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Dokumentenidentifikation DE3736745C2 23.08.1990
Titel Feldküche mit mehreren Kochstellen
Anmelder Alfred Kärcher GmbH & Co, 7057 Winnenden, DE
Erfinder Stelzmüller, Helmut, Dipl.-Ing. (FH), 7303 Neuhausen, DE;
Frank, Jürgen, Dipl.-Ing., 7141 Kirchheim, DE;
Schick, Roland, Dipl.-Ing. (FH), 7159 Auenwald, DE
Vertreter Stellrecht, W., Dipl.-Ing. M.Sc.; Grießbach, D., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Haecker, W., Dipl.-Phys.; Böhme, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.10.1987
DE-Aktenzeichen 3736745
Offenlegungstag 18.05.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse F24C 5/20

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Feldküche mit den im Oberbegriff des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmalen.

In Feldküchen sind regelmäßig mehrere Kochstellen notwendig, um unterschiedliche Gerichte zubereiten zu können. Bei bekannten Feldküchen befinden sich diese Kochstellen, denen jeweils ein eigener Brenner zugeordnet ist, auf einem Fahrgestell nebeneinander, wobei die Art der Kochstellen von vorneherein festliegt, das heißt Kochstellen für Braten, Grillen oder Kochen werden in einer einmal vorgegebenen Art und Weise zur Verfügung gestellt (DE-GM 18 71 345).

Bei bekannten Feldküchen mit mehreren Kochstellen können sich Schwierigkeiten ergeben, wenn eine solche Feldküche in unwegsamem Gebiet eingesetzt werden soll, da dann die verwendeten Fahrgestelle nicht mehr in der gewünschten Weise transportierbar sind.

Es sind auch fahrbare Feldküchen bekannt, bei denen mehrere modular aufgebaute Kochstellen auf einem Fahrgestell unmittelbar nebeneinander angeordnet sind, die von dem Fahrgestell abgenommen und gegebenenfalls unabhängig von dem Fahrgestell betrieben werden können (DE-GM 71 24 819). Bei dieser bekannten Feldküche ist jedem Modul ein eigener Rauchabzug zugeordnet, so daß der konstruktive Aufwand für die Rauchabzüge und die daran anschließenden Kamine relativ groß ist.

Es ist zwar bereits bekannt, bei einer modular aufgebauten Feldküche mehrere Kochmodule über einen gemeinsamen Kamin zu entsorgen, jedoch müssen dazu die Kochmodule selbst in ganz bestimmter Weise ausgestaltet werden, um mit einem mehreren Kochmodulen gemeinsamen Kamin zusammenzuwirken (AT- PS 3 091).

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine gattungsgemäße Feldküche derart weiterzubilden, daß ohne großen konstruktiven Aufwand und ohne größere Montagearbeiten beim Aufsetzen und Abnehmen der Kochmodule von einem Fahrgestell diese nach dem Aufsetzen auf ein Fahrgestell mit einer Rauchgasabfuhr verbunden sind.

Diese Aufgabe wird bei einer Feldküche der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst. Einerseits ist es durch den modularen Aufbau der Feldküche möglich, unterschiedliche Kochmodule, also beispielsweise Bratmodule, Kochmodule mit großer oder kleiner Kochwanne oder Grillmodule, in der gewünschten Weise zu kombinieren. Andererseits können die als vollkommen selbständig arbeitende Kochstellen ausgebildeten Kochmodule von dem Fahrgestell abgenommen und dann einzeln betrieben werden. Durch das Vorsehen eines Rauchsammelgehäuses und die spezielle Anordnung der Öffnungen und der Rohrstutzen wird automatisch beim Einschieben der Kochmodule in die endgültige Position auf dem Fahrgestell eine Verbindung des Rauchauslasses mit dem Rauchsammelgehäuse hergestellt, ohne daß dazu zusätzliche Verbindungsmaßnahmen notwendig sind. Dies vereinfacht den Zusammenbau der aus mehreren Modulen bestehenden Feldküche, wobei andererseits ein besonders einfacher Gesamtaufbau der einzelnen Kochmodule möglich ist, da diese keine speziellen Rauchabzugsvorrichtungen aufweisen müssen. Diese wird zentral von dem Fahrgestell zur Verfügung gestellt.

Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Innendurchmesser der Öffnungen größer ist als der Außendurchmesser der Rohrstutzen und wenn eine den Rohrstutzen dicht umgebende, den Zwischenraum zwischen Rohrstutzen und Öffnungsrand abdeckende Blende vorgesehen ist. Dies erleichtert die Einführung der Rohrstutzen in die Öffnungen und ermöglicht trotzdem eine einwandfreie Abdichtung zwischen Öffnungsrand und Rohrstutzen.

Die Blende kann beispielsweise auf den Rohrstutzen aufgesteckt sein und in einer Führung verschieblich in der Öffnung gehalten sein. Es ergibt sich damit eine einfache Abdichtungsmöglichkeit der Öffnung, die auch bei einer nicht genauen Ausrichtung des Rohrstutzens relativ zur Öffnung einwandfrei erfolgt.

Bei einem abgewandelten Ausführungsbeispiel kann auch vorgesehen sein, daß der Rohrstutzen quer zu seiner Längsachse verschieblich am Kochmodul gelagert ist. Auch dadurch ergibt sich eine Selbstjustierung beim Einschieben des Kochmoduls und damit eine einwandfreie Abdichtung ohne die Notwendigkeit, eine genaue Justierung vornehmen zu müssen.

Besonders bevorzugt ist es dabei, wenn der Rohrstutzen einen Flansch aufweist, der den Rauchauslaß des Kochmoduls umgibt und an der Unterseite sowie an beiden Seiten von einer abgekröpften Halteleiste übergriffen ist, und wenn die Abkröpfungen der beiden seitlichen Halteleisten voneinander einen Abstand aufweisen, der größer ist als die Breite des Flansches. Dadurch kann sich der Flansch in seitlicher Richtung und nach oben verschieben und sich der Rohrstutzen an die jeweilige Position der Öffnung anpassen.

Bei einer vorteilhaften Anordnung werden Kochmodule auf beiden Seiten des in der Mitte des Fahrgestells angeordneten Rauchsammelgehäuses aufgesetzt. Es ergibt sich damit eine vorteilhafte Zugänglichkeit der Kochmodule von beiden Seiten des Fahrgestells her, wobei das in der Mitte des Fahrgestells angeordnete Rauchsammelgehäuse für alle Kochmodule in gleicher Weise gut erreichbar ist, den Betrieb der Kochmodule aber in keiner Weise behindert.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist vorgesehen, daß das Rauchsammelgehäuse getrennte Kammern aufweist, in die der Rauchauslaß jeweils nur eines Kochmoduls einmündet und die alle mit einem einzigen Kamin in Verbindung stehen. Durch die getrennten Kammern wird eine gegenseitige Beeinflussung der Rauchauslässe der einzelnen Module verhindert, trotzdem ist zum Betrieb aller Module nur ein einziger Kamin notwendig.

Vorzugsweise ist der Kamin mittels einer Scharnierverbindung am Rauchsammelgehäuse angelenkt, so daß er zur Fahrt in die Horizontale umgeklappt werden kann.

Das Rauchsammelgehäuse ist vorzugsweise lösbar am Fahrgestell befestigt, so daß es grundsätzlich möglich ist, nach Abnahme des Rauchsammelgehäuses und/oder der Kochmodule auf dem Fahrgestell zusätzlichen Stauraum beispielsweise für Brennstoff oder Lebensmittel zu erhalten. Das Fahrgestell ist somit auch wesentlich vielfältiger einsetzbar als bei herkömmlichen Feldküchen.

Die Führungen können auf einer Ladefläche des Fahrgestells angeordnete Schienen sein, längs welcher jedes Kochmodul in seine Endposition verschiebbar ist. Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Halteorgane parallel zur Einschubrichtung der Kochmodule verlaufende Öffnungen und darin eintauchende Stifte umfassen, die jeweils am Fahrgestell beziehungsweise am Kochmodul angeordnet sind. Diese Halteorgane kommen beim Einschieben der Kochmodule in die Endposition automatisch in Eingriff, so daß auch hier die Bedienungsperson keinerlei zusätzliche Maßnahmen zur Positionierung und Fixierung der Kochmodule ergreifen muß.

Weitere Halteorgane können beispielsweise unverlierbar am Fahrgestell gehaltene, in Gewindebohrungen der Kochmodule eindrehbare Schrauben sein. Diese können beispielsweise an der Vorderseite der Kochmodule angreifen, so daß die Kochmodule einerseits durch die in Öffnungen eintauchende Stifte und andererseits durch diese Halteschrauben in ihrer Position fixiert sind. Anstelle der Halteschrauben können auch Schnellverschlüsse anderer Art verwendet werden, beispielsweise Hebelstrammer oder dergleichen.

Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines als Feldküche ausgebildeten Einachsanhängers mit einem abgenommenen und separat aufgestellten Kochmodul;

Fig. 2 eine Längsschnittansicht des Rauchsammelgehäuses;

Fig. 3 eine Seitenansicht eines Schraubschnellverschlusses zur Festlegung der Kochmodule;

Fig. 4 eine Draufsicht auf ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel eines Kochmoduls mit einem verschiebbaren Rohrstutzen;

Fig. 5 eine Längsschnittansicht der Verbindung zwischen Rauchauslaß und Rauchsammelgehäuse mit verschieblichen Rohrstutzen gemäß Fig. 4;

Fig. 6 eine Ansicht ähnlich Fig. 5 mit einem abgewandelten Ausführungsbeispiel einer auf den Rohrstutzen aufsteckbaren Blende;

Fig. 7 eine Teilvorderansicht des Fahrgestells mit einem Kochmodul und

Fig. 8 eine Seitenansicht eines Kochmoduls auf einem Fahrgestell.

Die Feldküche umfaßt ein als Einachsanhänger ausgebildetes Fahrgestell 1 mit einer ebenen Ladefläche 2 und einer daran angreifenden Deichsel 3. Die Ladefläche 2 ist an den Ecken durch senkrechte Vierkantrohre 4 begrenzt, an denen sich Rangiergriffe 5 befinden, die ein Verschieben des Einachsanhängers 1 von Hand erleichtern.

Auf die Ladefläche 2 sind sich über die gesamte Länge erstreckende, die Radkästen 6 des Einachsanhängers 1 überbrückende Staukästen 7 aufgesetzt, deren Breite etwa der Breite der Radkästen 6 entspricht. Sie bilden an ihrer Oberseite eine Arbeitsplatte 8, die von der Seite des Einachsanhängers 1 zugänglich ist. Zu beiden Seiten der Radkästen 6 ist das Innere der Staukästen 7 durch nach außen zu öffnende Türen 9 zugänglich.

Die Staukästen 7 sind auf dem Einachsanhänger 1 mittels Schnellverschlüssen gesichert, beispielsweise mittels in der Zeichnung nicht näher dargestellter Spannverschlüsse oder mittels Halteschrauben, die von der Unterseite her in die Staukästen eingeschraubt sind. Diese Halteschrauben können beispielsweise so ausgebildet sein, wie es in Fig. 3 dargestellt ist. Danach ist an der Ladefläche 2 ein U-förmiger Haltewinkel 10 befestigt, der zwei miteinander ausgerichtete Bohrungen 11 und 12 in seinen Schenkeln aufweist. Durch diese Bohrungen 11 und 12 ist eine Halteschraube 13 hindurchgesteckt, die durch eine mit den Bohrungen 11 und 12 ausgerichtete Bohrung 14 in der Ladefläche 2 durch diese hindurchragt und in eine Mutter 15 eingeschraubt werden kann, die an der Unterseite des auf die Ladefläche 2 aufgesetzten Staukastens 7 eingeschraubt werden kann. Die Halteschraube 13 wird von einer Spannhülse 16 umgeben, die mittels eines die Halteschraube 13 und die Spannhülse 16 radial durchdringenden Stiftes 17 an der Halteschraube festgelegt ist. In gespanntem Zustand legt sich die Spannhülse 16 an die Unterseite des einen Schenkels des Haltewinkels 10 und spannt dadurch die Mutter 15 von der Oberseite her gegen die Ladefläche 2. Der Stift 17 verhindert, daß die Halteschraube mit der auf ihr festgelegten Spannhülse 16 aus dem Haltewinkel 10 herausfällt, wenn die Halteschraube gelöst ist.

Nach dem Lösen der Halteschrauben oder anderer geeigneter Spannverschlüsse können die Staukästen 7 mittels an den Arbeitsplatten 8 angeordneter Traggriffe 18 von der Ladefläche 2 abgenommen und an anderer Stelle aufgestellt werden. Um die Arbeitsplatte 8 auf Arbeitshöhe zu bringen, können dazu in der Zeichnung nicht dargestellte Klappfüße an der Unterseite der Staukästen 7 ausgeklappt werden. Außerdem ist es möglich, die relativ schmalen Staukästen paarweise zu kombinieren und dadurch eine breitere Tisch- oder Arbeitsfläche zu erhalten.

Die Staukästen 7 sind relativ schmal ausgebildet, so daß zwischen den an den Längsseiten des Anhängers angeordneten Staukästen eine große ebene Stellfläche verbleibt, in deren Mitte sich quer zu den Staukästen 7 ein im Querschnitt rechteckförmiges Rauchsammelgehäuse 19 erstreckt. Dieses hat vorzugsweise dieselbe Höhe wie die Staukästen 7 und teilt die Stellfläche zwischen den Staukästen 7 in eine vordere und eine hintere Stellfläche auf. Das Rauchsammelgehäuse 19 weist in seinen der vorderen und der hinteren Stellfläche zugewandten Wänden mehrere Öffnungen 20 auf, die jeweils in eine Kammer 21 im Inneren des Rauchsammelgehäuses 19 führt. Jeder Öffnung 20 ist eine eigene Kammer 21 zugeordnet, die untereinander nicht in Verbindung stehen, die aber alle gemeinsam in einen zentral nach oben austretenden Schacht 22 einmünden, an den sich ein Kamin 23 anschließt. Dieser Kamin 23 ist mit dem Schacht 22 mittels eines Scharniers 24 verbunden, so daß der Kamin aus der in Fig. 1 dargestellten Position, in der er sich an den Schacht 22 unmittelbar anschließt, in eine horizontale Position umgeklappt werden kann. Diese umgeklappte Position ist insbesondere für den Transport nützlich, während sich der Kamin im Betriebszustand in der in Fig. 1 dargestellten aufgerichteten Stellung befindet.

Auf der vorderen und auf der hinteren Stellfläche sind parallel zur Längsrichtung des Einachsanhängers 1 Führungsschienen 25 angeordnet, wobei sich jeweils eine äußere Führungsschiene unmittelbar neben den Staukästen 7 befindet, während eine mittlere Führungsschiene in der Fahrzeugmitte verläuft. Auf diese Weise entstehen nebeneinander zwei Führungsschienenpaare, welche mit quaderförmigen Kochmodulen 26 zusammenwirken, die einzeln auf die vordere und die hintere Stellfläche aufsetzbar sind. Die Kochmodule 26 werden dabei durch die Führungsschienenpaare geführt, so daß sie durch Aufschieben in Längsrichtung in ihre Position verschoben werden können. Bei dieser Verschiebung tauchen am Boden der Stellflächen festgelegte Stifte 27, die parallel zu den Führungsschienen 25 angeordnet sind, in Ausnehmungen 27a an der Rückseite der jeweiligen Kochmodule 26 ein, so daß die Kochmodule durch diese Stifte zusätzlich geführt und gegen jegliche Querverschiebung gesichert werden. Wenn die Kochmodule 26 vollständig aufgeschoben sind, werden sie mittels eines Schnellverschlusses an der Vorderseite mit der Ladefläche 2 verbunden, wobei diese Schnellverschlüsse in ähnlicher Weise wie bei den Staukästen 7 ausgebildet sein können, also beispielsweise durch Spannhebelverschlüsse oder gemäß der Konstruktion der Fig. 3.

Auf diese Weise ist es möglich, auf die vordere und auf die hintere Stellfläche jeweils zwei Kochmodule nebeneinander aufzusetzen und in einer genau festgelegten Lage zu fixieren.

Die Kochmodule sind im wesentlichen quaderförmig gebaut und enthalten in ihrem durch eine Türe 28 von vorne her zugänglichen Innenraum jeweils einen Brenner mit vollständiger Luft- und Brennstoffversorgung. In die Oberseite ist ein Kochgefäß eingelassen, welches mittels eines Deckels 29 verschließbar ist. In die Seitenwände sind mehrere Griffmulden 30 eingeformt, die es ermöglichen, das Kochmodul in einfacher Weise zu tragen. Auch an der Vorderseite des Kochmoduls sind Griffe 31 vorgesehen, die das Abnehmen des Kochmoduls von dem Einachsanhänger 1 erleichtern.

Jedes Kochmodul ist vollständig selbständig und kann allein betrieben werden. Wenn das Kochmodul unabhängig von dem Einachsanhänger 1 betrieben werden soll, ist es vorteilhaft, wenn in der aus Fig. 1 ersichtlichen Weise in das Kochmodul Standfüße 32 eingeschraubt oder eingesteckt sind, so daß sich das Kochmodul auf Arbeitshöhe befindet.

Ein auf den Einachsanhänger 1 aufgeschobenes Kochmodul ragt mit einem als Rohrstutzen 33 ausgebildeten Rauchauslaß in eine ausgerichtete Öffnung 20 des Rauchsammelgehäuses 19 hinein. Die Längsachse des Rohrstutzens 33 verläuft dabei parallel zu den Führungsschienen 25, so daß das Kochmodul beim Einschieben längs der Führungsschienen automatisch seinen Rohrstutzen 33 in die Öffnung 20 einschiebt. Der Innendurchmesser der Öffnung 20 kann größer sein als der Außendurchmesser des Rohrstutzens 33, so daß auch bei einer geringfügigen Dejustierung beim Einschieben des Kochmoduls der Rohrstutzen 33 in die Öffnung 20 gelangt. Diese Einführung kann auch dadurch unterstützt werden, daß der Rohrstutzen 33 an seinem freien Ende geringfügig nach innen umgebogen ist (Fig. 5 und 6).

Um zwischen Rohrstutzen 33 und dem Rand der Öffnung 20 eine Abdichtung zu erreichen, kann entsprechend der Ausführung der Fig. 6 vorgesehen sein, daß in der Öffnung 20 ein Blendenring 34 angeordnet ist, der in einem Zwischenraum 35 zwischen zwei parallelen, die Öffnung 20 umgebenden Führungsflächen 36 verschieblich gehalten ist, so daß der Blendenring in der Ebene der die Öffnung 20 aufnehmenden Wand verschiebbar ist. Der Rohrstutzen des Kochmoduls paßt sich genau in die Lochblende ein, wobei dies durch einen schräg nach außen umgebogenen Rand 37 des Blendenringes 34 (Fig. 6) erleichtert wird. Dabei paßt sich der Blendenring in seiner Position der Lage des Rohrstutzens 33 an, da der Blendenring durch seine Lagerung zwischen den beiden Führungsflächen 36 verschieblich ist.

Bei einer abgwandelten Ausführungsform (Fig. 5) ist der Rohrstutzen selbst an der Kochmulde in einer Führung so gelagert, daß er senkrecht zu seiner Längsrichtung geringfügig verschiebbar ist. Dies kann dadurch erreicht werden, daß der Rohrstutzen einen beispielsweise quadratischen Flansch 38 trägt, der flächig an der Außenseite des Kochmoduls anliegt und die Rauchauslaßöffnung des Kochmoduls umgibt. Der Flansch 38 wird an der Unterseite sowie an zwei einander gegenüberliegenden Seitenkanten von abgekröpften Leisten 39 überfangen, die an der Außenwand des Kochmoduls gehalten sind. Dabei ist der Abstand der Abkröpfungen der einander gegenüberliegenden Leisten 39 an den Seiten des Flansches 38 größer als die Breite des Flansches 38, so daß der Flansch nach oben und zur Seite verschieblich ist. Dadurch kann sich der Rohrstutzen an die jeweilige Lage der Öffnung 20 im Rauchsammelgehäuse 19 anpassen. Bei dieser Ausführungsform wählt man den Innendurchmesser der Öffnung 20 möglichst genau entsprechend dem Außendurchmesser des Rohrstutzens.

Bei beiden Verbindungsarten ergibt sich beim Einschieben des Kochmoduls eine zwangsläufige Verbindung zum Rauchsammelgehäuse, wobei außerdem eine selbsttätige Zentrierung der Verbindungsmittel und damit eine einwandfreie Abdichtung erfolgt.

Betreibt man die Kochmodule unabhängig von dem Einachsanhänger, kann man auf den Rohrstutzen 33 eine flexible Rauchabsaugleitung oder dergleichen aufstecken.

Der beschriebene Einachsanhänger kann sehr variabel eingesetzt werden, durch Abnahme von Kochmodulen kann zusätzlicher Stauraum geschaffen werden. Es ist auch möglich, den Kochbereich mittels eines Zeltes zu überdachen, welches dann vorzugsweise in die Vierkantrohre 4 eingesteckt wird. Ein solches Zelt kann auch den Bereich um den Anhänger mit erfassen, so daß das Bedienungspersonal unter einem solchen Zeltdach geschützt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Feldküche mit mehreren Kochstellen, die auf einem Fahrgestell angeordnet und jeweils durch ein selbständiges, einen Rauchauslaß aufweisendes Kochmodul gebildet sind, wobei auf dem Fahrgestell mehrere Plätze für Kochmodule vorgesehen sind, an denen sich Halteorgane zur lösbaren Fixierung der Kochmodule befinden, dadurch gekennzeichnet, daß das Fahrgestell (1) Führungen (25) aufweist, in denen die Kochmodule (26) einschiebbar gehalten sind, daß zwischen einem mit dem Rauchabzug (23) in Verbindung stehenden Rauchsammelgehäuse (19) und dem Rauchauslaß eines jeden Kochmoduls (26) eine lösbare Verbindung hergestellt ist, daß zur Herstellung dieser lösbaren Verbindung des Rauchauslasses mit dem Rauchsammelgehäuse eines dieser beiden Teile einen Rohrstutzen (33) und das andere eine Öffnung (20) zum Eintritt des Rohrstutzens (33) aufweist und daß die Längsachse des Rohrstutzens (33) mit der durch die Anordnung der Führungen (25) auf dem Fahrgestell (1) festgelegten Einschubrichtung der Kochmodule (26) übereinstimmt.
  2. 2. Feldküche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Innendurchmesser der Öffnungen (20) größer ist als der Außendurchmesser der Rohrstutzen (33) und daß eine den Rohrstutzen (33) dicht umgebende, den Zwischenraum zwischen Rohrstutzen (33) und Öffnungsrand abdeckende Blende (34) vorgesehen ist.
  3. 3. Feldküche nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Blende (34) auf den Rohrstutzen (33) aufgesteckt ist und in einer Führung (36) verschieblich in der Öffnung (20) gehalten ist.
  4. 4. Feldküche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrstutzen (33) quer zu seiner Längsachse verschieblich am Kochmodul (26) gelagert ist.
  5. 5. Feldküche nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Rohrstutzen (33) einen Flansch (38) aufweist, der den Rauchauslaß des Kochmoduls (26) umgibt und an der Unterseite sowie an beiden Seiten von einer abgekröpften Halteleiste (39) übergriffen ist, und daß die Abkröpfung der beiden seitlichen Halteleisten (39) voneinander einen Abstand aufweisen, der größer ist als die Breite des Flansches (38).
  6. 6. Feldküche nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchsammelgehäuse (19) in der Mitte des Fahrgestells angeordnet ist und daß die Kochmodule (26) auf beiden Seiten des Rauchsammelgehäuses aufgesetzt sind.
  7. 7. Feldküche nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchsammelgehäuse (19) getrennte Kammern (21) aufweist, in die der Rauchauslaß jeweils nur eines Kochmoduls (26) einmündet und die alle mit dem durch einen einzigen Kamin gebildeten Rauchabzug (23) in Verbindung stehen.
  8. 8. Feldküche nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kamin (23) mittels einer Scharnierverbindung (24) am Rauchsammelgehäuse (19) angelenkt ist.
  9. 9. Feldküche nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Rauchsammelgehäuse (19) lösbar am Fahrgestell (1) befestigt ist.
  10. 10. Feldküche nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Führungen (25) auf einer Ladefläche des Fahrgestells (1) angeordnete Schienen sind.
  11. 11. Feldküche nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteorgane parallel zur Einschubrichtung der Kochmodule (26) verlaufende Öffnungen und darin eintauchende Stifte (27) umfassen, die jeweils am Fahrgestell (1) beziehungsweise am Kochmodul (26) angeordnet sind.
  12. 12. Feldküche nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteorgane unverlierbar am Fahrgestell (1) gehaltene, in Gewindebohrungen (14) der Kochmodule (26) eindrehbare Schrauben (13) sind.






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