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Dokumentenidentifikation DE3341950C2 23.08.1990
Titel Radsatz für Schienenfahrzeuge
Anmelder Clouth Gummiwerke AG, 5000 Köln, DE
Erfinder Nicolin, Johannes, Dr.;
Krettek, Otmar, Prof. Dr., 5100 Aachen, DE
Vertreter Happe, O., Dipl.-Ing., 5000 Köln; Lieck, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 21.11.1983
DE-Aktenzeichen 3341950
Offenlegungstag 30.05.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse B60B 37/10
IPC-Nebenklasse B60B 37/08   B60B 35/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Radsatz für extrem schnell fahrende Schienenfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruches 1. Mit der besonderen Bauart solcher Radsätze soll erreicht werden, daß der Radsatz auch bei extrem hohen Fahrgeschwindigkeiten einen ruhigen Lauf hat und bei Einsatz in Drehgestellen der Neigung des Drehgestells zu Gierschwingungen entgegengewirkt wird.

Aus der DE-OS 26 14 166 ist ein Radsatz der eingangs genannten Art bekannt, bei welchem die beiden Hohlwellen über eine Schlupfkupplung miteinander verbunden sind, deren Schlupf mittels eines Reglers einstellbar ist; bei zunehmender Fahrgeschwindigkeit wird der Schlupf vergrößert, bei abnehmender Fahrgeschwindigkeit vermindert, unter Umständen bis auf Null. Die bekannte Lösung ist wegen der notwendigen Regelung sehr aufwendig und auch störanfällig. Außerdem entstehen in der Schlupfkupplung Reibungsverluste.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Radsatz der eingangs genannten Art anzugeben, der trotz einfachen Aufbaus ruhigen Lauf und sicheren Gradlauf in Drehgestellen gewährleistet.

Diese Aufgabe ist mit dem im Patentanspruch gekennzeichneten Radsatz gelöst. Dem erfindungsgemäßen Radsatz liegt die Erkenntnis zugrunde, daß es zum Erreichen des gewünschten Zieles genügt, eine momentane Veränderung der relativen Winkelstellung der beiden Räder zu ermöglichen und diese elastisch abzufangen, es hingegen nicht notwendig ist, bleibende Drehzahlunterschiede der beiden Räder vorzugeben. Entsprechend können die zur Kupplung der beiden Hohlwellen verwendeten Elemente konstruktiv sehr einfach ausgebildet sein, so daß der Radsatz nach der Erfindung insgesamt vergleichsweise preiswert, robust und störunanfällig ist.

Aus der DE-PS 6 93 653 war es von einem Radsatz für Feld- und Grubenbahnen bereits bekannt, die einzige Achse in der Mitte zu teilen und an der Teilungsstelle mittels einer elastischen Torsionskupplung zu verbinden, so daß sowohl ein Durchbiegen der Achse als auch ein gegenseitiges Verdrehen der beiden Räder in begrenztem Maße möglich ist. Hierdurch soll die Ein- und Ausfahrt der Fahrzeuge in und aus den Gleiskurven sowie die sogenannte schlingernde Fahrt in den Graden weich und elastisch gestaltet werden. Weil Feld- und Grubenbahnen nur sehr langsam fahren, Ruhiglaufprobleme gar keine Rolle spielen und Führungsprobleme nur insoweit relevant sind, als harte Stöße der Räder gegen die Fahrschienen unterdrückt werden sollen, konnte diese bekannte Lösung jedoch kein Vorbild für den Bau von Radsätzen für extrem schnell laufende Schienenfahrzeuge mit dem sehr komplexen Laufverhalten sein, wie es z.B. in der DE-OS 26 14 166, Seite 4 bis 8, geschildert ist.

Ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Radsatzes ist in der einzigen Figur dargestellt. In dieser zeigt die rechte Hälfte den Radsatz in Vorderansicht und die linke Hälfte im Längsschnitt.

Der dargestellte Radsatz umfaßt eine Achse 1, auf der zwei Räder 2 jeweils drehbar gelagert sind. An die Räder 2 sind Hohlwellen 3 angeflanscht, die ihrerseits über mindestens ein elastisches Element, z.B. ein gummielastisches Element 4 miteinander verbunden sind.


Anspruch[de]
  1. Radsatz für extrem schnell fahrende Schienenfahrzeuge mit zwei Rädern und einer gemeinsamen Achse, auf der die beiden Räder jeweils drehbar angeordnet sind, und mit zwei Hohlwellen, die mit jeweils einem Rad fest verbunden und miteinander gekuppelt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlwellen miteinander über mindestens ein gummielastisches Element gekuppelt sind derart, daß sich die beiden Räder elastisch gegeneinander verdrehen können.






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