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Dokumentenidentifikation DE3808933C2 23.08.1990
Titel Erdaufbereitungsmaschine
Anmelder Max Boll GmbH, 7853 Steinen, DE
Erfinder Boll, Max, 7853 Steinen, DE
Vertreter Zipse, E., Dipl.-Phys., 7570 Baden-Baden; Habersack, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 17.03.1988
DE-Aktenzeichen 3808933
Offenlegungstag 28.09.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.08.1990
IPC-Hauptklasse A01B 77/00
IPC-Nebenklasse B02C 21/02   B02C 23/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Erdaufbereitungsmaschine, bestehend aus einem in einem Gehäuse mit einem trapezförmigen Einwurftrichter angeordneten, motorisch angetriebenen Hammerwerk, über welchem eine das in den Trichter eingeworfene Gut zuführende Rüttelplatte angeordnet ist, und einem am unteren Ende des Einwurftrichters angeordneten Einzugswerk für das Gut.

Derartige Erdaufbereitungsmaschinen dienen im allgemeinen zum Aufbereiten von Kompost und leichter Erde sowie zur Verarbeitung nasser, lehmiger Erde und verschiedener Abfälle. Dabei garantiert das unterschlächtig arbeitende Hammerwerk mit Hochleistungsspezialhämmern auch bei steiniger Erde eine einwandfreie Arbeitsweise, wobei ein Blockieren des Hammerwerkes nicht möglich ist. Der im Trichter zusätzlich eingebaute Rüttler sorgt für eine gute Zuführung auch nasser Erde, wodurch ein Zusetzen und Verstopfen des Einfülltrichters vermieden wird.

Die Beschickung derartiger Maschinen kann von Hand, durch Förderbänder oder durch Frontlader erfolgen.

Aus der US-PS 37 04 834 ist eine Erdaufbereitungsmaschine bekannt, bei welcher am unteren Ende eines Einfülltrichters ein Kettenförderband zum horizontalen Zuführen des zu zerkleinernden Erdmaterials in ein Mahlwerk angeordnet ist. Seitlich am Ausgangsende des Kettenförderers ist eine durch das durchlaufende Fördergut angetriebene, gezahnte und die Zufuhr des Materials steuernde Zuführungsrolle angeordnet, die für die kontrollierte Zufuhr des Materials in das Mahlwerk sorgt. Mit dieser Rolle ist es jedoch nicht möglich, mit Sicherheit beim plötzlichen Beschicken der Maschinen der eingangs genannten Art eine Verstopfung des Hammerwerkes zu vermeiden.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bisher bekannte Erdaufbereitungsmaschine der bekannten Art in der Weise zu verbessern, daß bei größerer Gutzuführung ein Verstopfen des Hammerwerks beim plötzlichen Beschicken der Maschine mit Sicherheit vermieden wird.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe wird eine Erdaufbereitungsmaschine der eingangs genannten Art vorgeschlagen, welche dadurch gekennzeichnet ist, daß das Einzugswerk aus zwei im im Abstand voneinander angeordneten, gezahnten und angetriebenen Wellen besteht, die über der Rüttelplatte in den Seitenwänden des Gehäuses drehbar gelagert sind und durch gegeneinanderlaufende Hydraulikmotoren angetrieben werden, die mit einer Hydraulikpumpe und einem Tank über ein Steuerventil verbunden sind.

Durch das aus den gezahnten Walzen bestehende Einzugswerk wird vermieden, daß eine Verstopfung des darunter angeordneten Hammerwerks auftritt, so daß dieses immer seine Drehzahl beibehält und die Einzugswalzen das Material gleichmäßig befördern. Der Antrieb erfolgt über zwei Hydraulikmotoren, die mit einem Hydrauliktank und einer Ölpumpe verbunden sind. Die beiden gezahnten Wellen können durch Flanschlager bzw. Rillenkugellager in den Gehäusewänden befestigt werden. Die Geschwindigkeit des Einzugswerks ist über ein Drosselventil einstellbar und liegt deutlich unter der Geschwindigkeit des Hammerwerks. Sollte das Einzugswerk einmal festsitzen, ist es in einfacher Weise über ein Ventil möglich, die beiden Motoren entgegengesetzt laufen zu lassen, so daß die beiden Wellen sofort wieder frei sind.

Anhand der Zeichnungen soll am Beispiel einer bevorzugten Ausführungsform die Erdaufbereitungsmaschine gemäß der Erfindung näher erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt

Fig. 1 eine prinzipielle Seitenansicht der Erdaufbereitungsmaschine,

Fig. 2 eine Frontansicht der Ausführungsform von Fig. 1,

Fig. 3 eine vergrößerte Detaildarstellung in Seitenansicht,

Fig. 4 eine weitere vergrößerte Detaildarstellung von Fig. 3 in Frontansicht.

Wie sich aus den Figuren der Zeichnung ergibt, besteht die Erdaufbereitungsmaschine gemäß der Erfindung aus einem Gehäuse 1 mit einem trapezförmigen Einwurftrichter 2 für das Gut. Das Gehäuse 1 weist zur Verfahrbarkeit der Maschine Räder 3 und zum Feststellen Stützen 4 auf. In dem Gehäuse 1 ist ein Hammerwerk 5 angeordnet, das über Antriebsachsen motorisch angetrieben wird. Ferner ist über dem Hammerwerk eine nicht dargestellte Rüttelplatte angeordnet, um das eingeworfene Gut besser über dem Hammerwerk 5 zu verteilen.

Am unteren Teil bzw. am Ende des Einwurftrichters 2 ist über der Rüttelplatte ein Einzugswerk, bestehend aus zwei im Abstand voneinander angeordneten und angetriebenen, gezahnten Wellen 6, 7 angeordnet.

Die gezahnten Wellen 6, 7 werden über zwei Hydraulikmotoren 8, die außerhalb am Gehäuse angeordnet sind, angetrieben. Die Hydraulikmotoren werden über Druckleitungen 9 und ein Steuerventil 10 von einem Tank 11 mittels einer Pumpe 12 mit Druck versorgt. Die Motoren 8 laufen gegenläufig, so daß das Hammerwerk ständig und gleichbleibend mit dem zu zerkleinernden Gut versorgt wird. Durch Umsteuern mittels des Ventiles 10 können die Hydraulikmotoren auch in andere Umdrehungsrichtung versetzt werden, so daß bei Störungen das Einzugswerk sofort freigelegt werden kann. Die Geschwindigkeit des Einzugswerkes ist über ein Drosselventil einstellbar, liegt jedoch deutlich unter der Geschwindigkeit des Hammerwerks.


Anspruch[de]
  1. Erdaufbereitungsmaschine, bestehend aus einem in einem Gehäuse mit einem trapezförmigen Einwurftrichter angeordneten, motorisch angetriebenen Hammerwerk, über welchem eine das in den Trichter eingeworfene Gut zuführende Rüttelplatte angeordnet ist, und einem am unteren Ende des Einwurftrichters angeordneten Einzugswerk für das Gut, dadurch gekennzeichnet, daß das Einzugswerk aus zwei im Abstand voneinander angeordneten, gezahnten und angetriebenen Wellen (6, 7) besteht, die über der Rüttelplatte in den Seitenwänden des Gehäuses drehbar gelagert sind und durch gegeneinanderlaufende Hydraulikmotoren (8) angetrieben werden, die mit einer Hydraulikpumpe (12) und einem Tank (11) über ein Steuerventil (10) verbunden sind.






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