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Dokumentenidentifikation DE3423615C2 23.08.1990
Titel Zeichenlineal mit einer Klemmvorrichtung
Anmelder A.W. Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co, 8504 Stein, DE
Erfinder Schiefnetter, Harald, 8662 Helmbrechts, DE
DE-Anmeldedatum 27.06.1984
DE-Aktenzeichen 3423615
Offenlegungstag 09.01.1986
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse B43L 13/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeichenlineal mit einer Klemmvorrichtung für Schreib- und Zeichenplatten mit zwei Zeichenkanten, zu deren Längsrichtung sich an der Unterseite, an wenigstens einem Ende, im rechten Winkel, eine Führungsleiste erstreckt, die in einer parallel zu den Seitenkanten der Zeichenplatte verlaufenden Nut geführt ist, wobei ein als federbelasteter Winkelhebel ausgebildeter Klemmsteg mit der Führungsleiste zusammenwirkt, die an der Unterseite des Zeichenlineals angeordnet und zweigeteilt ist, wobei sich der zwischen Klemmsteg des Winkelhebels, der an dem Zeichenlineal einstückig schwenkbar angeformt ist, in die Lücke zwischen den beiden Teilen der Führungsleiste erstreckt und federnd in die Nut der Zeichenplatte eingreift und wobei die Seitenflächen der Führungsleiste und die Klemmfläche des Klemmsteges an gegenüberliegenden Seitenwänden der Nut anliegen, nach Patent 34 05 714.

Die Klemmvorrichtung soll nach ergonomischen Gesichtspunkten so gestaltet sein, daß das Zeichenlineal, ohne die Lage der greifenden Hand zu verändern, auf seiner Unterlage leicht verschoben und an jeder beliebigen Stelle des möglichen Verschiebeweges mittels der Führungsleiste geklemmt und gelöst werden kann.

Nach der DE-OS 25 14 745 ist es bekannt, zu diesem Zweck ein Gehäuse in Form einer, aus der Zeichenschiene herausgeformten Erhöhung vorzusehen, die einem Winkelhebel zur seitlichen Führung dient. Weiterhin ist dadurch bekannt, daß der lange Schenkel des Winkelhebels die Oberseite des Linealkörpers überragt und wenigstens an den Längsseiten jeweils eine sich zum Linealkörper erstreckende Wand aufweist, die ununterbrochen entlang der Außenkontur des Winkelhebels verläuft. Der Winkelhebel ist bei dieser Anordnung an einem Gelenkstück gelagert, wobei ein gewisses Spiel nicht zu vermeiden ist.

Außerdem ist dadurch der Winkelhebel nicht stabil genug befestigt, um gleichzeitig als Griff zum Verschieben des Lineals zu dienen. Dieser, die Feststellwirkung erzielende, federbelastete Winkelhebel mit einem gegenüber dem Kraftarm extrem kurzen Lastarm, ist auf der Zeichenschiene so angeordnet und die Federkraft so eingestellt, daß der Kraftarm durch das Gewicht der die Zeichenschiene bedienenden Hand niedergedrückt wird und somit die Feststellwirkung, die der Lastarm des Hebels gegen die Flanken der Nut der Unterlage verursacht, aufgehoben wird.

Bei den bekannten Klemmvorrichtungen ist jedoch das Betätigungselement zu einem nicht unbeachtlichen Teil, in der Klemmstellung in der gedrückten Lage zum Aufheben der Klemmwirkung, von dem Gehäuse verdeckt. Die Bedienungsperson muß sich deshalb darauf einstellen, eine Handhaltung zu wählen, bei der der Griffbereich am Winkelhebel erfaßt werden kann. Die Lageveränderung der Hand ist nur gegenüber dem Gehäuse, nicht jedoch gegenüber dem Hebel möglich. Dieser Nachteil tritt auch beim Greifen des Schiebers zum Arretieren des Winkelhebels auf, wenn auch diese Art der Betätigung nicht in einer Häufigkeit vorzunehmen ist, wie das Greifen des Winkelhebels selbst.

Die Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Klemmvorrichtung zu schaffen, die nicht nur, ohne Veränderung der Hand- bzw. Fingerhaltung, ein Verschieben und Arretieren des Zeichenlineals gestattet, sondern mit der auch das Betätigungselement an unterschiedlichen Stellen gefaßt werden kann. Gleichzeitig sollen der bauliche Aufwand an Einzelteilen und die Montage derselben auf ein Minimum reduziert werden.

Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Der lange Schenkel des Winkelhebels kann, da er über seine gesamte Länge den Linealkörper überragt, an jeder beliebigen Stelle gegriffen werden, um die Klemmvorrichtung zu lösen und um das Lineal zu verschieben. Der Benutzer kann sich selbst die für ihn günstigste Position seiner Handhaltung aussuchen und beim Arbeiten mit dem Lineal beibehalten oder nach Belieben verändern, wobei jedoch in jeder Lage ein Verschwenken des Winkelhebels vorgenommen werden kann.

Das optische Bild des Betätigungselementes wird noch verbessert, wenn beim Anliegen der Seitenflächen der Führungsleiste und der Klemmfläche des Klemmsteges an gegenüberliegenden Flanken der Nut der lange Schenkel des Winkelhebels etwa parallel zur Oberfläche des Linealkörpers verläuft. Dies trifft auch zu für den Winkelhebel selbst, der für den Benutzer dadurch als ein Griff bzw. Betätigungselement erkennbar ist, daß die sich zum Linealkörper erstreckende Wand ununterbrochen entlang der Außenkontur des Winkelhebels verläuft.

Die Festigkeit des Betätigungselementes, insbesondere gegenüber Biegespannungen beim Verschieben des Lineals kann in ausreichendem Umfang dadurch erhöht werden, daß der lange Schenkel des Winkelhebels zum kurzen Schenkel hin in eine Verbreiterung übergeht.

Trotz der einstückigen Ausbildung des Linealkörpers und des Winkelhebels ist es möglich, letzteren gegen seine Federkraft in der gelösten Lage zu arretieren. Hierzu ist in dem Linealkörper eine Drucktaste vorgesehen, die mittels einer Querwand am Linealkörper schwenkbar angeformt ist und eine Nase aufweist, die einer Rastmulde am Winkelhebel angepaßt ist. Diese Drucktaste beeinträchtigt in keiner Weise die Zugänglichkeit zum Winkelhebel, wenn sie so angeordnet ist, daß sich die Oberseiten des Winkelhebels und der Drucktaste parallel zur Oberfläche des Linealkörpers in Ebenen mit unterschiedlichem Abstand zum Linealkörper erstrecken.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.

Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung des Zeichenlineals mit oben liegenden Betätigungshebeln,

Fig. 2 das Zeichenlineal, im Bereich der Betätigungshebel, teilweise aufgeschnitten,

Fig. 3 eine perspektivische Darstellung des Zeichenlineals von unten,

Fig. 4 eine Draufsicht auf das Zeichenlineal,

Fig. 5 eine Schnittdarstellung des in die Zeichenplatte eingesetzten Zeichenlineals in Klemmlage,

Fig. 6 eine Schnittdarstellung des Zeichenlineals beim Verschwenken des Winkelhebels über den Rastvorsprung,

Fig. 7 eine Schnittdarstellung des Zeichenlineals mit arretiertem Betätigungshebel und

Fig. 8 das Zeichenlineal außerhalb der Zeichenplatte, mit dem Betätigungshebel in seiner Ausgangslage.

Das Zeichenlineal besteht aus einem Linealkörper 1, der an den beiden Längsseiten dachförmig abgeschrägt ist, wodurch Zeichenkanten 2 gebildet werden. An der Unterseite 3 ist eine in der Mitte unterbrochene Führungsleiste 4 angeordnet, deren Seitenflächen 5 in einer Ebene liegen und zwischen denen ein Klemmsteg 6 mit einer seitlichen Klemmfläche 7 liegt. Mittels eines Verbindungssteges 8, dessen Querschnitt geringer ist als der des Klemmsteges 6, ist der Winkelhebel 10, der sich aus einem kurzen Schenkel 8 und einem langen Schenkel 11 zusammensetzt, mit dem Linealkörper 1 verbunden.

Um den langen Schenkel 11 des Winkelhebels 10 ist eine Wand 12 herumgeführt, die sich etwa bis zur Oberkante des Linealkörpers 1 erstreckt und die um eine Verbreiterung 13 weitergeführt ist.

Das Zeichenlineal ist auf eine Zeichenplatte 14 aufsetzbar, wobei die Führungsleiste 4 und der Klemmsteg 6 in eine Nut 15 hineinragen und sich an deren Flanken 16 anlegen. Durch die Elastizität des Materials, aus dem der Linealkörper 1 besteht, ist der Winkelhebel 10 und mit ihm der Klemmsteg 6 verschwenkbar. Die Lage des Winkelhebels 10 ist dabei in entspanntem Zustand (Fig. 8) so vorbestimmt, daß zum Einsetzen in die Nut 15 der Winkelhebel 10 gedrückt werden muß. Nach dem Anliegen der Seitenflächen 5 und der Klemmfläche 7 an den Flanken 16 in der Nut 15, läßt sich der Winkelhebel 10 weiter verschwenken, wobei er in eine Öffnung 17 des Linealkörpers 1 so weit eintauchen kann, daß die Klemmfläche 7 von der Flanke 16 abhebt. In dieser Lage läßt sich der Winkelhebel 10 mittels einer Drucktaste 18 verriegeln. Eine Querwand 18 in einem Durchbruch 20 dient als eine Drehachse, um welche die Drucktaste 18 verschwenkbar ist. Durch einen Rastvorsprung 21, der mit einer Stufe 22 an dem Winkelhebel 10 zusammenwirkt, läßt sich letzterer in der vorbeschriebenen Lage verriegeln. Auf diese Weise kann das Zeichenlineal in der Nut 15 der Zeichenplatte 14 verschoben werden, ohne daß der Winkelhebel 10 verschwenkt zu werden braucht. Durch Niederdrücken der Drucktaste 18 gibt der Rastvorsprung 21 die Stufe 22 frei, so daß der Winkelhebel 10 seine Ausgangslage - wie sie in der Fig. 5 dargestellt ist - wieder einnehmen kann. Aufgrund der Vorspannung am verschwenkbaren Klemmsteg 6, mit deren Hilfe sich die Klemmflächen 7 und die gegenüberliegenden Seitenfläche 5 an den Flanken 16 der Nut 15 abstützen, ist das Zeichenlineal auf der Zeichenplatte 14 fixiert. Schriftschablonen, Winkel oder andere Zeichenhilfsmittel können somit an den Zeichenkanten entlang bewegt werden, ohne daß das Lineal gehalten werden muß.


Anspruch[de]
  1. 1. Zeichenlineal mit einer Klemmvorrichtung für Schreib- und Zeichenplatten mit zwei Zeichenkanten, zu deren Längsrichtung sich an der Unterseite an wenigstens einem Ende im rechten Winkel eine Führungsleiste erstreckt, die in einer parallel zu den Seitenkanten der Zeichenplatte verlaufenden Nut geführt ist, wobei ein als federbelasteter Winkelhebel ausgebildeter Klemmsteg mit der Führungsleiste zusammenwirkt, die an der Unterseite des Zeichenlineals angeordnet und zweigeteilt ist, wobei sich der Klemmsteg des Winkelhebels, der an dem Zeichenlineal einstückig schwenkbar angeformt ist, in die Lücke zwischen den beiden Teilen der Führungsleiste erstreckt und federnd in die Nut der Zeichenplatte eingreift und wobei die Seitenflächen der Führungsleiste und die Klemmfläche des Klemmsteges an gegenüberliegenden Seitenwänden der Nut anliegen, nach Patent 34 05 714, dadurch gekennzeichnet, daß der lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) die Oberseite des Linealkörpers (1) überragt und wenigstens an den Längsseiten jeweils eine sich zum Linealkörper (1) erstreckende Wand (12) aufweist.
  2. 2. Zeichenlineal nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim Anliegen der Seitenflächen (5) der Führungsleiste (4) und der Klemmfläche (7) des Klemmsteges (6) an gegenüberliegenden Flanken (16) der Nut (15) der lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) etwa parallel zur Oberfläche des Linealkörpers (1) verläuft.
  3. 3. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die sich zum Linealkörper (1) erstreckende Wand (12) ununterbrochen entlang der Außenkontur des Winkelhebels (10) verläuft.
  4. 4. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der lange Schenkel (11) des Winkelhebels (10) zum kurzen Schenkel (8) hin in eine Verbreiterung (13) übergeht.
  5. 5. Zeichenlineal nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Oberseiten des Winkelhebels (10) und der Drucktaste (18) parallel zur Oberfläche des Linealkörpers (1) in Ebenen mit unterschiedlichem Abstand zum Linealkörper (1) erstrecken.






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