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Dokumentenidentifikation DE3326248C2 23.08.1990
Titel Austragsvorrichtung für in einem Absetzbehälter durch Ausflockung erzeugte Sedimente
Anmelder Ralf F. Piepho Abwassertechnik GmbH, 3015 Wennigsen, DE
Erfinder Piepho, Ralf F., 3015 Wennigsen, DE
Vertreter Rücker, W., Dipl.-Chem., Pat.-Anw., 3000 Hannover
DE-Anmeldedatum 21.07.1983
DE-Aktenzeichen 3326248
Offenlegungstag 07.02.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse B01D 21/18
IPC-Nebenklasse C02F 1/00   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Austragsvorrichtung für in einem Absetzbehälter durch Ausflockung erzeugte Sedimente, zur Aufbereitung von verbrauchten Emulsionen, Lösungen oder Industrieabwässern mit Reaktions- und Absetzbehältern und Einrichtungen zum Austragen des Sedimentes.

Es ist aus der deutschen Auslegeschrift 14 59 515 ein Behälter bekannt, in dem Emulsionen, Lösungen und Industrieabwässer aufbereitet werden können, der jedoch aufgrund seiner Ausgestaltung und seiner Konstruktion kostenaufwendig ist und in der Gesamtleistung klein bleibt.

Es ist auch bekannt, bei solchen Anlagen wenigstens zwei unabhängig voneinander betreibbare Reaktionskammern vorzusehen, die wechselweise arbeiten oder gleichzeitig und in denen die aufzubereitende Flüssigkeit mit dem chemischen Mittel zur Spaltung der Emulsion beispielsweise und zur Bindung der koagulierten Teilchen mit der Flüssigkeit in Berührung gebracht wird, wobei ein Bandfilter unter den Reaktionskammern hindurchführend vorgesehen ist, das über das hintere Ende der Vorrichtung hinausragt. Der hinausragende Teil ist dabei schwenkbar ausgebildet und mit Preßwalzen versehen, die eine weitgehende Entwässerung des auf dem Bandfilter liegenden Niederschlages oder Sedimentes gestatten (AT-PS 345 196).

Diese Vorrichtungen oder Anlagen, so wirkungsvoll sie in ihrer Art auch sind, haben jedoch auch Nachteile. Ein besonderer Nachteil ist beispielsweise der, daß ein Bandfilter angeordnet werden muß, was die Vorrichtung teuerer und auch komplizierter macht, denn der Austritt der Flüssigkeit mit dem darin suspendierten Sediment muß auf die Bewegung, auf das Bandfilter abgestimmt werden. Andererseits ist die zusätzliche Energie erforderlich, zusätzliche Antriebseinrichtungen und ein Trägerband für das Bandfilter. Durch die Bereitstellung eines Filterstoffes, der von einer Rolle endlos abgezogen wird, ergeben sich zusätzliche Kosten.

Ein weiterer Nachteil ist der, daß die Flüssigkeit, d.h. das Wasser in dem der Niederschlag enthalten ist, zusammen mit dem Niederschlag auf das Bandfilter abgegeben wird, so daß eine große Flüssigkeitsmenge bewältigt werden muß und sich die Filtrationsgeschwindigkeit durch den Niederschlag ändert, wodurch der Durchgang des großen Wasservolumens durch das Bandfilter oft unvorteilhaft verlängert wird, weil bereits die ersten Niederschläge oder Flocken die Poren des Bandfilters zuzusetzen beginnen.

Aus der DE-OS 22 61 556 ist eine Austragsvorrichtung bekannt, die den Transport der Niederschläge mit einer Fördereinrichtung vornimmt, die als endlose Schöpfkette zu bezeichnen ist. Im vorbestimmten Abstand über die gesamte Länge sind mit Maschendraht versehene Becher angeordnet. Die Kette wird durch ein im oberen Bereich des Klärbehälters angeordnetes Antriebsrad fortbewegt und über in Bodennähe des Klärbehälters befindliche Umlenkräder entlanggeführt.

Nachteilig wirkte sich hier der zu geringe Bodenkontakt mit dem Absetzbehälter aus. Die Becher schöpften nur diskontinuierlich in zu schmaler Breite und mit zu wenig Anpreßdruck über den Absetzbehälterboden, so daß die Effizienz des Austragevorganges nur mangelhaft war. Darüber hinaus mußte bei Wartungs- und Reparaturarbeiten an dieser so ausgeführten Vorrichtung die gesamte Anlage stillgelegt werden.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, eine Austragsvorrichtung vorzuschlagen, die rationeller und weniger störanfällig arbeitet.

Gelöst wird diese Aufgabe bei einer Einrichtung der gattungsgemäßen Vorrichtung dadurch, daß die Austragsvorrichtung als Kratzband über die gesamte Breite des Absetzbehälters ausgebildet ist und daß das Kratzband aus in seiner Ebene in Richtung der Breite mehrfach U-förmig gebogenen Blechstreifen, die mit ihrer Höhe von 15 bis 20 mm die Höhe des Kratzbandes festlegen, und aus die Blechstreifen in Förderrichtung schwenkbar und ineinandergreifend miteinander verbindenden Stäben besteht.

Das Kratzband ist vorzugsweise ein aus mehrfach U-förmig umgebogenen schmalen Blechstreifen gebildetes Band, wobei die Blechstreifen jeweils untereinander über stabförmige Gelenke schwenkbar miteinander verbunden sind. Da dieses Kratzband mit seiner Fläche, also mit den schmalen Kanten der Blechstreifen, auf dem Boden und der schrägen Wandfläche des Absetzbehälters aufliegt, bilden sich kleine mehr oder weniger rechteckige Vertiefungen, in die die Ausflockung hineinsedimentiert. Das das Kratzband kontinuierlich und relativ langsam umläuft, entsteht quasi ein "beweglicher Boden", durch den das Sediment zum Auslaß befördert wird.

Das Kratzband gleitet auf den Wandflächen des Absetzbehälters langsam entlang und nimmt dabei das Sediment mit. Am oberen Ende der schrägen Wandfläche oberhalb der Wasseroberfläche, über die das Kratzband hinausläuft, gibt es dann das Sediment auf eine andere stark geneigte Rutsche ab, über die das Sediment schließlich in ein Auffanggefäß fällt.

Das Auffanggefäß ist vorzugsweise ein Behälter aus Kunststoff auf einem Rollengestell, so daß es leicht verfahrbar ist und mit einem Material gefüllt, das eine große Oberfläche aufweist, beispielsweise mit Holzwolle oder Stroh.

Das Sediment aus dem Absetzbehälter der Vorrichtung fällt also noch mit einem bestimmten aber geringen Wassergehalt in den Behälter und bleibt an den Halmen oder Spänen haften, während das Wasser aufgenommen wird oder sich unten im Behälter sammelt und aus diesem auch, falls erforderlich, abgeleitet werden kann.

Das Kratzband ist ein endloses Band und wird über drei Rollen eines Tragrahmens geführt, von denen eine Rolle angetrieben ist, so daß das gesamte Kratzband in Bewegung gesetzt werden kann. Der Rahmen selbst ist unabhängig von der eigentlichen Vorrichtung in den Absetzbehälter einsetzbar und herausnehmbar, so daß auch Reparaturen, Wartungen und sonstiges leicht daran durchführbar sind.

Die Reaktionsbehälter, die neben dem Absetzbehälter angeordnet sind und mit diesem über eine Öffnung im oberen Bereich des Flüssigkeitsstandes verbunden sind, enthalten zwei durch Elektromotoren angetriebene Mischturbinen mit diese umgebenden Düsen. Die beiden Reaktionsbehälter sind durch eine Trennwand voneinander getrennt mit Ausnahme eines schmalen Spaltes, der vom unteren Rand der Trennwand und der Bodenplatte gebildet wird.

Die zu reinigende oder zu behandelnde Flüssigkeit fließt in die eine Reaktionskammer ein, strömt dann unter der Trennwand hindurch in die zweite Reaktionskammer und durch die in dieser gebildeten Öffnung in den daneben befindlichen Absetzbehälter. Oberhalb der ersten Reaktionskammer ist eine Dosiereinrichtung angeordnet, über die das chemische Reaktionsmittel zur Abscheidung der Schadstoffe enthalten ist und die das Mittel in entsprechender Konzentration in die Reaktionskammer dosiert.

In Verfolgung des Erfindungsgedankens ist es möglich, die Trennwand zwischen den beiden Behältern so auszubilden, daß sie in ihrem unteren Bereich einen Schlitz aufweist, in den die Düse der Mischturbine so weit einfahrbar ist, bis die Welle nahezu auf der einen Seite der Trennwand aufliegt. Dadurch wird ein Teil der Düse des Propellers der Mischturbine in die benachbarte Reaktionskammer eingeschoben und saugt aus dieser Flüssigkeit an, um sie erneut in die erste Reaktionskammer zurückzubefördern. Dies geschieht dadurch, daß der Antrieb mitsamt der Mischturbine am oberen Rand der Reaktionskammer in Längsrichtung derselben verschiebbar oder verfahrbar angeordnet ist.

Durch Verschieben der Mischturbine können unterschiedliche Mischcharakteristiken und damit Turbulenzen in dem Reaktionsbehälter erzeugt werden, was für die Behandlung bestimmter Flüssigkeiten oder Emulsionen von Vorteil ist. Außerdem wird dadurch oft eine Mischturbine samt Antrieb eingespart.

Der Absetzbehälter ist schließlich an seinem der Verbindungsöffnung mit den Reaktionsbehältern gegenüberliegenden Behältern mit einer Ablaufvorrichtung für die im wesentlichen sedimentfreie klare Flüssigkeit, die in den allermeisten Fällen natürlich Wasser ist, versehen. Diese Ablaufvorrichtung besteht aus einer trogartigen zwischen den Wänden des Behälters angeordneten Rinne, über deren Boden das Auslaßrohr liegt und zur Außenseite des Behälters führt. Die Rinne, die nur oben offen ist, ist so angeordnet, daß ihre Ränder etwa in der Höhe des Flüssigkeitsspiegels in der Absetzkammer liegen. Die Flüssigkeit, d.h. das Wasser, strömt also über die Ränder hinweg in den Trog und dann durch die Ablaufvorrichtung aus dem Behälter hinaus. Diese Anordnung ist deshalb so getroffen, daß möglichst reines sedimentfreies Wasser die Vorrichtung verläßt.

Um nun auch noch restliche Flocken aus dem austretenden Wasser auszusondern, steht unter der Auslaufeinrichtung ein fahrbarer Behälter mit einem Filterstoff, ähnlich dem vorstehend beschriebenen, durch den das austretende Wasser hindurchfließt, kleine Restflocken von dem Filterstoff aber festgehalten werden. Dieser Filterstoff kann ebenfalls Holzwolle, oder Stroh sein, das eine große Oberfläche bildet. Der das Filtermaterial enthaltende Behälter ist wieder auf einem geschlossenen, das Wasser sammelnden Behälter angeordnet, der mit einem Auslaßstutzen versehen ist, über den schließlich das gereinigte Wasser die Vorrichtung verläßt. Auch diese Filtereinrichtung kann fahrbar ausgebildet sein. Das Zusammenspiel von Erfindung und Wasseraufbereitungsanlage wird nun anhand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel zeigt, näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht, teilweise im Schnitt, die erfindungsgemäße Austragsvorrichtung von der Reaktionsbehälterseite aus gesehen,

Fig. 2 eine ähnliche Ansicht wie die der Fig. 1, jedoch von der Absetzbehälterseite aus gesehen,

Fig. 3 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach Fig. 1 und 2,

Fig. 4 eine Ansicht der Seite, an der das Sediment die Vorrichtung verläßt,

Fig. 5 eine Endansicht, an der das gereinigte Wasser die Vorrichtung verläßt,

Fig. 6 eine Draufsicht auf einen Teil und

Fig. 7 eine Ansicht ähnlich der der Fig. 1, jedoch nur mit einer Mischturbine und einer mit Schlitz versehenen Trennwand.

Die in Fig. 1 in der Seitenansicht und teilweise im Schnitt dargestellte Aufbereitungsanlage umfaßt drei Behälter, und zwar erstens den Absetzbehälter 1 und die beiden Reaktionsbehälter 2 und 3, die untereinander über den Schlitz 4 unter einer Trennwand 6 in Verbindung stehen. Diese Behälter haben längliche Gestalt und eine schräg verlaufende Seitenwand bei 5 mit einem Boden. Die Behälter sind aus Blech geschweißt und mit korrosionsschützenden Beschichtungen versehen. In den beiden Reaktionsbehältern 2 und 3 sind Mischturbinen 7 und 8 angeordnet, die über Wellen 9 und 10 Propeller antreiben, die in Düsen 11 und 12 arbeiten.

In dem Absetzbehälter 1 ist eine Vorrichtung angeordnet, die aus einem Traggestell 13 mit drei Rollen, 14, 15 und 16 besteht, wobei die Rolle 16 durch einen Getriebemotor 17 in Umdrehungen versetzt wird. Die Rollen haben walzenartige Gestalt und sind mit ihren beiden gegenüberliegenden Enden in dem Traggestell 13 gehalten, dessen Teile über Abstandshalter in bestimmtem parallelen Abstand fest miteinander verbunden sind. Die Kreise 18 deuten diese Abstandshalter an. Über die Rollen 14, 15 und 16 verläuft ein Kratzband 19, von welchem ein Teil in Fig. 6 in der Draufsicht gezeigt ist.

Oberhalb des Absetzbehälters ist ein Vorratsbehälter 20 für Reaktionstrennmittel angeordnet, das über eine Dosiereinrichtung innerhalb des Behälters dem Reaktionsbehälter 2 über den Auslaß 21 mehr oder weniger kontinuierlich zugeteilt werden kann.

Das mit dem Bezugszeichen 22 bezeichnete Zuführrohr dient dem Zufluß des zu reinigenden Abwassers oder der Emulsion, die aus dem Auslaß 23 in den Reaktionsbehälter 2 und durch den Schlitz 4 in den Reaktionsbehälter 3 einströmt. Über die viereckige Öffnung 24 strömt das mit dem Reaktionstrennmittel durch die Mischturbinen 7, 8 innig vermischte Abwasser in den Absetzbehälter 1, in welchem die aufgeflockten oder koagulierten Verunreinigungen des Wassers sedimentieren und sich in den Zellen 25 (Fig. 6) absetzen. Im Absetzbehälter 1 liegt das Auslaßrohr für das geklärte Wasser, wie bei 26 dargestellt, das in den Absetzbehälter hineinführt, beispielsweise als geschlitztes oder perforiertes Rohr, selbst aber in einer rechteckigen oder dreieckigen Rinne 27, so daß das Abwasser, wie der Flüssigkeitspegel bei 28 in dem Reaktionsbehälter 3 und 2 zeigt, in der Höhe der oberen Kanten der Rinne 27 verläuft. Auf diese Weise wird in jedem Falle möglichst reinstes geklärtes oder gereinigtes Abwasser aus der Vorrichtung abgeleitet.

Das Besondere an dieser Vorrichtung ist nun die Anordnung der erfindungsgemäßen Austragsvorrichtung innerhalb des Absetzbehälters 1 und die weitere Verarbeitung des Sediments. Durch die Strömung des Abwassers durch die Reaktionsbehälter gelangen die sich bildenden Flocken aufgrund der Zugabe des Reaktionstrennmittels aus dem Reaktionsbehälter 2 durch den Schlitz 4 in den Reaktionsbehälter 3, in dem eine Art Nachreaktion stattfindet, um schließlich durch die Öffnung 24 in den Absetzbehälter einzuströmen, wo sich die Flüssigkeit beruhigt und das darin dispergierte Material sedimentiert.

Es fällt dabei durch das obere Trum des Kratzbandes 29 hindurch und sammelt sich in den Zellen 25 des unteren Trums 30, das sowohl auf der kurzen horizontalen Bodenwand 31 des Absetzbehälters als auch auf der schrägen Wand 5 desselben aufliegt, um bis zur oberen Rolle 16 zu laufen. Das Kratzband bildet also praktisch einen beweglichen Boden. Da das Kratzband eine relative Höhe besitzt, weil seine Glieder aneinandergereihte U-förmige Umbiegungen aus Blechstreifen 32, 33 sind, kann sich das Sediment wirkungsvoll darin ansammeln, ohne gepreßt zu werden, und die Bewegung des Kratzbandes nimmt das Sediment mit bis zu der oberen Kante 34 der schräg verlaufenden Seitenwand 5, über die das Kratzband bis zur Rolle 16 hinausläuft. An dieser Stelle fällt das in den Zellen 25 des Kratzbandes locker liegende Sediment herunter auf die schräge Wand 35 einer Rutsche, von der es schließlich über eine weitere schräge Wand 36 in einen Behälter 37 fällt, der mit einem Filter oder Auffangmaterial in Form von Holzwolle oder Stroh gefüllt ist.

Das relativ trockene Sediment befreit sich in diesem Behälter von dem noch mitgeführten Wasser, indem dieses von dem Auffangmaterial, wie Stroh oder Holzwolle, aufgesaugt wird, oder das überflüssige Wasser läuft durch die schräge perforierte Wand 36 hindurch in geeignete Auffangvorrichtungen ab. Der Behälter 37 steht vorzugsweise auf einem Rollengestell 38. Dabei kann die Ausgestaltung so getroffen sein, daß der Behälter 37, der vorzugsweise aus Kunststoff gespritzt ist, gar keinen Boden enthält, sondern der Boden von dem Rollengestell 38 gebildet wird. Dieser Boden ist aber dann perforiert oder mit Durchlässen versehen, damit überschüssiges Wasser abfließen kann.

Wenn die Aufnahmekapazität des Filters oder Aufnahmemittels in dem Behälter 37, beispielsweise die der Holzwolle, erschöpft ist, wird der Behälter 37 abgezogen, so daß ein Paket 39 auf dem Rollengestell verbleibt, das das schlammförmige Sediment und das Sorptions- oder Filtermaterial, wie Holzwolle, trägt. Dieses Material wird dann deponiert.

Das geklärte Wasser fließt ebenfalls, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in einen Behälter 40, der wiederum mit einem Auffang-, Sorptions- oder Filtermaterial in Form von Holzwolle oder Stroh gefüllt ist.

Auf diese Weise wird auch der geringste Rest an Schad- oder Feststoffen in dem gereinigten Wasser beseitigt. Der untere Teil des Behälters 41 ist reines Sammelbecken für Wasser und ist mit einem Auslaß versehen, an dem beispielsweise eine Schlauchleitung angeschlossen werden kan, siehe Fig. 5.

In Fig. 2 ist noch zu erkennen die Dosiereinrichtung 42. Als weitere Besonderheit in Fig. 3 ist das Auslaßrohr des Wassers 26, das Zuführrohr 22 für das zu reinigende Abwasser und die Dosierschnecke 43 in dem Vorratsbehälter 20 für das Reaktionstrennmittel zu erkennen, ebenso die Rolle 16, über die das Kratzband läuft mit dem Getriebemotor 17.

In Fig. 4 ist nun noch eine Stirnseite der Vorrichtung dargestellt, und zwar auf der Seite, an der das schlammförmige Sediment die Vorrichtung verläßt. Das Bezugszeichen 44 bezeichnet den Antriebsmotor nebst Getriebe für die Dosierschnecke 43 der Dosiervorrichtung für das Reaktionstrennmittel.

In Fig. 7 ist eine wichtige Abwandlung der Vorrichtung dargestellt. Die Trennwand 6 zwischen den beiden Reaktionsbehältern 2 und 3 ist in der Ausführungsform nach Fig. 1 bis 5 fest angeordnet. Eine Verbindung zwischen den beiden Behältern besteht nur über den Schlitz 4, und jeder Behälter besitzt eine Mischturbine 7 bzw. 9. Für manche Zwecke ist es vorteilhaft, ein anderes Mischverfahren oder eine andere Mischcharakteristik zu erzeugen. Aus diesem Grunde ist in der Abwandlung nach Fig. 7 die Trennwand 6 durch eine modifizierte Trennwand 45, die zwar auch ortsfest zwischen den Seitenwänden der Behälter befestigt ist, die aber in ihrem unteren Teil einen Schlitz aufweist, der der Kontur der Düse 11 der Mischturbine 7 entspricht. Die Mischturbine 7 nun wiederum ist auf den oberen Rändern 46 und 47 (Fig. 3) verschieblich oder verfahrbar angeordnet. Dadurch kann die Mischturbine bzw. ihr Propeller, der in der Düse 11 arbeitet, weiter nach links von der Trennwand 45 weggeführt werden, so daß die Mischturbulenzen im wesentlichen nur in der linken Hälfte des Reaktionsbehälters zur Entfaltung kommen und aus der rechten Hälfte nur wenig Flüssigkeit angesaugt wird. Wird aber die Mischturbine 7 in Richtung des Pfeiles 48 nach rechts verfahren, beispielsweise in die Stellung, die in Fig. 7 dargestellt ist, so daß ihre Welle 9 dicht vor der Oberfläche der Trennwand 45 liegt, so saugt die Düse 11 nun durch den Ausschnitt im unteren Teil der Trennwand bei 49 auch Flüssigkeit aus der rechten Hälfte des Reaktionsbehälters an, so daß diese in Richtung des Pfeiles 50 in die Mischturbine einströmt.

Durch das Verschieben der Mischturbine in Verbindung mit der zusammenwirkenden Wand mit Ausschnitt kann also ein bestimmtes Strömungsmuster, also Turbulenzmuster erzeugt werden, was in manchen Fällen, d.h. bei manchen zu reinigenden Flüssigkeiten, eine bessere Wirkung oder Auswirkung des Reaktionstrennmittels und damit eine bessere Koagulation oder Flockenbildung bewirkt.

Die sonstige in Fig. 7 dargestellte Vorrichtung entspricht bis auf wenige konstruktionsbedingte Änderungen der Vorrichtung nach Fig. 1 bis 5.

Das Zellenband, von welchem ein Ausschnitt in Fig. 6 dargestellt ist, ist aus Blechstreifen 32, 33 durch aufeinanderfolgende U-förmige Umbiegungen gebildet, und die einzelnen Blechstreifen sind durch Stäbe 51 miteinander verschwenkbar verbunden, so daß die einzelnen Glieder, die um einen geringen Betrag ineinandergreifen, gegeneinanderschwenken und sich daher auch dem Boden der Vorrichtung willig anpassen.

Die Höhe eines solchen Metallstreifens liegt zwischen 15 bis 20 mm, vorzugsweise jedoch bei etwa 15 mm, so daß durch die Bewegung des Kratzbandes durch die Vorrichtung in der vorstehend beschriebenen Art eine Verwirbelung und Aufwirbelung des Sediments oder Wassers nicht eintritt.

In den quer zur Vorrichtung verlaufenden Stegen der Glieder, die in Fig. 6 das Bezugszeichen 52 haben, können kleine Bohrungen enthalten sein, durch die der Abfluß des Wassers bei der Bewegung des Kratzbandes durch den Absetzbehälter erleichtert wird. Diese Bohrungen werden durch die Stäbe 51 etwas abgedeckt. Hergestellt ist dieses Kratzband aus einem nicht korrodierenden Material, beispielsweise aus kräftigem Zinkblech. Die Geschwindigkeit des Kratzbandes ist stufenlos regelbar.

Da sich auf dem Boden der Vorrichtung Sediment ansammelt und ein Zwangskontakt zwischen der Bodenoberfläche und den Unterseiten der Glieder des Kratzbandes nicht vorhanden ist, gelangt also immer etwas Sediment unter die Glieder des Kratzbandes, so daß die Oberfläche des Bodens des Absetzbehälters quasi mit einer Schmierschicht überzogen ist, so daß auch ein Verschleiß durch die Bewegung des Kratzbandes nicht eintritt.


Anspruch[de]
  1. 1. Austragsvorrichtung für in einem Absetzbehälter durch Ausflockung erzeugte Sedimente, wobei die Austragsvorrichtung entlang des Bodens des Absetzbehälters und einer schräg verlaufenden Seitenwand über diese hinaus geführt ist und die das ausgeflockte Sediment mitführt und aus dem Absetzbehälter kontinuierlich herausfördert, dadurch gekennzeichnet, daß die Austragsvorrichtung als Kratzband (19) über die gesamte Breite des Absetzbehälters (1) ausgebildet ist und daß das Kratzband (19) aus in seiner Ebene in Richtung der Breite mehrfach U-förmig gebogenen Blechstreifen (32, 33), die mit ihrer Höhe von 15 bis 20 mm die Höhe des Kratzbandes (19) festlegen, und aus die Blechstreifen (32, 33) in Förderrichtung schwenkbar und ineinandergreifend miteinander verbindenden Stäben (51) besteht.
  2. 2. Austragsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kratzband (19) auf Rollen (14, 15, 16) umläuft, die in einem aus dem Absetzbehälter (1) herausnehmbaren Traggestell (13) gelagert sind.
  3. 3. Austragsvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Fördergeschwindigkeit des Kratzbandes stufenlos regelbar ist.






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