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Dokumentenidentifikation DE3713823C2 23.08.1990
Titel Sonnendach-Aufnahmeteil für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Aisin Seiki K.K., Kariya, Aichi, JP
Erfinder Nagata, Kazuhisa, Okazaki, Aichi, JP
Vertreter Tiedtke, H., Dipl.-Ing.; Bühling, G., Dipl.-Chem.; Kinne, R., Dipl.-Ing.; Grupe, P., Dipl.-Ing.; Pellmann, H., Dipl.-Ing.; Grams, K., Dipl.-Ing.; Struif, B., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Winter, K., Dipl.-Ing.; Roth, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 24.04.1987
DE-Aktenzeichen 3713823
Offenlegungstag 29.10.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse B60J 7/043

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Aufnahmeteil für das Sonnendach eines Kraftfahrzeugs gemäß Oberbegriff des Patentanspruchs.

Im Oberbegriff des neuen Hauptanspruchs wird ausgegangen von einem Aufnahmeteil für das Sonnendach eines Kraftfahrzeugs, wie es aus der Praxis bekannt und gemäß den Fig. 1 und 2 in der Beschreibung dargestellt ist. Dieses bekannte Aufnahmeteil ist einstückig aus einem Kunstharz hergestellt und ist im Bereich der Dachöffnung an der Innenseite des Kraftfahrzeugdachs angebracht.

An seiner den Ausschnitt begrenzenden Hinterkante kann das aus Kunstharz gefertigte Aufnahmeteil durchhängen, denn zwischen dieser Hinterkante und dem hinteren Abschluß des Aufnahmeteils wird der in Querrichtung des Kraftfahrzeugs gesehen mittlere Bereich des Aufnahmeteils ausschließlich von den Längsseiten des Aufnahmeteils her gestützt. Hierdurch kann das auf der Innenseite des Kraftfahrzeugdachs vorgesehene Zierpaneel nach unten ausgebeult werden, und es kann zu störenden Geräuschen kommen.

Dem Anmeldungsgegenstand liegt die Aufgabe zugrunde, das gattungsgemäße Aufnahmeteil derart weiterzubilden, daß es nicht mit dem Zierpaneel in Berührung tritt.

Diese Aufgabe wird anmeldungsgemäß durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil des neuen Hauptanspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgegenstandes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die erfindungsgemäß ausgebildete Verstärkung desjenigen Abschnitts des Aufnahmeteils, der die Hinterkante des der Dachöffnung entsprechenden Ausschnitts bildet, verhindert in Verbindung mit der zusätzlichen Befestigung des Aufnahmeteils in diesem Abschnitt am Kraftfahrzeugdach sicher, daß das Aufnahmeteil in diesem besonders gefährdeten Bereich nach unten auf das Zierpaneel durchhängt. Die Verstärkungsplatte ist ferner besonders dazu geeignet, zur Befestigung einer Innenraumbeleuchtung oder als elektrisches Masseteil zu dienen.

Es ist grundsätzlich bekannt, aus Kunststoff hergestellte Fahrzeugteile mit eingelegten Blechteilen etc. zu versehen.

Anhand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben. Es zeigt

Fig. 1 die Draufsicht auf die Konstruktion eines Sonnendach-Aufnahmeteils nach dem Stand der Technik;

Fig. 2 den Schnitt nach der Linie II-II in der Fig. 1;

Fig. 3 eine Teil-Draufsicht auf ein Sonnendach-Aufnahmeteil in einer bevorzugten Ausführungsform gemäß der Erfindung, wobei der rückwärts der Dach- oder Paneelöffnung liegende Bereich dargestellt ist;

Fig. 4 den Teilschnitt nach der Linie IV-IV in der Fig. 3.

Bevor eine Ausführungsform gemäß der Erfindung im einzelnen erläutert wird, wird unter Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 auf den einschlägigen Stand der Technik näher eingegangen.

Die Fig. 1 und 2 zeigen den allgemeinen Aufbau eines herkömmlichen Aufnahmeteils für ein verschiebbares Sonnendach, das an einem Fahrzeug, z. B. einem Kraftfahrzeug, anzubringen ist. Im vorderen Teil des festen Dachs 1 des Fahrzeugs ist eine Dachöffnung 2 ausgebildet, während in der Fahrgastzelle ein Zierpaneel 3 mit einer Öffnung oder einem Ausschnitt 4 angebracht ist, so daß die Fahrgastzelle über die Dachöffnung 2 und den Paneelausschnitt 4 zur Außenluft Verbindung erhalten kann, wenn ein verschiebbares Sonnendach 5 geöffnet wird, das nach Willen auch diese Verbindung zum Äußeren absperrt.

Wie der Doppelpfeil A in Fig. 2 zeigt, kann das Sonnendach 5 angehoben oder abgesenkt werden und mittels eines Hand- oder Motorantriebs 8 (Fig. 1) in Richtung des Doppelpfeils B zum Öffnen und Schließen der Dachöffnung 2 zurück- und vorbewegt werden. Mit gestrichelten Linien ist in Fig. 2 die völlig zurückgezogene Lage des Sonnendachs 5 angegeben, das in der mit ausgezogenen Linien gezeigten Lage die Dachöffnung 2 dicht abschließt.

Am festen Dach 1 ist zwischen diesem und dem Zierpaneel 3 ein Aufnahmeteil 6 befestigt, das einen zum Paneel-Ausschnitt 4gleich bemessenen Ausschnitt hat sowie mit einem Paar von Führungsschienen 7 (Fig. 1), um das Sonnendach 5 bei seiner Bewegung zu führen, versehen ist. Wenn die Dachöffnung 2 durch Lösen des Sonnendachs 5 aus dieser und durch dessen Verschiebung längs der Führungsschienen 7 frei ist, dann nimmt das Aufnahmeteil 6 das Sonnendach 5 in seinem Innenraum auf.

Das Aufnahmeteil 6 für das Sonnendach 5 ist aus Kunstharz geformt, um das Fahrzeuggewicht niedrig zu halten. Auch weist es eine vergleichsweise große Abmessung auf, da es als ein einheitliches Bauteil ausgestaltet ist, das nicht in Sektionen unterteilt werden kann.

Wenn ein derartiges einstückig geformtes Aufnahmeteil am festen Fahrzeugdach 1 angebracht wird, so wird der mittige Bereich des Aufnahmeteils hinter der rückwärtigen Kante der Dachöffnung 2 durchsacken. Als Ergebnis dessen drückt das Aufnahmeteil 6 gegen das Zierpaneel 3 an dessen Innenfläche, was zu einem Verformen des Paneels führt, wodurch das Aussehen des Zierpaneels 3 und damit das der Fahrgastzelle erheblich beeinträchtigt wird. Darüber hinaus kann das durchhängende Aufnahmeteil, wenn es am Paneel anliegt, auch Geräusche verursachen.

Durch die Erfindung sollen diese nachteiligen Probleme behoben werden.

Wie die Fig. 3 und 4, in denen zu Fig. 1 und 2 gleiche Bezugszeichen gleiche oder gleichartige Bauteile bezeichnen, zeigen, ist ein gemäß der Erfindung ausgebildetes Aufnahmeteil 6&min; mit einer in dieses längs der hinteren Kante des Aufnahmeteil- und Paneelausschnitts 4 eingebetteten Metallverstärkungsplatte 9 ausgestattet. Das Aufnahmeteil kann aus einem Material wie faserverstärkter Kunststoff gefertigt sein.

Die Verstärkungsplatte 9 hat einen derartig ausgebildeten Querschnitt, daß der Platte eine ausreichende Steifigkeit vermittelt wird, und sie ist an einer geeigneten Stelle mit einem Loch 10 versehen, so daß das Material des Aufnahmeteils 6 bei dessen Herstellung das Loch ausfüllt, um das Kunststoffmaterial an den beiden Seiten der Verstärkungsplatte 9 miteinander zu verbinden. An der Verstärkungsplatte 9 ist eine Nase oder ein Vorsprung 11 ausgebildet, der mit einer Form bei dem Formvorgang des Aufnahmeteils 6 zur Anlage kommt. Dadurch wird eine Schieflage der Verstärkungsplatte während des Formvorgangs unterbunden.

Die beiden Endabschnitte der Verstärkungsplatte 9 sind zur Bildung von Flanschen 12, von denen jeder mit einem Loch versehen ist, abgebogen. Durch Befestigen der Flansche 12 an der Innenfläche des Dachs 1 durch Schrauben od. dgl. wird die Verstärkungsplatte 9 am festen Dach gehalten. Die Verstärkungsplatte 9 ist also zur Halterung sowie zur Steigerung der Steifigkeit des Aufnahmeteils 6 an der rückwärtigen Kante des Paneelausschnitts 4 wirksam.

Ein Vorteil der Erfindung liegt u. a. darin, daß durch Erhöhen der Steifigkeit des Aufnahmeteils 6 durch die Verstärkungsplatte oder den Verstärkungsstreifen 9 die Dicke (Stärke) des Aufnahmeteils ohne die Gefahr des Durchsackens vermindert werden kann.

Es ist ferner zu bemerken, daß die Verstärkungsplatte 9 auch zur Befestigung einer Innenraumbeleuchtung und auch als elektrisches Masseteil dienen kann.


Anspruch[de]
  1. 1. Aufnahmeteil für das Sonnendach eines Kraftfahrzeugs, das auf der Innenseite des Kraftfahrzeugdaches im Bereich der Dachöffnung fest angebracht und aus Kunstharz hergestellt ist und das einen der Dachöffnung entsprechenden Ausschnitt aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeteil (6) eine Verstärkungsplatte (9) aufweist, die längs der Hinterkante des Ausschnitts (4) im Aufnahmeteil (6) eingebettet ist und deren Endabschnitte (Flansch 12) aus dem Aufnahmeteil (6) vorstehen und fest an der Innenseite des Kraftfahrzeugdaches (1) angebracht sind.
  2. 2. Aufnahmeteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Verstärkungsplatte (9) aus Metall besteht.
  3. 3. Aufnahmeteil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Endabschnitt der Verstärkungsplatte (9) als Flansch (12) ausgebildet ist.
  4. 4. Aufnahmeteil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Paar Führungsschienen (7), die am Aufnahmeteil (6&min;) befestigt sind, das Sonnendach (5) abstützen sowie bei dessen Schiebebewegung gleitend führen.






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