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Dokumentenidentifikation DE3906783A1 06.09.1990
Titel Lagerträger
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Ankenbauer, Gerhard, 6442 Rotenburg, DE;
Bayer, Oswald, 8729 Aidhausen, DE;
Boer, Jan de, 8721 Madenhausen, DE;
Rasp, Thomas, 8720 Schweinfurt, DE
DE-Anmeldedatum 03.03.1989
DE-Aktenzeichen 3906783
Offenlegungstag 06.09.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 06.09.1990
IPC-Hauptklasse F16C 35/06
IPC-Nebenklasse B22D 17/00   B22D 19/00   
IPC additional class // F16H 57/00,B60K 17/08  
Zusammenfassung Um bei einem Lagerträger vorzugsweise aus Aluminium-Druckguß mit in der Bohrung angeordnetem eingegossenem Wälzlagerring eine Ringverformung durch die Formschließkräfte zu vermeiden und trotz grober Toleranzen ein Umgießen ohne Formänderung zu ermöglichen, ist neben dem Wälzlagerring (1) ein axial federnder Blechring (2) angeordnet und zusammen mit dem Wälzlagerring (1) umgossen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Lagerträger nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE-OS 24 49 455 ist ein Steh- oder Flanschlagergehäuse mit einem inkorporierten Pendelrollenlageraußenring bekannt. Dabei werden in die zur Verwendung kommenden Gußformen die Ringe eingelegt und umgossen. Steh- und Flanschlager werden meist in landwirtschaftlichen Maschinen und in Anlagen eingebaut, die keinen sehr hohen Genauigkeitsansprüchen genügen müssen. Deshalb werden auch Pendelrollenlager verwendet, die einen Fluchtfehlerausgleich ermöglichen.

Bei Kegelrollenlagern, wie sie z. B. in Kraftfahrzeuggetrieben verwendet werden, wird von dem Lagerträger in den sie eingebaut werden, eine hohe Genauigkeit gefordert. Deshalb werden die Lagersitzstellen geschliffen und die Ringe dann eingepreßt, was teuer ist und besondere Einstellringe erfordert (siehe z. B. die DE-OS 36 42 463). Hinzu kommt das Problem des festen Lagersitzes bei unterschiedlichen Temperaturen und die Gefahr der Verformung der Wälzlagerringe.

Beim Umgießen von Wälzlagern mit heißem Metall (siehe DE-PS 33 33 506) besteht neben der Forderung, daß die gehärteten Wälzlagerringe keine Härteänderung erfahren, das Problem, daß die in die Druckgußform eingelegten Wälzlagerringe der Formschließkraft ausgesetzt sind. Um insbesondere bei Lagerringen mit unsymmetrischem Teilquerschnitt (Kegelrollenlager) eine Ringverformung durch die Formschließkraft zu vermeiden, sind enge Breitentoleranzen der Ringe erforderlich, da die hohen Formschließkräfte unsymmetrisch am Ring angreifen und ihn um seinen Schwerpunkt zu verdrehen versuchen. Hinzu kommt noch, daß diese Verformungen durch das Umgießen und das nachfolgende Abkühlen und Schrumpfen des Lagerträgers verstärkt und gleichsam eingefroren werden.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, einen Lagerträger der eingangs genannten Art zu schaffen, der mit einfachen Mitteln und trotz grober Toleranzen ein Umgießen ohne große Formänderung, Maßänderung oder Gefügeänderung ermöglicht.

Die Lösung dieser Aufgabe ist aus dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 ersichtlich. Vorteilhafte Weiterbildungen enthalten die Ansprüche 2 bis 5.

Durch die Anordnung des axial federnden Blechrings neben dem Wälzlagerring werden nicht nur die Formschließkräfte elastisch aufgenommen und an eine unkritische Stelle des Lagers geleitet und gleichmäßig verteilt, sondern auch die Schrumpfkräfte aufgeteilt und das heiße Druckgußmaterial vom Wälzlagerring ferngehalten.

Durch die Bemessung der Wandstärke des Lagerträgers im Bereich des Wälzlagerrings auf 1/3 bis 1/5 der Lagerringstärke wird eine nachteilige Auswirkung des beim Umgießen ca. 750°C heißen flüssigen Metalls auf den fertigbearbeiteten gehärteten Wälzlagerring vermieden.

Die Erfindung soll an einem Ausführungsbeispiel erläutert werden.

Fig. 1 zeigt einen Lagerträger mit eingegossenem Kegelrollen- Außenring nach der Erfindung im Schnitt.

Fig. 2 zeigt einen Lagerträger mit eingegossenem Schrägkugellager-Außenring im Schnitt.

In Fig. 1 ist der Kegelrollen-Außenring mit 1 bezeichnet. Daneben ist eine axial federnde Scheibe 2 angeordnet. Außenring 1 und Scheibe 2 werden in die Druckgießform (nicht gezeigt) eingelegt und mit flüssigem Aluminiumdruckgußmaterial umgossen, wodurch sich der Lagerträger 3 ergibt.

In Fig. 2 ist neben dem Schrägkugellager-Außenring 1 eine Tellerfeder 2 axial federnd angeordnet und beide von Lagerträger 3 umgossen.


Anspruch[de]
  1. 1. Lagerträger vorzugsweise aus Aluminium-Druckguß mit in der Bohrung angeordnetem, eingegossenem Wälzlagerring, dadurch gekennzeichnet, daß neben dem Wälzlagerring (1) ein axial federnder (im Teilquerschnitt L-Y- oder T-förmiger) Blechring (2) angeordnet und zusammen mit dem Wälzlagerring (1) umgossen ist.
  2. 2. Lagerträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der axial federnde Blechring (2) am Wälzlagerring (1) in dessen dem Lagerträger (3) zugewandten Durchmesserbereich anliegt.
  3. 3. Lagerträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der axial federnde Blechring (2) ein im Teilquerschnitt L-Y- oder T-förmiger Blechring ist oder eine Tellerfeder.
  4. 4. Lagerträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Wälzlagerring (1) im Teilquerschnitt unsymmetrisch ist.
  5. 5. Lagerträger nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Wälzlagerring (1) ein Kegelrollen-, Pendelrollen-, Tonnenrollen-, Schrägkugel- oder Schrägrollenlagerring ist.
  6. 6. Lagerträger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Wandstärke des Lagerträgers (3) im Bereich des Wälzlagerrings (1) und des Blechrings (2) etwa 1/3 bis 1/5 der Wälzlagerringdicke beträgt.






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