der zweite Korbbodenabschnitt zwischen den Korbbodenabschnitten 122 und 124 um einen Winkel β weiter zur Horizontalrichtung geneigt, damit Kopieblätter mit kleinerem Format leicht abgelegt werden können. Im typischen Fall ist diese Neigung aus dem Weg des Blatttransportes klein, jedoch ausreichend groß, damit kleine Kopien sicher in ausreichendem Maße mit ihren oberen Teilen umbiegen, die somit aus dem Weg der folgenden zugeführten Blätter fallen. Vorzugsweise ist die Neigung ausreichend groß, damit mehrere Kopien mit kleinerem Format abgelegt werden können. Wenngleich der zweite Korbbodenabschnitt 123 unter irgendeinem geeigneten Winkel verlaufen kann, hat sich ein Winkel β von wenigstens 15° als besonders zweckmäßig bezüglich einer geeigneten Biegung der Kopierblätter und bezüglich einer geeigneten Ablagekapazität und eines gering gehaltenen Aufpralls der Vorderkante der Blätter herausgestellt.

Im unteren Teil des Korbes 101 befindet sich das Anschlagelement mit dem Anschlagteil 121, der schräg zur Horizontalrichtung verläuft und zur Ebene des Korbbodenabschnittes 122 durch irgendeine geeignete Änderung des Richtungswinkels geneigt ist. Im typischen Fall liegt dieser Richtungsänderungswinkel α zwischen etwa 40° und etwa 50°, um eine zuverlässige Ablage der Blätter zu liefern. Wenn der Winkel kleiner als 40° ist, ändert das Papier seine Richtung und nimmt die Gefahr zu, daß die Kopien knicken und daß die Vorderkante einknickt, wie es in unterbrochenen Linien in Fig. 7A dargestellt ist. Wenn der Winkel α größer als 50° ist, kann die Gefahr bestehen, daß die Kopieblätter vertikal zurückspringen und sich an der Vorderkante einrollen und einknicken, wie es in Fig. 7B dargestellt ist. Das trifft insbesondere dann, zu, wenn die Haltenase 120 kurz ist. Bei einem Richtungsänderungswinkel zwischen etwa 40° bis etwa 50° sind diese Schwierigkeiten so gering wie möglich und werden die Kopieblätter etwa so ausgerichtet, wie es durch ausgezogene Linien in Fig. 7A dargestellt ist.

Die Haltenase 120 ist so angeordnet, daß die Gefahr so gering wie möglich gehalten ist, daß das Ende eines abgelegten Kopieblattes über die Kante und aus dem Ablagekorb 101 hinausläuft. Wenn der Winkel Φ zu groß ist, wird die Ablagekapazität des Korbes 101 beeinträchtigt und wenn der Winkel Φ zu klein ist, können die abgelegten Kopieblätter über die Haltenase hinauslaufen und aus dem Korb 101 fallen. Im typischen Fall liegt dieser Winkel zwischen etwa 90° und etwa 110°, was zu einem Gleichgewicht zwischen einer zufriedenstellenden Ablagekapazität und einer zufriedenstellenden Haltefähigkeit führt.

Beim Austritt eines Kopieblattes durch den Schlitz 102 wird das Kopieblatt durch zwei Ablenk- und Haltefinger 106auf beiden Seiten des Korbes 101 zum unteren Teil des etwa vertikal schräg verlaufenden Ablagekorbes 101 nach unten gebogen. Diese Finger sind in der Nähe jeder Seite des Ausgabekorbes 101 angeordnet.

Um für die Steifigkeit zu sorgen, indem die Querfestigkeit der einzelnen Kopieblätter bis zu einem ersten Format, beispielsweise zum Briefformat oder zum amtlichen Format, erhöht wird, ist ein kurzer Stoßablenkstreifen 107 in der Mitte des Ablagekorbes 101 unter den herabfallenden Kopieblättern angeordnet, das die Blätter zwingt, sich in Längsrichtung gegen die Haltewirkung der zwei Ablenkhaltefinger 106 zu biegen. Das ist insbesondere in den Fig. 4 und 5 dargestellt, in denen das Blatt 108 in der Mitte durch den Stoßablenkstreifen 107 zwischen den Ablenk- und Haltefingern 106 vorgespannt ist. Die Ablenk- und Haltefinger 106 und der Stoßablenkstreifen 107 sind langgestreckte elastische Elemente. Wie es in Fig. 2 dargestellt ist, sollte der Stoßablenkstreifen vorzugsweise durch Kopien im Überformat plattgedrückt werden können, so daß diese Kopien sauber abgelegt werden können. Zusätzlich dazu, daß es den abzulegenden Kopieblättern eine gewisse Steifigkeit gibt, sorgt das Stoßablenkelement 107 auch für eine Hebewirkung auf die Vorderkante des abzulegenden Blattes, wodurch es möglich ist, diese von der Hinterkante des vorher abgelegten Blattes abzuheben.

Obwohl ein Stoßablenkelement 107 diese Art der Hebewirkung liefert, sollte es nicht so steif sein, daß es die Ablage von Kopien im Überformat nachteilig stört.

Die Ablenk- und Haltefinger 106 weisen Bürstenkissen 109 an dem unteren Ende auf, um die Kopieblätter abzubremsen und im Korb abzulegen. Diese Bürstenkissen 109 enthalten Fasern, die unter einem Winkel bezüglich der Bewegungsrichtung der Kopieblätter angeordnet sind, so daß dann, wenn ein Kopieblatt die Fasern erfaßt, es leicht in die Richtung geht, in die es sich aufgrund der Neigung der Fasern bewegt. Wenn die Vorlage jedoch die Endfläche des Korbes 101 erreicht und zurückspringt oder versucht, seine Richtung umzukehren, nimmt der Reibungswiderstand zwischen den Fasern und der Vorlage aufgrund ihrer Schräglage zu, was dazu führt, daß die Vorlagen anhalten und sich in einem sauberen Stapel ablegen.

Vorzugsweise sollte der Reibungskoeffizient zwischen den Kopieblättern und den Fasern der Kissen 109 annähernd etwa 0,2 oder weniger in der Richtung betragen, in der die Blätter in den Ausgabekorb 101 vorbewegt werden. In der entgegengesetzten Richtung sollten die Reibungskräfte, die durch die Fasern der Kissen 109 ausgeübt werden, einen Reibungskoeffizienten liefern, der größer als etwa 1,0 ist.

Obwohl jedes gewünschte Material für die Fasern der Bürstenkissen 109 verwandt werden, liefert ein von Collin und Aikman unter der Bezeichnung "Climber" IF-3961 erzeugtes Material ausgezeichnete Ergebnisse. Es kann auch ein sog. Fibertran-Material verwandt werden.

Das Material kann in Form eines flachen Kissens angebracht werden, wie es in den Fig. 2 und 3 dargestellt ist oder kann die Form einer Rolle am Ende des Blattablenkelementes haben. Ein Beispiel einer Rolle am Ende eines Blattelementes wird in der US-PS 37 09 492 beschrieben. Das hergestellte Kissen kann leicht auf die Rollenoberfläche aufgebracht werden, was zu demselben Ergebnis führt.

Die Halte- und Ablenkfinger 106 sind vorzugsweise elastisch, so daß ihre Auslegeranbringung dazu dient, die Kissen 109 nach unten auf den Boden des Korbes 101 vorzuspannen. Die Elastizität oder die federartige Natur der Finger 106 sorgt auch für eine Dämpfung und Abbremsung des Dokuments, um die Geschwindigkeit des Dokumentes herabzusetzen, das Zurückspringen zu verhindern, wenn das Dokument auf das Anschlagelement auftrifft, und die Dokumente wirksamer abzulegen. Im typischen Fall werden diese günstigen Ergebnisse dann erhalten, wenn die Normalkraft zwischen den Bürstenkissen 109 und dem Korbboden etwa 4 g beträgt. Wenn die Normalkraft kleiner ist, kann die Gefahr bestehen, daß die Kopieblätter zu leicht zum Boden des Anschlagelementes gehen. Wenn andererseits die Normalkraft zu groß ist, ist es möglich, daß das Papier anhält, bevor es den Boden des Anschlagelementes erreicht.

Wenn in der in Fig. 3 dargestellten Weise der Sortiererrahmen 90 geöffnet ist, werden die Ablenk- und Haltefinger 106 im allgemeinen an ihrer Stelle durch die Anordnung aus einem Haltehaken 110 und einem Halteschlitz 111 gehalten. Wenn die Tür geschlossen ist, reichen die elastischen Ablenk- und Haltefinger 106 aus, um die Blätter abzulenken, ihre Geschwindigkeit herabzusetzen und sie ordentlich im Korb 101 abzulegen. Wenn jedoch der Rahmen 90 geöffnet ist, indem er entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird, könnten die Blätter aus dem Korb 101 fallen. Um das zu vermeiden, weist jeder Haltefinger den Haltehaken 110 am Ende auf, der dann, wenn er entgegen dem Uhrzeigersinn durch das Gewicht des Blattstapels gedrückt wird, leicht in den Halteschlitz 111 der Haltenase 120 des Ablagekorbes eingesetzt wird. Wenn daher die Tür 90 geöffnet wird, fallen der Haltehaken 110 und die Haltefinger 106 in die Halteschlitze 111, so daß sie auf der Rückseite der Haltenase 120 verhakt sind und die Kopien im Korb 101 an ihrer Stelle gehalten werden.

Während des Betriebes können Kopien bis zu einem ersten Format im unteren Teil des Ablagekorbes 101 in den Abschnitten 122 und 123 gesammelt werden. Kopien im Überformat bis zu einem zweiten Format können andererseits unter Verwendung der Abschnitte 122 und 124 gesammelt werden. Es ist auch möglich, zuerst Kopien mit kleinem Format abzulegen und dann Kopien mit Überformat abzulegen. Wenn zuerst Kopien im Überformat abgelegt werden und anschließend Kopien mit kleinerem Format abgelegt werden, können sich Probleme ergeben, da der zweite Korbbodenabschnitt versperrt wird.

Mit dieser zusätzlichen Ausgabemöglichkeit eignet sich das Wiedergabegerät ohne weiteres dazu, in einer Anzahl verschiedener Betriebsweisen zu arbeiten. Es ist in der Lage, Kopien im Briefformat oder im amtlichen Format herzustellen und diese in einem Ausgabekorb 25 zu sammeln oder mehrere Kopien eines mehrseitigen Originals in geordneten Sätzen zu sortieren. Es ist dann auch möglich, naturgetreue Wiedergaben von Kopien im Überformat herzustellen und diese im Kopienablagekorb zu sammeln.


Anspruch[de]
  1. 1. Kopienablagekorb (101) für vertikale Anordnung an einem Kopiergerät und zur Hochkantstapelung der Blätter, mit einem unteren Anschlagteil, dadurch gekennzeichnet, daß der Korbboden (122, 123, 124) einen ersten vom unteren Anschlagteil (120, 121) ansteigenden Korbbodenabschnitt (122) aufweist, dessen Länge wenigstens gleich der Hälfte der Größe eines Kopieblattes eines ersten Formates ist, und daß der Korbboden (122, 123, 124) einen zweiten ansteigenden, an den ersten Korbbodenabschnitt (122) anschließenden Korbbodenabschnitt (123) aufweist, der weiter zur Horizontalrichtung als der erste Korbbodenabschnitt (122) aus dem Laufweg der Kopieblätter geneigt ist, wobei der zweite Korbbodenabschnitt (123) über eine Strecke verläuft, die wenigstens gleich der Hälfte der Größe eines Kopieblattes mit dem ersten Format ist, und daß ein dritter, mit dem ersten Korbbodenabschnitt (122) fluchtender Korbbodenabschnitt (124) sich an den zweiten Korbbodenabschnitt (123) anschließt, wobei der dritte Korbbodenabschnitt (124) eine Ablagestütze für den oberen Teil eines Kopieblattes mit einem Format größer als das erste Format bildet.
  2. 2. Kopienablagekorb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der erste, zweite und dritte Korbbodenabschnitt (122, 123, 124) ebene Oberflächen haben.
  3. 3. Kopienablagekorb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Korbbodenabschnitt (123) eine Ablagestütze für den oberen Teil des Kopieblattes mit dem ersten Format bildet.
  4. 4. Kopienablagekorb nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und der dritte Korbbodenabschnitt (122, 124) zur Vertikalrichtung unter einem Winkel (R) von mehr als etwa 20° geneigt ist.
  5. 5. Kopienablagekorb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anschlagteil (121) von der Ebene des ersten Korbbodenabschnittes (122) um einen Winkel α von etwa 40 bis 50° zur Horizontalen hin geneigt ist und daß eine Haltenase (120) sich an den Anschlagteil (121) anschließt, die zur Vertikalen schräg verläuft, wobei der erste Korbbodenabschnitt (122), der Anschlagteil (121) und die Haltenase (120) eine Kopieblattauffanganordnung bilden.
  6. 6. Kopienablagekorb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Haltenase (120) von der Ebene des Anschlagteiles (121) in einem Winkel (Φ) von etwa 90° bis 110° (rechtsdrehend) zur Vertikalen hin geneigt ist.
  7. 7. Kopienablagekorb nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des dritten Korbbodenabschnitts (124) ein von diesem Abschnitt elastisch abstehender Stoßablenkstreifen (107) angeordnet ist.






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