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Dokumentenidentifikation DE3727962C2 23.08.1990
Titel Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung der Wiedergabegeschwindigkeit bei einem Video-Plattenspieler
Anmelder Pioneer Electronic Corp., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Tobe, Takeo, Tokorozawa, Saitama, JP
Vertreter Grünecker, A., Dipl.-Ing.; Kinkeldey, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing.; Stockmair, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing. Ae.E. Cal Tech; Schumann, K., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Jakob, P., Dipl.-Ing.; Bezold, G., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Meister, W., Dipl.-Ing.; Hilgers, H., Dipl.-Ing.; Meyer-Plath, H., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München; Kinkeldey, U., Dipl.-Biol. Dr.rer.nat., Pat.-Ass., 8021 Icking; Bott-Bodenhausen, M., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Ehnold, A., Dipl.-Ing.; Schuster, T., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 21.08.1987
DE-Aktenzeichen 3727962
Offenlegungstag 14.04.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse G11B 19/26
IPC-Nebenklasse H04N 5/76   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Steuerungsvorrichtung und ein Steuerungsverfahren für die Wiedergabegeschwindigkeit eines Video-Plattenspielers nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. 3. Dergleichen gehört zum allgemein bekannten Stand der Technik.

Es ist weiterhin allgemein bekannt, daß bei herkömmlichen Video-Plattenspielern spezielle Wiedergabefunktionen zusätzlich zu dem normalen Abspielen ausgeführt werden können, beispielsweise ein Abspielen mit doppelter Geschwindigkeit, mit dreifacher Geschwindigkeit, eine Standbildwiedergabe, eine Zeitlupenwiedergabe usw. Diesen herkömmlichen Video-Plattenspielern haftet jedoch der Nachteil an, daß man keine Feinveränderung der Geschwindigkeit durchführen kann. Eine Wiedergabe ist nur so möglich, daß die Geschwindigkeit auf ein 1/2, 1/4 usw. der normalen Geschwindigkeit für langsame Abspielgeschwindigkeiten und auf doppelte und dreifache Geschwindigkeit bei schnellerer Wiedergabe einstellbar ist.

Es ist Aufgabe der Erfindung, diesen vorstehend beschriebenen Nachteil der bekannten Lösungen zu vermeiden. Die Erfindung will eine Vorrichtung und ein Verfahren für die Wiedergabegeschwindigkeitssteuerung bei einem Video-Plattenspieler schaffen, mit der bzw. dem eine Wiedergabe mit einer beliebigen Geschwindigkeit durchführbar ist.

Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Vorrichtung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. ein Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 3.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung weiter erläutert und beschrieben.

Fig. 1 zeigt in einem Blockschaltbild einen Video-Plattenspieler, bei dem die Vorrichtung zur Wiedergabegeschwindigkeitssteuerung nach der Erfindung angewandt ist; die

Fig. 2 und 3 sind Flußdiagramme, um die Verarbeitungsschritte zu erläutern, die bei der Erfindung in der Zentralrechnereinheit CPU ausgeführt werden.

In dem in Fig. 1 gezeigten Blockdiagramm ist ein Video-Plattenspieler dargestellt, bei dem die Wiedergabegeschwindigkeitssteuervorrichtung nach der Erfindung angewandt ist. Die auf einer Videoplatte 1 aufgezeichnete Information wird mit Hilfe eines Abtasters 2 ausgelesen. Das hochfrequente Ausgangssignal des Abtasters 2 wird mit Hilfe eines FM-Demodulationsschaltkreises 3 demoduliert. Das Ausgangssignal oder Wiedergabevideosignal des FM-Demodulationsschaltkreises 3 wird an einen Videoausgangsanschluß und an eine Vertikalsynchronabtrennschaltung 4 gegeben. Der vertikal synchronisierende Anteil, der in dem wiedergegebenen Videosignal enthalten ist, wird davon extrahiert und als Vertikalsynchronimpuls an eine Zentralrechnereinheit (CPU) 5 und einen Zähler 6 mit einem Gesamtzählbereich von 2 n (n = eine ganze Zahl) gegeben, beispielsweise kann der Gesamtzählbereich 120 sein. Wenn über eine Eingabetastatur 7 ein Befehl zur Wiedergabe in einer bestimmten Art und Weise, beispielsweise mit verlangsamter Geschwindigkeit, mit größerer Geschwindigkeit, als Standbild od. dgl. vorgegeben wird, führt die CPU 5 ein bestimmtes Programm aus, das in einem Nurlesespeicher (ROM) 8 gespeichert ist. Die CPU führt dabei Rechnungen aus, um die Anzahl von Aufzeichnungsspuren (nicht gezeigt) auf der Videoplatte 1 festzustellen, die von einem Informationserfassungspunkt (ein Lichtpunkt) des Abtasters 2 übersprungen werden sollen. Die Anzahl der zu überspringenden Spuren wird entsprechend der gewünschten Wiedergabegeschwindigkeit synchron mit dem Vertikalsynchronimpuls auf der Basis des Zählergebnisses des Zählers 6 bestimmt. Die CPU 5 ist mit einem Speicher mit wahlfreiem Zugriff (RAM) 9 verbunden und liest Information, die zur Durchführung des Programms benötigt wird.

Die Information über die zu überspringende Spuranzahl, die von der CPU 5 errechnet worden ist, wird an einen Sprungsteuerschaltkreis 10 weitergegeben. Der Sprungsteuerschaltkreis 10 sendet einen Sprungimpuls, dessen Pulsbreite oder Spitzenwert der Anzahl der zu überspringenden Spuren entspricht, an den Antrieb des Abtasters 2 synchron mit dem Vertikalsynchronimpuls. Der Abtaster 2 besitzt einen eingebauten Antrieb, der den Informationserfassungspunkt senkrecht zu den Aufzeichnungsspuren, d. h. radial in bezug auf die Videoplatte, beaufschlagt und so den Informationsaufnahmepunkt über die Aufzeichnungsspuren springen läßt.

Im folgenden wird auf die Flußdiagramme der Fig. 2 und 3 Bezug genommen. Anhand dieser Diagramme werden die Funktionen erläutert, die die erfindungsgemäße Vorrichtung mit der CPU ausführt.

In einem ersten Schritt S1 werden zunächst der Zähler 6 rückgesetzt und eine Kippschaltung TG auf "0" gesetzt. Im Betrieb wird die Kippschaltung abwechselnd zwischen den Zuständen "1" und "0" hin- und hergeschaltet, und zwar jedesmal, wenn ein Vertikalsynchronimpuls anliegt. Bis zur Eingabe einer Wiedergabegeschwindigkeit und ihrer Richtung an der Tastatur 7 (Schritt S2) wartet der Betrieb in einem Schritt S3 auf einen Vertikalsynchronimpuls. Die Wiedergabegeschwindigkeit kann als Vielfaches von 1/60 (2/120) eingestellt werden, da der Video-Plattenspieler im Zähler 6 einen Gesamtzählbereich von 120 (Gesamtzählbereich von 2 n) aufweist und da ein Vollbild aus zwei Halbbildern in der Videoplatte 1 besteht. Die Vorgabe geschieht durch Eingabe einer gewünschten ganzen Zahl m bezüglich n (n = 60). Angenommen nun, es wird als Wert für m die Zahl "127" eingegeben, dann wird die Wiedergabegeschwindigkeit um das Verhältnis 127/60mal höher als die Normalgeschwindigkeit und die Wiedergaberichtung ist vorwärts. Der Zählerstand im Zähler 6, wiedergegeben durch VC, wird in einem Schritt S4 mit der Gesamtzählbereichsgröße 2 n verglichen. Beim Auftreten des Vertikalsynchronimpulses wird der Betrieb zum Schritt S5 überführt, so daß der Zähler 6 so gesteuert wird, daß er aufwärts zählt (im Schritt S5). Danach wird die Kippschaltung TG umgeschaltet, indem zwischen dem vorhergehenden Wert "0", der in der Kippschaltung TG gesetzt war, und dem Wert "1" eine Exklusiv-ODER-Verknüpfung ausgeführt wird (Schritt 6). Dabei wird zu Anfang im Schritt S6 die Kippschaltung TG auf "1" gesetzt. Wenn die Überprüfung im Schritt 7 zeigt, daß TG gleich "1" ist, geht der Betrieb weiter zum nächsten Schritt S8, in dem die Rechnung ausgeführt wird, mit der die Spuranzahl JC, die übersprungen werden soll, ermittelt wird. Bis jetzt wurde jedoch die Rechnung zur Durchführung einer Grundgeschwindigkeit BS noch nicht durchgeführt. Daher geht der Betrieb nun vom Schritt S8 über den Schritt 9 auf den Schritt S10 über, während der Zustand so belassen wird, wie er ist.

Im Schritt S10 werden die Vorgabe der Wiedergaberichtung und die Rechnung zur Ermittlung der Grundgeschwindigkeit BS ausgeführt. Die Art und Weise, wie im Schritt S10die Berechnung durchgeführt wird, soll nun anhand des Flußdiagramms der Fig. 3 erläutert werden. Die Abspielrichtung wird im Schritt S101 auf der Basis der bei S2 eingegebenen Information für die Wiedergabegeschwindigkeit und ihrer Richtung festgelegt. Danach wird die Rechnung der Grundgeschwindigkeit BS und einer Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l (in den Schritten S102 und S103) durchgeführt. Die Grundgeschwindigkeit BS wird durch Ausführung der folgenden Rechnung erhalten:

BS = [m/n] ,

wobei die [] ein Gauß-Symbol ist, das den Wert eines ganzen Teils einer Realzahl entspricht, die man von dem Bruch in der Klammer erhält. Im obigen Beispiel ist m = 127 und n = 60, so daß die Basisgeschwindigkeit 2 ist. Die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l wird durch folgenden Ausdruck für den Modulus l = mod (m, n) erhalten, das bedeutet:

l = m - [m/n] *n .

Als Ergebnis dieser Rechnung erhält man für die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l = 7. Wenn der Test im Schritt S104 zeigt, daß die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l kleiner als n/2 ist, wird der Betrieb zum Schritt S105 überführt, wobei der ganzzahlige Wert p = [2n/l] errechnet und in diesem Falle p = 17 erhalten wird. Dieser Wert wird in einem Arbeitsspeicher WK&sub0;, der in der Zentralrechnereinheit (CPU) 5 vorhanden ist, gespeichert.

Danach wird der ganzzahlige Wert [VC/P] auf der Basis der Zählung VC des Zählers 6 errechnet, und der bei dieser Rechnung ermittelte Wert wird in einem ersten Arbeitsregister WK&sub1; (im Schritt S106) gespeichert. Es wird dann eine weitere Rechnung für den Ausdruck [(VC-1)/P] durchgeführt, und der durch diese Rechnung erhaltene ganzzahlige Wert wird in einem zweiten Arbeitsregister WK&sub2; (im Schritt S107) gespeichert. Hier wird der Wert des ersten Arbeitsregisters WK&sub1; nach und nach so verändert, daß er "0" ist, wenn die Zählung VC des Zählers 6 in einem Bereich zwischen 1 und 16 liegt, daß er "1" beträgt, wenn die Zählung VC in einem Bereich zwischen 17 und 32 liegt, daß er "2" beträgt für den Bereich 34 bis 50, "3" für den Bereich 51 bis 67 usw. beträgt. Der Wert des zweiten Arbeitsregisters WK&sub2; wird andererseits nach und nach verändert, wobei der Zählung VC zwischen 1 und 17 eine "0", dem Bereich zwischen 18 und 34 eine "1", dem Bereich zwischen 35 und 51 eine "2", dem Bereich von 52 bis 68 eine "3" usw. zugeordnet wird. Wenn ein Test im Schritt S108 erneut zeigt, daß die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l kleiner als n/2 ist, wird der Betrieb in den Schritt S109 überführt, in dem überprüft wird, ob der Wert im ersten Arbeitsregister WK&sub1; gleich demjenigen im zweiten Arbeitsregister WK&sub2; ist. Diese beiden Werte stimmen dann nicht überein, wenn das Zählergebnis VC des Zählers 6 irgendeinen der sieben Grenzwerte "17", "34", "51", "68", "85", "102" und "119" annimmt, sie stimmen jedoch miteinander überein, wenn VC andere als die zuvor genannten sieben Grenzwerte annimmt. Wenn eine Überprüfung im Schritt S109 zeigt, daß die entsprechenden Werte im Arbeitsregister WK&sub1; und WK&sub2; miteinander übereinstimmen, wird der Betrieb in den Schritt S110 überführt, in dem überprüft wird, ob die Grundgeschwindigkeit BS gleich "0" ist. Für diesen Fall gilt B = 2, und es wird daher der Betrieb in den Schritt S111 überführt, in dem überprüft wird, ob die Wiedergaberichtung rückwärts ist. Da die eingestellte Richtung die Vorwärtsrichtung ist, wird der Betrieb in den Schritt S112 überführt, in dem von der Grundgeschwindigkeit BS eine "1" abgezogen wird, so daß man in diesem Fall für die Grundgeschwindigkeit BS = 1 erhält. Nachdem die Grundgeschwindigkeit BS = 1 eingestellt ist, geht der Betrieb zurück zu dem Hauptflußdiagramm der Fig. 2.

Wenn jedoch im Gegensatz dazu die Überprüfung im Schritt S109 zeigt, daß der Wert im ersten Arbeitsregister WK&sub1; nicht mit dem im zweiten Arbeitsregister WK&sub2; übereinstimmt, wird der Betrieb unmittelbar in den Schritt S113 überführt, in dem untersucht wird, ob die Grundgeschwindigkeit BS gleich "0" ist oder nicht. In diesem Falle ist BS = 2, so daß der Betrieb in den Schritt S114 überführt wird, in dem wieder untersucht wird, ob die Grundgeschwindigkeit "0" ist oder nicht. Wenn die Antwort "Nein" ist, dann wird der Wert "2" zur Grundgeschwindigkeit BS hinzu addiert, um so im Schritt S115 die Grundgeschwindigkeit BS = 4 zu erhalten. Danach wird der Betrieb in den Schritt S112 überführt, und zwar über die Schritte S110 und S111, um so die Grundgeschwindigkeit BS = 3 zu erhalten. Dann kehrt der Betrieb zurück zum Hauptflußdiagramm nach Fig. 2.

Das bedeutet, daß in dem Fall, in dem die Grundgeschwindigkeit BS "2" ist, BS&min; = 3 gesetzt wird, wenn das Zählergebnis VC des Zählers 6 irgendeinen der sieben Grenzwerte "17", "34", "51", "68", "85", "102" und "119" annimmt, während BS&min; auf "1" gesetzt wird, wenn VC irgendeinen anderen als die oben erwähnten sieben Grenzwerte annimmt. Danach wird der Betrieb zum Hauptflußdiagramm überführt.

Im Hauptflußdiagramm nach Fig. 2 wird nach der Beendigung des Rechenvorgangs für die Grundgeschwindigkeit BS im Schritt S10 der Betrieb zurück zum Schritt S2 geführt. Danach läuft der Betrieb durch die Schritte S3 und S4 zum Schritt S5, wobei im Schritt S5 der Zähler 6 so gesteuert wird, daß er aufwärts zählt. Über den Schritt S6 geht dann der Betrieb zum Schritt S7 über, wo untersucht wird, ob TG =1 ist oder nicht. Der Zustand der Kippschaltung TG wird abwechselnd zwischen "1" und "0" jedesmal dann hin- und hergeschaltet, wenn der Zählerstand im Schritt S6 erhöht wird. Wenn das Zählergebnis VC im Zähler 6 ungeradzahlig ist, geht der Betrieb zum Schritt S8 über, in dem die Anzahl der Spursprünge JC durch Berechnung des Ausdrucks BS&min;/2 ermittelt wird. Wenn andererseits VC eine gerade Zahl ist, geht der Betrieb in den Schritt S11 über, in dem die Anzahl der Spursprünge JC nach der Formel [(BS&min;+1)/2] errechnet wird. Für den Fall, in dem BS&min; = 1 ist, erhält man JC = 0, wenn das Ergebnis VC im Zähler 6 ungeradzahlig ist. Man erhält andererseits JC = 1, wenn die VC geradzahlig ist. Die CPU sendet im Schritt S9 die Spurzahlinformation entsprechend JC = 0 an den Sprungsteuerschaltkreis 10, wenn der Zählwert VC des Zählers 6 ungeradzahlig ist und sendet einen JC = 1 entsprechenden Wert, wenn der Zählwert VC geradzahlig ist. Als Ergebnis davon wird ein Spursprung für jeweils zwei Vertikalsynchronimpulse synchron mit dem Vertikalsynchronimpuls durch den Betrieb des Sprungsteuerschaltkreises 10 veranlaßt.

Wenn BS&min; = 3 ist, erhält man andererseits JC = 1, wenn das VC des Zählers 6 ungeradzahlig ist, während man die Zahl JC = 2 erhält, wenn VC geradezahlig ist. Das bedeutet, daß der Zähler 6 nach der arithmetischen Berechnung der Grundgeschwindigkeit BS um Eins aufwärts zählt, so daß der Sprung mit einer zusätzlichen Spur nur dann ausgeführt wird, wenn VC einen Wert annimmt, der um Eins größer ist als die zuvor geschriebenen Grenzwerte, d. h. für jeden Wert "18", "35", "52", "69", "86", "103" und "120". Die oben beschriebene Operation wird wiederholt und macht es daher möglich, eine Wiedergabe mit einer Geschwindigkeit durchzuführen, die 167/60mal höher als die normale Geschwindigkeit ist. Wenn das VC des Zählers 6 den Wert 2 n im Schritt S4 erreicht hat, geht der Betrieb zum Schritt S12 über, indem der Zähler 6 gelöscht wird. Danach geht der Betrieb zum Schritt S6 über.

Oben wurde zunächst die Funktion für den Fall erläutert, in dem die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l kleiner als n/2 ist. Im folgenden wird der Betrieb nun für den Fall erklärt, indem die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l = n/2 oder mehr beträgt.

Wenn in dem Flußdiagramm nach Fig. 3 im Schritt S104 festgestellt wird, daß l größer = n/2 ist, dann wird n-l errechnet und dieser Wert im Schritt S116 anstelle des Feineinstellgeschwindigkeitswerts l gesetzt. Über die Schritte S105 und S108 geht der Betrieb zum Schritt S117 über. In diesem wird überprüft, ob der Wert des ersten Arbeitsregisters WK&sub1; gleich dem Wert des zweiten Arbeitsregisters WK&sub2; ist. Wenn dagegen l kleiner n/2 gilt, wird der Betrieb unmittelbar zum Schritt S110 überführt, wenn die Werte des Arbeitsregisters WK&sub1; und WK&sub2; nicht miteinander übereinstimmen, während dagegen der Betrieb über die Schritte S114 und S115 zum Schritt S110 überführt wird, wenn der Wert des Arbeitsregisters WK&sub1; und derjenige des Arbeitsregisters WK&sub2; miteinander übereinstimmen. Im Ergebnis erhält man dann unter der Annahme, daß die Feineinstellbeschleunigungsgeschwindigkeit l wieder gesetzt wird, z. B. "7" sei, einen Sprung über eine zusätzliche Spur nur dann, wenn der Zählwert VC des Zählers 6 anders als "18", "35", "52", "69", "86", "103" und "120" lautet.

Wenn die Sollwiedergabegeschwindigkeit kleiner als die normale Geschwindigkeit ist, ist die Grundgeschwindigkeit BS, die man im Schritt S102 im Flußdiagramm der Fig. 3 erhält, "0". Wenn daher l kleiner als n/2 und WK&sub1; ungleich WK&sub2; ist, dann wird der Wert "2" zu der Grundgeschwindigkeit BS hinzuaddiert, so daß BS im Schritt S118 gleich 2 wird, und es wird dann im Schritt S119 die Halbbildeinstellung durchgeführt. In diesem Fall ist die Wiedergabegeschwindigkeit extrem langsam, so daß ein sogenanntes "Flattern" des wiedergegebenen Bildes auftreten kann. Um dieses Phänomen zu vermeiden, wird die Halbbildeinstellung so durchgeführt, daß die Wiedergabe immer nur des ersten Halbbildes ausgeführt wird. Wenn hingegen l größer als oder gleich n/2 und WK&sub1; gleich WK&sub2; ist, wird im Schritt S120 die Rückwärtsrichtung eingestellt. Wenn BS = 0 und die Wiedergaberichtung die Rückwärtsrichtung ist, dann wird eine arithmetische Operation durchgeführt, wobei eine "1" zur Grundgeschwindigkeit BS im Schritt S121 hinzuaddiert wird. Dann kehrt der Betrieb zurück zum Hauptfluß nach Fig. 2.

In dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist die Grundgeschwindigkeit BS&min; ungeradzahlig oder geradzahlig, wenn BS geradzahlig bzw. ungeradzahlig ist. Weiterhin stimmen die entsprechenden JC-Werte, die durch die Rechenschritte in den Schritten S8 und S11 nach Fig. 2 ermittelt werden, nicht miteinander überein, wenn die Grundgeschwindigkeit BS geradzahlig ist, während die entsprechenden JC-Werte miteinander übereinstimmen, wenn BS ungeradzahlig ist.

Die Sprungsteuerung wechselt daher zwischen dem Fall, indem die Grundgeschwindigkeit BS geradzahlig ist, und dem Fall, in dem BS ungeradzahlig ist, und zwar auf der Basis des errechneten JC-Wertes. Es können jedoch z. B. auch Anordnungen derart getroffen werden, daß in einem Schritt untersucht wird, ob die Grundgeschwindigkeit BS ungeradzahlig oder geradzahlig ist, wobei dieser Schritt vor dem Schritt S6 durchgeführt wird, um so direkt den Betrieb in den Schritt S8 zu überführen, wenn die Grundgeschwindigkeit BS ungeradzahlig ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Steuerungsvorrichtung für die Bildwiedergabegeschwindigkeit bei einem Videoplattenspieler, der zum Abspielen von Videoplatten bestimmt ist, die mit konstanter Drehzahl umlaufen und in denen in jeder der konzentrischen Spuren zwei Halbbilder eines Vollbildes aufgezeichnet sind, mit einem Abtaster, der synchron mit dem Umlauf der Videoplatte zur Ausführung von Spurwechseln sprunghaft, gesteuert durch Vertikalsynchronimpulse, radial zur Videoplatte angetrieben ist, gekennzeichnet durch

    einen Zähler (6), der einen Gesamtzählbereich von 2 n (wobei n eine ganze Zahl ist) hat und der ihm zugeführte Vertikalsynchronimpulse aufwärts zählt, um dadurch die Bildwiedergabegeschwindigkeit durch entsprechende Steuerung des Radialantriebs des Abtasters (2) zu beeinflussen;

    eine Einrichtung (7), mit der eine ganze Zahl m in den Zähler (6) eingegeben werden kann, um dadurch die Sollwertvorgabe eines Faktors für die Bildwiedergabegeschwindigkeit auf m/n einzustellen;

    eine Einrichtung (5), die den ganzzahligen Anteil von m/n ermittelt und daraus eine Grundgeschwindigkeit BS bestimmt;

    eine Einrichtung (5), die die Anzahl JC der von dem Abtaster (2) synchron mit einem Vertikalsynchronimpuls auf einmal zu überspringender Spuren auf der Grundlage der Grundgeschwindigkeit BS errechnet;

    eine Einrichtung (4), die den Zähler (6) synchron mit den Vertikalsynchronimpulsen inkrementiert, und

    eine Einrichtung (5), die zu der errechneten Spuranzahl JC eine Eins hinzuaddiert, wenn der Zähler (6) um eine Größe p aufwärts gezählt hat, wobei p der ganzzahlige Anteil von 2n/l ist und l der nicht-ganzzahlige Anteil von m/n ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Addiereinrichtung (5) im Falle, daß p kleiner als n/2 ist, eine Eins zu der errechneten, zu überspringenden Spuranzahl jedesmal dann hinzuaddiert, wenn der Zähler (6) um den Wert p aufwärts gezählt hat, während sie im Falle, daß p größer als oder gleich n 2 ist, eine Eins zu der zu überspringenden Spuranzahl jedesmal dann hinzuaddiert, wenn der Zähler (6) aufwärts zählt mit Ausnahme des Falles, indem der Zähler (6) um einen Wert (n-p) aufwärts gezählt hat.
  3. 3. Verfahren zum Steuern der Bildwiedergabegeschwindigkeit bei einem Videoplattenspieler, der zum Abspielen von Videoplatten bestimmt ist, die mit konstanter Drehzahl umlaufen und in denen in jeder der konzentrischen Spuren zwei Halbbilder eines Vollbildes aufgezeichnet sind, mit einem Abtaster, der synchron mit dem Umlauf der Videoplatte zur Ausführung von Spurwechseln sprunghaft, gesteuert durch Vertikalsynchronsignale, radial zur Videoplatte angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die von dem von der Videoplatte abgespielten Videosignal abgetrennten Vertikalsynchronimpulse bis zu einer Anzahl von 2 n (wobei n eine ganze Zahl ist) aufwärts gezählt werden, daß eine ganze Zahl m vorgegeben wird, um den Sollwert für die Bildwiedergabegeschwindigkeit mit m/n vorzugeben, der ganzzahlige Anteil des Verhältnisses m/n ermittelt und daraus eine Grundgeschwindigkeit berechnet wird, die Anzahl der von dem Abtaster synchron mit dem Vertikalsynchronimpuls auf der Platte zu überspringender Spuren auf der Grundlage dieser Grundgeschwindigkeit errechnet wird und synchron mit dem Vertikalsynchronimpuls aufwärts gezählt wird und eine Eins zu der errechneten Spurenanzahl hinzugezählt wird, wenn die gezählten Vertikalsynchronimpulse einen Wert p erreicht haben, der der ganzzahlige Anteil des Verhältnisses 2 n/l ist und l der nicht-ganzzahlige Rest des Verhältnisses m/n ist.






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