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Dokumentenidentifikation DE3203263C2 30.08.1990
Titel Anlage zum Übertragen und Speichern von anlagenbezogenen Daten
Anmelder Scheidt & Bachmann GmbH, 4050 Mönchengladbach, DE
Erfinder Miller, Gert, Dipl.-Ing.;
Busch, Erwin, Ing.(grad.);
Wortelkamp, Ulrich, Dipl.-Ing., 4050 Mönchengladbach, DE
Vertreter Stenger, A., Dipl.-Ing.; Watzke, W., Dipl.-Ing.; Ring, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 01.02.1982
DE-Aktenzeichen 3203263
Offenlegungstag 11.08.1983
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.1990
IPC-Hauptklasse G06F 13/20
IPC-Nebenklasse G11C 7/00   G07F 7/08   G05B 15/02   G05B 23/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anlage zum Übertragen und Speichern von anlagenbezogenen Daten, wie beispielsweise Bilanzdaten, Verkaufsdaten etc., aus einem Mikrokomputersystem mit einem Mikroprozessor, einem Festprogrammspeicher und einem Schreib-Lese-Speicher, das der Steuerung von Einrichtungen, wie beispielsweise Parkhäusern, Tankstellen, Warenverkaufs- und Dienstleistungs-Automaten, dient, in einen externen und entweder nicht flüchtigen oder gegen Spannungsausfall durch eine Batterie oder einen Akkumulator geschützten flüchtigen Schreib-Lese-Speicher eines Basisspeichers oder umgekehrt, wobei zwischen dem Mikrokomputersystem und dem Schreib-Lese-Speicher Adreßleitungen zum Adressieren des Schreib-Lese-Speichers sowie Datenleitungen für die Datenübertragung angeordnet sind.

Aus einem Mikroprozessor (CPU), einem Festprogrammspeicher (ROM bzw. PROM bzw. EPROM) sowie einem Arbeitsspeicher (RAM) bestehende Mikrokomputersysteme sind in verschiedenen Ausführungen bekannt. Sie dienen beispielsweise der Steuerung von Anlagen, wie beispielsweise Parkhäusern, Tankstellen, Warenverkaufs- und Dienstleistungs-Automaten, und sind demgemäß mit entsprechenden Peripherie-Geräten versehen. Diese umfassen auch Bedienungspulte, Datensichtgeräte und Drucker, um die Bedienung des Mikrokomputersystems zu vereinfachen und die in den Speichern vorhandenen Werte jederzeit abrufen zu können.

Da die Mikrokomputersysteme in den meisten Fällen mit einem Schreib-Lese-Speicher versehen sind, der wichtige Systemdaten zur Steuerung der jeweiligen Anlage enthält und dem Betriebsdaten der Anlage, insbesondere Summenwerte aufgegeben werden, die auch bei einem Spannungsausfall gespeichert bleiben müssen, sind diese als Basisspeicher ausgebildeten Schreib-Lese-Speicher gegen Spannungsausfall durch eine Batterie oder einen Akkumulator geschützt.

Beispielsweise ist aus der DE-OS 27 47 452 eine Vorrichtung zur Aufzeichnung von Daten bekannt, die aus einem Steuer- und einem Versorgungsteil besteht. Der Steuerteil besitzt ein Tastenfeld, eine Anzeigeanordnung, eine Dateneingangssonde und einen Mikroprozessor. Das Versorgungsteil weist eine wiederaufladbare Batterie mit einem Wandler und einer zugehörigen Leistungslogik und ein Speichersystem mit einer zugehörigen Speichersteuerlogik auf.

Über das Tastenfeld oder die Datensonde werden Daten eingegeben, die im Speicher des Versorgungsteils gespeichert werden. Der Speicher kann während eines ortsveränderlichen Betriebes der Vorrichtung seine Kapazitätsgrenze erreichen, oder die Batteriespannung kann abfallen, so daß ein zuverlässiges Arbeiten mit der Vorrichtung nicht mehr möglich ist. In diesen Fällen kann der Versorgungsteil von dem Steuerteil getrennt werden und durch einen frischen Versorgungsteil mit einer aufgeladenen Batterie und einem leeren Speicher ersetzt werden. Die gespeicherten Daten des ausgewechselten Versorgungsteils werden in einem Betriebsteil an ein entferntes Endgerät übertragen.

Aus der US-PS 39 42 157 ist eine Datenaufnahmeeinheit mit Festkörperspeicher bekannt, die vollständig als Handgerät ausgebildet ist. Die Datenaufnahmeeinheit weist einen Speicher-, einen Batterie- und einen Steuerteil auf. Der Steuerteil besteht aus der Steuerlogik, dem Tastenfeld und der Anzeige, die fest mit dem Speicher und der Spannungsversorgung verdrahtet sind. Diese Teile können nicht unabhängig voneinander arbeiten.

Über das Tastenfeld werden Daten in die Datenaufnahmeeinheit eingegeben, die dann in dem Speicher gespeichert werden. Ist die Speicherkapazitätsgrenze erreicht oder sinkt die Batteriespannung ab, wird die Datenaufnahmeeinheit in eine stationäre Vorrichtung eingesteckt, in die die Daten aus der Datenaufnahmeeinheit übertragen werden und in der der Batterieteil der Datenaufnahmeeinheit aufgeladen wird.

Der Nachteil der bekannten Mikrokomputersysteme der voranstehend beschriebenen Art besteht darin, daß dem Basisspeicher aufgrund von Störimpulsen falsche Informationen aufgegeben werden können. Außerdem besteht bei den bekannten Systemen die Gefahr von Manipulationen.

Der Erfindung liegt demzufolge die Aufgabe zugrunde, die bekannte Anlage der eingangs beschriebenen Art gegen falsche Dateneingaben in den Datenspeicher bzw. falsche Datenausgaben aus dem Basisspeicher infolge von Störimpulsen im System zu schützen und Manipulationen zu verhindern.

Die Lösung dieser Aufgabenstellung durch die erfindungsgemäße Anlage ist dadurch gekennzeichnet, daß das Mikrokomputersystem über ein I/O-Port (Input/Output-Port) mit dem Schreib-Lese- Speicher des Basisspeichers verbunden ist, daß mindestens eine der Adreßleitungen zum Schreib-Lese-Speicher des Basisspeichers über ein Zeitglied geführt ist, das durch Anlegen einer bestimmten Adresse einen Impuls mit einer festgelegten Impulsbreite abgibt, und daß die übrigen Adreßleitungen über eine Torschaltung mit dem Zeitglied verknüpft sind, welches den Schreib- Lese-Speicher zwecks Datenaustausch für die Zeit des Impulses freigibt. Mit diesem erfindungsgemäßen Vorschlag wird erreicht, daß Daten zwischen dem Basisspeicher und dem Mikrokomputersystem nur dann übertragen werden können, wenn das Zeitglied aktiv ist, d. h. innerhalb einer bestimmten Zeitspanne. Die in den Basisspeicher zu überführenden oder aus dem Basisspeicher herauszuholenden Daten werden hierbei auf ihre Echtheit überprüft, vorzugsweise durch einen CRC-check. Das Zeitglied wird nur aktiv, wenn die richtige Adresse in den Adressenleitungen ansteht. Durch das Zeitglied möglicherweise auftretende Fehler (z. B. Aktivierung zur Unzeit) haben dadurch keine Auswirkung, daß zusätzlich die richtige Adresse mit dem Zeitglied durch eine Torschaltung verknüpft ist.

Um die Aktivierungszeit des Zeitgliedes vergrößern zu können, kann das Zeitglied gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung retriggerbar sein.

In an sich bekannter Weise kann das Zeitglied durch eine Batterie bzw. einem Akkumulator gegen Spannungsausfall geschützt sein.

Schließlich ist es erfindungsgemäß möglich, daß eine bestimmte Codenummer bei jeder Datenübertragung zwischen Mikrokomputersystem und Basisspeicher verglichen wird, wodurch Manipulationen durch Austausch des Basisspeichers und/oder des Mikrokomputersystems ausgeschlossen werden.

In der Zeichnung ist schematisch ein Ausführungsbeispiel zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt.

Zwischen einem, einen Schreib-Lese-Speicher 9 aufweisenden Basisspeicher 1 und einem, mit einem Mikrokomputersystem 7 verbundenen I/O-Port 2 sind Adreßleitungen 3 zum Adressieren des Basisspeichers 1 und Datenleitungen 4 zum Datentransfer zwischen dem extern angeordneten Basisspeicher 1 und dem Mikrokomputersystem 7 angeordnet. Der Basisspeicher 1 besteht in der Hauptsache aus einem Zeitglied 5, einer Torschaltung 6, dem Schreib-Lese-Speicher 9 und einer Batterie bzw. einem Akkumulator 8 zum Schutz der Daten im Schreib-Lese-Speicher 9 bei Spannungsausfall.

Das Zeitglied 5 ist zwischen dem I/O-Port 2 und dem Schreib-Lese- Speicher 9 in mindestens eine der Adreßleitungen 3 geschaltet. Dies bedeutet, daß das Zeitglied 5 durch Anlegen einer bestimmten Adresse gestartet wird. Der durch das Zeitglied 5 erzeugte Impuls mit einer festgelegten Impulsbreite gibt nach Überprüfung der richtigen Adresse durch die nachgeschaltete Torschaltung 6 und weiteren direkt zum Schreib-Lese-Speicher 9 führenden Adreßleitungen 3 diesen zwecks Datenaustausch zwischen Basisspeicher 1 und Mikrokomputersystem 7 für die Zeit des Impulses frei. Durch erneutes Anlegen der Adresse ist das Zeitglied 5 retriggerbar, d. h. die Impulsbreite wird erhöht und damit ein längerer Zeitraum für den Datenaustausch erreicht.

Die Batterie bzw. der dargestellte Akkumulator 8 dient bei Verwendung von flüchtigen Schreib-Lese-Speichern 9 (RAM) zur Datensicherung und verhindert gleichzeitig bei Spannungswiederkehr ein mögliches Starten des Zeitgliedes 5 zur Unzeit durch Störimpulse.

Bezugszeichenliste

1 Basisspeicher

2 I/O-Port

3 Adreßleitung

4 Datenleitung

5 Zeitglied

6 Torschaltung

7 Mikrokomputersystem

8 Akkumulator

9 Schreib-Lese-Speicher


Anspruch[de]
  1. 1. Anlage zum Übertragen und Speichern von anlagenbezogenen Daten, wie beispielsweise Bilanzdaten, Verkaufsdaten etc., aus einem Mikrokomputersystem (7) mit einem Mikroprozessor, einem Festprogrammspeicher und einem Schreib-Lese-Speicher, das der Steuerung von Einrichtungen, wie beispielsweise Parkhäuser, Tankstellen, Warenverkaufs- und Dienstleistungs-Automaten, dient, in einen externen und entweder nicht flüchtigen oder gegen Spannungsausfall durch eine Batterie oder einen Akkumulator (8) geschützten flüchtigen Schreib-Lese-Speicher (9) eines Basisspeichers (1) oder umgekehrt, wobei zwischen dem Mikrokomputersystem (7) und dem Schreib-Lese-Speicher (9) Adreßleitungen (3) zum Adressieren des Schreib-Lese-Speichers (9) sowie Datenleitungen (4) für die Datenübertragung angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das Mikrokomputersystem (7) über einen I/O-Port (Input/Output-Port) (2) mit dem Schreib-Lese-Speicher (9) des Basisspeichers (1) verbunden ist, daß mindestens eine der Adreßleitungen (3) zum Schreib-Lese-Speicher (9) des Basisspeichers (1) über ein Zeitglied (5) geführt ist, das durch Anlegen einer bestimmten Adresse einen Impuls mit einer festgelegten Impulsbreite abgibt, und daß die übrigen Adreßleitungen (3) über eine Torschaltung (6) mit dem Zeitglied (5) verknüpft sind, welches den Schreib-Lese-Speicher (9) zwecks Datenaustausch für die Zeit des Impulses freigibt.
  2. 2. Anlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitglied (5) retriggerbar ist.
  3. 3. Anlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zeitglied (5) durch eine Batterie bzw. einen Akkumulator (8) gegen Spannungsausfall geschützt ist.
  4. 4. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine bestimmte Codenummer bei jeder Datenübertragung zwischen dem Mikrokomputersystem (7) und dem Schreib-Lese-Speicher (9) des Basisspeichers (1) verglichen wird.






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