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Dokumentenidentifikation DE3704145C2 30.08.1990
Titel Kühlluftführung für ein Kraftfahrzeug
Anmelder Adam Opel AG, 6090 Rüsselsheim, DE
Erfinder Häner, Bernhard, Dipl.-Ing., 6090 Rüsselsheim, DE
DE-Anmeldedatum 11.02.1987
DE-Aktenzeichen 3704145
Offenlegungstag 25.08.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 30.08.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 30.08.1990
IPC-Hauptklasse B62D 35/02
IPC-Nebenklasse B60K 11/02   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kühlluftführung für ein Kraftfahrzeug mit einem frontseitigen Kühllufteinlaß und einem vorne angeordneten Motorraum, in dem ein Kühler auf einem Querträger angeordnet ist, mit einem Frontspoiler, der so abgestimmt ist, daß der Fahrtwind, der vom Frontspoiler unter das Kraftfahrzeug abgelenkt wird, erst im hinteren Bereich an die Fahrzeugunterseite anströmt.

Es gibt Fahrzeuge, die je nach Motorbestückung mit einer Motorraumabdeckung oder einem offenen Motorraum versehen sind.

Geschlossene Motorräume, d. h. solche mit einer Motorraumabdeckung, werden z. B. zur Geräuschdämmung vorgesehen. Dies ist insbesondere bei Dieselmotoren wichtig. Bei der Bestückung eines solchen Fahrzeuges mit einem Ottomotor kann die Motorraumabdeckung entfallen.

Nun haben Motorraumabdeckungen den Nachteil, daß sie das Anströmen von Luft vom Unterboden her abschirmen. Ein Wärmestau im Motorraum ist die Folge. Zusätzliche Lufteinlässe an der Motorraumabdeckung sind erforderlich.

Bei einem bekannten Fahrzeug ist dies so gelöst, daß die Lufteinlässe günstig im Luftstrom im vorderen Bereich der Motorraumabdeckung angeordnet sind, wobei die Motorraumabdeckung bündig an die vordere Stoßstange anschließt. Dies bedeutet, daß ein besonderer Frontspoiler zum Einsatz kommt, der auf dieses Modell abgestimmt ist. Kommt bei einem solchen Fahrzeug nun ein Motor ohne Motorraumabdeckung zum Einsatz, ist der Stoßfänger aus aerodynamischen Gründen nicht mehr geeignet. Es muß ein anderer Stoßfänger zum Einsatz kommen.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, den Nachteil zweier Stoßfänger für Fahrzeuge mit bzw. ohne Motorraumabdeckung zu vermeiden und gleichzeitig in beiden Fällen günstige aerodynamische Bedingungen zu gewährleisten.

Gelöst wird diese Aufgabe gemäß dem Kennzeichen des einzigen Anspruchs.

Der Vorteil dieser Erfindung liegt darin, daß in jedem Falle nur ein Frontspoiler zum Einsatz kommt und damit Kosten durch Einkauf größerer Stückzahlen und geringere Lagerhaltung eingespart werden. Gleichzeitig ist gewährleistet, daß insbesondere bei Fahrzeugen mit einer Motorraumabdeckung der Luftstrom so anliegt, daß er die Lufteinlässe der Motorraumabdeckung günstig beaufschlagt.

Das Wesen der Erfindung sei anhand der Figur weiter erläutert. Diese Figur zeigt einen schematischen Querschnitt eines Vorderteiles eines Kraftfahrzeuges, soweit für das Verständnis der Erfindung wesentlich.

Über dem Frontspoiler 5 bzw. im Frontspoiler integriert ist in an sich bekannter Weise ein Kühlerlufteinlaß 3 angeordnet. Über demselben ist auf der vorderen Außenseite das übliche Nummernschild 2 des Kraftfahrzeuges befestigt, und zwar auf der ebenfalls schon an sich bekannten Stoßfängerverkleidung 1. Hinter dem Kühllufteinlaß und somit auch noch über aber auch hinter dem Frontspoiler 5 befindet sich üblicherweise der Kühlervorraum 14 vor dem Kühler 4, der hinter dem Kühllufteinlaß 3 angeordnet ist. Der Kühler 4 kann auf den Querträger 12, einem Karosserieteil, montiert sein. Hinter dem Kühler 4 liegt der Motorraum 13, dessen Unterseite von der Motorraumabdeckung 8 abgeschlossen wird. Im vorderen Bereich besitzt diese Motorraumabdeckung 8 Einlaßschlitze 7. Im hinteren Bereich kann zwischen der Stirnwand 9 und dem Unterboden 11 einerseits und der Motorraumabdeckung 8 andererseits das Auspuffrohr 10 frei durchtreten, wobei gleichzeitig eine Durchtrittsmöglichkeit für Luft aus dem Motorraum 13 in der gezeichneten Weise gegeben ist. Luftströmungen sind in der Figur, wie offensichtlich verständlich, durchweg durch lange Pfeile symbolisch dargestellt. Der Unterboden 11 erstreckt sich weiter nach hinten als gezeichnet; dies ist allgemein bekannt. Vor dem gab es nun zwischen dem Frontspoiler 5 und zum Beispiel dem Querträger 12 einen Spalt, also eine Öffnung, durch die Luft aus dem Kühlervorraum 14 unter das Kraftfahrzeug strömen konnte. Dadurch wurde in nachteiliger Weise eine Wirbelwalze genährt, die jetzt unter dem Querträger 12 nur noch als verschwindend klein dargestellt ist. Denn nach der Erfindung wird diese Wirbelwalze praktisch vollständig durch das Verbindungsteil 6 zwischen dem Frontspoiler 5 und dem Querträger 12 verhindert. Dieses Verbindungsteil 6 sorgt also dafür, daß nunmehr keine Öffnung mehr zwischen dem Frontspoiler 5 und dem vorderen Bereich der Motorraumabdeckung 8 angeordnet ist, durch die Luft unter das Kraftfahrzeug strömen könnte. Dieses Verbindungsteil 6 hat im wesentlichen die Form einer Platte und ist daher kosten- und produktionsgünstig. Allerdings liegt es auch im Gedanken der Erfindung, die Motorraumabdeckung 8 mit dem Frontspoiler 5 direkt zu verbinden, so daß keine Öffnung mehr vorhanden ist, durch die Luft unter das Kraftfahrzeug strömen könnte. Allgemein gesagt, liegt es im Gedanken der Erfindung, überall dort einen Abschluß vorzusehen, wo vor dem zwischen dem Frontspoiler 5 und der Motorraumabdeckung 8 eine unerwünschte Öffnung vorhanden war. Nunmehr kann der Fahrtwind, der vom Frontspoiler 5 unter das Kraftfahrzeug abgelenkt wird im vorderen Bereich der Motorraumabdeckung 8 auf die dortigen Einlaßschlitze 7 auftreffen, obwohl der Frontspoiler 5 eigentlich so ausgelegt ist, daß der unter das Kraftfahrzeug abgelenkte Fahrtwind erst hinter dem Motorraum 13 bzw. der Motorraumabdeckung 8 an dem Unterboden 11 anströmen sollte. Es kann also der schon vorhandene Frontspoiler verwendet werden, der eigentlich für Kraftfahrzeuge mit offenem Motorraum 13 also ohne Motorraumabdeckung bestimmt ist. Somit wird durch die Einlaßschlitze 7 ausreichend zusätzliche Kühlluft in den Motorraum 13 gefördert; diese Kühlluft kann dann an der Rückseite des Motorraumes 13 im hinteren Bereich der Motorraumabdeckung 8 zwischen der Stirnwand 9 und dem Unterboden 11 wieder austreten; dort kann sie außerdem noch das Auspuffrohr 10 kühlen.


Anspruch[de]
  1. Kühlluftführung für ein Kraftfahrzeug mit einem frontseitigen Kühllufteinlaß und einem vorne angeordneten Motorraum, in dem ein Kühler auf einem Querträger angeordnet ist, mit einem Frontspoiler, der so abgestimmt ist, daß der Fahrtwind, der vom Frontspoiler unter das Kraftfahrzeug abgelenkt wird, erst im hinteren Bereich an die Fahrzeugunterseite anströmt, dadurch gekennzeichnet, daß ausgehend von einem einheitlichen Frontspoiler
    1. - bei einer Abkapselung des Motorraums durch eine untere Motorraumabdeckung mit Lufteinlaßschlitzen die Abdeckung bis an den Spoiler herangeführt oder
    2. - bei einem nicht abgekapselten Motorraum, die Öffnung zwischen dem Frontspoiler und Querträger geschlossen ist.






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