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Dokumentenidentifikation DE3546081C2 23.08.1990
Titel Selbsttragendes Behältnis zur Unterbringung eines Kleinstkindes in einem Kraftfahrzeug
Anmelder PEG Perego Pines S.p.A., Arcore, Mailand/Milano, IT
Erfinder Gläser, Dieter, 8060 Dachau, DE
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München; Kinkeldey, U., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat., Pat.-Ass., 8021 Icking; Bott-Bodenhausen, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Ehnold, A., Dipl.-Ing., 8000 München; Schoppe, F., Dipl.-Ing.Univ., 8022 Grünwald; Schuster, T., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 24.12.1985
DE-Aktenzeichen 3546081
Offenlegungstag 25.06.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse B60R 22/10

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein selbsttragendes Behältnis für Kleinstkinder der im Oberbegriff von Anspruch 1 erläuterten Art.

Ein derartiges Behältnis ist aus der DE-OS 30 25 846 bekannt. Bei dem bekannten Behältnis wird, wie im Stand der Technik bisher üblich, das Kleinstkind gegen die Wirkung eines Aufpralls im wesentlichen durch Fixieren mittels aktiv wirksamer Rückhalteeinrichtungen gesichert, d. h. es wird die Taktik verfolgt, zu verhindern, daß sich das Kleinstkind durch einen potentiell vorhandenen, freien Beschleunigungsweg bewegt. Beim bekannten Behältnis wird folgerichtig die Einlage als stoßaufnehmende Polsterung verwendet, die als zusätzliche Sicherung dient, falls das Kleinstkind doch im Behältnis herumgeschleudert wird. Die eigentliche Fixierung des Kleinstkindes erfolgt durch einen Mumienschlafsack, der den Körper des Kleinstkindes bis auf eine Öffnung für das Gesicht vollständig umhüllt. Der Schlafsack ist mit vier Gurten versehen, die durch jeweils einen Schlitz im Boden des Behältnisses geführt sind und auf der Unterseite miteinander verbunden sind. Die Sicherung des Kleinstkindes bei Auffahrunfällen erfolgt somit durch das Festschnallen des Schlafsackes mit dem Kleinstkind am Boden des Behältnisses. Rückhaltegurte wirken jedoch nur örtlich, d. h. sie sind lediglich in der Lage, in ihrer Ausdehnung begrenzte Stellen zu fixieren. Der Schlafsack des vorbekannten Behältnisses ist notwendigerweise flexibel. Die Gurte sind somit allenfalls in der Lage, das Kleinstkind im Bereich ihrer Befestigung am Schlafsack zu fixieren. Zwischen den Befestigungspunkten erfolgt eine Fixierung lediglich durch die Wirkung des flexiblen Schlafsackes, der jedoch beispielsweise eine starke seitliche Auslenkung des Beckens nicht verhindern kann, falls sich dieses bei einem Auffahrunfall zwischen den beiden Befestigungspunkten der Gurte befindet. Da in einem solchen Fall der Brustkorb des Kindes und die Oberschenkel durch die beiden fixierten Gurte festgehalten werden, kann es unter ungünstigen Umständen auch im vorbekannten Behältnis zu Verletzungen, beispielsweise Wirbelstauchungen, kommen.

Die US-PS 44 02 548 beschreibt einen Sicherheitssitz, der jedoch nicht für Kleinstkinder geeignet ist, die noch nicht sitzen können. Der Sitz ist mit einem besonderen Sicherheitsgurtsystem ausgestattet, das eine bessere Fixierung insbesondere für behinderte Personen oder Kinder schaffen soll. Derartige Sitze werden in Fahrtrichtung ausgerichtet, wobei bereits dadurch eine stabilere Position der Person gegeben und insbesondere die Gefahr einer seitlichen Verbiegung der Wirbelsäule durch die bei einem Auffahrunfall auftretenden Kräfte kaum vorhanden ist.

Die DE-AS 26 30 900 betrifft eine Rückhaltevorrichtung für Kleinkinder in Fahrzeugen, die ein wannenartiges Behältnis zur Aufnahme des Kleinstkindes umfaßt. Das wannenartige Behältnis ist mittels geeigneter Gurtkonstruktionen derart auf dem Rücksitz eines Kraftfahrzeuges zu befestigen, daß es sich bei einem Auffahrunfall um eine Achse verschwenkt, so daß sich im Idealfall die Unterseite des Behältnisses und somit die Liegefläche für das Kleinstkind immer im wesentlichen senkrecht zu den auftretenden Kräften stellt. Das Kleinstkind wird somit durch die auftretenden Kräfte immer mit dem Rücken flach an die Liegefläche gepreßt. Um sicherzustellen, daß die im Kollisionsfall auftretenden Rückhaltekräfte auf einen optimal großen Körperbereich des Kindes sofort, kontinuierlich und ohne Belastungsspitzen übertragen wird und um sicherzustellen, daß sich das Kind nicht aus der für die Schwenkbewegung des Behälters notwendigen Lage bewegt, ist ein Haltesack vorgesehen, der einerseits zumindest den Oberkörper des Kindes umschließt und andererseits an den Wänden des Behälters befestigt ist. Das Kind liegt somit frei auf der Mitte der Liegefläche, wobei der Raum neben dem Körper leer ist und lediglich durch die Halteeinrichtung des Haltesacks überbrückt wird. Auch hier sind somit die Nachteile der Rückhaltevorrichtung nach der DE-OS 30 25 846 gegeben. Darüber hinaus ist die Lage des Köpfchens des Kleinstkindes in keiner Weise fixiert.

Es ist der Beschreibung weiterhin nicht zu entnehmen, wie der Behälter reagiert, wenn ein anderes Fahrzeug von hinten auf das Fahrzeug mit dem Kleinstkind aufprallt. In diesem Falle wird sich der Behälter wohl, seiner Trägheit folgend, an das Rückenpolster des Fahrzeugsitzes anpressen, ohne in irgendeiner Weise zu verschwenken. In diesem Falle wirken mit Sicherheit Seitenkräfte auf das Kleinstkind ein, die einerseits zum Einschneiden des Haltesackes (Gefahr für die Rippen und das Schlüsselbein des Kleinstkindes) und andererseits zu Verletzungen der Halswirbelsäule durch das nach hinten schleudernde Köpfchen des Kindes führen können.

Die US-PS 26 76 337 beschreibt eine Auflage für den Rücksitz eines Kraftfahrzeuges, die die Aufgabe hat, die konturierten Oberflächen des Rücksitzes auszugleichen und eine glatte, waagerechte Liegefläche zu schaffen. An der Auflage ist ein Gurt befestigt, mit dem der Schlafsack des Kindes auf der Liegefläche fixiert werden kann. Eine Seite der Auflage enthält eine hochstehende Kante, die helfen soll, das Kind gegen ein Herabrollen beim Bremsen zu sichern. An der der hochstehenden Kante abgewandten Seite sind an Bändern befestigte Kugeln vorgesehen, die zwischen die Polster von Rückenlehne und Fahrzeugsitz geschoben werden, um die Auflage gegen die Polster der Rückenlehne zu ziehen. Diese Auflage ist jedoch allenfalls in der Lage, das Kleinstkind beim normalen Beschleunigen und Abbremsen auf dem Rücksitz zu halten. Da die Auflage nicht im Sinne der vorliegenden Anmeldung im Kraftfahrzeug befestigt ist, wird sie sich bei Auffahrunfällen unweigerlich lösen und im ungünstigsten Falle durch den Fahrzeugraum geschleudert werden.

Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, ein Behältnis zur Unterbringung eines Kleinstkindes in einem Kraftfahrzeug derart auszugestalten, daß das Kleinstkind so weit wie möglich vor Verletzungen bei Auffahrunfällen bewahrt wird.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Die Einlagen des erfindungsgemäßen Behältnisses sind so breit, daß sie den Zwischenraum zwischen dem Kleinstkind und dem Behältnis im wesentlichen vollständig ausfüllen und somit geeignet sind, den potentiellen Bewegungsweg des Kleinstkindes bei einem Auffahrunfall zu beschränken. Das Material muß eine für den Aufprall genügende Stoßaufnahmefähigkeit besitzen, darf jedoch andererseits nicht so hart sein, daß ein zusätzliches Verletzungsrisiko entsteht. Bei einem Heck- oder einem Frontalaufprall wird das Kleinstkind fast sofort bei Beginn des Aufpralls gegen die Abstützungsbereiche gepreßt. Mit der erfindungsgemäßen Ausgestaltung ist somit erstmals eine vollflächige Abstützung mit einer über die gesamte Abstützungsfläche gleichbleibenden Rückhaltewirkung gewährleistet, die keinerlei zusätzliche Spannungsspitzen verusacht. Darüber hinaus nimmt das Kleinstkind zu einem sehr frühen Zeitpunkt an der Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeuges teil, was die auf das Kleinkind einwirkenden Belastungen vermindert. Mit dem erfindungsgemäß ausgestalteten Behältnis ist somit eine wesentlich bessere Fixierung des Kleinstkindes zu erreichen, als dies mit den bekannten Lösungen unter Zuhilfenahme von Gurtbefestigungen möglich ist. Es sei darauf hingewiesen, daß auch bei Verwendung von mit Schlafsäcken kombinierten Gurten immer mit einer Relativbewegung des Kleinstkindes zum Behälter gerechnet wird, da ansonsten die Auspolsterungen zwecklos wären. Die Einschränkungen der Bewegungsfreiheit des Kleinstkindes durch das erfindungsgemäße Behältnis, selbst wenn die Einlagen gemäß Anspruch 12 im Schlafsack untergebracht sind, ist nicht größer als die Einschränkung der vorbekannten, mit Gurten befestigten, eng anliegenden Schlafsäcke, und kann im Interesse der Sicherheit des Kleinstkindes in Kauf genommen werden.

Zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

So ist in Anspruch 4 ein Beispiel eines wegen seiner physikalischen Eigenschaften besonders bevorzugten Materials für die Einlagen angegeben.

Durch die Ausgestaltung nach Anspruch 5 wird zusätzlich eine Abstützung des Kleinstkindes von oben erreicht, die das Kleinstkind zusätzlich schützt, wenn sich das Kraftfahrzeug überschlägt.

Die Ansprüche 6 bis 11 beschreiben besonders bevorzugte Möglichkeiten, die Einlage im Behältnis zu befestigen bzw. anzuordnen. Dabei stellt die Ausgestaltung nach Anspruch 9 sicher, daß außerhalb des Kraftfahrzeuges die volle, für das Kleinstkind bequeme Breite des Behältnisses wieder hergestellt werden kann.

Alternativ zur Anordnung der Einlage direkt im Behältnis, kann die Einlage auch gemäß Anspruch 12 in einem Schlupfsack untergebracht werden, der in das Behältnis eingelegt wird.

Die Ausgestaltung nach Anspruch 13 bewirkt eine Versteifung der Einlage im Schlupfsack, so daß diese gegen Beschädigung besser geschützt ist, wenn das Kleinstkind zusammen mit dem Schlupfsack aus dem Behältnis herausgenommen wird.

Die in Anspruch 14 angegebene Ausgestaltung des Behältnisses erhöht die Sicherheit für das Kleinstkind weiter, da durch Simulationsversuche festgestellt werden konnte, daß sich bei einem Auffahrunfall die Pappwände ohne Gefahr für das Kleinstkind verbiegen und somit kinetische Energie schlucken.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 die Draufsicht auf einen Schlupfsack mit den erfindungsgemäßen Einlagen,

Fig. 2 den Schnitt II-II aus Fig. 1,

Fig. 3 einen Querschnitt durch einen in einer Kinderwagenwanne untergebrachten Schlupfsack,

Fig. 4 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung, und

Fig. 5 den Schnitt V-V aus Fig. 4.

In Fig. 1 ist ein Schlupfsack 1 ersichtlich, der im wesentlichen die übliche Schlupfsackform aufweist, also ein eigentliches Sackteil 2 und eine Kapuze 3 enthält. Das Sackteil 2 besteht aus einem wattierten oder in anderer Weise wärme- und/oder stoßstämmend ausgebildeten Material und ist bis auf eine, zweckmäßigerweise durch einen Reißverschluß 4 vergrößerbare, Einschlüpföffnung 5 geschlossen, so daß ein Innenraum 6 (Fig. 2) zur Aufnahme des Kleinstkindes mit einer Liegefläche 6a gebildet wird, wobei sich die Liegefläche 6a über das Sackteil 2 und die Kapuze 3 erstreckt. Die Kapuze 3 besteht zweckmäßigerweise ebenfalls aus dem gepolsterten Material, so daß sie gleichzeitig als Kopfkissen dienen kann.

Wie deutlich in Fig. 2 gezeigt, sind beidseitig des Innenraums 6 jeweils eine Tasche 7a und 7b angeordnet. Die Taschen 7a und 7b werden zweckmäßigerweise aus dem Bezugsstoff des Schlupfsackes zugeschnitten und durch Nähte 8 an der Außenseite des Sackteils 2 beidseitig des Innenraums 6 befestigt. Die Taschen 7a und 7b erstrecken sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Innenraums 6 im Sackteil 2 und seitlich der Kapuze 3 und weisen eine nicht dargestellte, beispielsweise durch Klettverschlüsse oder einen Reißverschluß verschließbare Öffnungen auf, durch die jeweils eine Einlage 9a und 9b auswechselbar in das Innere der Tasche 7a und 7b eingeschoben werden kann. Die Einlagen 9 sind bevorzugt aus einem verdichteten Polystyrol gefertigt, das sich für den vorliegenden Verwendungszweck als besonders geeignet erwiesen hat, da es ausreichend stoßaufnahmefähig und andererseits nicht so hart ist, daß es eine zusätzliche Verletzungsgefahr darstellen würde. Zum Schutz vor Beschädigung, insbesondere dann, wenn das Kleinstkind zusammen mit dem Schlupfsack 1 aufgenommen wird, ist an der dem Innenraum 6 abgewandten Seite der Einlagen 9a und 9b zumindest im Bereich des Sackteils 2 eine Beschädigungsschutzplatte 10a und 10b angeordnet, deren Abmessungen auf die Einlagen 9b abgestimmt sind. Die Beschädigungsschutzplatte besteht aus dicker Pappe oder Sperrholz. Die Größe der Taschen 7 ist auf die Größe der Einlagen 9 und der Beschädigungsschutzplatten 10 derart abgestimmt, daß sowohl die Einlagen 9 als auch die Beschädigungsschutzplatten 10 fest innerhalb der Taschen 7 gehalten sind.

Die Liegefläche 6a sollte so begrenzt sein, daß das Kleinstkind eine sichere seitliche Anlagestütze erhält. Im Bereich des Sackteils 2, d. h. im Abstützungsbereich für den Körper sollte die Liegefläche 6a auf das rechnerische Mittel der Rumpfbreite eines Kleinstkindes bis 9 kg oder bis zum 9. Lebensmonat von etwa 20 bis 30 cm begrenzt werden. Im Bereich der Kapuze 3, d. h. im Abstützungsbereich für den Kopf, sollte die Liegefläche 6a an die Breite des Kinderköpfchens angepaßt werden, die mit etwa 10 bis 15 cm angegeben werden kann. Die Breite der Einlagen 9 errechnet sich somit aus der Differenz zwischen den im wesentlichen genormten Breiten der normalerweise verwendeten Behältnisse oder Kinderwagenwannen und den oben erwähnten rechnerischen Mittelwerten der Kleinstkindmaße. Bei Verwendung der erfindungsgemäßen Einlagen in einem Schlupfsack 1 hat es sich als zweckmäßig erwiesen, daß durch die Einlagen 9 die Breite des Innenraumes 6 des Sackteils 2 selbst auf das rechnerische Mittel der Rumpfbreite begrenzt wird. Dadurch kann erreicht werden, daß das Kleinstkind vom Sackteil 2 allseitig fest umschlossen ist, so daß auch eine gute Unterstützung von oben erreicht werden kann.

Fig. 3 zeigt die Verwendung des Schlupfsackes in einer abnehmbaren Wanne 11 eines Kinderwagens. Die Wanne 11 weist einen Boden 12 und Seitenwände 13 auf, die aus Pappe bestehen. Diese Seitenwände 13 aus Pappe sind einerseits ausreichend stabil im Normalbetrieb und andererseits nachgiebig genug, um bei Auffahrunfällen einen Großteil der kinetischen Energie zu schlucken. Falls die Seitenwände 13 beschädigt werden sollten, so bilden sich dadurch doch keine scharfkantigen, hervorstehenden Teile, die ein zusätzliches Verletzungsrisiko darstellen könnten. In Fig. 3 ist außerdem zu sehen, wie der erfindungsgemäße Schlupfsack 1 im Inneren der Wanne 11 auf einer handelsüblichen Matratze 14 angeordnet ist. Durch den Körper des Kleinstkindes ist der Innenraum 6 leicht gewölbt. Die Einlagen 9a und 9b füllen damit den Zwischenraum zwischen dem Körper des Kleinstkindes im Innenraum 6 und den Seitenwänden 13 der Wanne 11 im wesentlichen vollständig aus, so daß das Kleinstkind eine feste Lage erhält.

In den Fig. 4 und 5 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel ersichtlich, bei dem die Einlagen 9a und 9b direkt in der Wanne 11 angeordnet werden. Die Außenseite der Einlagen 9a und 9b paßt sich den Umrißformen der Seitenwände 13 an, während die zur Liegefläche 6a weisenden Begrenzungen der Einlagen 9a und 9b Abstützungsbereiche für Körper und Kopf bilden, indem sie die Liegefläche 6a in der bereits beschriebenen Art und Weise begrenzen. In diesem Ausführungsbeispiel erstrecken sich die Einlagen 9a und 9b nur bis etwas über den Beckenbereich des Kleinstkindes, so daß das Kind ungehindert strampeln kann. Wie deutlicher in Fig. 5 ersichtlich, sind die Einlagen 9a und 9b in Taschen 7a und 7b aufgenommen, die aus einem aus hygienischen Gründen leicht zu reinigenden Überzugsstoff bestehen. Die Taschen 7a und 7b sind mittels eines Reißverschlusses 15, der zweckmäßigerweise auch das Herausnehmen der Einlagen erlaubt, am Bezugsstoff einer Trageplatte 16 lösbar befestigt. Die Trageplatte 16 kann als gesondertes, an die Umrißform des Innenraums der Wanne 11 angepaßtes Bauteil ausgebildet sein. Als Trageplatte 16 kann jedoch auch der Boden 12 der Wanne 11 verwendet werden. Im Schulterbereich des Kleinstkindes oder an einer anderen geeigneten Stelle ist ein Bindegurt 17 vorgesehen, der unter der Trageplatte 16 bzw. unter dem Boden 12 durch nicht gezeichnete Schlitze hindurchgeführt wird und dessen Enden nach oben vorstehen. Die Enden des Bindegurtes 17 sind zweckmäßigerweise mit bekannten Gurtverschlüssen ausgestattet, so daß das Kleinstkind auch von oben gegen ein Herausschleudern beim Überschlagen eines Kraftfahrzeuges abgestützt werden kann.

In einem weiteren, nicht gezeichneten Ausführungsbeispiel können die Einlagen 9a und 9b direkt an den Seitenwänden 13 der Wanne 11 oder eines anderen für diesen Zweck brauchbaren Behältnisses befestigt werden. Die Befestigung kann mittels der üblichen Klettverschlüsse erfolgen. Sind die Einlagen 9a und 9b in einer Tasche aus waschbarem Bezugsstoff auswechselbar angeordnet, so bietet sich auch eine Reißverschlußverbindung mit dem Innenbezugsstoff der Wanne 11 an.

Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene und gezeichnete Ausführungsbeispiel beschränkt. So liegt es durchaus im Rahmen der Erfindung, wo gewünscht, auch lediglich eine einzige Einlage auf einer Seite der Liegefläche oder mehr als zwei Einlagen verteilt auf beide Seiten der Liegefläche vorzusehen. Die anhand der einzelnen Figuren beschriebenen Einzelheiten können ohne weiteres untereinander ausgetauscht werden. So ist es durchaus möglich, auch den Schlupfsack mit einer sich nicht über seine gesamte Länge erstreckenden Einlage zu versehen, so daß das Kleinstkind auch im Schlupfsack ohne Beschränkung strampeln kann. Die Einlagen können aus einem anderen stoßaufnehmenden Material gefertigt werden. Die Beschädigungsschutzplatten sind nicht unbedingt erforderlich. Auch ist es durchaus möglich, die Erfindung auch bei abweichend konstruierten Wannen oder wannenartigen Behältnissen einzusetzen.


Anspruch[de]
  1. 1. Selbsttragendes Behältnis zur Unterbringung eines Kleinstkindes in einem Kraftfahrzeug, insbesondere auf einer Ablagefläche im Kraftfahrzeug befestigbare Wanne, z. B. abnehmbare Kinderwagenwanne, in deren Innenraum eine Liegefläche und mindestens eine die Liegefläche in ihrer Breite begrenzende, als stoßaufnahmefähiger Formkörper ausgebildete Einlage vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Einlage (9) der Zwischenraum zwischen dem Kleinstkind und den Seitenwänden (13) des Behältnisses (11) zur Beschränkung des potentiellen Bewegungsweges des Kleinstkindes bei einem Auffahrunfall im wesentlichen ausgefüllt wird, und daß die Einlage (9) jeweils einen Abstützungsbereich für den Kopf und den Körper des Kleinstkindes aufweist, wobei der Abstützungsbereich für den Kopf die Breite der Liegefläche (6a) stärker beschränkt als der Abstützungsbereich für den Körper.
  2. 2. Behältnis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Einlage (9) die Breite der Liegefläche (6a) auf etwa die Rumpfbreite eines Kleinstkindes begrenzt ist.
  3. 3. Behältnis nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Liegefläche (6a) eine Breite von etwa 20 bis 30 cm aufweist.
  4. 4. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (9) aus verdichtetem Polystyrol gefertigt ist.
  5. 5. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß eine mit dem Behältnis (11) fest verbundene Gurtbinde (17) zum Abstützen des Kleinstkindes nach oben vorgesehen ist.
  6. 6. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (9) in einer an ihre Form angepaßten Tasche (7) aufgenommen ist.
  7. 7. Behältnis nach Anspruche 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Tasche (7) eine verschließbare Öffnung zum Auswechseln der Einlage (9) enthält.
  8. 8. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (9) seitlich der Liegefläche (6a) im Behältnis befestigt ist.
  9. 9. Behältnis nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein Klett- oder Reißverschluß vorgesehen ist, der die Einlage (6) lösbar mit den Seitenwänden des Behältnisses verbindet.
  10. 10. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (9) auf einer Tragplatte (16) befestigt ist, die auch die Liegefläche (6a) enthält.
  11. 11. Behältnis nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (9) lösbar mit der Tragplatte (16) verbunden ist.
  12. 12. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Einlage (9) in einem Schlupfsack (1) zur seitlichen Begrenzung der Breite seines Innenraums (6) im Sackteil (2) auf das rechnerische Mittel der Rumpfbreite des Kleinstkindes angeordnet ist.
  13. 13. Behältnis nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß an der dem Innenraum (6) abgewandten Seite der Einlage (9) eine Beschädigungsschutzplatte (10) angeordnet ist.
  14. 14. Behältnis nach einem der Ansprüche 1 bis 13, gekennzeichnet durch Seitenwände (13) aus Pappe.






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